Beck’s, Drugs & Rock’n’Roll.

Es war einmal vor langer, langer Zeit.
Da war Musikfernsehen zwar nicht mehr ein Fernsehen für die Musik, aber es gab -im Gegensatz zu heute- auch noch tagsüber und abends im Programm dieser TV-Sender Inseln, auf denen Musik noch eine zentrale Rolle inne hatte, die über mehr als nur ihre Klingeltonkompatibilität als Kriterium hinausging.

In eben jene Zeit fiel unter anderem ein Sendung namens „Die Sarah Kuttner Show“ auf VIVA, genau eine dieser angesprochenen Inseln – die Älteren unter Ihnen mögen sich erinnern. Nun kann man zu Sarah Kuttner und ihrer Art durchaus stehen wie man will und man muss sie mit ihrer teils quäkigen Hektik nicht unbedingt mögen, aber sie gab damals zahlreichen unbekannten Künstlern die Möglichkeit ihre Musik einer (etwas) breiteren deutschen Öffentlichkeit zu präsentieren.

Zu den bevorzugt von ihr gefeatureten Künstlern zählte dabei neben einem jungen Mann namens Moneybrother ein weiterer junger Mann, der Adam Green hieß und mit eher skurrilen Texten von sich reden machte.

Als ich nun letzten Monat die Einladung bekam, anlässlich meines Geburtstags ein Konzert von diesem Adam Green im Kölner Gloria zu besuchen, musste ich daher nicht lange überlegen (zumal die Alternativvorschläge aus Attraktivitäts- oder Zeitgründen ausschieden). Schließlich hatte sich Green damals neben seinen unterhaltsamen Songs vor allem auch dadurch einen Ruf erworben, dass er bei öffentlichen Auftritten, sei es Konzert oder TV-Interview, sehr gerne einmal unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Mittel steht. Und das sollte man natürlich mal miterlebt haben. Rock’n’Roll und so…

Und meine Erwartungen wurden erfreulicherweise nicht enttäuscht. Denn natürlich kam Adam Green zu Beginn des Konzerts direkt mal mit einer Flasche Bier in der Hand auf die Bühne, die an diesem Abend nicht seine erste gewesen sein dürfte – und, wie wir selbst sehen konnten, auch nicht seine letzte war. Dementsprechend turnte er fröhlich auf der Bühne rum, während des Konzert und erschien dabei phasenweise extrem unkoordiniert – ohne dabei aber jemals in den Verdacht zu kommen, dass ihm sein Auftritt in irgendeiner Weise aus den Händen gleiten würde.

Gut, zumindest mein Begleiter, der mir dankenswerter Weise den Konzertbesuch geschenkt hat, warf mir nach den ersten Minuten schon einen leicht irritierten Blick zu und äußerte die Befürchtung, dass das Konzert womöglich nicht mehr allzu lange dauern dürfte. Er wusste über den regelmäßigen Rauschmittelgebrauch Greens vorab leider nicht Bescheid…

Aber Green brachte es eben dennoch absolut gut über die Bühne, so dass das Konzert insgesamt rund 90 Minuten dauerte, was ja mehr oder weniger Standard ist für Künstler dieser Preiskategorie. Wenngleich man bei fünf bisher veröffentlichten Alben vielleicht etwas mehr hätte erwarten können – zumal es nicht mal eine Zugabe gab, sondern das Konzert beendet wurde, indem sich Green eine junge Dame aus dem Publikum zog und das verdutzte Ding einfach mit in den Backstagebereich zerrte – und danach nicht mehr gesehen ward. [Was vermutlich gar nicht so schlimm war für die Dame -eher wohl für ihren Freund-, so wie auch ohnehin ein Großteil des Publikums aus Mädels und Frauen verschiedener Altersstufen bestand, die alle eins gemeinsa hatten: Sie waren rollig auf den Künstler.]

Neben der Optik hatte Green aber auch durchaus musikalisch einiges zu bieten. Manchmal leidete die Qualität, gerade bei den schnellen Nummern, doch ein klein wenig unter der clownesken Rumhampelei Greens auf der Bühne, aber schlecht war das dennoch nicht. Insgesamt hätte ich mir allerdings gewünscht, wenn Green ein paar mehr ruhige Songs eingebaut hätte, denn in diesen Momenten war er wirklich richtig, richtig gut. Nämlich dann, wenn die Band die Bühne verließ, er sich eine Gitarre schnappte, auf einen Barhocker setzte und einfach, ohne große Spirenzchen mit seiner markanten Stimme ein Lied vortrug. Das war groß, sehr groß. Aber eben insgesamt auch leider, für meinen Geschmack, zu selten.

So wäre unter dem Strich am Ende des Abends vermutlich ein Fazit herausgekommen, dass sich wohl irgendwo so bei „recht zufrieden“ bewegt hätte, da er auch viele seiner alten „Hits“ spielte, wie beispielsweise Jessica, Emily oder No legs und Nat King Cole, die sich aber natürlich abwechselten mit Songs des neuen Albums „Minor Love“.

Wenn, ja, wenn nicht die Vorband gewesen wäre. Denn die 3 Jungs von Jukebox the Ghost aus Washington haben mich schwer begeistert. Relativ klassische Zusammenstellung mit Gitarre, Keyboard und Drums, wobei sich sowohl Gitarrist als auch Keyboarder den Leadgesang untereinander aufteilen, je nach Song übernimmt das jemand anders.

Rein stilistisch haben sie mich beispielsweise etwas an „They Might Be Giants“ erinnert, da sie ähnlich abwechslungsreich sind und dabei ebenfalls sehr viel Spaß auf der Bühne verbreiten – wenngleich sicherlich auch einen Tick weniger albern als die Altmeister von TMBG. Aber auch sehr starke Parallelen zu Ben Folds, mit dem die Jungs schon auf Tour waren sind nicht von der Hand zu weisen, gerade was die unpeinlich leichtfüßigen Poppigkeit der Songs angeht.
Besonders live können sie wirklich begeistern, mit einer extremen Energie und Begeisterung, die wirklich deutlich macht, dass die Jungs mit Spaß bei der Sache sind – was das Publikum auch entsprechend honorierte mit verhältnismäßig großer Begeisterung seinerseits.

Hat mir auf jeden Fall derart viel Vergnügen bereitet, dass ich mir noch in der Umbaupause zwischen beiden Bands am Merchandising-Stand das Album „Let live & let ghosts“ (stammt aus dem Jahr 2008) zugelegt habe, bevor die paar vorhandenen Exemplare komplett weg waren.

Jukebox the Ghost – bitte merken, den Namen.

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Beflügelt.

Im vergangenen Kalenderjahr habe ich dank Geschäftsreisen und einmal Urlaub insgesamt knapp 45.000 Flugkilometer hinter mich gebracht, also quasi gut rund einmal um die Erde inklusive ein-, zweimal den Weg nicht gefunden.

Das ist natürlich schon einiges, aber im Vergleich zu vielen regelmäßig Geschäftsreisenden dann doch wieder auch nicht. Aber es reicht dann doch, dass das Reisen in Flugzeugen für mich mittlerweile ein wenig den Glamour und den Sexappeal verloren hat, den das Fliegen früher natürlich auch auf mich mal ausgestrahlt hat. Es ist zwar noch nicht auf den Stand von Busfahren abgerutscht, aber so ungefähr auf dem Level von Zugreisen…

Während die innereuropäischen Flüge zumeist mit den diversen Lowcost-Carriern ex Colonia (oder Düsseldoof) unternommen wurden, habe ich für die Flüge nach USA eigentlich immer United Airlines genutzt, dank guter Kontakte zu den dortigen, netten Sales-Leuten.

Aber natürlich haben wir auch gute Kontakte zu anderen Airlines und so kam es, dass wir vorletzte Woche im Düsseldorfer Cinestar bei einer VIP-Premiere des neuen George Clooney-Vehikels „Up in the air“ waren, auf Einladung von American Airlines.

Schließlich war American einer der Sponsoren dieses Films (und auch der Premieren-Reihe), gemeinsam im Übrigen mit der Autovermietung Hertz und der Hotelkette Hilton, die (gemeinsam mit dem Popcorntüten-Sponsor Blackberry und Paramount) vor Beginn des Films vorgestellt wurden – und dann lustigerweise nochmal rund zehn Minuten später innerhalb des Films in unmittelbarer Folge hintereinander geschnitten wurde: Erst eine Einstellung mit rangierenden AA-Flugzeugen, Schnitt, Shot auf ein Hilton-Hotelgebäude, Schnitt, Clooney läuft vor einem riesigen Hertz-Schild entlang.

Sehr kurios, wenn man kurz vorher erst genau die Liste an Sponsoren gehört hat – aber immerhin war es auch nicht so penetrant (auch im Rest des Films nicht wirklich), als dass es den Filmgenuss nachhaltig getrübt hätte.

Und der Genuss dieses Films war wirklich groß auf meiner Seite.

Ich muss dabei zugeben, dass ich für die lakonisch-satirische Art, in der Jason Reitman seine Filme inszeniert, sehr anfällig bin. „Thank you for smoking“ hat mir damals schon ziemlich gut gefallen, „Juno“ hat mich dann sogar schwer begeistert.

Relativ nahtlos daran anknüpfen konnte dann auch der dritte Reitman, zumal mir auch das Thema sehr naheliegt: Clooney spielt Ryan Bingham, einen Mann, der an rund 320 Tagen im Jahr auf Geschäftsreisen quer durch die USA unterwegs ist, dadurch kaum Bindungen zu anderen Menschen pflegt und sein Leben hauptsächlich in Hotelzimmern, Flugzeugen oder bei seinem Job (anderen Menschen die Nachricht überbringen, dass sie gefeuert sind) verbringt.

Natürlich bin ich da mit meinen rund 40-60 Tagen, die ich im Jahr geschäftlich unterwegs bin, doch ein ganz schönes Stück entfernt, aber nichtsdestotrotz kamen mir doch viele Einstellungen und Momente „erschreckend“ bekannt vor. Besonderes Highlight war dementsprechend natürlich auch die Einweisung des Newbies Natalie durch Reiseprofi Ryan in die Geheimnisse des Flugreisen – pure Comedy Gold, vor allem wenn man eben selbst mehrfach im Jahr diese Prozeduren durchläuft.

Auch insgesamt bewegt sich der Film irgendwo zwischen bissiger, schwarzhumoriger Satire (Ryan-Natalie) und lakonischer „Love“story (Ryan-Alex) und macht dabei sehr, sehr vieles richtig, wie ich finde.

Dazu kommen viele tolle Luftaufnahmen, zahlreiche sehr stimmungsvolle kleine und große Szenen, witzige, teils Screwball-würdige Dialoge, ein sehr ansprechender Soundtrack, ein für mich sehr schönes Ende – und einfach insgesamt ein Film, in dem ich mich sehr wohlgefühlt habe.

Sorry für die oberflächliche Kurzfassung, aber ich muss weiterreisen.

Meine Wertung: 8-9 von 10 Gabeln

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Voll auf die Nüsse: Lecker Snacken mit Mr. TrailMix.

Wenn ich in den USA unterwegs bin, und das ist ja in der Regel so 2-3 mal im Jahr der Fall, dann dürfen „on the road“ drei Dinge aus verpflegungstaktischer Sicht niemals fehlen (okay, eigentlich vier, aber „Wasser“ spare ich mir mal als selbstverständlich):

a) Mountain Dew

b) Beef Jerky

c) Trail Mix

Während Mountan Dew, der fies grünlich aussehende Softdrink mit dem hohen Koffeingehalt aus dem Hause PepsiCo, mittlerweile halbwegs häufig auch in Deutschland, vorwiegend an Tankstellen, erhältlich ist und man auch Beef Jerky manchmal hier in Deutschland findet (oder aber mit diversen Trockenfleischprodukten adäquate Ersatzmöglichkeiten hat), hat der gute alte Trail Mix den Sprung über den großen Teich nie geschafft.

Eigentlich sehr unverständlich, da Deutschland ja durchaus ein Land ist, dass ein großes Interesse an Knabbereien hat und Studentenfutter dabei eine allgemein sehr große Rolle spielt. Studentenfutter ist dabei so etwas wie der deutsche, konservative Bruder des Trail Mix. Denn während sich beide zwar vom Prinzip her sehr ähneln (eine Mischung aus Nüssen und Rosinen), ist das Schöne an Trail Mix eben, dass er ungleich variantenreicher und oftmals noch mit Schokoladenelementen (Drops oder Linsen) versehen ist, was dem ganzen natürlich eine etwas ungesündere, aber eben auch schlemmerhaftere Note gibt. Studentenfutter hingegen ähnelt sich doch oft extrem in seiner Zusammenstellung aus Erd- und vier bis fünf anderen Nüssen, sowie Rosinen.

Wie gesagt, erstaunlicherweise gab es bislang noch keinen Trail Mix hier in Deutschland zu kaufen, so dass ich dementsprechend neugierig wurde, als Tobias vom Werder Bremen-Blog Meine Saison erstmals erwähnte, er würde sich mit einem Versandshop für eben jenen Trail Mix selbständig machen.

Nachdem ich die ersten Schritte im dazugehörigen Firmenblog seines Startups halbwegs regelmäßig verfolgt hatte, kündigte er an eine Testaktion für Blogger durchzuführen: Eine selbst ausgewählte Mischung von Leckereien wird frei Haus geliefert – dafür gibt es hier im Blog einen ehrlichen Beitrag über den Trail Mix. Ein fairer Deal und da vergangene Woche Montag der Mix bei mir im Büro auf dem Schreibtisch lag (erfreulicherweise unangetastet!) wird es Zeit auch meinen Teil des Versprechens einzulösen.

Zur Auswahl standen drei von insgesamt 7 im Shop angebotetenen „Favoriten-Mixen„, von denen ich mich nach kurzer Bedenkzeit für die Mischung „The American Way of TrailMix“ entschied.

Da sich Mr. TrailMix allerdings auf die Fahnen geschrieben hat, dass man aus über 40 Zutaten seine individuelle Mischung zusammenstellen kann und der Shop (wo mittlerweile eine grafisch sehr ansprechende Drag&Drop-Lösung gefunden wurde) damals noch nicht online war, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und noch einen kleinen Extrawunsch eingebaut: Schokolinsen anstatt von Schokoerdnüssen.

Der Versand erfolgte mit DHL in einem sehr ordentlichen Paket, in dem sich die robuste, mit Alu innen geschmacksversiegelte (oder wie auch immer man das nennt), schlicht weisse 400g Packung mit dem TrailMix befand. Etwas Füllmaterial war zusätzlich noch drin im Paket, wodurch allzu schlimmes Herumschleudern vermieden wird, ebenso ein Anschreiben und einige Mr.Trailmix-Flyer – die vermutlich bei einer normalen Bestellung nicht dabei sein werden.

Was eine wirklich exzellente Idee war, ist das Beilegen einer kleinen wiederverschließbaren Tüte, um den TrailMix unterwegs nutzen zu können. Keine große Kostenbelastung aber saupraktisch – hervorragender Einfall!

Nun aber zum Wichtigsten: Dem Inhalt des ganzen Mixes.

* Erdnüsse, ungesalzen (80g): Nuja, Erdnüsse halt. Generell nicht mein Favorit, aber es gehört in so eine Mischung halt rein. Bei einem komplett individuellen Mix würde ich darauf wohl als erstes verzichten.

* Pekannüsse (40g): Ich LIEBE Pekannüsse und sie waren auch ein der Hauptgründe, warum ich mich für diese Mischung entschieden hatte. Schmackofatz!

* Macadamianüsse (40g): So etwas wie die Königin unter den Nüssen, sehr lecker und ein angenehme Ergänzung zum geschmacklichen Gesamtpaket ist die dritte Nuss im Bunde.

* Granola (40g): Granola sind im Grunde einfach gesagt geröstete, gesüßte Haferflocken, die der ganzen Mischung einen schönen, süßlichen Crunch verleihen.

* Sultaninen (40g): Wo genau ist nochmal der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen? Keinen Ahnung, aber wie Erdnüsse gehören auch sie einfach zur Basisausstattung eines solchen Mixes – nur dass ich die fruchtige Süße einfach wesentlich mehr schätze, als die Nüsse.

* Cranberries (40g): Neben den Pecans der zweite uramerikanische Bestandteil geben auch sie, wie die Sultaninen, eine schöne fruchtige Süße dazu, wobei Cranberries noch eine gewisse erfrischende Säure mit reinbringen

* Kokosstreifen (40g): Sehr lecker! Man merkte wirklich, dass die Streifen tatsächlich mal zu einer Frucht gehörten. Einziger, kleiner Nachteil, die einzelnen Streifen sind teilweise sehr groß, und passen damit nicht ganz zum eher kleinteiligen Rest der Mischung.

* Schokolinsen (40g): Eine Schokolinse ist eine Schokolinse ist eine Schokolinse. Ist lecker! Kein TrailMix (für mich) ohne dass auch ein schokoladiges Element dabei ist, und die Schokolinse ist dabei der Klassiker der Trail Mixe.

* Ananas, getrocknet (40g): Last but certainly not least noch eine weitere Trockenfrucht und das war für mich die absolute Überraschung des Mixes. Extrem leckerer und intensiver, aber nicht aufdringlicher Ananas-Geschmack! Wer sich mal einen Mix individuell zusammenstellt, sollte diesen Bestandteil keinesfalls verpassen!

Insgesamt merkt man mir, denke ich, schon meine Begeisterung an, denn das Gesamtpaket war wirklich unglaublich lecker und qualitativ, so ich das beurteilen kann wirklich hochwertig.

Natürlich hat Qualität auch ihren Preis und da wird sicherlich für viele Konsumenten ein Knackpunkt liegen. Mit Preisen von ca. 7-9 € plus Versand (3,90€) für die vorgeschlagenenen 400g-Mischungen bewegt man sich schon auf einem relativ hohen Niveau. Ich hoffe, dass Mr.TrailMix auf diesem Preisniveau auch eine entsprechend breite Kundschaft finden können – gänzlich sicher bin ich mir nicht. Aber was weiss ich schon.

Als Geschenk oder für diejenigen, die sich einen wirklich hochwertigen und ohne Frage absolut leckeren Snack gönnen möchte, sind die Mischungen von Mr. TrailMix sicherlich eine hervorragende Geschichte.

Eine leicht negative Sache ist mir zudem auch noch aufgefallen und die will ich nicht unerwähnt lassen.
Wenn man die Originalpackung öffnet und direkt aus der Tüte essen möchte, dann ist das leider nicht ganz so prima, da die Zutaten nicht wirklich „gemischt“ in der Tüte zu sein scheinen, sondern eher nach und nach auf einander gefüllt. Vielleicht täuscht da auch der Eindruck und durch den Transport haben sich einfach die entsprechenden Zutaten entsprechend in der Tüte verteilt. Dann wäre es einfach Pech und lässt sich schwerlich vermeiden. Sollte es anders sein, würde ich Tobias auf jeden Fall empfehlen, da noch für etwas mehr Durchmischen zu sorgen, da vor allem die großen Kokosnussstreifen mehr oder weniger alle ganz oben drauf waren.

Natürlich, ich habe dann einfach die ganze Mischung in eine Schüssel gekippt und dann passte das schon.

Zu guter Letzt, ich hätte natürlich äußerst gerne noch ein paar schicke, selbst gemachte Fotos hier reingepostet. Doch leider war der Mix ziemlich schnell leer, obwohl 400g ja schon eine stolze Portion sind. Daher bleibt mir nur noch ein Bild wie dieses und das dürfte ja auf seine Art auch sehr aussagekräftig sein:

Shop: www.mrtrailmix.de
Blog: blog.mrtrailmix.de
Twitter: twitter.com/mrtrailmix

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Demnächst im hirngabel-Fanshop.

Der offizielle hirngabel-Bilderhalter

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Projekt Hörsturz #13

Nachdem ich die Runde 12 des schönen  „Projekt Hörsturz“ leider verpasst/verpennt habe, muss ich natürlich direkt mal dafür sorgen, dass es mir auch mit Runde 13 so geht und dementsprechend sofort daran teilnehmen.

Worum geht es nochmal?
Grob vereinfach werden in jeder Runde fünf vorher von den Teilnehmern vorgeschlagene und per Zufall ausgewählte Lieder zur Diskussion und Bewertung freigegeben und können dann von jedem Teilnehmer in ihrem Blog mit 0-5 Punkten bewertet werden. Der beste Punkteschnitt „gewinnt“ – wobei es natürlich in erster Linie darum geht, neue Musik kennenzulernen bzw. einem breiteren Publikum vorstellen zu können.

Ausführliche Erläuterungen gibt es natürlich im entsprechenden Regelbeitrag im freeqnet.

1) Die Stiele – Das Blatt (von dehkah)

Was als etwas schwermütige, deutschsprachige Piano-Ballade mit Streichereinsatz und Zupfgitarre beginnt, gewinnt nach der Hälfte plötzlich an Fahrt, bevor es auf einmal in einen sehr temporeichen Hardrock/Metal-Song mit Blockflöteneinsatz übergeht. Klingt komisch? Ist aber so. Und ich muss sagen, mir gefällt dieser sehr seltsame Hybrid doch ziemlich gut. Das einzige was dieser jungen Band aus Niedersachsen zu fehlen scheint, ist ein brauchbarer Leadsänger. Vielversprechend, auch was da sonst noch so auf dem Myspace-Profil zu hören ist.

Meine Wertung: Wohlwollende 3,5 von 5 Gabeln

2) Le Tigre – Deceptacon (von LemonHead)

80er gehen natürlich immer. Mir nur leider hier etwas auf den Sack. Ein bisschen Gitarre, ein bisschen Keyboard, ein bisschen Drumcomputer, dazu ein paar Songzitate und vor allem eine sehr enervierende Stimme der „Sängerin“. Ist natürlich nicht scheisse, aber mag ich nicht. Ist mir grad und überhaupt zu anstrengend.

Meine Wertung: Genervte 1,5 von 5 Gabeln

3) A Perfect Circle – Counting bodies like sheep to the rythm of war drums (von kasumi)

Wo wir gerade beim Thema „Zu anstrengend“ sind. Nicht nur dass mir die Holzhammer-Subtilität des Videos gepflegt auf den Keka geht (der natürlich nicht in die Wertung kommt), nein, auch das „Lied“ an sich, ist mal so überhaupt nicht meins. Hehre politische Botschaften schön und gut, aber das ist einfach nur grausam anzuhören mit dieser hochgradig enervierenden Geräuschkulisse, die im Wesentlichen den gebrüllten Titel untermalt.

Meine Wertung: Weiterhin genervte 1 von 5 Gabeln

4) DIN[A]Tod – Carol’s Fascination (von Robert)

So mag ich die 80er dann doch schon etwas lieber. Pluckernde 80er Synthie-Sounds, eine Cure-ähnliche Gitarrenspur und getragener weiblicher Gesang – das ist alles nichts überragendes, aber speziell nach den gerade gehörten anstrengenden Song eine sehr angenehme Abwechslung. Kann man sehr gut hören.

Meine Wertung: Solide 3 von 5 Gabeln

5) Ocean Colour Scene – Mrs. Maylie (von juliaL49)

Die einzige Band, deren Namen ich zumindest schon mal gehört habe, ist Ocean Colour Scene – gehört habe ich von ihnen allerdings bislang noch nix. Und auf den ersten Eindruck habe ich da auch nicht zwangsweise das Gefühl ich hätte etwas verpasst. Klassischer Rock mit poppigen Elementen, Klavierbegleitung im Hintergrund und eingängigem, aber textlich beschränktem Gesang. Doch dann nach gut 70 Sekunden bricht der Song auf einmal komplett ab und man baut eine knappe Minute klassischen Singer-Songwriter-Pop der 60er/70er ein, bevor dann wieder zum Schema des ersten Drittels zurückkehrt. Das lässt mich insgesamt etwas ratlos zurück, denn das erste und letzte Drittel sind jeweils schön catchy aber eben auch sehr einfältig, während das Mittelstück zwar sehr gelungen und auch kreativ ist, aber wie ein kompletter Fremdkörper wirkt. Schade.

Meine Wertung: Leicht irritierte 2,5 von 5 Gabeln

Irgendwie keine wirklich pralle Runde für mich.

Nun zu meinem Songvorschlag für die kommende Runde, eine Sonderrunde namens „Local Heroes“.

Ich hatte schon vorab, als der Vorschlag aufkam ein wenig rumüberlegt, wer es denn werden sollte, schließlich gibt es hier in Köln und Umland durchaus eine sehr brauchbare Musikszene, mit so einigen potentiellen Kandidaten. Zwei Bands habe ich dabei allerdings favorisiert und mich nach kurzem Ringen für die weitaus weniger subtile Variante entschieden, aber vielleicht auch gleichzeitig für die etwas „riskantere“ Option. Die andere Band wird dann einfach in einer der nächsten Runden vorgeschlagen.

Mein Vorschlag ist daher eine Kölner Band, die Deutsch singt und eben extrem heimatverbunden ist (und zudem am 29.1. ihr neues Album „Klassenfahrt“ veröffentlicht):

Wise Guys – Köln ist einfach korrekt (kein Originalvideo)

Das ist vielleicht nicht der beste und auf keinen Fall der aktuellste Wise Guys-Song, aber er springt einem halt (vielleicht neben „Nein, Nein, Nein“ oder „Weil ich ein Kölner bin“) einfach extrem ins Auge, wenn es um „Local Heroes“ geht. Ich hoffe, er wird ausgewählt und ich bin dann natürlich gespannt, wie Acapella-Musik in der Kritiker-Runde ankommt.

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Simon says: Sing.

Zugegeben, sich über trashige Reality-TV-Formate aufzuregen und auszukotzen hat eigentlich sooo einen Bart und es gibt nun wirklich mehr als genug Medienblogger, die in schöner, vorhersehbarer Regelmäßigkeit die entsprechenden Beiträge veröffentlichen. Aber ist ja auch okay, lese ich ja selbst immer mal wieder ganz gerne.

Und dennoch widme ich heute einmal einen kurzen Beitrag dem Sängerwettstreit „Deutschland sucht den Superstar“, der vergangene Woche wieder auf RTL gestartet ist. Denn wie es der Zufall will, hat es sich ergeben, dass ich am Samstag erst die 20.15h-Folge von DSDS gesehen habe und am selben Abend auch noch die erste Episode der 9. Staffel von American Idol, der amerikanischen Variante des britischen Erfolgshits.

Dabei war der Unterschied dann eben derart frappierend, dass es mich doch schon etwas schockiert hat.

Bei DSDS stößt ja besonders vielen Kritikern immer wieder die bloßstellende Art und Weise auf, wie Menschen jenseits der Norm durch die Inszenierung der Lächerlichkeit Preis gegeben werden. Die Macher bei RTL reden sich dann gerne damit heraus, dass ja mittlerweile jeder wissen müsste, worauf er sich da einlässt und mit einer gewissen humoristischen Aufarbeitung rechnen muss.

Das entspricht natürlich durchaus ein bisschen der Wahrheit, da RTL in den letzten Jahren den Weg der Bloßstellung immer weiter beschritten hat. Und ebenso wahr ist, dass dies dennoch immer wieder Leute in Kauf nehmen, mehr oder weniger bewusst (nimmt man mal an, dass da nichts gestellt ist – was ich nur bedingt glauben mag, aber das ist mein Problem). Wahr ist zudem leider, leider auch, dass dies durchaus sein Publikum findet und selbst in meinem Freundeskreis wurde sich in diesem Jahr explizit zum Fremdschämen getroffen – weswegen ich eben am Samstag auch zugeschaut habe.

Teil dieser Wahrheit ist allerdings auch, dass es eigentlich auch beinahe ganz anders funktionieren kann. Das zumindest zeigt die amerikanische Variante American Idol, die vergangene Wochen mit beinahe 30 Mio. Zuschauern absolute Spitzenwerte erreicht hat. Bei einer Nettosendezeit von knapp 90 Minuten wurden gerade einmal drei eher freakige Kandidaten gezeigt (wenn ich mich nicht groß verzählt habe), was ich doch relativ erstaunlich fand. Gut, eine Kandidatin kam dabei direkt als Erste, aber das will ich mal vernachlässigen, denn der Schwerpunkt beim vorangegangenen Satz liegt auf dem Wörtchen „gezeigt“. Nicht verarscht, wie es bei DSDS der Fall ist.

Und das hat mich, neben dem großen Schwerpunkt auf den musikalischen Aspekten, vor allem erstaunt: Auch bei AI gibt es zwar private Interviews, in denen sich schräge Kandidaten selbst bloßstellen können, aber das wird dann auch tatsächlich meist der Wahrnehmung des Zuschauers selbst überlassen. Eher subtil wird zwar ein bisschen mit Musik gearbeitet (wie bei dem eher spirituellen Kandidaten, der mit Enigma – Return to Innocence unterlegt wurde – ein Song, den ich seitdem im Ohr stecken habe…), aber vor allem verzichtet man nahezu komplett -bis auf einen Adlerschrei beim Auftritt des Spiritualitätstypen- auf irgendwelche cartoonistischen Soundeinspielungen und komplett auf irgendwelche grafischen Unterstützungsmittel zur Lächerlichmachung der Kandidaten.

Das geht mir persönlich nämlich am meisten auf den Keks: Wenn sich Leute im Fernsehen lächerlich machen wollen, dann lasst sie es meinetwegen gerne tun, aber doch bitte nicht mithilfe primitiver Geräuscheinspielen und eingeblendeten Cartoongeruchswolken. Besonders bei diesem exzessiven Gebrauch durch RTL, wo beinahe bei jedem einzelnen Kandidaten irgendwas eingespielt wird, fühle ich mich in einer unangenehmen Weise genötigt, diesen oder jenen Kandidaten lächerlich zu finden.
Wieso muss ein Programm unbedingt auf den kleinstmöglichen Verstand potenzieller Zuschauer ausgerichtet sein? Traut RTL seinen Zuschauern nicht zu, dass sie ihre eigene Bewertung eines Auftritts vornehmen können? Ob sie einen Kandidaten wirklich lächerlich, lustig – oder eben vielleicht doch eher bemitleidenswert finden wollen, sollte doch eigentlich jeder selbst entscheiden können, oder nicht?

FOX, sonst ja doch gerne mal im Fokus der Kritiker, scheint dies zumindest seinen Zuschauern zuzutrauen, wodurch die ganze Show doch weit weniger Fremdschämfaktor hat und weit mehr einem echten Gesangswettstreit ähnelt. Klar, mit Sicherheit gibt es in einem Land mit einer fast viermal so großen Bevölkerung weit mehr gute Talente, mit denen man Sendezeit füllen kann und doch muss es eigentlich auch für RTL möglich sein, den Schwerpunkt auch bei den Castings auf das Musikalische zu legen.

Es gibt natürlich noch weitere Aspekte, die erwähnenswerte Unterschiede darstellen. Bei American Idol wird beispielsweise noch jede Folge ein Casting behandelt, während bei RTL mittlerweile lustig Ausschnitte aus den verschiedensten Orten zusammengeschnitten werden, um so vermutlich die vermeintlich optimale Mischung aus Freaks und Schicksalschlägen zu garantieren. Leider bedeutet dies gleichzeitig auch eine gewisse Beliebigkeit, die den Effekt nur verstärkt, dass den Machern der Gesangswettbewerb eigentlich egal ist.
Vielleicht ist das sogar aufrichtiger, denn auch bei American Idol geht es letztlich schließlich nur um Show, Quote und Kohle – aber Spaß macht mir das nicht mehr sonderlich.

Zu guter Letzt liegt sicherlich auch ein gewisser Unterschied in den beiden Jurys. Abgesehen davon, dass bei American Idol ein vierter, prominenter Gastjuror dem ganzen doch noch etwas mehr Glamour verleiht (wie dieses Mal Victoria Beckham), ist eben ein Dieter Bohlen auch kein Simon Cowell, der insgesamt eben einfach etwas eleganter, charmanter rüberkommt, als der Dieter, der eben doch vorwiegend eine Sprüchemaschine ist (wofür das Schimpfwort-Schweinderl nur ein weiteres Indiz ist).

Aber okay, es funktioniert beides in den entsprechenden Märkten durchaus hervorragend und mir muss es ja nicht gefallen. Dennoch wollte ich zumindest mal kurz mein Erstaunen über die extremen Unterschiede in beiden Fassungen niederschreiben.

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Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Der ganze Rest.

Da die Season 2009/2010 mittlerweile schon soweit vorangeschritten ist, dass es wenig Sinn macht, im bisherigen Tempo weiter die vergangene TV-Saison zu besprechen, machen wir es heute mal etwas anders.

Bisher besprochen:

Die „Misfits“
Being Erica
Better Off Ted
The Big Bang Theory
Breaking Bad
Burn Notice
Californication
Chuck
Crusoe

Damages
Dexter

Dollhouse
Drop Dead Diva
Friday Night Lights
Fringe
Gary Unmarried
Greek
Grey’s Anatomy
Gossip Girl
Heroes
House

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