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Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Die „Misfits“.

Hat mich jemand vermisst?

Zugegeben, ich habe diesen Blog leider sehr vernachlässigt – und das wird vermutlich auch noch einige Zeit so bleiben, da mich meine neue Zweigstelle doch ganz gut auf Trab hält.

Das hat leider dazu geführt, dass sich für diesen Blog hier so einige Dinge angesammelt haben, zu denen ich allerdings nicht versprechen werde, dass ich sie jemals wirklich aufarbeiten werde.

Aber zumindest mit den im letzten Jahr gesehenen Serien will ich jetzt endlich mal beginnen.

Dabei werde ich mich aber aller Voraussicht nach dieses Mal nicht ganz so ausschweifend äußern, was verschiedene Gründe hat. Zum Einen natürlich muss ich auch den anderen Blog noch am Laufen halten und zum Anderen sind es in diesem Fernsehjahr noch mal mehr Serien geworden: Insgesamt stehe ich bei 44 Serien, von denen ich mindestens eine komplette Staffel geschaut habe – ohne solche Dinge wie Colbert Report, Daily Show, Tonight Show with Conan O’Brian, Late Late Show with Craig Ferguson oder Saturday Night Live, die auch immer mal wieder geschaut werden (vor allem die ersten beiden finden eigentlich regelmäßig den Weg auf meinen USB-Stick).

Bevor wir ans Eingemachte gehen, wenden wir uns aber erst einmal den Serien zu, die bei mir irgendwann unterwegs früher oder manchmal auch später aus den verschiedensten Gründen verreckt sind.

Castle

Mit Castle haben wir hier direkt mal einen eher untypischen Vertreter dieser „Misfit“-Kategorie, denn ich glaube, unter anderen Umständen, wäre der Funke vielleicht übergesprungen. Unglücklicherweise habe ich mit Castle aber, aufgrund einiger positiver Erwähnungen in anderen Blogs, zu einer Zeit angefangen, als ich schon recht viel im Programm hatte und da ich dann nicht so richtig viel Aufmerksamkeit aufbrachte, schoss ein möglicher Funke irgendwie ins Leere. Ich kann mich nicht mal direkt erinnern, ob ich tatsächlich die ersten zwei oder drei Folgen gesehen habe…

Es geht um einen erfolgreichen und hochnäsigen Krimiautor, dessen geschriebene Mordfälle einen Nachahmer in der Realität finden. Nachdem er bei der Aufklärung helfen kann, hat er plötzlich Gefallen an der Polizei- und Detektivarbeit gefunden, auch wenn er (oder weil er?) mit der zuständigen Polizistin immer wieder aneckt.

Yet another fish out of water Schnüffler-Geschichte, die vielleicht etwas Charme aus den Dialogen zwischen Nathan Fillion und Stana Katic ziehen dürfte. Vielleicht bekommt sie irgendwann mal wieder eine Chance.

Dark Blue

Das immer noch existierende Sommerloch spült immer mal wieder die eine oder andere Serie an die Oberfläche, die man unter anderen Umständen womöglich nicht gesehen hätte. Das ist oftmals durchaus erfreulich, da einem ansonsten mal wieder das „Hidden Gem“ eines kleinen Kabelsenders entgangen wäre – hier ist das leider nicht der Fall.

Ein total geheimes Undercover-Team ermittelt in der Unterwelt von L.A. und übertritt dabei regelmäßig die Grenzen des Gesetzes – aber der Zweck heiligt ja die Mittel.

Das Problem ist, dass die Serie derart übertrieben ernsthaft ist, dass sie beinahe schon keimfrei wirkt. Dazu ist sie so schrecklich düster, dass einem beim Zuschauen schon fast die Augen zufallen. Aber gut, ich hatte ja schon an Training Day damals keinen wirklichen Spaß.

Was ich aber wirklich überhaupt nicht verstehen kann, ist die Entscheidung des Senders TNT, diese Serie im Doppelpack mit dem ganz vorzüglichen, aber eben locker flockig inszenierten „Leverage“ zu programmieren. Zwei Serien könnten kaum unterschiedlicher von der Grundaussage und der Tonalität her sein. Keine Ahnung, wer hier so besoffen war.

Dirty Sexy Money (S02)

Eigentlich reicht es glaube ich schon, wenn ich zu meiner letztjährigen Besprechung der ersten Staffel verweise, wo ich mein eher unterkühltes Verhältnis zu DSM recht deutlich gemacht hab und auch erklärt habe, dass DSM zu den Serien zählt, deren Episoden ich meist nachhole, wenn wirklich Zeit vorhanden ist.

Dies hat sich mit Staffel 2 nicht gebessert. Im Gegenteil, da aufgrund zusätzlicher Serien die verfügbare Zeit noch knapper geworden ist. Und als DSM irgendwann dann auch noch abgesetzt wurde und die verbliebenen Folgen auf irgendwann im Sommer verschoben wurden, habe ich endgültig den Faden verloren und die Serie Serie sein lassen. Bedauern tue ich es nicht wirklich.

East Bound and Down

Ehrlich gesagt, ist mir erst bei der Recherche zum Serienguide wieder bewusst geworden, dass ich ja auch mal irgendwann im Sommer 2008 den Piloten zur HBO-Comedy East Bound And Down sah und mir dieser damals sogar ziemlich gut gefiel. Da der Pilot damals allerdings sehr frühzeitig als Pre Air-Version geleakt wurde, hatte ich ihn bis zum tatsächlichen Serienstart wieder aus den Augen verloren.

Es war zwar kein überragender Pilot, aber doch eine ganz witzige und HBO-typisch unflätige Geschichte über den abgehalfterten Ex-Baseballprofi Kenny Powers, der wider Willen in seiner Heimatschule als Sportlehrer anheuert, um nach einem deprimierenden Ende seiner Karriere irgendwie versucht über die Runden zu kommen. Danny McBride in der Hauptrolle war schon ziemlich klasse, dazu noch Will Ferrell in einer Nebenrolle und natürlich ganz HBO-like alles schön unzensiert. Wäre vielleicht auch mal wieder einen Blick wert…

Eleventh Hour

Dröge bis zum geht nicht mehr war der Pilot dieser „Bio-Mystery-Ermittler-Serie“, die bei mir so gar keinen Anklang finden wollte. Vielleicht hing es damit zusammen, dass ich kurz zuvor eine von Stimmung, Machart und Ansatz her sehr ähnliche Serie begonnen hatte (Fringe), deren Pilot mich zwar auch nicht vom Hocker riss, aber doch im Direktvergleich gewann (und meinen Mystery-Bedarf schon hinreichend abdecken konnte). In Anbetracht der Absetzung von Eleventh Hour, habe ich dann im Nachhinein wohl auch aufs richtige Pferd gesetzt.

HawthoRNe

Ein weiteres Sommerloch-Spülobjekt war diese Krankenhausserie mit Jada Pinkett-Smith in der Rolle der alles wissenden und immer Lösungen findenden Chefkrankenschwester Christina Hawthorne. Zwar habe ich es bis Folge 7 oder so ausgehalten in Ermangelung von Alternativen, aber dann ging mir diese allwissende Nurse, die immer unfehlbar ist, doch irgendwann kräftig auf den Zeiger. Zumal auch der Rest der Serie dies nicht mal im Ansatz kompensieren kann, da es nur um die gleichen Wer-Mit-Wem-Spielchen geht, die eine Serie wie Grey’s Anatomy viel besser und spannender und mit mehr Sexappeal und Glamour inszeniert. Und mit dem wesentlich besseren Soundtrack.

Eine Serie, die die Welt nicht braucht.

My Own Worst Enemy


Christian Slater als Hauptdarsteller einer Serie war natürlich schon mal eine Hausnummer. Und auch die Grundidee von Geheimagenten, deren Cover als parallele Identitäten in ihrem Gehirn eingespeichert sind, klang zumindest interessant. Schließlich ist der Ansatz der Serie zu zeigen, wie dieses System nicht mehr fehlerfrei funktioniert und die Identitäten plötzlich und unkontrolliert anfangen zu wechseln.

Die Serie begann dann auch ganz ordentlich mit gutem Tempo, aber mit der Zeit verzettelte sie sich dann leider auch immer mehr. Vieles blieb unklar, ohne dass es aber eine Struktur gab, die die Serie wirklich vorantrieb und zudem konnte man auf der inhaltlichen Seite viele der technischen Dinge nur mit wirklich großem Augenzudrücken akzeptieren.

Dementsprechend kam die vorzeitige Absetzung denn auch nicht ganz so überraschend, denn die breite Masse (inklusive mir) konnte die Serie trotz der relativen Starpower nicht erreichen.

The Ex-List

Eine weitere vorzeitig abgesetzte Serie war „The Ex-List“, eine Comedy, in der es um eine junge Frau geht, der vorhergesagt wurde, dass sie ihren zukünftigen Ehemann schon mal früher gedatet hat. Daraufhin macht sie sich daran, alle ihre „Ex-Freunde“ wieder zu treffen, um herauszufinden, wer dies ist.

Klingt grundsätzlich nicht schlecht, war in der Umsetzung aber maximal leidlich okay und wurde dann auch schneller wieder abgesetzt, als ich mich wirklich einfinden konnte. Lediglich schade vielleicht um Hauptdarstellerin Elizabeth Reaser.

True Blood

Bei True Blood ist es auch eine eher gemischtere Angelegenheit. Tolle Bilder, solide Story, exzellente Produktionsqualität, gute Schauspieler – und doch hat es bei mir nicht so recht gefunkt. Woran es genau liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht, weil mir das Thema der Geschichte an sich nicht so ganz zusagt, da ich mit dieser Vampir-Mystik nur bedingt etwas anfagen kann.

Da halt dann auch eben hier wieder die Zeitlimits griffen, habe ich, trotz der wundervollen und anbetungswürdigen Anna Paquin, so bei Folge 7 oder 8 irgendwann aufgehört weiter zu schauen. Immerhin, die restlichen Folgen der ersten Staffel liegen hier weiterhin noch auf Halde und könnten u.U. durchaus demnächst noch geschaut werden.

Aber deswegen ist dieser Abschnitt eben auch mit „Misfits“ überschrieben und nicht mit „Scheiss-Serien“. Es passte halt einfach nicht.

United States of Tara

Ebenfalls nicht gepasst hat diese ambitionierte Serie mit Toni Colette in der Hauptrolle, die eine Mutter mit multipler Persönlichkeitsstörung spielt und deren Familienleben diese Serie als zentrales Thema genommen hat. Auch hier wiederum wirklich hochwertig produziert, mit guten Schauspielern und schönen Dialogen – aber eben halt nichts, was mich so richtig fesselte, so dass ich hier sogar schon nach drei Episoden die Lust verlor, um weiter dran zu bleiben.

Valentine

Hauptsächlich habe ich damals in den Piloten reingeschaut wegen Hauptdarstellerin Jaime Murray, die mir in ihrer Rolle bei DEXTER schon sehr gut gefiel. Dieses Produkt, das auf CW ausgestrahlt wurde und sich um eine Familie von Göttern dreht, die unter den normalen Menschen lebt, ist allerdings doch eher sehr überflüssig gewesen und insgesamt sehr kitschig und seifig, so dass das Schauen nun wirklich keinen Spaß machte. Auch die Absetzung folgte dann recht bald und auch durchaus zurecht.

Mehr dann demnächst. Irgendwann. Vielleicht morgen. Vielleicht in zwei Monaten. Wir werden sehen. =)
[Dann aber auf jeden Fall mit Sex, Sekretärinnen, Switch-Geschichten, Survivaltalenten und äh Handwerkern]

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