Archiv der Kategorie: Menace to Reality

Geht doch, liebe Besetzer.

Viel gibt es von meiner Seite über die Besetzung des Gebäudes auf der anderen Seite meiner Straße derzeit nicht zu berichten. Alles scheint sich soweit arrangiert zu haben und insgesamt ist die Straße auf jeden Fall etwas belebter geworden. Die äussere Gestaltung des Gebäudes ist sicherlich noch ausbaufähig (besonders was die eher unschöne Holzplattenverschanzung am Zaun angeht, auf den ich direkt von meinem Fenster blicke, aber gut, irgendwas gibt’s ja immer zu meckern).

Allerdings gibt es durchaus noch was zu berichten, denn seit rund zwei Wochen ist ein neues Videokommuniqué der Besetzer auf youtube veröffentlicht worden und erfreulicherweise wird das beherzigt, was ich (und andere) hier im Blog und vermutlich auch an anderen Stellen schon geäussert haben.

Warum man sich darüber lustig machen muss („böseböse vermummte Autonome“ und „Weichspülerversion“) ist mir nicht ganz klar, da die Besetzer sich ihrerseits im Klaren sein sollten, dass nicht jedem das mit dem Schutz vor der Polizei klar ist, sondern so etwas in erster Linie einmal bedrohlich/militant wirkt.

Aber gut, wichtig ist, dass das Video dieses Mal insgesamt wesentlich freundlicher und einladender aufgezogen wurde und die, auch hier im Blog schon vorgeschlagene, Videotour durch das Gebäude den Hauptbestandteil des Videos markiert.

Von daher: Sehr gelungenes Video. Danke, liebe Besetzer.

PS: Beim nächsten Mal arbeiten wir dann hoffentlich noch etwas am Stimmverzerrungssound, der etwas anstrengend ausgefallen ist und zudem etwas Konzentration erfordert, um alles zu verstehen. Alternativ, wie in den youtube-Kommentaren vorgeschlagen: Untertitel…

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Besetzt.

Oder: Warum meine Straße jetzt unter Polizeischutz steht.

Seit November 2006 wohne ich nun mittlerweile in meiner Hochparterrewohnung im Kölner Stadtviertel Kalk, einem „Veedel“, das nicht unbedingt den besten Ruf genießt (nicht zuletzt dank Tom Gerhardt). Aber wie das mit „Rufen“ oft so ist, entspricht dieser nicht immer so wirklich den Tatsachen und ich fühle mich hier sehr wohl.

Das hat natürlich auch mit der recht speziellen Lage meiner Wohnung zu tun, die in einer Seitenstraße der zentralen Einkaufsstraße des Viertels liegt und darüberhinaus auch eine Sackgasse ist. Dementsprechend ist man einerseits sehr nah an den diversen Einkaufsmöglichkeiten und auch der U-Bahn-Haltestelle, andererseits ist es aber auch sehr ruhig, da es eben keinerlei Durchgangsverkehr gibt. Hinzu kommt dann noch, dass die Wohnung nach hinten raus (wo sich auch mein Schlafzimmer befindet) an eine Art sehr großen und vor allem äußerst grünen „Innenhof“ (oder mag man es Atrium nennen? Dunno…) grenzt und es auch dort eben nicht nur schön grün sondern eben auch sehr ruhig ist.

Hinzu kommt dann noch eine nette Vermieterin, die direkt über mir wohnt, sowie nette bzw. angenehm unauffällige Nachbarn, eine 10 Minuten U-Bahn-Distanz zum Büro und natürlich, dass mein Brüderchen seit gut einem Jahr im selben Haus wohnt. Kurzum: Hier lässt es wirklich sehr gut wohnen und das einzige, was zu meinem wirklichen Wohnglück fehlt ist eigentlich nur ein Balkon. Aber man kann ja nicht alles haben.

Nicht gerade von Nachteil für die „Atmosphäre“ der Straße, ist es zudem, dass die andere Seite unseres Straßenabschnitts nicht mit Wohnhäusern bestückt ist, sondern mit einer Turnhalle, sowie einem größeren Gebäude, das bis September 2008 von einer freikirchlichen evangelischen Gemeinde genutzt wurde, seitdem aber -bis auf eine kurze Unterbrechung bedingt durch Filmaufnahmen- leersteht. Dementsprechend gibt es auch -fast- immer ausreichend Parkplätze für alle Anwohner – auch ein nicht zu verachtender Faktor…

Am Freitag nun kam ich gegen etwa 1.00 Uhr nachts mit meinem Mietwagen von einer einwöchigen Geschäftsreise  quer durch NRW (inkl. Kerkrade) zurück in meine Straße – und stellte plötzlich fest, dass die Fenster des Gebäudes auf der anderen Straßenseite erleuchtet waren. Und nicht nur das, es hingen auch diverse Banner und Plakate am Gebäude und zudem liefen diverse, teils vermummte, schwarzgewandete Menschen auf dem Dach herum – und an der Straßenecke parkte ein Streifenwagen. Alles Dinge, die so nicht wirklich ins übliche Straßenbild passten.

Bis auf einen „Pro Köln stoppen“-Banner, erkannte ich im Zwielicht der Straßenlaternenbeleuchtung auch erst einmal nicht so richtig viel, so dass ich schnell meine Klamotten aus dem Auto zusammenraffte und rein ging, um mich dort umgehend an den Rechner zu setzen und zu recherchieren, was überhaupt los sei. Und siehe da: Schon die zweite google Abfrage förderte ein aufschlussreiches Ergebnis zutage.

„Die Kampagne „pyranha – für ein Autonomes Zentrum (mit Tanzfläche)“ gibt bekannt: In Köln-Kalk wurde soeben ein Autonomes Zentrum gegründet. In der Wiersbergstr. 44 wird dafür seit dem frühen Freitag Abend ein (dem Zweck entsprechend großes) leer stehendes Gebäude genutzt (ugs. „besetzt“).
Erklärtes Ziel ist es, ein autonomes, also selbstverwaltetes, unabhängiges und unkommerzielles Zentrum für Kunst, Kultur und Politik in Köln zu etablieren.“

Quelle

Jetzt habe ich also tatsächlich und wortwörtlich direkt vor meiner Haustüre eine Hausbesetzung durch linke Politaktivisten aus dem Antifa-Umfeld – fühlt sich seltsam an. Ich bin, als politisch so ungefähr Mitte-Links-orientierter Mensch, dem ganzen erstmal durchaus positiv eingestellt und hätte da absolut nichts gegen, wenn sich hier direkt ein politisch-kulturelles Zentrum bilden würde, das die Gegend hier nochmal zusätzlich belegt. Ich mein, warum auch nicht?

Allerdings kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass dies von der Stadt einfach so mir nichts, dir nichts geduldet wird, dass hier einfach ein Gebäude besetzt wird. Die seit Freitagabend andauernde Polizeibeobachtung mit mindestens einem Streifenwagen spricht da ja schon eine deutliche Sprache und gestern Nachmittag/Abend hat es wohl an allen Zufahrts- und Zugangswegen zur Straße Ausweiskontrollen gegeben, da eine „Einweihungsfeier“ angekündigt war. Und auch gerade eben waren solche Kontrollen zumindest an einem Zugang auch schon wieder der Fall.

Die Frage für mich als unmittelbaren Anwohner ist natürlich inwiefern sich das ganze auf mich auswirkt und da hoffe ich halt, dass die neuen Nachbarn hier nicht für „Ärger“ sorgen – was im Wesentlichen halt das Thema „Vandalismus“ mit einbezieht. Aber bislang hat sich diesbezüglich hier noch nichts geregt und mit solchem Verhalten würde man sich bei der Etablierung eines solchen Autonomen Zentrums natürlich nur selbst ins Fleisch schneiden, eben weil die Polizei hier ein scharfes Auge drauf hat (deren Dienststelle übrigens lustigerweise keine 100 Meter entfernt in einer Querstraße liegt…). Dementsprechend habe ich diesbezüglich auch keine zuuu großen Befürchtungen. Und mit Lautstärke habe ich sowieso kein wirkliches Problem, da ich selbst gern laut bin und mein Schlafzimmer eben nach hinten raus ist, ebenso wie mein Wohnzimmer.

Der einzige Aspekt, der mir ein wenig Sorgen bereitet, ist, was es für Vorkommnisse geben wird, sollte es tatsächlich irgendwann mal zu einer gewaltsamen Räumung des Gebäudes durch die Polizei kommen. Die Brüder und Schwestern von der Antifa sind ja nun mal nicht gerade als allzu zimperliche Genossen bekannt…

Bis es soweit allerdings ist, wird sicherlich noch ein wenig Zeit vergehen, da die Mühlen der Bürokratie ja bekannterweise gemächlich mahlen. Solange bin ich auf jeden Fall sehr neugierig, wie sich das AZ präsentieren wird (ob man vielleicht auch mit der Nachbarschaft in Kontakt tritt) und welche Programmangebote dort tatsächlich gegeben werden. Heute stehen beispielsweise schon mal Workshops für Street-Art, Jonglage und Fotografie auf der Tagesordnung, sowie eine Arbeitslosenberatung und ein Vortrag über Häuserbesetzungen in den 70ern und 80ern. Mal sehen, ob ich demnächst auch mal reinschauen werde.

In der Zwischenzeit, und das ist ja das Schöne an diesem Ding namens Internetz, gibt es zumindest einen mehr oder weniger offiziellen Kommunikationskanal in Form eines Blogs, der unter unsersquat.blogsport.eu erreichbar ist und einen kleinen Einblick in aktuelle Entwicklungen und die Hintergründe der Hausbesetzung gibt.
Ein weiterer interessanter Anlaufpunkt ist der Blog des Zusammenschlusses pyranha, der sich für diese ganze Aktion verantwortlich zeichnet und schon seit langem Lobbyarbeit für die Einrichtung eines solchen Zentrums betreibt.

So oder so ist meine Straße momentan jedenfalls die wohl am besten bewachte Straße Kölns. Und das ist ja auch mal was.

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Voll auf die Nüsse: Lecker Snacken mit Mr. TrailMix.

Wenn ich in den USA unterwegs bin, und das ist ja in der Regel so 2-3 mal im Jahr der Fall, dann dürfen „on the road“ drei Dinge aus verpflegungstaktischer Sicht niemals fehlen (okay, eigentlich vier, aber „Wasser“ spare ich mir mal als selbstverständlich):

a) Mountain Dew

b) Beef Jerky

c) Trail Mix

Während Mountan Dew, der fies grünlich aussehende Softdrink mit dem hohen Koffeingehalt aus dem Hause PepsiCo, mittlerweile halbwegs häufig auch in Deutschland, vorwiegend an Tankstellen, erhältlich ist und man auch Beef Jerky manchmal hier in Deutschland findet (oder aber mit diversen Trockenfleischprodukten adäquate Ersatzmöglichkeiten hat), hat der gute alte Trail Mix den Sprung über den großen Teich nie geschafft.

Eigentlich sehr unverständlich, da Deutschland ja durchaus ein Land ist, dass ein großes Interesse an Knabbereien hat und Studentenfutter dabei eine allgemein sehr große Rolle spielt. Studentenfutter ist dabei so etwas wie der deutsche, konservative Bruder des Trail Mix. Denn während sich beide zwar vom Prinzip her sehr ähneln (eine Mischung aus Nüssen und Rosinen), ist das Schöne an Trail Mix eben, dass er ungleich variantenreicher und oftmals noch mit Schokoladenelementen (Drops oder Linsen) versehen ist, was dem ganzen natürlich eine etwas ungesündere, aber eben auch schlemmerhaftere Note gibt. Studentenfutter hingegen ähnelt sich doch oft extrem in seiner Zusammenstellung aus Erd- und vier bis fünf anderen Nüssen, sowie Rosinen.

Wie gesagt, erstaunlicherweise gab es bislang noch keinen Trail Mix hier in Deutschland zu kaufen, so dass ich dementsprechend neugierig wurde, als Tobias vom Werder Bremen-Blog Meine Saison erstmals erwähnte, er würde sich mit einem Versandshop für eben jenen Trail Mix selbständig machen.

Nachdem ich die ersten Schritte im dazugehörigen Firmenblog seines Startups halbwegs regelmäßig verfolgt hatte, kündigte er an eine Testaktion für Blogger durchzuführen: Eine selbst ausgewählte Mischung von Leckereien wird frei Haus geliefert – dafür gibt es hier im Blog einen ehrlichen Beitrag über den Trail Mix. Ein fairer Deal und da vergangene Woche Montag der Mix bei mir im Büro auf dem Schreibtisch lag (erfreulicherweise unangetastet!) wird es Zeit auch meinen Teil des Versprechens einzulösen.

Zur Auswahl standen drei von insgesamt 7 im Shop angebotetenen „Favoriten-Mixen„, von denen ich mich nach kurzer Bedenkzeit für die Mischung „The American Way of TrailMix“ entschied.

Da sich Mr. TrailMix allerdings auf die Fahnen geschrieben hat, dass man aus über 40 Zutaten seine individuelle Mischung zusammenstellen kann und der Shop (wo mittlerweile eine grafisch sehr ansprechende Drag&Drop-Lösung gefunden wurde) damals noch nicht online war, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und noch einen kleinen Extrawunsch eingebaut: Schokolinsen anstatt von Schokoerdnüssen.

Der Versand erfolgte mit DHL in einem sehr ordentlichen Paket, in dem sich die robuste, mit Alu innen geschmacksversiegelte (oder wie auch immer man das nennt), schlicht weisse 400g Packung mit dem TrailMix befand. Etwas Füllmaterial war zusätzlich noch drin im Paket, wodurch allzu schlimmes Herumschleudern vermieden wird, ebenso ein Anschreiben und einige Mr.Trailmix-Flyer – die vermutlich bei einer normalen Bestellung nicht dabei sein werden.

Was eine wirklich exzellente Idee war, ist das Beilegen einer kleinen wiederverschließbaren Tüte, um den TrailMix unterwegs nutzen zu können. Keine große Kostenbelastung aber saupraktisch – hervorragender Einfall!

Nun aber zum Wichtigsten: Dem Inhalt des ganzen Mixes.

* Erdnüsse, ungesalzen (80g): Nuja, Erdnüsse halt. Generell nicht mein Favorit, aber es gehört in so eine Mischung halt rein. Bei einem komplett individuellen Mix würde ich darauf wohl als erstes verzichten.

* Pekannüsse (40g): Ich LIEBE Pekannüsse und sie waren auch ein der Hauptgründe, warum ich mich für diese Mischung entschieden hatte. Schmackofatz!

* Macadamianüsse (40g): So etwas wie die Königin unter den Nüssen, sehr lecker und ein angenehme Ergänzung zum geschmacklichen Gesamtpaket ist die dritte Nuss im Bunde.

* Granola (40g): Granola sind im Grunde einfach gesagt geröstete, gesüßte Haferflocken, die der ganzen Mischung einen schönen, süßlichen Crunch verleihen.

* Sultaninen (40g): Wo genau ist nochmal der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen? Keinen Ahnung, aber wie Erdnüsse gehören auch sie einfach zur Basisausstattung eines solchen Mixes – nur dass ich die fruchtige Süße einfach wesentlich mehr schätze, als die Nüsse.

* Cranberries (40g): Neben den Pecans der zweite uramerikanische Bestandteil geben auch sie, wie die Sultaninen, eine schöne fruchtige Süße dazu, wobei Cranberries noch eine gewisse erfrischende Säure mit reinbringen

* Kokosstreifen (40g): Sehr lecker! Man merkte wirklich, dass die Streifen tatsächlich mal zu einer Frucht gehörten. Einziger, kleiner Nachteil, die einzelnen Streifen sind teilweise sehr groß, und passen damit nicht ganz zum eher kleinteiligen Rest der Mischung.

* Schokolinsen (40g): Eine Schokolinse ist eine Schokolinse ist eine Schokolinse. Ist lecker! Kein TrailMix (für mich) ohne dass auch ein schokoladiges Element dabei ist, und die Schokolinse ist dabei der Klassiker der Trail Mixe.

* Ananas, getrocknet (40g): Last but certainly not least noch eine weitere Trockenfrucht und das war für mich die absolute Überraschung des Mixes. Extrem leckerer und intensiver, aber nicht aufdringlicher Ananas-Geschmack! Wer sich mal einen Mix individuell zusammenstellt, sollte diesen Bestandteil keinesfalls verpassen!

Insgesamt merkt man mir, denke ich, schon meine Begeisterung an, denn das Gesamtpaket war wirklich unglaublich lecker und qualitativ, so ich das beurteilen kann wirklich hochwertig.

Natürlich hat Qualität auch ihren Preis und da wird sicherlich für viele Konsumenten ein Knackpunkt liegen. Mit Preisen von ca. 7-9 € plus Versand (3,90€) für die vorgeschlagenenen 400g-Mischungen bewegt man sich schon auf einem relativ hohen Niveau. Ich hoffe, dass Mr.TrailMix auf diesem Preisniveau auch eine entsprechend breite Kundschaft finden können – gänzlich sicher bin ich mir nicht. Aber was weiss ich schon.

Als Geschenk oder für diejenigen, die sich einen wirklich hochwertigen und ohne Frage absolut leckeren Snack gönnen möchte, sind die Mischungen von Mr. TrailMix sicherlich eine hervorragende Geschichte.

Eine leicht negative Sache ist mir zudem auch noch aufgefallen und die will ich nicht unerwähnt lassen.
Wenn man die Originalpackung öffnet und direkt aus der Tüte essen möchte, dann ist das leider nicht ganz so prima, da die Zutaten nicht wirklich „gemischt“ in der Tüte zu sein scheinen, sondern eher nach und nach auf einander gefüllt. Vielleicht täuscht da auch der Eindruck und durch den Transport haben sich einfach die entsprechenden Zutaten entsprechend in der Tüte verteilt. Dann wäre es einfach Pech und lässt sich schwerlich vermeiden. Sollte es anders sein, würde ich Tobias auf jeden Fall empfehlen, da noch für etwas mehr Durchmischen zu sorgen, da vor allem die großen Kokosnussstreifen mehr oder weniger alle ganz oben drauf waren.

Natürlich, ich habe dann einfach die ganze Mischung in eine Schüssel gekippt und dann passte das schon.

Zu guter Letzt, ich hätte natürlich äußerst gerne noch ein paar schicke, selbst gemachte Fotos hier reingepostet. Doch leider war der Mix ziemlich schnell leer, obwohl 400g ja schon eine stolze Portion sind. Daher bleibt mir nur noch ein Bild wie dieses und das dürfte ja auf seine Art auch sehr aussagekräftig sein:

Shop: www.mrtrailmix.de
Blog: blog.mrtrailmix.de
Twitter: twitter.com/mrtrailmix

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Eingeordnet unter Digi-Tales. Stories from the Blog., Menace to Reality

Einreise in die USA: Keine Impfung gegen Schweinegrippe notwendig!

Okay, es ist mal wieder an der Zeit was aus dem Bereich „Kundenservice“ hier im Blog anzubieten und ein bisschen von meinem guten Google-Ranking im Themenbereich „Einreise in die USA“ zu profitieren.

Ziel der Übung hier ist natürlich auch, mir (und meinen Kollegen) die Arbeit etwas zu erleichtern, denn in den letzten Tagen trafen bei uns im Büro verstärkt Anrufe von Reisenden und Reisebüros ein, die gehört haben wollten, dass die USA es verlangen würden, eine Impfung gegen die Schweinegrippe machen zu müssen, um in das Land einreisen zu können. Und dass man dies auch noch schriftlich belegen können müsste.

Das ist, wie die Überschrift dieses Eintrags schon vermuten lässt, absoluter Bullshit!

Scheinbar hat ein deutscher Radiosender  [Update: laut seriösen Quellen war es wohl der Deutschlandfunk] behauptet, dass Touristen gegen den H1N1-Virus geimpft sein müssten oder ihnen andernfalls die Einreise verweigert werden würde. Dies passierte wohl vor rund zwei Wochen und hat sich anscheinend wohl mittlerweile etwas breitgemacht – ist nur eben „leider“ völlig ohne Grundlage in der Realität. Ebenso gibt es keine standardisierten „Gesundheitskontrollen“, die an US Airports bei der Einreise angeblich durchgeführt würden (oder sagen wir besser, dass dies zumindest nicht bei Flügen aus Deutschland in die USA Standard ist – wie ich im Oktober selbst erlebt bzw. eben nicht erlebt habe).

Dementsprechend kann ich nur noch mal wiederholen: Für Reisen in die USA ist es NICHT verpflichtend, eine Impfung gegen die Schweinegrippe zu machen!

Sollten Sie, lieber Leser, durch eine themenbezogene Anfrage über eine Suchmaschine zu diesem Eintrag gelangt sein und die Glaubwürdigkeit des Autors (also von mir) erst einmal bezweifeln -was ich natürlich nachvollziehen kann-, dann haben Sie nun drei Möglichkeiten:

a) Sie vertrauen mir einfach mal so trotz der Anonymität des Internets
b) Sie lesen sich andere Einträge zu diesem Themenkomplex auf meinem Blog durch (z.B. zum ESTA-Formular) und können danach meine Fachkenntnis besser einschätzen
c) Sie tun das, was Sie in diesen Fällen immer tun sollten: Auf die Webseite des Auswärtigen Amtes* schauen und dort die Hinweise zur Einreise in die USA lesen – was dort nicht steht, existiert auch nicht!

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass es in diesem Eintrag rein um die Einreisebestimmungen zum Thema Schweinegrippeimpfung geht. Selbstverständlich möchte ich niemandem raten, die Impfung gegen den H1N1-Virus nicht doch zu machen – aber das muss natürlich jeder selbst für sich entscheiden und soll auch gar nicht Gegenstand des Postings hier sein.

PS: Ich versuche noch rauszufinden, welcher Radiosender diese Unwahrheiten verbreitet hat. Sollte ich die Info über diese Idioten bekommen, dann wird das selbstverständlich nachgereicht.

——

*) Persönliche Empfehlung: Die Startseite der Homepage des Auswärtigen Amtes würde ich meiden, wenn man nicht Schwarz-Gelb gewählt hat! (Westerwelle-Overkill!)

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UnGlücksfall Twitter.

Auch wenn ich als bloggender Mensch ja nicht gerade im Verdacht der Technikfeindlichkeit stehe, so war mir Twitter [eine Art „Mikroblogging“-Plattform für Mitteilungen, die maximal 140 Zeichen lang sind] bisher immer relativ suspekt, bzw. habe ich in dieser Software keinen wirklichen Mehrwert gesehen. Natürlich sind so Geschichten wie bei allesaussersport, wo Kai sie als Quasi-Ticker nutzt, schon ganz praktisch, aber sicherlich nichts was den Hype legitimiert, der sich teilweise darum entfacht hat, in den vergangenen ein, zwei Jahren. Für mich war das im Prinzip weitestgehend einfach nur kommunikatives Grundrauschen, das mir viel zu aufwändig wäre, um da nun auch noch über diesen Kanal regelmäßig mit eher weniger relevanten „Meldungen“ zugekleistert zu werden. Auch ein Grund, warum ich mich beispielsweise auch auf nur eine Social Networking Plattform beschränke, die zudem auch nur recht sporadisch gepflegt wird (zumindest muss man ja Gesicht zeigen).

Nun habe ich aber natürlich auch mitbekommen, dass Twitter immer mal wieder im Zusammenhang mit Unfällen, Umweltkatastrophen und ähnlichem (bspw. die Notwasserung auf dem Hudson River) genannt wurde und auf einigen, nennen wir sie mal „technikfreundlichen“, Blogs gerne als ultimatives Medium für die schnelle und authentische Informationsvermittlung bezeichnet wurden, die traditionelle Medien und deren Internetportale aber mal ganz locker in die Tasche stecken könnten.

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Gute Werbung, schlechte Werbung.

Manchmal muss man Werbeschaffenden mal aufrichtig gratulieren:

Aber manchmal kann man auch nur noch den Kopf schütteln:

real-ismus

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Die Resterampe 2008

Da der nächste Blogeintrag vermutlich noch ein wenig brauchen wird, aufgrund intensiver Vorbereitungsarbeiten, sich zudem im Laufe der letzten zwei Wochen noch ein paar vom Prinzip her bloggenswerte Dinge angesammelt haben und ich ausserdem weder ein Fazit zum abgelaufenen Jahr gezogen habe, noch eine Prognose für 2009 gegeben habe, gibt es jetzt mal einen kleinen Gemischtwareneintrag. Im Grunde einfach nur so ein paar Dinge, die keine große Relevanz haben, aber irgendwie doch mal kurz „raus“ müssen.

Wer also wichtige Themen erwartet, der kann sich hier direkt verabschieden (aber der ist hier im Blog ohnehin weitestgehend an der falschen Adresse).

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Eingeordnet unter Menace to Reality, Muss man wohl dabei gewesen sein...