Besetzt.

Oder: Warum meine Straße jetzt unter Polizeischutz steht.

Seit November 2006 wohne ich nun mittlerweile in meiner Hochparterrewohnung im Kölner Stadtviertel Kalk, einem „Veedel“, das nicht unbedingt den besten Ruf genießt (nicht zuletzt dank Tom Gerhardt). Aber wie das mit „Rufen“ oft so ist, entspricht dieser nicht immer so wirklich den Tatsachen und ich fühle mich hier sehr wohl.

Das hat natürlich auch mit der recht speziellen Lage meiner Wohnung zu tun, die in einer Seitenstraße der zentralen Einkaufsstraße des Viertels liegt und darüberhinaus auch eine Sackgasse ist. Dementsprechend ist man einerseits sehr nah an den diversen Einkaufsmöglichkeiten und auch der U-Bahn-Haltestelle, andererseits ist es aber auch sehr ruhig, da es eben keinerlei Durchgangsverkehr gibt. Hinzu kommt dann noch, dass die Wohnung nach hinten raus (wo sich auch mein Schlafzimmer befindet) an eine Art sehr großen und vor allem äußerst grünen „Innenhof“ (oder mag man es Atrium nennen? Dunno…) grenzt und es auch dort eben nicht nur schön grün sondern eben auch sehr ruhig ist.

Hinzu kommt dann noch eine nette Vermieterin, die direkt über mir wohnt, sowie nette bzw. angenehm unauffällige Nachbarn, eine 10 Minuten U-Bahn-Distanz zum Büro und natürlich, dass mein Brüderchen seit gut einem Jahr im selben Haus wohnt. Kurzum: Hier lässt es wirklich sehr gut wohnen und das einzige, was zu meinem wirklichen Wohnglück fehlt ist eigentlich nur ein Balkon. Aber man kann ja nicht alles haben.

Nicht gerade von Nachteil für die „Atmosphäre“ der Straße, ist es zudem, dass die andere Seite unseres Straßenabschnitts nicht mit Wohnhäusern bestückt ist, sondern mit einer Turnhalle, sowie einem größeren Gebäude, das bis September 2008 von einer freikirchlichen evangelischen Gemeinde genutzt wurde, seitdem aber -bis auf eine kurze Unterbrechung bedingt durch Filmaufnahmen- leersteht. Dementsprechend gibt es auch -fast- immer ausreichend Parkplätze für alle Anwohner – auch ein nicht zu verachtender Faktor…

Am Freitag nun kam ich gegen etwa 1.00 Uhr nachts mit meinem Mietwagen von einer einwöchigen Geschäftsreise  quer durch NRW (inkl. Kerkrade) zurück in meine Straße – und stellte plötzlich fest, dass die Fenster des Gebäudes auf der anderen Straßenseite erleuchtet waren. Und nicht nur das, es hingen auch diverse Banner und Plakate am Gebäude und zudem liefen diverse, teils vermummte, schwarzgewandete Menschen auf dem Dach herum – und an der Straßenecke parkte ein Streifenwagen. Alles Dinge, die so nicht wirklich ins übliche Straßenbild passten.

Bis auf einen „Pro Köln stoppen“-Banner, erkannte ich im Zwielicht der Straßenlaternenbeleuchtung auch erst einmal nicht so richtig viel, so dass ich schnell meine Klamotten aus dem Auto zusammenraffte und rein ging, um mich dort umgehend an den Rechner zu setzen und zu recherchieren, was überhaupt los sei. Und siehe da: Schon die zweite google Abfrage förderte ein aufschlussreiches Ergebnis zutage.

„Die Kampagne „pyranha – für ein Autonomes Zentrum (mit Tanzfläche)“ gibt bekannt: In Köln-Kalk wurde soeben ein Autonomes Zentrum gegründet. In der Wiersbergstr. 44 wird dafür seit dem frühen Freitag Abend ein (dem Zweck entsprechend großes) leer stehendes Gebäude genutzt (ugs. „besetzt“).
Erklärtes Ziel ist es, ein autonomes, also selbstverwaltetes, unabhängiges und unkommerzielles Zentrum für Kunst, Kultur und Politik in Köln zu etablieren.“

Quelle

Jetzt habe ich also tatsächlich und wortwörtlich direkt vor meiner Haustüre eine Hausbesetzung durch linke Politaktivisten aus dem Antifa-Umfeld – fühlt sich seltsam an. Ich bin, als politisch so ungefähr Mitte-Links-orientierter Mensch, dem ganzen erstmal durchaus positiv eingestellt und hätte da absolut nichts gegen, wenn sich hier direkt ein politisch-kulturelles Zentrum bilden würde, das die Gegend hier nochmal zusätzlich belegt. Ich mein, warum auch nicht?

Allerdings kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass dies von der Stadt einfach so mir nichts, dir nichts geduldet wird, dass hier einfach ein Gebäude besetzt wird. Die seit Freitagabend andauernde Polizeibeobachtung mit mindestens einem Streifenwagen spricht da ja schon eine deutliche Sprache und gestern Nachmittag/Abend hat es wohl an allen Zufahrts- und Zugangswegen zur Straße Ausweiskontrollen gegeben, da eine „Einweihungsfeier“ angekündigt war. Und auch gerade eben waren solche Kontrollen zumindest an einem Zugang auch schon wieder der Fall.

Die Frage für mich als unmittelbaren Anwohner ist natürlich inwiefern sich das ganze auf mich auswirkt und da hoffe ich halt, dass die neuen Nachbarn hier nicht für „Ärger“ sorgen – was im Wesentlichen halt das Thema „Vandalismus“ mit einbezieht. Aber bislang hat sich diesbezüglich hier noch nichts geregt und mit solchem Verhalten würde man sich bei der Etablierung eines solchen Autonomen Zentrums natürlich nur selbst ins Fleisch schneiden, eben weil die Polizei hier ein scharfes Auge drauf hat (deren Dienststelle übrigens lustigerweise keine 100 Meter entfernt in einer Querstraße liegt…). Dementsprechend habe ich diesbezüglich auch keine zuuu großen Befürchtungen. Und mit Lautstärke habe ich sowieso kein wirkliches Problem, da ich selbst gern laut bin und mein Schlafzimmer eben nach hinten raus ist, ebenso wie mein Wohnzimmer.

Der einzige Aspekt, der mir ein wenig Sorgen bereitet, ist, was es für Vorkommnisse geben wird, sollte es tatsächlich irgendwann mal zu einer gewaltsamen Räumung des Gebäudes durch die Polizei kommen. Die Brüder und Schwestern von der Antifa sind ja nun mal nicht gerade als allzu zimperliche Genossen bekannt…

Bis es soweit allerdings ist, wird sicherlich noch ein wenig Zeit vergehen, da die Mühlen der Bürokratie ja bekannterweise gemächlich mahlen. Solange bin ich auf jeden Fall sehr neugierig, wie sich das AZ präsentieren wird (ob man vielleicht auch mit der Nachbarschaft in Kontakt tritt) und welche Programmangebote dort tatsächlich gegeben werden. Heute stehen beispielsweise schon mal Workshops für Street-Art, Jonglage und Fotografie auf der Tagesordnung, sowie eine Arbeitslosenberatung und ein Vortrag über Häuserbesetzungen in den 70ern und 80ern. Mal sehen, ob ich demnächst auch mal reinschauen werde.

In der Zwischenzeit, und das ist ja das Schöne an diesem Ding namens Internetz, gibt es zumindest einen mehr oder weniger offiziellen Kommunikationskanal in Form eines Blogs, der unter unsersquat.blogsport.eu erreichbar ist und einen kleinen Einblick in aktuelle Entwicklungen und die Hintergründe der Hausbesetzung gibt.
Ein weiterer interessanter Anlaufpunkt ist der Blog des Zusammenschlusses pyranha, der sich für diese ganze Aktion verantwortlich zeichnet und schon seit langem Lobbyarbeit für die Einrichtung eines solchen Zentrums betreibt.

So oder so ist meine Straße momentan jedenfalls die wohl am besten bewachte Straße Kölns. Und das ist ja auch mal was.

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32 Kommentare

Eingeordnet unter Menace to Reality

32 Antworten zu “Besetzt.

  1. Kalk Post

    Scheint ja so etwas wie eine Nachbarschafts AG zu geben, vielleicht könnt ihr mal zusammen Kaffee trinken und Kuchen essen. Das steht zumindest auf der Seite der Hausbesetzer:

    Gestern haben einige Leute Nachbarschaftflyer verteilt auf dem sich die BesetzerInnen der Wiersbergstr. 44 vorgestellt haben. Der Flyer lud die Nachbarn für heute Mittag zu Kaffee und Kecksen ein.

    Gegen 9 Uhr wurde der erste Besuch mit Kind auf den Schultern gesichtet. Der Besuch stellte sich als der Bezirksbürgermeister von Kalk heraus. Es wurde erstamal Interesse an der Idee des AZ bekundet, über Stadtteilpolitik, Leerstand und Nutzung geredet, und auf die Notwendigkeit von Verhandlungen mit den Besitzern erwähnt.

    Später kamen vereinzelt weitere NachbarinnInnen eingeflogen und es fand ein sehr entspanter Kaffeeklatsch statt. Die Resonanz der Anwesenden war super, es gab allerdings auch Kritik, die erstmal nicht so sehr die Idee des AZ an sich betraf, sondern eher Befürchtungen und Ängste die durch die vermummten Wachen, Lärm und Mülll auf der Straße hervorgerufen wurden. Die Gegend sei insgesamt eher ruhig, ein Arbeiterviertel, bunt gemischt, Familien mit Kindern, ältere Leute…

    Es wird also bald einen neuen Flyer geben der auf die angesprochenen Probleme eingehen und in allen umliegenden Straßen und Häusern verteilt wird. Es soll sich auf alle Fälle ein regelmäßiger Austausch mit den Kalkern entwickeln und das AZ ein Ort sein den die AnwohnerInnen mitgestalten und nutzen, denn ohne Nachbarschaftsunterstützung wird das AZ nicht Teil des Stadtteils werden.

  2. icke

    moinsen,

    geh ruhig mal hin. Einer der Sinne und Zwecke ist die Kommunikation mit den Nachbarn. Das AZ ist für alle offen. Besser gesagt das ausdrückliche Ziel. Das versinken im eigenen linken Sumpf soll so gut wie möglich vermieden werden. Vielleicht kannst du dich je nach deinen Interessen auch mit einbrigen oder an Workshops teilnehmen, oder einen Film zeigen usw.
    Also nix wie rüber. Die AZ’ler sind alle offene Menschen.
    Viel Spass!

  3. Pingback: Nachbarschaftstreffen « unsersquat

  4. @Kalk Post
    Ja, den Eintrag hatte ich dann auch gelesen, nachdem ich meinen Text hier veröffentlicht hatte. Leider war bei mir kein Flyer im Briefkasten, sonst hätte ich vielleicht mal reingeschaut. Aber so oder so, werde ich mir das sicherlich in den nächsten Tagen mal genauer anschauen.

    @icke
    Immer ruhig mit den jungen Pferden. =) Bis zum Einbringen ist es sicherlich noch ein recht weiter Schritt.
    Vor allem denke ich aber, auch basierend auf meinen Erfahrungen in Sachen Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, dass das AZ hier auf die Nachbarn zugehen muss und nicht umgekehrt.

    Es muss einfach offen kommuniziert werden, um Missverständnisse und Ängste abzubauen, die bei „uns Anwohnern“ mit Sicherheit vorhanden sind. Ich habe mich jetzt mit einigen Nachbarn im Haus unterhalten und dort war schon grundsätzlich bei einigen eine recht positive Einstellung gegenüber der Hausbesetzung – aber eben auch Befürchtungen, was quasi „im Schlepptau“ alles mitkommt. Mal ganz davon ab, dass nicht jeder Bewohner weiss, dass das mehr ist als eine spontante Protestkundgebung gegen die Idioten von „Pro Köln“.

    Wie gesagt, das AZ ist da ganz klar in der Bringschuld und man muss, wie im oben zitierten Eintrag schon angeschnitten verdammt penibel darauf achten, dass man sich nicht in die Nesseln geht, was Vermüllung, Krach oder gar Vandalismus angeht. Ohne den entsprechenden Rückhalt bei uns Nachbarn wird das AZ dort nicht überleben können und der Rückhalt kann nur mit entsprechender Lobbyarbeit und einem Zugehen auf die Anwohner zustande kommen.
    Der Blog ist da auf jeden Fall schon mal ein guter Weg (auf den weise ich auch jeden hin, mit dem ich rede) und ebenso die Einladungen zu einem Nachbarschaftstreffen.

  5. Sunny

    Nach der momentanen Stimmung im Haus zu urteilen sind Ausschreitung bei einer polizeilichen Räumung nicht zu erwarten. Ich denke man wird nicht freiwillig gehen, wenn die Polizei lieb darum bittet, aber mehr als eine Sitzblockade oder ähnlicher, passiver Widerstand wird wohl nicht vorkommen.

    Wenn du, und natürlich auch alle anderen Nachbar_innen die Idee eines alternativen Kulturzentrums in Kalk befürworten, würden sich die Besetzer_innen sicherlich über eine Solidarisierung bei einer möglichen Räumung freuen.

    Und natürlich ist auch Solidarität und ein nachbarlicher Austausch ohne eine akute Räumungsgefahr sehr willkommen. Lasst uns den neu errungenen Freiraum gemeinsam gestalten!

  6. Charlotte

    Also ich fahre fast täglich am AZ vorbei und ich wundere mich. Nicht über die Menschen im AZ, sie haben in mir ein Fan, schon allein wegen der super Dachterasse! Da werde ich wirklich neidisch, ich habe nur ein Bierkastenbalkon.
    Ich wunder mich über die Polizei.Wir leben hier in einer Großstadt, Köln hat genug andere Probleme,um die sie sich kümmern könnten.

    Versteht mich nicht falsch ich, mag die Polizei, denn ich liebe Männer in Uniform. Ich finde jeder noch so hässliche Typ wird in einer Uniform ansehnlich.
    Nun saßen die aber am Sonntag da tatenlos rum, was mich doch nervt. Was soll denn jetzt der Auflauf da? Mal ehrlich, es gibt viele Menschen die Polizeischutz brauchen Stalking Opfer beispielsweise. Da hat die Polizei aber nie genügend Gründe sowas zu veranlassen, ziehen aber ein paar Menschen in ein Haus, welches leer steht, da sind sie da und schauen mit 6-12 Beamten in der Umgebung zu, wie die Kinder des Veedels die Einladung angenommen haben und dort echt Spaß hatten.

  7. @Sunny
    Freut mich zu hören, dass die Stimmung unter den Besetzern momentan nicht sonderlich gewaltbereit ist. Deckt sich soweit auch mit meinem Eindruck.

    Was nun die Solidarisierung angeht, da habe ich ja weiter oben schon mal was zu gesagt: Ihr könnt nicht wirklich erwarten, dass sich die Nachbarschaft einfach so mit Euch solidarisiert. Selbst ich, der ich dem ganzen relativ offen gegenüberstehe, wüsste jetzt nicht, ob ich mich da einfach so der Polizei entgegenstellen würde – ganz einfach weil ich das AZ noch nicht wirklich einschätzen kann.
    Die Besetzer sind derzeit die „Eindringlinge“, dementsprechend muss von dort der Schritt auf die Nachbarn zu kommen und nicht umgekehrt.
    Das habe ich ja weiter oben schon versucht klarzumachen.

    @Charlotte
    Hehe, ja, die Dachterrasse ist wirklich zu beneiden. =) Aber immer noch lieber einen Bierkastenbalkon wie bei Dir, als gar keinen Balkon – so wie bei mir. 😉

    Nun, ich sehe das mit der Polizei dann doch etwas differenzierter. Schließlich ist nun mal Fakt, dass es illegal ist, einfach so ein Haus zu besetzen, dass jemand anderem gehört (ob das nun leer steht oder nicht und ob es einer Privatperson oder einer Firma gehört ist dabei vollkommen zweitrangig). Und ganz ehrlich, gerade als Anwohner bin ich durchaus froh, dass die Polizei erst einmal ein scharfes Auge darauf hat, wenn 100 Leute direkt gegenüber von meiner Wohnung ein Gebäude illegal in Besitz nehmen.
    Schließlich weiss man ja erst einmal nicht viel über die Motivation einer solchen Gruppe und vor allem kann man nicht einschätzen, wie sich diese Gruppe verhält.

    Von daher finde ich die Polizeibeobachtung erst einmal legitim. Ob es dann Ausweiskontrollen und Platzsperren geben muss, wenn Leute dorthin wollen, sei mal dahin gestellt.

    Was man ja der Polizei in diesem Fall zu gute halten sollte, ist, dass sie scheinbar erkannt hat, dass von den Besetzern erst einmal keinerlei Gefahr für Leib und Leben von Umstehenden/Anwohnern ausgeht und dementsprechend, so wie ich das sehe, die Polizeibewachung in unserer Straße extrem nachgelassen hat und wenn überhaupt nur noch sporadisch vorbeigeschaut wird (was ja in Anbetracht der Lage der Dienststelle kein großer Aufwand ist).

    Was der Vergleich mit den Stalkingopfern angeht, so ist dass doch wirklich müßig darüber zu diskutieren. Das ist ungefähr so sinnvoll, wie sich zu versuchen aus einem Parkticket bei einer Politesse herauszureden, indem man auf die vielen Gewaltverbrechen verweist, die doch viel schlimmer sind.

  8. Charlotte

    @ Hirngabel

    Was den Dachterrassenneid von uns an geht, hätten wir beide wohl das Haus besetzen sollen, so nach dem Motto Dachterrassenbesetzung Samstags von 14 bis 19 Uhr *g* Die werden wir jetzt nicht mehr erobern,denn ich glaube von da aus sieht man genau in den Hof der Polizeiwache und Sammelplatz für die Einsatzfahrzeuge.

    Was Politessen betrifft weiß ich wie gut die meinen Argumentenfolgen, die „blöde Kackbratze“ war echt teuer!

    Ich hab ja auch gesagt ich habe nichts gegen die Polizei, aber am Sonntag war das echt nicht nötig,da hätten zwei Beamte ausgereicht,denn die Verstärkung ist ja selbt zu Fuß schnell da. (Die Wache hat auch eine Dachterrasse oder?)

    Ich stimme dir absolut zu,dass allerdings nicht erwartet werden kann,dass sich die Nachbarn selbst auf den Weg machen um die Neuen in der Straße kennenzulernen. Dazu müssen sie mehr in die Strassen gehn, die Leute ansprechen und Berührungsängste nehmen. Man darf nicht vergessen,alles was nicht in die Norm passt,macht erstmal Angst. Zumal man bedenken muss nicht jeder wird gleich in das besetzte Gebäude gehn, auch da herschen erstmal Vorurteile.
    Also so ein Kaffestand auf dem Hof würde ein Coffeinjunkie wie mich im vorbeigehn schon mal stoppen. Es gibt viele Möglichkeiten dieser Art ins Gespräch zu kommen, ich hoffe die Leute aus dem AZ nutzen diese Möglichkeiten,denn als verbündete im Herzen wünsche ich ihnen Erfolg.

  9. Naja, Samstag war ich zwischen 14 und 19 Uhr schon auf einer anderen Terrasse, grillen. Ganz legal. =)

    Irgendwie überraschend, dass „blöde Kackbratze“ als Argumentationsstrategie eher so suboptimal funktioniert hat. 😉

    Wie gesagt, heute habe ich gar keine Polizei mehr gesehen (wenngleich ich tagsüber arbeiten war), von daher, denke ich, dass die Beobachtung auf ein geringes Maß heruntergestuft wurde. Schließlich scheint von den Besetzern ja keine Gefahr auszugehen.

    In Sachen „Aufeinanderzugehen“ hat man jedenfalls jetzt einen weiteren Schritt getan und einige Flyer an die Straßenpfosten gehängt, die zum einen erklären, was passiert und zum anderen für Donnerstag die Nachbarschaft ins AZ einladen. Ein richtiger Schritt, denke ich.

    Ob hingegen die Videofassung des Kommuniqués so vertrauensfördernd ist, kann ich jetzt nicht direkt behaupten. Eine sehr bizarre Mischung aus Kasperletheater und Entführervideo irgendwie. =)

    Spannend wird es auf jeden Fall, wie sich die Lage insgesamt entwickelt, nachdem die Sparkasse als Besitzer jetzt auch eine Pressemitteilung herausgegeben hat. Ohne Erfahrungen mit solcherlei Dingen zu haben, sieht mir das eher nach Konfrontation (ergo Räumung) als Kooperationswille aus.

  10. Übrigens ein erfreulich sachlicher Artikel zum Thema beim Kölner Stadtanzeiger.

  11. Alex

    Schön, dass keine Gegenwehr zu befürchten ist.

    Die staatlichen Stellen per Blogeintrag über die (nicht) zu erwartenden Querelen im Falle einer Räumung zu informieren, ist methodisch geradezu unschlagbar geschickt und verbessert die Chancen des Projekts sicherlich nachhaltig.

    War jemand auf dem Vortrag über Hausbesetzungen in den 70er und 80er Jahren und hat mal gefragt, ob die Polizei damals nicht wusste, was sie im Falle eines Angriffs auf die Häuser erwarten würde, weils kein Internet gab, in dem man es hätte herumtrompeten können?

    Oder waren die Leute seinerzeit einfach ein bisschen cleverer?

  12. @Alex
    Schön, dass Du so viel Kampfgeist zeigst.
    Aber vielleicht ist eben Konfrontation auch nicht unbeding die richtige Variante, gerade in diesem Fall, wo man ja in der Politik durchaus empfänglich für die Idee zu sein scheint.

    In diesem Falle zu sagen „Wenn wir rausgeholt werden, dann gibt es mal so richtig Ärger“ ist meines Erachtens nämlich EXAKT die falsche Einstellung.

    Wenn man hier in Kalk ein AZ etablieren will, dann wird das einzig und allein über die Akzeptanz im Umfeld funktionieren. Und die bekommt man mit absoluter Sicherheit nicht, wenn man sein Gefährdungspotential herausstreicht.
    Sollte das der Fall sein, dann kann ich sagen, können die Besetzer gleich einpacken.

    Wir sind nicht mehr in den 70ern oder 80ern.

  13. Exilkalker

    Wenn die Polizei räumen will, wird sie auch räumen. Wenn man gewaltsam Widerstand leistet, treibt man höchstens sein eigenes Strafmaß in die Höhe. Nutzen wird das nichts. Das Haus wird dann trotzdem geräumt. Das effektivste, was man machen kann, ist gewaltfreier Widerstand. Anketten usw..

    Solange nicht geräumt wird, sollte man verhandeln, verhandeln und verhandeln. Und ich gebe auch Hirngabel recht, dass die Besetzer auf die Nachbarn zugehen müssen. Ohne die Unterstützung der Nachbarn wird nichts aus dem AZ. Ich glaube, darüber sind sich auch die Besetzer klar.

    Wenn man die Nachbarn nicht abschreckt, werden ein paar sicherlich kritisch hingucken, wenn tatsächlich geräumt wird. Und dann ist schon viel erreicht. Es muss sich ja nicht jeder gleich der Polizei in den Weg stellen. Wenn die Leute nur hingucken und passiv zeigen, dass sie die Räumung nicht in Ordnung finden, ist schon viel erreicht.

    Wenns in der Wiersbergstraße nicht klappt, klappts vielleicht in der Parallelstraße. 😉

  14. Alex

    Natürlich sollte man kein Drohpotenzial kommunizieren.
    Aber in mancherlei Hinsicht wäre es einfach sinnvoller, sich ein wenig bedeckt zu halten.

    Warum muss man die zu erwartende Reaktion auf eine Räumung überhaupt in für alle einsehbare Blogs schreiben?
    Reicht es nicht, sich auf dem Besetzerplenum darüber einig zu sein?
    In solchem Rahmen darüber auf einen Nenner zu kommen, ist schon schwer genug.
    Sich zu manchem erstmal gar nicht öffentlich zu äußern, schon gar nicht zu solchen Szenarios, kann der eigenen Durchsetzungsfähigkeit sehr zu Gute kommen und tut der Akzeptanz im Quartier sicherlich keinen Abbruch.

    Je besser solche Details von außen eingeschätzt werden können, desto einfacher kriegen diejenigen, die das Haus geräumt sehen wollen einen Fuß in die Tür.
    Es gibt nun mal Situationen, die Transparenz erfordern und andere, in denen das gar nicht geht, und öffentlich auszuplaudern, wie man sich im Falle eines Angriffs verhält, während anderswo beraten wird, ob und wann, ist gefährlich und kontraproduktiv.

  15. @Alex
    Glaubst Du denn ernsthaft, dass sich die Polizei und die entsprechenden Verantwortlichen dazu entscheiden früher oder überhaupt das Gebäude räumen zu lassen, weil eine Person in einem Blog schreibt „Nach der momentanen Stimmung im Haus zu urteilen sind Ausschreitung bei einer polizeilichen Räumung nicht zu erwarten.“?

    Wenn polizeiliche Vorbereitung so aussehen würde, dann würde das ja schon an Dämlichkeit grenzen.

    Und ich kann mich nur noch mal wiederholen: Ich denke, dass es eben eher umgekehrt ist und es umso eher und schneller geräumt wird, je mehr potentielle Gefahr von den Besetzern ausgestrahlt wird. Ob das jetzt direkt per Äusserung oder indirekt per „Schweigen“ stattfindet, spielt dabei m.E. keine Rolle.

    Ansonsten verweise ich auf den Post von Exilkalker, dem ich da absolut zustimme. Du wirst grundsätzlich schon weit mehr mit einem passiven Widerstand erreichen.

    Wenn die Besetzer es ernst meinen mit der Einrichtung und Etablierung eines Autonomen Zentrums in Kalk, dann kann gewaltsamer Widerstand zu 100% KEINE Option sein. Dann würde ich nämlich als Anwohner sagen „Gut, dass die weg sind, denn ich will keine Gruppierung in meiner Umgebung haben, die ausrastet, wenn eigene Ziele mal nicht erreicht werden“.

    Und das wird sich die Polizei bzw. werden sich die Verantwortlichen mit Sicherheit auch schnell zusammenreimen können.
    Die sehen doch auch, dass die Besetzer mit einem klaren Ziel und einer klaren Botschaft in das Gebäude gegangen sind. Und das lässt sich eben nicht durch Konfrontation, sondern einzig und allein durch Kooperation erreichen.

    Aus diesem Grunde wurde doch schließlich die Polizeipräsenz seit Montag auch deutlich heruntergefahren, weil man selbst schon sieht, dass keine akute Gefahr von den Besetzern ausgeht.

    Wie gesagt: Es ist Feingefühl seitens der Besetzer gefordert und nicht die Brechstange.

  16. Wann

    Interessant könnte der 1. Mai werden. Nicht unbedingt weil die Besetzer Ärger machen, sondern weil ein Ort ins Blickfeld geraten sein könnte, wo man mal was probiert. Die Dienststelle ist dann kein ernst zu nehmender Schutz mehr.

  17. Peter

    Ist das als Drohung gegen das AZ und seine Nutzer/innen zu verstehen?

  18. Nachbarschaftsstraßenfest

    Das Autonome Zentrum am kommenden Sonntag, den 25. April, zu einem Nachbarschaftsstraßenfest ein.

    http://de.indymedia.org/2010/04/278850.shtml

  19. @Peter
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Wann das so genau nicht gemeint hat.

    Seine Vermutung, die ich durchaus nicht für vollkommen abwegig halte, geht wohl eher in die Richtung, dass am 1. Mai sich ein paar Gesellen denken könnten, dass das AZ ein guter Ort wäre, um ein bisschen 1. Mai-Krawall zu machen.
    Und wie Wann schon sagte, wenn sowas passiert, dann wohl nicht von den Besetzern selbst, sondern eher externe Leute.

    Wobei mir jetzt insgesamt Köln nicht unbedingt als Hotspot für Mai-Krawalle bekannt wäre. Da sind andere Städte wie Hamburg und Berlin sicherlich bedeutend relevanter.

    @Nachbarschaftsstraßenfest
    Ich hoffe, dass Straßenfest am Sonntag ist ein wenig „einladender“ als das Nachbarschaftscafé am Donnerstag, wo ich vorbei geschaut habe. =)
    Leider werde ich nicht dabei sein können, da ich Sonntag in Stuttgart bin, aber ich hoffe es kommen zahlreich Nachbarn vorbei! Solltet auf jeden Fall kräftig die Werbetrommel dafür rühren.

  20. Exilkalker

    Ich finde es beinahe schon lustig, was für ein Bild über Autonome vorherrscht.

    Sicher, sonderlichen Respekt gegenüber der Polizei gibt es unter Autonomen eher selten. Schließlich haben sich Polizisten einen Job ausgesucht, in dem sie das System aufrecht erhalten müssen, das Autonome überwinden wollen. Da sind Konflikte nicht weit.

    Krawalle gibt es aber fast nie. Dummerweise wird von einer autonomen Demonstration selten berichtet, wenn es nicht zu Vorfällen kommt. Dann schreibt nämlich die Polizeipresse nichts und die Zeitungen haben nichts zum abschreiben.

    Dass es jedes Jahr am ersten Mai in Berlin (und seit paar Jahren auch in Hamburg) zu Krawallen kommt, hat seine Geschichte. Mitlerweile wird sogar in manchen Berliner Stadtzeitungen, als Tagestipp, für die Mairandale geworben. Diese Geschichte kann man nicht einfach auf Köln übertragen.

    Davon abgesehen wäre wohl kein Autonomer so doof, in der Nähe eines räumungsbedrohten AZs sinnlos Randale anzuzetteln. Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wie es im AZ zu Krawall kommen könnte, wäre wenn die Polizei auf die Idee käme, das AZ, während einer Party, wo viele Betrunkene im Haus sind, zu stürmen.

    Aber ich glaube nicht, dass die Polizei so bescheuert sein wird. Die wissen auch, dass auf Partys Betrunkene sind und dass Betrunkene schwer kontrollierbar sind.

  21. Wann kommt aus Hamburg, daher hat er sicherlich ein anders geprägtes Bild von dem, was am 1. Mai so passieren kann.

    Nuja, ich werde am 1. Mai ohnehin in München sein, daher würde ich das dann eh nicht mitkriegen. =)

    Was die selektive Berichterstattung angeht: So ist das nun mal leider, aber das hat die Autonome Szene nun wirklich nicht exklusiv, sondern das kommt in im Grunde allen Bereichen vor. Only bad news is good news – so sagt man doch, glaube ich. Wenn es beispielsweise um Einreise in die USA geht, dann wird sich von den Medien auch immer das negative herausgepickt. Deswegen spielt das beispielsweise auch eine recht zentrale Rolle hier im Blog, um der hysterischen Berichterstattung was entgegenzusetzen.

    Aber wie gesagt: Das ist so und liegt auch in der Natur des Menschen, der nun mal dazu neigt, vor allem in Schwarz-Weiss-Bildern zu denken und dazu, gerne mal zu pauschalisieren. Wobei ich mir ganz bewusst darüber bin, dass das nun auch wieder eine Pauschalisierung ist. =)

  22. Erika

    Hallo ich bin auch eine Nachbarin…
    Als die Besetzung begann konnten wir es auch schwer einordnen. Das was wir als erstes sahen war der Wachposten oben auf dem Dach. Teilweise saßen sie vermumt da; 2 andere trugen bunte Perücken. Es war schon etwas beunruhigend, da sie permanent da sitzen und man nicht wußte was dort passiert (ich hörte das sie anfangs sogar mit Ferngläsern da saßen, die nun jedoch aus irgendeinem Grund verboten wurden-was ich für sehr wichtig halte.) Dienstag war ich dort und mittlerweile müssen dort wirklich schon viele Menschen leben. Gegen Abend hat man manchmal das Gefühl eine Massenwanderung findet statt. Ich habe mich dort rund führen lassen und auch alles angeschaut
    Bedroht fühlt man sich hier in der Siedlung nicht mehr. Es ist aber schon noch sehr befremdlich und ungewohnt.
    Ein Video wie die Videofassung des Kommuniqués wirkt doch etwas hart. Die Besetzer wirken und sind zum Glück sehr sympathisch. Statt sich im Video vermummt zu zeigen und nur Forderungen zu stellen, wäre ein Videorundgang mit Sicherheit sinnvoller. Frei nach dem Motto „Schaut, was wir geschafft haben“. Das lockt bestimmt Besucher und Interessierte an…!!!!

  23. Sonni

    Hmmm… Interessante Diskussion.
    Ich möchte auch mal meinen Senf abgeben:
    Zum Videokommunique und der Vermummung:
    Es ist immernoch illegal sich im Haus aufzuhalten, auch wenn keine Polizei in der Nähe ist. Jemanden also mit abgebildeten Gesicht in diesem Video zu zeigen ist daher gänzlich Dumm, da so die Polizei Beweismaterial direkt aus erster Hand hätte. Aus dem gleichen Grund sind auch (Bzw waren) die Dachwachen vermummt.
    Das möge man bitte verstehen.

    Zum ersten Mai:
    Ich denke nicht, dass in Köln großartig was lossein wird. Dafür ist zuviel los in der Umgebung. Und das Gerücht des „Steineschmeissenden Autonomen/Linken“ kann ich auch nicht bestätigen. Es gibt mehrere AZ zb. in Mülheim a.d. Ruhr, wo nie etwas großartig Illegales passiert.
    Ich kann sogar sagen, dass seltener Polizei notwendig ist als in so manch einer anderen, komerziellen Betrieb wo ich Leute, die dort gearbeitet haben, kannte.
    Natürlich gibt es immer Trottel, die meinen, es währe Cool, sowas zu machen. Meistens sind solche Leute entweder Idioten oder (öfters) Spasstouristen, die einfach Lust auf Krawalle haben und NICHTS mit der Sache und Politik dahinter.

    Zur Nachbarschaft:
    Es wurde viel gesagt, dass Pyranha/die Besetzer auf die Nachbarschaft zugehen soll, jedoch nicht wie und ob die bereits ergriffenen Maßnahmen reichen. Mosern kann jeder, Helfern aber auch! 😉

    Nebenbei hat ein AZ auch so seine Vorzüge.
    Die meisten Menschen beschweren sich, dass die Jugendlichen immer Krimineller werden, zu viel zeit draussen auf der Strasse oder zuhause vor dem PC verbringen, gleichzeitig werden aber Gelder für Jugendzentren und andere, sinvolle Freizeiteinrichtungen für Jugendliche gestrichen.
    Das Problem ist Hausgemacht.
    Ein AZ hingegend ist eine relativ Kostenneutrale Lösung. Die Jugendlichen lernen Selbstorganisation und -verantwortung, Verantwortung für andere, Sozialer Umgang aber auch so sachen wie eigenständiges Denken (Also auch sachen kritisch beurteilen lernen und zu hinterfragen).
    Ich denke dass Letzteres die Politik nicht will, man könnte ja erkennen, dass die einen die Ganze zeit Verar***en 😉

    Dass wars denn *PUH* 😛

  24. @Erika

    „Bedroht fühlt man sich hier in der Siedlung nicht mehr. Es ist aber schon noch sehr befremdlich und ungewohnt.“

    Ja, das trifft die Gefühlslage, denke ich, doch sehr gut. Zumindest bei mir und auch, soweit ich es einschätzen kann, bei einigen anderen.

    Die Sache mit den Ferngläsern hatte ich gar nicht mitbekommen, aber gerade für die Leute in den höheren Stockwerken war das sicherlich eine sehr unangenehme Sache. Ist vermutlich für die äußeren Häuser ohnehin schon etwas unangenehm, dass da andauernd mehrere Leute direkt gegenüber ihren Fenster sitzen.
    Da bin ich im Hochparterre etwas bevorteilt.

    Gute Idee mit dem Videorundgang. Wäre für die Aussenwirkung sicherlich sehr positiv, aber das wird dann wohl aus strategischer Sicht abgelehnt werden, um der Polizei keine genauen Einblicke in die Einrichtung zu geben. Oder so.

    @Sonni
    Das mit der Vermummung ist natürlich logisch nachvollziehbar, aber man muss sich eben auch über die Aussenwirkung im Klaren sein.
    Und gerade bei dem Videokommuniqué hätte man das intelligenter/kreativer/freundlicher lösen können als dieses „Entführungsstyle-Video“. Dem Intro nach zu urteilen gibt es da ja durchaus ein paar fitte Leute in Sachen Videografik. Dementsprechend wäre da vielleicht sowas wie eine Art Comic oder so möglich gewesen. Just a thought…

    Naja, die Aussage „Autonome schmeissen nicht alle Steine“ kann man noch so oft wiederholen. Fakt ist nun mal, dass es in diesem Zusammenhang oft genug zu Unruhen kommt. Und das reicht nun mal.
    Erinnert mich im Übrigen sehr an die Aussagen von Ultras im Fußball… Aber das nur am Rande.
    Egal, auf jeden Fall, wir werden da eh keine „Lösung“ bzw. keinen Konsens hier finden. Mit den Befürchtungen müsst ihr einfach leben, solange diese Mai-Krawalle existieren und solange man im Umfeld von Linksautonomen und Antifa immer mal wieder martialisch auftritt.

    „Mosern kann jeder, Helfen aber auch“
    Wohl wahr, aber ich sag’s mal so: Die „Hilfe“ müsst Ihr Euch als „Eindringlinge“ erst einmal verdienen und kann nicht von vorneherein erwartet werden. Da ist man aber definitiv auf einem guten Weg, denke ich. Das mal so als Feedback.
    Beim Nachbarschaftsfest am Sonntag konnte ich, wie gesagt, leider nicht teilnehmen, aber es scheint ja wohl ganz erfolgreich zu sein.
    Sehr gut finde ich zum Beispiel, dass Zettel an alle Häuser verteilt wurden mit einer „Hotline“ für den Fall, dass man sich beschweren will. Das ist absolut ein sinnvoller Schritt gewesen.
    (Davon ab finde ich, dass hier im Eintrag und in den Kommentaren sehr wenig „mosern“ zu sehen ist, sondern höchstens konstruktive Kritik bzw. aufrichtige Kommentare. Von daher finde ich den Vorwurf nicht ganz okay.)

    Den Sinn und Zweck eines Autonomen Zentrums bezweifelt hier übrigens niemand und das wird sicherlich von nicht wenigen Anwohnern auch so gesehen. Da braucht ihr also, denke ich, wenig grundsätzliche Lobbyarbeit betreiben.
    Es geht ja bei allem mehr um das „wie“ und um etwaige Begleiterscheinungen.
    Und das Problem der Illegalität ist natürlich auch so eine Sache – aber damit können wir hier eh nicht viel weiterhelfen.

    Danke auf jeden Fall auch für Deinen Kommentar.

  25. Wann

    Ich kann mich erinnern an eine Demonstration in Schwerin zum Erhalt von DT64 (Also schon ewig her.). Bin da so mitgetrottet, als plötzlich vor mir einer vorbei huscht und etwas mit Farbe auf ein Auto schmeißt, so dass die Rückscheibe zerspringt. Abgesehen davon, dass ich total perplex war, hätte ich nicht die Spur einer Chance gehabt einzugreifen.
    Ich weiß nicht mehr ob und wie das medial ausgeschlachtet wurde, aber obwohl man friedlich etwas erreichen wollte, steht man dann plötzlich als ziemlicher Abschaum da.
    Interessant an der Sache war, dass es sich um ein altes etwas deplaziert abgestelltes Polizeifahrzeug handelte und ausgerechnet dort, war weit und breit kein Polizist zu sehen, obwohl man fast die ganze Zeit von denen gepampert wurde.

  26. Ich

    Und gibt es was neues von den neuen Nachbarn?? 😉

  27. Kann ich leider nicht genau sagen, da ich gerade am Airport in Orlando sitze und auf der Rückreise nach Deutschland bin nach 2 Wochen in Florida. =) Und morgen gehts dann direkt weiter nach Holland, ein bisschen erholen. Von daher muss es noch ein bisschen warten mit der Berichterstattung.

  28. Ossi

    Viel Erfolg!

  29. linke*r

    Also bezüglich des Rundgangs wurde im AZ wohl eure Kritik angenommen: http://unsersquat.blogsport.eu/kommunique-2-1/
    Ganz ohne Vermummte 😉

  30. @linke*r

    Ist mir auch schon aufgefallen und habe ich mich auch schon zu geäußert. Nämlich hier. =)

  31. Exilkalker

    Anscheinend droht jetzt akut die Räumung.
    http://unsersquat.blogsport.eu/az-raumung-morgenz/

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