Archiv der Kategorie: Lachsäcke

Dochlustig lernt laufen.

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Ballade vom möblierten Herzen.

Vor etwas mehr als einem Monat hat meine liebe Patentante das erste halbe Jahrhundert feierlich abschließen können, und als braves Patenkind musste dafür natürlich auch ein adäquates Geschenk her. Am Tag vor der Feier Nach reiflicher, monatelanger Überlegung fand ich dann auch die passende Zusammenstellung, zu der auch ein (in unglaublicher kreativer Weise umgesetzter) Gutschein für einen Besuch im Kölner Senftöpfchen zählte, selbstverständlich inklusive Begleitung durch mich.

Das Senftöpfchen, für die Nicht-Kölner bzw. die nicht so kulturaffinen Leser, ist (neben dem Kom(m)ödchen in der verbotenen Stadt) die wohl bekannteste Kleinkunstbühne NRWs, wenn nicht sogar Deutschlands und besteht seit mittlerweile über 49 Jahren (also quasi ein Jahr weniger alt als meine Tante…). U.a. ist dort auch die Kölner „Heimat“ des berühmten Springmaus Improvisationstheaters.

Wie es bei Gutscheinen für eine Kleinkunstbühne nun mal so ist, hatte also meine Tante die freie Auswahl des Programms und sandte mir dann auch schon kurz nach dem Geburtstag ihren Vorschlag. Und dieser lautete „Tina Teubner“ mit ihrem Programm „Aufstand im Doppelbett“.

Nun ist es so, dass ich zu Frauen und Humor (also beruflicherseits) ein eher angespanntes Verhältnis habe. Es gibt zwar durchaus weibliche Vertreter der Berufsgattung Comedian/Kabarettistin, die mir gefallen, aber diese sind doch eher rar gesät. (Oder kann mir jemand auf Anhieb mehr als 5 aktuelle Vertreterinnen dieses Bereichs nennen?) Das hat meiner Meinung nach meistens damit zu tun, dass sich die Nummern von Frauen doch überproportional häufig, um das Thema „Geschlechterkampf“ drehen und die Künstlerinnen zudem meinen, dass sie immer übertrieben „schrill“ auftreten müssten, was das rein phonetische angeht. Und so beschlichen mich denn auch leise Zweifel, als ich den Titel des Programms las und dann auch noch das Promo-Foto von Tina Teubner sah. Aber bei solchen Geschenken heisst es nun mal „Mitgefangen, Mitgehangen“ und so habe ich zwar meine Skepsis angemerkt, aber selbstverständlich dennoch die Tickets besorgt.

Wie der findige Leser sich sicherlich schon zusammengereimt hat, fand die Veranstaltung nun also am vergangenen Wochenende statt. Und ja: Ich konnte meine Zweifel sehr schnell überwinden und verlebte am Samstag einen wirklich kurzweiligen und vergnüglichen Abend mit Frau Teubner.

Mit „Lieder. Kabarett. Unfug.“ zierte das Programmheft quasi eine Kurzbeschreibung dessen, was Tina Teubner, gemeinsam mit ihrem Pianisten Ben Süverkrup, auf der Bühne ablieferte. Das zweiteilige und etwa 100 Minuten dauernde Programm besteht dabei aus einem Grundgerüst von 12 Liedern (plus Zugaben), zwischen denen sich Teubner mit allen möglichen kleinen und größeren Problemen des Lebens, von Politik über Gesellschaft bis hin zu (natürlich) Beziehungsproblemen auseinandersetzt. Meistens bewegte sie sich dabei durchaus im „anspruchsvollen“ kabarettistischen Terrain im Stile eines Dieter Nuhr, scheute aber auch nicht davor, sich für ein paar Momente in ein Thema hineinzukalauern, oder die eine oder andere Stimmenimitation einzustreuen.

Auch musikalisch war das alles ziemlich abwechslungsreich. Natürlich alles im Bereich „Chanson“ angesiedelt, aber mal als Solo, mal im Duett mit Pianist Süverkrup, der zudem mit dem „Griegklavierkonzert“ seinen großen Auftritt hatte. Eine wirkliche tolle, wenn auch oft „kalauerige“ Nummer, die aber wunderbar spielerisch Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichsten Musikstücken aufzeigte. Ohnehin war Süverkrup, wenn er einbezogen wurde, ein wirklich wertvoller Bestandteil des Programms – wenn die Teubner ihn allerdings nicht mit einbezog, dann sollte man es eher vermeiden, auf ihn zu achten, da er dann doch meist (pardon my french) grenzdebil in der Gegend rumgrinste. Aber gut, ist einfach auch eine der größten Herausforderungen, auf einer Bühne nichts zu tun zu haben, ohne dabei deplatziert zu wirken…
Teubner brachte in ihre Lieder übrigens ihrerseits auch noch etwas musikalische Vielfalt mit hinein, in dem sie in manchen Stücken ihren Pianisten mit Bratsche, Gitarre oder sogar singender Säge (tolles Instrument!!) unterstützte.

Alles in allem kann man also wirklich von einem wunderbar unterhaltsamen und kurzweiligen Abend sprechen, so dass ich einen Besuch bei Tina Teubner wirklich nur weiterempfehlen kann. Wer sich für einen Besuch bei einem Auftritt der charismatischen Dame interessiert, der findet auf ihrer Homepage www.tinateubner.de natürlich den aktuellen Tourkalender.
Sie wird dabei von Dezember bis Anfang März erst einmal pausieren und dann nach der dreimonatigen Unterbrechung mit ihrem neuen Programm „Aus dem Tagebuch meines Mannes“ zurückkehren – ein Titel der wiederum eher „Geschlechterkampf“ vermuten lässt. Aber nach den Eindrücken des vergangenen Samstagabends muss dies nun wirklich nichts heissen…

Leider gibt es im Internet keinerlei Bild- oder Tonnachweise ihrer Darbietungen zu finden. Weder auf youtube in Form von Mitschnitten, noch als offizielle „Arbeitsproben“ auf ihrer Homepage – das ist definitiv eine Lücke, die sie (bzw. ihr Management) in Bälde mal schließen sollte. So müsst ihr Euch also leider nur auf mein Wort verlassen, dass Frau Teubner und Herr Süverkrup auf alle Fälleeinen Besuch wert sind.

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Eingeordnet unter Lachsäcke, Muss man wohl dabei gewesen sein...

Collagenhumor

Über Dinge wie Humor, Witze, Kabarett und ähnliches zu schreiben, empfinde ich ja immer als etwas schwierig. Ein reines „Haha, das ist total lustig und voll geil“ wäre mir doch etwas zu plump. Eine elaborierte Analyse auf der anderen Seite wirkt dann schnell zu hochtrabend und kopflastig. Umso dankenswerter ist es dann, wenn der Künstler selbst die beste Charakterisierung seines eigenen Humoransatzes gibt – so wie es am vergangenen Dienstag während des Auftritts von Rainald Grebe im Bonner Pantheon der Fall war.

Irgendwann im Laufe der dritten oder vierten Zugabe erläuterte Grebe beiläufig, wie das entsprechende Lied denn zustande kam. „Wir saßen mit ein paar Leuten in einer Kneipe, tranken Bier und reihten Hauptsätze aneinander.“
Und das trifft die Sache denn auch ziemlich gut auf den Kopf. Denn Grebes Nummern sind selten geradeheraus erzählt (weder die Lieder noch die rein erzählten „Geschichten“), sondern bestehen oftmals vielmehr aus humoristischen Fragmenten, die lose aneinandergereiht werden. Man könnte fast von Collagen sprechen, die Grebe hier „erstellt“, hingeworfene Brocken, die sich meist ohne erkennbare Struktur oder großartigen aneinanderreihen – fast in bester Tradition des Dadaismus.

Und das muss man einfach wissen, wenn man sich ein Rainald Grebe Konzert anschaut. Denn wenn man sich mit dieser doch sehr speziellen Art eines humoristischen Amoklaufs nicht anfreunden kann, dann sitzt man ganz schnell da und schaut nur noch überfahren aus der Wäsche wie das kleine Grüppchen in der ersten Reihe, während der Saal drumherum knapp 3 Stunden lang kontinuierlich vor Lachen brüllt. Oder es ergeht einem so wie dem konsternierten TV-Total-Publikum vor einigen Jahren:

Ich zähle glücklicherweise dann doch zu denjenigen, die mit dieser speziellen Art von Humor definitiv etwas anfangen können und so war ich dann auch schwer begeistert von diesem Liveauftritt von Rainald Grebe, dessen Programm „Das Robinson Crusoe Konzert“ inkl. einer Pause und einer guten Handvoll Zugaben geschlagene drei Stunden dauerte. Teilweise fragt man sich zwar wirklich „WHAT THE F#!$???“, wenn er von A zu L zu D zu X springt, aber immer wieder schlägt zwischen all dem Nonsens eine durchaus gesellschaftskritische Note durch. Man merkt Grebe zwischen all seinen Kalauern und Nonsensbemerkungen einfach an, dass der man eine sehr feine Beobachtungsgabe hat, mit der er Dinge sehr fein und spitz auf den Punkt bringen kann. Besonders deutlich wird das beispielsweise im wirklich ganz vorzüglichen Song 30jährige Pärchen. Diese Beobachtungsgabe gepart mit einem Talent für gut pointierte Wortspiele und einiges an musikalischem Können am Klavier – das macht die Qualität von Rainald Grebe aus. Im Grunde ist er hier vielleicht am ehesten vergleichbar mit Helge Schneider – wenngleich dieser Vergleich dennoch beiderseits etwas hinkt. Beides sind aber hochtalentierte Menschen, die es durch die Attitüde ihrer „Bühnenfigur“ aber schaffen, sehr leicht unterschätzt zu werden, so dass man schon „zwischen den Zeilen lesen muss“ (…Insider…) um ihre Qualitäten wirklich zu entdecken.

Mich hat es jedenfalls derart begeistert, dass ich mir schon im Mai sein neues Programm anschauen werde. Dann wird er im Kölner Gloria auftreten und diesmal wieder zusammen mit der „Kapelle der Versöhnung“ das neue Programm „1968“ präsentieren, das Ende März in Berlin Premiere feiern wird.

Wer Interesse hat bitte bald bei mir melden. Preislich wieder etwa dasselbe wie dieses Mal. Konzert wird am 22.5. stattfinden, Donnerstag und Fronleichnam – ergo sollte es eigentlich keine Terminprobleme geben. Würde die Karten gerne möglichst bald holen.

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Eingeordnet unter Lachsäcke, Muss man wohl dabei gewesen sein...

Hoch auf dem gelben Wahnsinn.

„Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde… mach nochmal…
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab… hmmhmm… mach nochmal,
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, hab da unt… hmmm,
Lass uns Volkslieder singen…. ram, tam, tam, tam,
200 Jahre sind spurlos an mir vorüber gegangen.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab..äh..ne nochmal.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab da unten dab dabda…
Denn so jung kommen wir heute nicht mehr zusammen und das Lagerfeuer brennt,
wir packen unsere Klampfe aus und singen Lieder die keiner kennt.
Lass uns Volkslieder singen, ram tam tam tam….
200 Jahre sind spurlos an mir vorübergegangen.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich steh dahinter…hmta… ne nohmal,
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab dahinter..hmta..
Denn von Köln bis nach Berlin brauch ich 30 Tage,
schön, dass ich soviele Lieder bei mir habe,
lass uns Volkslieder singen, ram, tam, tam, tam.
3-200 Jahre sind spurlos an mir vorübergegangen.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich steh dahinter und ich hab..mhhhääh…
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab da auch mal hmtata,
und die Hunde machen WUFF,
und die Kühe machen MUUH,
und die Pferde machen BÄÄH,
und die Esel machen IAAH,
und die Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motor..
und die Vögel, tirili, sind auch alle da –
lass uns Volkslieder singen, ram, tam, tam, tam.
300 Jahre sind spurlos an mir vorübergegangen, ram, tam.
Jetzt pass auf!
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde….
WIDDEWDDEWID BUM BUM, eine Linde.
Ein Mann, der sich Kolumbus nannte, widdewiddewid Bum Bum,
eine Linde!
Ich bin der lachende Vagabund, HOHOHO, eine Linde, da steht, da steht doch… falari falara falahopsasa!
Jetzt hab ichs! Pass auf:
Und wenn das Wasser Saale Sambuca wär,
Streichholz rein,
Kaffeebohne rein,
und ich trinke die Saale,
und ich trinke die Saale,
und ich trinke die Saale leer!
Ich will Flüsse loben, ram, tam, tam, tam,
und ich lobe die Mosel,
ich lobe die Spree,
und ich lobe die Panke,
nur den Rhein, NEIN, NEIN, den lob ich heute nicht,
denn der Rhein hat schon soviel Lob abbekommen, heute nicht!
Ich will Flüsse loben, ram ,tam, tam, tam,
5000 Jahre sind spurlos an mir vorrübergangen,
Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil, ich bin.. *hust*,
hinter einer Lokusmauer saß der Doktor Adenauer,
hatte kein Papier,
raus mit dir!
Ich will Volkslieder singen,
denn dieser Weg wird kein leichter sein,
dieser Weg wird steinig und schwer,
44, 34, 90, 2 8 tausende 6, werden wir Welt… FINALE, OOH, FINAL…
Eine Apfelsine pro Jahr und ein Kilo Bananen:
das war die DDR,
die gibt es jetzt nicht mehr, SCHALALALA!
Lass uns Volkslieder singen, lalala,
humba humba humba humba tätära, humba humba tätra…

Und jetzt anderer Rythmus:

Ich bin der Ausweg aus der Spassgesellschaft,
wir sind Massenkompatibel,
oh *hüstel*,
wir müssen Zeit schinden, Zeit schinden,
wir haben kein Material
und was ich hier singe ist ja eh egal.
Lass uns Volkslieder singen…
AUS!“

Song: Volkslieder singen
Artist: Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöhnung
Album: Volksmusik
Category: Wunderbarer Schwachsinn!
In mühevoller Kleinarbeit abgetippt by:
unionjackstar

Video:

Und weiter geht die Show hier.

PS: Nein, einen Sinn hat dieser Blogeintrag nicht. Aber ich kann ja nicht immer nur qualitativ hochwertige Beiträge liefern. Außerdem freu ich mich schon sehr auf das Konzert im Februar im Pantheon in Bonn und überhaupt muss man einfach mehr Werbung für Rainald Grebe machen, weil das einfach großartig ist, was er drauf hat – auch wenn’s erstmal nur als purer Schwachsinn erscheint. Wenn man aber Songs wie „Familie Gold“ oder vor allem „30 jährige Pärchen“ (siehe auch die oben verlinkte Myspace-Seite von Grebe) hört, dann zeigt sich sehr deutlich seine präzise Beobachtungsgabe. Genug Werbung für jetzt.

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Eingeordnet unter Lachsäcke

Dochlustig.

Gerade bei Paul gesehen:

Der Zeichner Joscha Sauer hat nach langer „Kreativpause“ endlich wieder neue Cartoons auf seiner Seite www.nichtlustig.de eingestellt. Juhu, ich liebe diesen Humor.

PS: Ja, kein neues Bild, aber ich mag dieses einfach sehr.
Und jetzt, hopp, rüber zu www.nichtlustig.de!

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Eingeordnet unter Digi-Tales. Stories from the Blog., Lachsäcke

Heimatpoesie. Live.

Der folgende Eintrag ist vorwiegend an meine Freunde aus dem „Real Life“ gerichtet (das ist das, wo man die Menschen auch berühren kann/könnte, mit denen man sich austauscht), aber wer interessiert ist, kann sich uns natürlich auch gerne anschließen. Einfach hier unten melden.

In den vergangenen Wochen habe ich mich vorwiegend über youtube relativ viel mit Kabarett und Comedy auseinandergesetzt und versucht, den einen oder anderen mit meiner Begeisterung für einige Künstler anzustecken. Da aber Medien immer nur ein Teil des Könnens widergeben können, möchte ich mir in den kommenden Monaten einige dieser Künstler live anschauen.
Wer also mitkommen möchte, der meldet sich bitte hier oder über die bekannten Wege (ICQ, Telefon, Mail). Ich möchte die Karten gerne übernächste Woche besorgen, da ich kommende Woche unterwegs sein werde. Also bitte auch die anderen fragen und mir Bescheid geben, da ich erst in drei Wochen wieder in der bergischen Heimat sein werde.

Im Detail handelt es sich um die folgenden Künstler und Auftritt:

Rainald Grebe

 

„Das Robinson-Crusoe-Konzert“ 

Termin: Dienstag, 19.02.2008
Ort: Pantheon, Bonn
Preis: 16,- € zzgl. VVK (Ermäßigt: 12,-€)

www.rainaldgrebe.de

„Der Abend könnte auch heißen: Das Soloprogramm.
Denn Robinson Crusoe ist solo. Und das ist sein Programm.

Rainald Grebe ist in einen alten Stoff gefallen und kriegt ihn nicht mehr aus seinem Kopf. Robinson Crusoe hat vor 300 Jahren Schiffbruch erlitten und lebte 28 Jahre auf einer unbewohnten Insel in der Karibik. Er war ein properer Selbstversorger, der Brot buk, Ziegenkäse machte und Möbel schnitzte. Eine tapfere Ich-AG. Ein Edeltourist in seinem eigenen Club.
Man muß nicht Schiffbruch erleiden, um zu stranden. Jeder lebt auf seiner Insel. Manche merken es nicht. Manche wollen weg, können aber nicht. Manche sind dauernd weg und nehmen ihre Insel immer mit. http://www.insel.de. Eine schöne domain.
Gut, dass der alte Ozeanpianist Grebe ein Klavier auf sein Eiland gerettet hat, da macht er sich einen wüsten Abend mit Papageien, Piraten und Palmen als virtuellem Inventar und Freitag als Bezugsperson.
[Text von www.pantheon.de]

Hier noch zwei Videos zur Erinnerung bzw. zur Einordnung was uns ungefähr erwartet:

Erstmal natürlich der Klassiker: Brandenburg

Und dann noch ein Song, der das musikalische, das komödiantische, aber auch das dramatisch-sozialkritische Können von Grebe auf den Punkt bringt: Bengt bangt

Und wer sehen möchte, wie so ein komplettes Konzert von ihm aussieht, der findet hier den ersten Teil seines Programms „Volksmusik“ zusammen mit der Kapelle der Versöhnung.

Volker Pispers

 

„Bis Neulich“

Termin: Donnerstag, 7.02.2008
Ort: Pantheon, Bonn
Preis: 17,-€ zzgl. VVK (Ermäßigt: 13,-€)

www.volkerpispers.de

Im November 1982 stand er zum ersten Mal mit eigenen Texten als Kabarettist auf einer Bühne. Seitdem sind 7 Soloprogramme entstanden und mittlerweile gehört Volker Pispers zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kabarettisten des Landes.
Unter dem Titel: “…BIS NEULICH“ unternimmt der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises einen sehr subjektiven Streifzug durch seine 20 Jahre Kabarett und bringt die Texte noch einmal auf die Bühne, die er selber gerne mal hören möchte.
Aber Pispers wäre nicht Pispers, wenn er die teilweise erschreckende Aktualität seiner “alten Schätzchen“ nicht durch das Einflechten tagesaktueller Bezüge unterstreichen würde. Seinen grundlegenden Stil hat er über die Jahre nicht verändert. Pispers ist der freundliche und scheinbar harmlos daherredende Conferencier geblieben, der – eben noch lächelnd – plötzlich hundsgemein werden kann.
Respekt sucht man in Pispers` Programmen vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig, wenn er die Absurditäten der Welt zu Ende denkt. Seine Verarbeitungen von Zitaten, seine gewagten Rechenoperationen und seine Zukunftsszenarien versöhnen das Publikum durch ein befreiendes Lachen mit seiner eigenen gefühlten Wirklichkeit.

Auch hier gibt es noch mal ein Video, um sich eine ungefähre Vorstellung von diesem wirklich bitterbösen aber immer verdammt treffsicheren Kabarettisten zu machen.
Und zwar einen Ausschnitt aus seinem „aktuellen“ Programm, das eigentlich eine Art „Best of“ mit Einsprengseln aus dem aktuellen Zeitgeschehen ist, aber in dem so viele alte Nummern immer noch erschreckend aktuell sind.

Wer weiterschauen möchte, dem sei dieser Link ans Herz gelegt.

Es wäre wirklich wichtig, wenn Ihr Euch bis Anfang Dezember bei mir meldet, da der Vorverkauf am 3.12. losgeht und ich davon ausgehe, dass die Tickets bei beiden Künstlern recht schnell weg sind.

Da aller guten Dinge drei sind, sei noch auf folgenden Künstler hingewiesen, für den ich allerdings nicht die Karten besorge, sondern der DooM. Also bitte bei möglichst bald bei ihm melden.

  

Bodo Wartke

 

„Achillesverse“

Termin: 16. / 17.01.2008
Ort: Comedia, Köln
Preis: 16,-€ zzgl. VVK (Ermäßigt: 12,50€)

www.bodowartke.de

Bodo Wartke ist denjenigen von uns bekannt, die sehr gerne die Wise Guys hören. Denn die haben seinen Song „Monica“ auf ihrem vorletzten Album gecovert und als Bonustrack genutzt. Aber Wartke glänzt eben auch ohne deren Verstärkung, da er zum einen musikalisch ziemlich viel auf dem Kasten hat, er zum anderen aber vor allem ein ganz, ganz vorzüglicher und fantastischer Texter ist, der Lyrik zum Niederknien verfasst. Und da Bilder immer mehr als tausend Worte sagen, möchte ich auch zu Bodo Wartke noch ein paar Videos hier einstellen. Es lohnt sich wirklich absolut, sich kurz die Zeit zu nehmen!

An erster Stelle das schon angesprochene Monica.

Was man definitiv kennen muss, ist Ja, Schatz – denn Wartkes Metier sind einfach die (abseitigen) Liebeslieder.

Dann kann ich noch den „Reim“-Song Da muss er durch empfehlen. 

Und zu guter Letzt das, was man wohl als „Opus Magnum“ bezeichnen kann. Das wunderbare, traumhafte und einfach nur großartige Liebeslied.

Viele weitere tolle Songs und Auftritte von ihm gibt es selbstverfreilich hier zu sehen.

Wem diese Videoeindrücke gefallen haben, der sollte sich bitte möglichst bald bei DooM melden, da die Zeit bis Januar kurz ist…

PS: BITTE AUCH MELDEN, WENN IHR NICHT KÖNNT! Dann weiß ich wenigstens, dass ihr die Aktion mitbekommen habt. Gracias!

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Eingeordnet unter Being Platz-Hirsch, Lachsäcke

Heimatpoesie.

Sonntag ist für mich der einzige Fixpunkt (neben Sportschau und anderen Sportübertragungen) im derzeitigen Fernsehprogramm, an dem ich mir das hole, was mir gebührt. Und zwar hole ich mir dann ein bisschen von dem wieder, was ich Monat für Monat an Zwangsbeitrag an die wunderbare Gebühreneinzugszentrale für staatlich unterstütztes Pre-Pay-TV abdrücken darf.  An diesem einen Tag pro Woche schalte ich dann nämlich regelmäßig und bewusst den guten, alten WDR ein, um ab ca. 23 Uhr für ein bisschen weniger als zwei Stunden Unterhaltung für mein Geld zu bekommen.

Denn dort läuft dann das immer noch durchaus unterhaltsame ZIMMER FREI mit Götz Als- und Christine Westermann, das ich allerdings meist nur dann schaue, wenn auch die Gäste interessant sind – oder eben das Konkurrenzprogramm so mau ist. Im Anschluss laufen dann seit einigen Wochen zwei weitere Sendungen mit einem humoristischen Schwerpunkt:

…und Basta!“ sowie „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs„, ein TV-Ableger von Arnd Zeiglers Show aus den ARD-Radios, der es verdient, dass ich ihm in naher Zukunft auch noch mal einen eigenen Beitrag widme.

Heute aber geht es mehr um „…und Basta!“ eine 30minütige Show, die von der Kölner A capella-Gruppe Basta präsentiert wird und in der sie hauptsächlich eigene Lieder, sowie einen mehr oder minder prominenten Kabarettisten/Comedian einladen, die dann auch noch ein, zwei Nummern zum Besten geben dürfen. Alles in allem, also herzlich unspektakulär – aber deshalb eben nicht weniger gut und unterhaltsam.

Zum einen freut es mich, dass Acapella-Musik einen Platz im deutschen Fernsehen (okay, eigentlich mehr an dessen Rand) gefunden hat, und mit Basta zwar nicht die beste* aber eine zumindest sehr gute Gruppe diese Richtung präsentieren darf. Und zum einen treten dort eben auch Gast“stars“ auf, die es in sich haben.

Und dieser Gast war gestern Rainald Grebe, ein Mann der nicht wirklich alle Tassen im Schrank hat, was ihn für die begrenzte Zeit eines Bühnenauftritts saumäßig unterhaltsam macht. Zugegeben, als Autor funktioniert das ganze dann nicht mehr so gut – zumindest musste ich sein Buch „Global Fish“ immer spätestens nach 5 Seiten voller Wahnsinn beiseite legen. Auf der Bühne aber ist Rainald Grebe mit seinen übertrieben pointierten und durchgeknallten, aber immer auf die Realität bezogenen Gesangsstücken mit Klavierbegleitung ein wahrer Hochgenuß im Bereich Kabarett und Comedy.

Daher möchte ich heute gerne ein paar Videos verlinken, mit den wohl bekanntesten Stücken von ihm, und so ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf ihn lenken. Viel Spaß!

Hierbei handelt es sich um die Stücke

Dörte (Auftritt im Quatsch Comedy Club)

Brandenburg (Auftritt bei Nightwash)

 Thüringen (Auftritt bei Kurt Krömer)

*Die beste mir bekannte Acapella-Gruppe sind und bleiben für mich weiterhin die unvergleichlichen Wise Guys, die ebenfalls aus Köln sind, und neben Queen die Band sind, von denen ich die meisten Alben besitze. Aber dazu sicherlich hier auch irgendwann mal mehr.

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Eingeordnet unter Daumenkino, Lachsäcke