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Einreise in die USA: Keine Impfung gegen Schweinegrippe notwendig!

Okay, es ist mal wieder an der Zeit was aus dem Bereich „Kundenservice“ hier im Blog anzubieten und ein bisschen von meinem guten Google-Ranking im Themenbereich „Einreise in die USA“ zu profitieren.

Ziel der Übung hier ist natürlich auch, mir (und meinen Kollegen) die Arbeit etwas zu erleichtern, denn in den letzten Tagen trafen bei uns im Büro verstärkt Anrufe von Reisenden und Reisebüros ein, die gehört haben wollten, dass die USA es verlangen würden, eine Impfung gegen die Schweinegrippe machen zu müssen, um in das Land einreisen zu können. Und dass man dies auch noch schriftlich belegen können müsste.

Das ist, wie die Überschrift dieses Eintrags schon vermuten lässt, absoluter Bullshit!

Scheinbar hat ein deutscher Radiosender  [Update: laut seriösen Quellen war es wohl der Deutschlandfunk] behauptet, dass Touristen gegen den H1N1-Virus geimpft sein müssten oder ihnen andernfalls die Einreise verweigert werden würde. Dies passierte wohl vor rund zwei Wochen und hat sich anscheinend wohl mittlerweile etwas breitgemacht – ist nur eben „leider“ völlig ohne Grundlage in der Realität. Ebenso gibt es keine standardisierten „Gesundheitskontrollen“, die an US Airports bei der Einreise angeblich durchgeführt würden (oder sagen wir besser, dass dies zumindest nicht bei Flügen aus Deutschland in die USA Standard ist – wie ich im Oktober selbst erlebt bzw. eben nicht erlebt habe).

Dementsprechend kann ich nur noch mal wiederholen: Für Reisen in die USA ist es NICHT verpflichtend, eine Impfung gegen die Schweinegrippe zu machen!

Sollten Sie, lieber Leser, durch eine themenbezogene Anfrage über eine Suchmaschine zu diesem Eintrag gelangt sein und die Glaubwürdigkeit des Autors (also von mir) erst einmal bezweifeln -was ich natürlich nachvollziehen kann-, dann haben Sie nun drei Möglichkeiten:

a) Sie vertrauen mir einfach mal so trotz der Anonymität des Internets
b) Sie lesen sich andere Einträge zu diesem Themenkomplex auf meinem Blog durch (z.B. zum ESTA-Formular) und können danach meine Fachkenntnis besser einschätzen
c) Sie tun das, was Sie in diesen Fällen immer tun sollten: Auf die Webseite des Auswärtigen Amtes* schauen und dort die Hinweise zur Einreise in die USA lesen – was dort nicht steht, existiert auch nicht!

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass es in diesem Eintrag rein um die Einreisebestimmungen zum Thema Schweinegrippeimpfung geht. Selbstverständlich möchte ich niemandem raten, die Impfung gegen den H1N1-Virus nicht doch zu machen – aber das muss natürlich jeder selbst für sich entscheiden und soll auch gar nicht Gegenstand des Postings hier sein.

PS: Ich versuche noch rauszufinden, welcher Radiosender diese Unwahrheiten verbreitet hat. Sollte ich die Info über diese Idioten bekommen, dann wird das selbstverständlich nachgereicht.

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*) Persönliche Empfehlung: Die Startseite der Homepage des Auswärtigen Amtes würde ich meiden, wenn man nicht Schwarz-Gelb gewählt hat! (Westerwelle-Overkill!)

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Linkübersicht zum Thema „Einreise in die USA“.

Da am gestrigen Tag, den 12. Januar, die neuen Einreisebestimmungen mit der Online-Registrierung per ESTA-Formular in Kraft getreten sind, möchte ich den Massen an Lesern, die hier derzeit über diverse Suchmaschinen landen, einen kurzen Überblick über alle Einträge geben, die sich zu diesem Thema mittlerweile auf dem Blog angesammelt haben.

Die offizielle Webseite, wo man das ESTA-Formular ausfüllen kann, findet sich unter folgendem Link: https://esta.cbp.dhs.gov/

1. Eine allgemeine Einführung zum Thema Einreise & Sicherheitskontrollen gibt es hier.

2. Ein paar Hintergrundinformationen zur Einführung des ESTA-Formular gibt es hier.

3. Eine detaillierte Analyse des ESTA-Formulars Schritt für Schritt gibt es hier.

4. Ein paar Backgroundinformationen zu ESTA, sowie eine Warnung vor unseriösen Anbietern gibt es hier.

5. Alle Einträge zum Thema Reisen, die auf diesem Blog veröffentlich worden sind, finden sich in der Kategorie „Work & Travel„.

 

Zudem möchte ich hier noch ein paar externe Links hier aufführen, die hilfreiche Informationen geben können, für Reisen in die USA.

Für die bessere Übersichtlichkeit sind alle Links auch nochmal in einem Menü der Sidebar aufgeführt.

Ich hoffe, ich kann damit allen suchenden Lesern ein wenig weiterhelfen.

Bei Fragen stehe ich natürlich jedem gerne zur Verfügung – einfach in den Kommentaren unter einem der Einträge zu diesem Thema melden und ich versuche dann so schnell und so gut es geht zu antworten.

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ESTA Update.

Es gibt mal wieder eine halbe Handvoll Neuigkeiten mittleren Grades zum Thema „Einreise in die USA„, bzw. zum Online-Registrierungsformular ESTA im Speziellen.

Vor kurzem wurden nämlich die ersten statistischen Daten zum Formular bekannt gegeben. So liegt nämlich die Approval-Rate (also die Quote aller direkt genehmigter Anträge) seit Live-Stellung des Formulars vor knapp 3 Monaten bei 99,6% – von 1000 Anträgen mussten also jeweils 4 den Weg über US-Botschaft bzw. Konsulat gehen. Damit liegt man laut offizieller Stellungnahme deutscher Verantwortlicher aus der Reiseindustrie bislang über den Erwartungen.
Ob sich diese Daten nur auf Anträge aus Deutschland beziehen oder auf Anträge aus sämtlichen 27 Ländern, die am Visa Waiver Program partizipieren, besagt meine Quelle allerdings leider nicht. So oder so ist es aber, denke ich, ein guter Wert, der für die Komplikationsfreiheit dieses Verfahrens spricht.

Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung des gesamten Prozederes ist auch die Einführung der Fremdsprachenversionen, die wohl irgendwann in den letzten zwei, drei Wochen stattgefunden hat. So ist das Formular nun neben der englischen Sprachversion auch in 15 weiteren Sprachen wie Spanisch, Holländisch, Isländisch (whatever…) und natürlich auch Deutsch verfügbar.

Ebenfalls äußerst vereinfachend wird sich ein weiterer Entschluss auswirken. Denn man hat sich dazu entschieden, die Angabe der Adresse des ersten Aufenthaltsortes in den USA zukünftig nicht mehr als verpflichtenden Bestandteil des Formulars zu lassen. Daher kann man sich nun also wirklich problemlos frühzeitig einfach so registrieren, wenn man weiß, dass man in die USA reisen, aber noch nicht wann bzw. wohin genau man reist. Das halte ich für eine sehr kluge Entscheidung und wird den Prozess definitiv einfacher und kundenfreundlicher gestalten.

WARNUNG

Apropro Kundenfreundlichkeit: Wo es etwas Neues gibt, versuchen natürlich auch immer Leute, die sich für clever halten, Profit aus der Unwissenheit der Leute zu schlagen. Gibt man nämlich den Begriff „ESTA“ bei google ein, dann erscheint bei den Anzeigen ganz oben direkt ein Eintrag der Seite http://www.esta.us, die nicht nur eine offiziell erscheinende URL sondern auch ein sehr offiziell erscheinendes Design besitzt.
Auf dieser Seite gibt es dann eine ganze Reihe von Informationen rund um das ESTA-Formular, die allerdings allesamt eher allgemeiner Natur sind.
In der Navigationsleiste gibt es dann einen Menüpunkt „Submit ESTA Application“, der allerdings nicht -wie man vielleicht erwarten sollte- zum KOSTENLOSEN Online-Formular auf https://esta.cbp.dhs.gov/ führt, sondern zu einem Formular, welches den Eindruck erweckt man hätte im Grunde nur zwei Möglichkeiten.
a) Man bestellt sich einen „ESTA Application Guide“ für $49,90, der einem erklärt wie man das Formular ausfüllt und was man zu beachten hat
b) Man bestellt den „Premium Processing Submission Service“ für schlanke $249,90, wodurch man dann einen „Travel Professional“ damit beauftragt, das ESTA-Formular für einen auszufüllen – wohlgemerkt diese 250 Dollar gelten pro Person!

Wirklich ein purer Napp, der hier betrieben wird, um die Unsicherheit der Leute auszunutzen. Denn auf der ganzen Seite findet sich kein einziger Hinweis darauf, wo man den Registrerungsprozess denn durchführen kann – alleine das spricht schon eine deutliche Sprache, wo hier der Zweck der Seite liegt.

Also Finger weg von http://www.esta.us!

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