Joss Whedon, Du Vollpfosten.

Die erste Staffel von Dollhouse hat mich, wie schon geschildert, ja insgesamt ziemlich kalt gelassen. Auch der Start der zweiten Staffel ist dann eher bescheiden ausgefallen mit 3 soliden Folgen und einer wirklich guten vierten Folge, so dass die Absetzung im November nicht nur nicht überraschend kam, aufgrund sehr schwacher Quoten, sondern mir auch verhältnismäßig egal war.

Dennoch bin ich weiter dran geblieben und plötzlich liefert Joss Whedon sieben Episoden in Reihe ab, die allesamt hochgradig exzellent waren (ich würde sogar soweit gehen und behaupten dass es das zweitstärkste in diesem TV-Halbjahr nach Dexter war) und in mir plötzlich den starken Wunsch hervorruft, dass die Serie doch noch länger geht, als die drei Episoden im Januar!

Mal im Vertrauen, Joss, muss das wirklich sein? Warum nicht gleich so? Warum erst so lange Durchschnittsware abliefern und dann wenn es schon viel zu spät ist, auf einmal solche Episoden aus dem Hut zaubern?

Ich versteh das nicht.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Serientäter

3 Antworten zu “Joss Whedon, Du Vollpfosten.

  1. Oh, ich freue mich!

    Ich glaube ja, dass die Schuld nur zur Hälfte den lieben Joss trifft. Besonders wenn man bedenkt, dass er auf Drängen des Studios das Grundkonzept (besonders in der ersten Staffel) doch recht stark modifizieren musste.

    Wenigstens bleibt und so ein weiteres Serienkleinod erhalten. Schade, dass man ihr nicht mehr Chancen eingeräumt hat (die erste Staffel Buffy und Angel waren auch nicht so die Knüller).

  2. Ach, schwieriges Thema. Sicher hat FOX bzw. die Produktionsfirma auch eine Mitschuld daran, da ja das ursprüngliche Konzept ohnehin etwas vollkommen anderes vorgesehen hatte, wenn man den diversen Meldungen und Interviews so Glauben schenken mag.

    Dennoch ist Whedon nun mal der verantwortliche Showrunner.
    In dem Zusammenhang finde ich diesen Artikel bei den Serienjunkies und auch die Diskussion in den Kommentaren sehr angemessen.

    Was den Vergleich zu den alten Serien angeht, so hinkt das sicherlich ein wenig. Zwar gab es natürlich auch schon früher Quotendruck, aber ich denke schon, dass der Zwang direkt zu liefern mittlerweile schon größer ist und man sich eine in weiten Teilen derart maue Staffel bei den Networks heutzutage einfach nicht mehr leisten kann. Die zweite Staffel hätte es ja nach wirtschaftlichen Maßstäben (und die sind nun mal nach wie vor relevant) eigentlich schon nicht mehr geben dürfen.

    Gerade wenn ich mir die ursprüngliche Vision von Whedon so anschaue, die im oben verlinkten Artikel erwähnt wurde, dann drängt sich mir der Verdacht sehr auf, dass Whedon wohl besser bei einem Sender wie Showtime, HBO oder so aufgehoben wäre. Weniger kommerzieller Druck, mehr kreative Freiheiten – das sollte ihm doch eigentlich zugute kommen.

    Würde mich nicht wundern, wenn das demnächst tatsächlich so kommen würde.

  3. Whedon auf HBO oder Showtime wäre auch mein Traum. Ich hoffe da kommt nochmal was nach. Nicht, dass er nun endgültig die Schnauze voll hat vom TV-Business.

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