Projekt Hörsturz #11

Bisher habe ich mich auf diesem Blog weitestgehend aus so Geschichten wie Blogstöckchen und ähnlichem herausgehalten, aber kürzlich bin ich im Blog von BeetFreeQ auf eine Aktion gestoßen, die mir wirklich sehr gut gefallen hat, da der Gegenstand etwas ist, was ich hier selbst sehr gerne mache: Das Bewerten und Empfehlen von (neuer) Musik. Name dieser Aktion ist „Projekt Hörsturz“  und man befindet sich mittlerweile schon in Runde 11.

Grob vereinfach werden in jeder Runde fünf vorher von den Teilnehmern vorgeschlagene und per Zufall ausgewählte Lieder zur Diskussion und Bewertung freigegeben und können dann von jedem Teilnehmer in ihrem Blog mit 0-5 Punkten bewertet werden. Der beste Punkteschnitt „gewinnt“ – wobei es natürlich in erster Linie darum geht, neue Musik kennenzulernen bzw. einem breiteren Publikum vorstellen zu können. Schöne Idee, wie ich finde, und deshalb nehme ich, nachdem ich bei der Weihnachtsrunde ausgesetzt habe, jetzt gerne teil.

Ausführliche Erläuterungen gibt es natürlich im entsprechenden Regelbeitrag im freeqnet.

Nun aber zur aktuellen Runde:

1) Weird Al Yankovic – I’m Fat (von Sir Donnerbold)

Ich glaube „I’m Fat“ war die erste Parodie von Weird Al Yankovic, mit der ich in Kontakt gekommen bin. Und das dürfte auch noch weit vor Zeiten des Internets gewesen sein. WAY finde ich persönlich okay, aber auch nicht mehr, da seine Parodien auch gerne mal einfach nur albern und platt sind, ohne besonders einfallsreich zu sein. Die Verballhornung des Michael Jackson-Hits gehört dabei sicherlich zu seinen besseren Stücken, da es insgesamt sehr konsequent umgesetzt ist und gerade auch im Zusammenspiel mit dem Videoclip schon recht gelungen ist. Hinzu kommt für mich noch ein kleiner Nostalgie-Bonus, der somit zur folgenden Wertung führt:

3 von 5 Gabeln

2) Painbastard – Torn (von Kerstin)

Also, wenn ich böse wäre, dann würde ich diesen Song mit dem Prädikat „Grufti-Schlager“ betiteln. Aber das bin ich ja eigentlich nicht und es wäre auch ein wenig unfair, denn so richtig schlecht ist der Song schließlich nicht – aber eben doch etwas zu sehr „Depeche Mode light“ für meinen Geschmack. Die große Geste, die Dramatik des Stücks wirkt mir einfach etwas zu künstlich und beinahe kitschig, gerade im Zusammenhang mit der eher billig wirkenden Rythmusabteilung aus dem Computer. Das klingt jetzt alles etwas härter als ich tatsächlich werte:

2 von 5 Gabeln

3) Jupiter One – Flaming Arrow (von Laura)

Und schon hat sich die Teilnahme am Projekt Hörsturz gelohnt, denn dieser Song gefällt mir wirklich ausgesprochen gut! Erinnert phasenweise an die etwas beschwingteren Songs von Kings of Convenience, die zu meinen Lieblings-Hintergrundmusik-Bands gehören (und das ist vollauf positiv gemeint). Dieses Lied von Jupiter One ist allerdings etwas „voller“ instrumentiert und sehr klassischer, beschwingter Gitarren-Indie-Pop, der von seiner positiven Grundstimmung her wesentlich besser in den Frühling als in den Winter passen würde. Ist ein bisschen Mädchenmusik, aber ich mag Mädchenmusik:

4 von 5 Gabeln


4) Messer Chups – Super Megera (von LemonHead)

Alles, aber auch wirklich alles an diesem Song schreit „Verwendet mich als Soundtrack in einem Film“. Und viel mehr gibt es meiner Meinung nach auch nicht dazu zu sagen. Denn als musikalische Untermalung in einem entsprechenden Film (Tarrantino, Rodriguez & Co liegen natürlich nahe) kann dieses Stück absolut passen, schlecht ist das schließlich nicht – als Song zum reinen Hören für meinen Geschmack leider nicht (oder nur in sehr, sehr speziellen Situationen). Daher fällt meine Wertung eher verhalten aus:

1.5 von 5 Gabeln


5) Volbeat – Sad Man’s Tongue (von Konna)

Was als klassische Uptempo-Country-Nummer inklusive Johnny Cash-Hommage beginnt, kippt nach rund 40 Sekunden in einen knochentrockenen Metallsong zum Headbangen über. Da ich Country grundsätzlich sehr gerne mag und auch härteren Gitarrenklängen (solange sie melodisch sind und nicht mit Gegrunze garniert) nicht abgeneigt bin, gefällt mir dieser Country-Metall-Hybrid ziemlich gut. Nichts für jede Situation, aber dennoch ein guter Song:

3.5 von 5 Gabeln

Mein Vorschlag für die kommende Runde wird, unter dem Eindruck meines letzten Konzertbesuchs, natürlich ein Song von Bernd Begemann & Die Befreiung sein und zwar mein Favorit vom neuen Album „Ich erkläre diese Krise für beendet“:

Bernd Begemann & Die Befreiung – Du bist mein Niveau

Legal beim Label „tapete records“ herunterladbar.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Digi-Tales. Stories from the Blog., Hast du Töne!?

4 Antworten zu “Projekt Hörsturz #11

  1. Wann

    Weird Al Yankovic und Volbeat sind ja schon fast Oldies.
    Painbastard sind so schrecklich, dass sie fast erfolgreich werden müssen. Bleibt noch Jupiter One – Flaming Arrow, dass Messer Chups – Super Megera verdient schlägt, ohne zu überzeugen. Ist halt das, was Stuttgart dieses Jahr in der Bundesliga ist. 😉
    Du scheinst da noch nicht angekommen zu sein.
    Ich würde get cape wear cape fly, Sophia, I am Kloot etc. empfehlen, die Du in Deinem Blog schon alle vorgestellt hast.

  2. Autsch, das ist aber gemein. =)

    GCWCF wird sicherlich auch mal irgendwann empfohlen. Allerdings habe ich da ein klares Defizit in Sachen deutschsprachiger Musik erkannt, das erst einmal behoben werden muss.

  3. Yvonne

    Danke für die Zusammenfassung. Sehr gut geschrieben. Gut zu wissen…Fast alle Songs kenne ich schon:) bin aber auf die anderen gespannt…:()

  4. Pingback: Projekt Hörsturz – Runde 11 – freeQnet

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