Monatsarchiv: Dezember 2009

Projekt Hörsturz #11

Bisher habe ich mich auf diesem Blog weitestgehend aus so Geschichten wie Blogstöckchen und ähnlichem herausgehalten, aber kürzlich bin ich im Blog von BeetFreeQ auf eine Aktion gestoßen, die mir wirklich sehr gut gefallen hat, da der Gegenstand etwas ist, was ich hier selbst sehr gerne mache: Das Bewerten und Empfehlen von (neuer) Musik. Name dieser Aktion ist „Projekt Hörsturz“  und man befindet sich mittlerweile schon in Runde 11.

Grob vereinfach werden in jeder Runde fünf vorher von den Teilnehmern vorgeschlagene und per Zufall ausgewählte Lieder zur Diskussion und Bewertung freigegeben und können dann von jedem Teilnehmer in ihrem Blog mit 0-5 Punkten bewertet werden. Der beste Punkteschnitt „gewinnt“ – wobei es natürlich in erster Linie darum geht, neue Musik kennenzulernen bzw. einem breiteren Publikum vorstellen zu können. Schöne Idee, wie ich finde, und deshalb nehme ich, nachdem ich bei der Weihnachtsrunde ausgesetzt habe, jetzt gerne teil.

Ausführliche Erläuterungen gibt es natürlich im entsprechenden Regelbeitrag im freeqnet.

Nun aber zur aktuellen Runde:

1) Weird Al Yankovic – I’m Fat (von Sir Donnerbold)

Ich glaube „I’m Fat“ war die erste Parodie von Weird Al Yankovic, mit der ich in Kontakt gekommen bin. Und das dürfte auch noch weit vor Zeiten des Internets gewesen sein. WAY finde ich persönlich okay, aber auch nicht mehr, da seine Parodien auch gerne mal einfach nur albern und platt sind, ohne besonders einfallsreich zu sein. Die Verballhornung des Michael Jackson-Hits gehört dabei sicherlich zu seinen besseren Stücken, da es insgesamt sehr konsequent umgesetzt ist und gerade auch im Zusammenspiel mit dem Videoclip schon recht gelungen ist. Hinzu kommt für mich noch ein kleiner Nostalgie-Bonus, der somit zur folgenden Wertung führt:

3 von 5 Gabeln

2) Painbastard – Torn (von Kerstin)

Also, wenn ich böse wäre, dann würde ich diesen Song mit dem Prädikat „Grufti-Schlager“ betiteln. Aber das bin ich ja eigentlich nicht und es wäre auch ein wenig unfair, denn so richtig schlecht ist der Song schließlich nicht – aber eben doch etwas zu sehr „Depeche Mode light“ für meinen Geschmack. Die große Geste, die Dramatik des Stücks wirkt mir einfach etwas zu künstlich und beinahe kitschig, gerade im Zusammenhang mit der eher billig wirkenden Rythmusabteilung aus dem Computer. Das klingt jetzt alles etwas härter als ich tatsächlich werte:

2 von 5 Gabeln

3) Jupiter One – Flaming Arrow (von Laura)

Und schon hat sich die Teilnahme am Projekt Hörsturz gelohnt, denn dieser Song gefällt mir wirklich ausgesprochen gut! Erinnert phasenweise an die etwas beschwingteren Songs von Kings of Convenience, die zu meinen Lieblings-Hintergrundmusik-Bands gehören (und das ist vollauf positiv gemeint). Dieses Lied von Jupiter One ist allerdings etwas „voller“ instrumentiert und sehr klassischer, beschwingter Gitarren-Indie-Pop, der von seiner positiven Grundstimmung her wesentlich besser in den Frühling als in den Winter passen würde. Ist ein bisschen Mädchenmusik, aber ich mag Mädchenmusik:

4 von 5 Gabeln


4) Messer Chups – Super Megera (von LemonHead)

Alles, aber auch wirklich alles an diesem Song schreit „Verwendet mich als Soundtrack in einem Film“. Und viel mehr gibt es meiner Meinung nach auch nicht dazu zu sagen. Denn als musikalische Untermalung in einem entsprechenden Film (Tarrantino, Rodriguez & Co liegen natürlich nahe) kann dieses Stück absolut passen, schlecht ist das schließlich nicht – als Song zum reinen Hören für meinen Geschmack leider nicht (oder nur in sehr, sehr speziellen Situationen). Daher fällt meine Wertung eher verhalten aus:

1.5 von 5 Gabeln


5) Volbeat – Sad Man’s Tongue (von Konna)

Was als klassische Uptempo-Country-Nummer inklusive Johnny Cash-Hommage beginnt, kippt nach rund 40 Sekunden in einen knochentrockenen Metallsong zum Headbangen über. Da ich Country grundsätzlich sehr gerne mag und auch härteren Gitarrenklängen (solange sie melodisch sind und nicht mit Gegrunze garniert) nicht abgeneigt bin, gefällt mir dieser Country-Metall-Hybrid ziemlich gut. Nichts für jede Situation, aber dennoch ein guter Song:

3.5 von 5 Gabeln

Mein Vorschlag für die kommende Runde wird, unter dem Eindruck meines letzten Konzertbesuchs, natürlich ein Song von Bernd Begemann & Die Befreiung sein und zwar mein Favorit vom neuen Album „Ich erkläre diese Krise für beendet“:

Bernd Begemann & Die Befreiung – Du bist mein Niveau

Legal beim Label „tapete records“ herunterladbar.

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Hirngabels lyrikähnlicher Adventskalender – Grande Finale: 22.12.

Kommen wir nun zum Abschluss dieser schnuckeligen kleinen Serie.
Wie es sich für ein… äh… Grande Finale gehört, gibt es heute selbstverständlich unser quasi Opus Magnum – oder sagen wir besser die qualitativ beste Aufnahme eines Songs von der in Zukunft sicherlich irgendwann mal total erfolgreich werdenden Band „Break Even“.
Die Aufnahmen für diesen Song zogen sich Ende 2005 für mehrere Wochen hin: Das Schlagzeug wurde dabei in einem Tonstudio in Saarbrücken aufgenommen, die Gitarre in einem WG-Zimmer in selbiger Stadt, die Klavier-Spur hingegen in unserem Studentenwohnheim in Bergisch Gladbach, während die Aufnahme des Gesangs und die finale Abmischung des Endprodukts im Hause meiner Eltern in der Nähe von Wipperfürth vollzogen wurde. Es lebe die moderne Technik (und natürlich die Post).

Ich hoffe, diese Adventskalenderserie hat Euch ein wenig gefallen und wenn Ihr Lob, Kritik oder Spot äussern wollt, dann wäre jetzt der perfekte Augenblick, dies in den Kommentaren zu tun.

Vielen Dank für Ihr Mitleid Ihre Anteilnahme und schon mal Frohe Weihnachten!


Master of disguise

Love is a deficit,
Live’s what you make of it.
So try to look forward,
Try to stay always hard.
Emotion is weakness,
So always try your best.

Master of disguise,
Even when the sun rise.
Nobody knows me,
Only now I’m really free…

Don’t let nobody hurt you,
Hide what you are true,
Noone has to know,
What you do and where you go.
Push all problems just away,
And don’t care what people say.

Master of disguise,
Even when the sun rise.
Nobody knows me,
Only now I’m really free…

All feelings are blocked,
Even if you’re on the stage rocked.
Just be everybody’s darling,
Dance on every wedding.
Show all the wanted faces, to
Avoid that anything embarrass you.

Master of disguise,
Even when the sun rise.
Nobody knows me,
Only now I’m really free…

Take drugs, if you need to,
Save whales, if you want to,
Just not to be predictable,
You should be indestructible,
Stop emotional terror,
If noone knows your face – in the mirror.

Master of disguise,
Even when the sun rise.
Nobody knows me,
Only now I’m really free…

[Rechtehinweis: Text und Musik sind Eigentum des Autors dieser Webseite und dürfen nur unkommerziell, unter Verwendung der Quellenangabe weiterverwendet werden. Für alle weiteren Verwendungszwecke ist Rücksprache mit dem Autor (siehe Impressum) zwingend notwendig.]

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Joss Whedon, Du Vollpfosten.

Die erste Staffel von Dollhouse hat mich, wie schon geschildert, ja insgesamt ziemlich kalt gelassen. Auch der Start der zweiten Staffel ist dann eher bescheiden ausgefallen mit 3 soliden Folgen und einer wirklich guten vierten Folge, so dass die Absetzung im November nicht nur nicht überraschend kam, aufgrund sehr schwacher Quoten, sondern mir auch verhältnismäßig egal war.

Dennoch bin ich weiter dran geblieben und plötzlich liefert Joss Whedon sieben Episoden in Reihe ab, die allesamt hochgradig exzellent waren (ich würde sogar soweit gehen und behaupten dass es das zweitstärkste in diesem TV-Halbjahr nach Dexter war) und in mir plötzlich den starken Wunsch hervorruft, dass die Serie doch noch länger geht, als die drei Episoden im Januar!

Mal im Vertrauen, Joss, muss das wirklich sein? Warum nicht gleich so? Warum erst so lange Durchschnittsware abliefern und dann wenn es schon viel zu spät ist, auf einmal solche Episoden aus dem Hut zaubern?

Ich versteh das nicht.

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Hirngabels lyrikähnlicher Adventskalender – 21.12.

Hard ways of desire

Oh, I shit on your boyfriend,
I want you to hold MY hand.
All they say is: you don’t want me.
But I don’t mind cause I am free.
Free of responsability,
I am reigned by sexuality.

Oooh…

I want you in my bed,
Cause I’m not kind, but mad.
You always played with me,
And send these signs to me.
I was just a toy for you,
Only my true love was true.

Oooh…

But now things have changed,
I have things arranged,
I’m no more the man I used to be,
And you are now a cup for me.
Come in my room, and feel my fire,
This is your hard way of desire.

Oooh…

You treated me like your friend,
Played with my heart like a ball,
Seemed that I am in your hand,
Seemed you smashed me at the wall.
But now you only fear my desire,
Burning in you like a fire.

Oooh…

Fuck off your “good friends”,
I will take your hands.
I will pull you on my bed,
Close the door, and treat you bad.
Now you can turn pain into lust,
When you lay down and smell the dust.

[Rechtehinweis: Text ist Eigentum des Autors dieser Webseite und darf nur unkommerziell, unter Verwendung der Quellenangabe weiterverwendet werden. Für alle weiteren Verwendungszwecke ist Rücksprache mit dem Autor (siehe Impressum) zwingend notwendig.]

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Ein Spinatkonzert.

„Man mag es zwar nicht, aber es tut einem zumindest gut.“

So lautete die Selbstbeschreibung des Musikers Bernd Begemann im Laufe seines gestrigen Auftritts in Köln über selbiges Konzert – und kokettierte damit doch sehr heftig. Denn wenn man dem Enthusiasmus des gut gefüllten Publikums in der Kulturkirche in Köln-Nippes Glauben schenken durfte, dann wurde der Auftritt des Entertainers Begemann und seiner Band „Die Befreiung“ sehr gemocht. Gut tat es natürlich auch – denn Lachen ist schließlich sehr gesund.

Bernd Begemann (2.v.l.) & Die Befreiung

Die meisten der Leser hier werden jetzt aller Voraussicht nach sagen: Bernd Wer? Denn obwohl Begemann seit mittlerweile mehr als 20 Jahren aktiv im Musikbusiness unterwegs ist und für eine gewisse Musikrichtung durchaus mitprägend war, so ist er selbst doch immer eher ein kleiner Held weit abseits des Mainstreams gewesen. In den 80er Jahren war er Mitbegründer des Labels „Fast Weltweit“, das stilprägend für die Hamburger Schule war und aus deren Umfeld Bands wie Blumfeld oder Die Sterne entstanden sind.

Begemanns Band aus der damaligen Zeit, „Die Antwort“, löste sich dann in den 90ern irgendwann auf und seitdem ist er vorwiegend als Solokünstler unterwegs, bzw. seit seiner Zeit beim Hamburger Label „Grand Hotel van Cleef“ auch teilweise mit Unterstützung der Band „Die Befreiung“, die insgesamt aus drei Mitgliedern (Keyboard, Bass/Gitarre, Schlagzeug) besteht.

Aber gut, wer will, der kann das alles natürlich auch bei Wikipedia nachlesen…

Das Konzert am gestrigen Abend jedenfalls war schon unser zweiter Versuch*, ein Begemann-Konzert zu besuchen, was im ersten Anlauf vor ca. 5 Jahren allerdings daran scheiterte, dass wir uns dachten, er sei so unbekannt, dass es schon klappen würde, ohne Ticket zur Location zu gehen. Leider Pustekuchen, denn der Veranstaltungsort war mit einer Kapazität von 200 Zuschauern nicht gerade riesig und eine durchaus respektable Fangemeinde hat er sich dann eben doch über die Jahre erspielt. Nicht umsonst hatte sich sein Ruf, ein genialer Live-Musiker zu sein, ja auch bis zu uns herumgesprochen.

Gestern aber waren wir vorbereitet und stapften mit vorher erstandenen Tickets pünktlich zum auf der Karte angegebenen Einlassbeginn um 18.30h durch den Schnee im frostigen Nippes zum Veranstaltungsort – nur um dann festzustellen, dass die Pforte noch verschlossen war, sonst nur ein Mädel herumstand und die Band gerade beim Soundcheck war. Im Angesicht der -15°C drehten wir also um und gingen zur nächsten Eckkneipe auf einen Kaffee und ein Kölsch, sowie die erste Halbzeit von Stuttgart gegen Hoffenheim.

Nach dem mich überaus glücklich machenden Ausgleichstor durch Maicosuel in der 44. Minute, ging es wieder zurück zum Veranstaltungsort und es war glücklicherweise noch nicht übermäßig gefüllt, so dass sich ein Platz in der ersten Reihe ergab – direkt über einem Heizungsausgang. Ein Aspekt, der von einem kaum zu überschätzemdem Wert ist, angesichts der sibyrischen Aussentemperaturen und einem Konzert, dass in einer neogotischen Kirche stattfand.

In der Tat ist die Kulturkirche nicht einfach nur ein bloßer Name und erfreulicherweise handelt es sich bei der Kirche tatsächlich um einen klassischen Bau und nicht um einen dieser modernen trendy Neubauten, sondern eben ein 120 Jahre altes neogotisches Gebäude, das einen mehr als passenden stimmungsvollen Rahmen für den getragenen, sehnsuchtsvollen Sound zahlreicher Songs wie beispielsweise „Bleib zuhause im Sommer“. Aber auch die schnelleren, swingenden und rockenden Songs kamen adäquat kraftvoll in den hohen Gemäuern rüber und brachten uns im Publikum auf den Kirchenbänken anständig zum Wippen.

Doch aus noch einem weiteren Grund war die Kirche ein durchaus passender Rahmen, denn Bernd Begemann habe ich im ersten Absatz nicht umsonst einen „Entertainer“ genannt, schließlich ist es neben der guten Musik und den intelligenten Texten vor allem die extreme Bühnenpräsenz der Rampensau Begemann, die einen Konzertbesuch so lohnenswert machen. Und wenn er dann zwischen oder auch während der Songs beinahe anfängt über irgendwelche Themen zu sinnieren oder zu „predigen“, dann  passt das eben sehr gut an einen solchen Ort.

Die derzeitige Tour steht zwar ganz im Zeichen des neuen Albums „Ich erkläre diese Krise für beendet“ (sowas wie der inoffizielle Nachfolger seines 93er-Albums „Rezession, Baby“…), doch die Setlist des Abends umfasste nur einen Teil dieser neuen Stücke. So wie beispielsweise die gutgelaunte Single „Die neuen Mädchen sind da“, das verträumte „Sie gehört den Sternen“, das treibende „Sie redet Revolution“ und vor allem natürlich das ganz wunderbare „Du bist mein Niveau“. Und ja, man kann einen gewissen Themenschwerpunkt durchaus erkennen, wenn man sich diese Titel so anschaut. Aber gut, alleine mit diesem Thema kann man ja auch Berliner Olympiastadien füllen und MediaMarkt-Werbeverträge bekommen. (Es sei an dieser Stelle aber auch einfach noch mal Begemann aus seiner Anmoderation für „Du bist mein Niveau“ zitiert: „Mario Barth hat unrecht.“ Punkt.)

Abgesehen von diesen ca. Dreiviertel des neuen Album (das sehr schöne, aber dennoch leicht alberne „Wir Drei“ sollte noch erwähnt werden), die so etwas wie das Gerüst des gestrigen Abend bildeten, gab es allerdings allem Anschein nach keine wirkliche Setlist im klassischen Sinne. Begemann kam zwar zu Beginn des Konzerts mit einem Zettel auf die Bühne den er vor sich legte – dieser war allerdings ca. Größe DIN A1 und komplett in relativ kleiner Schriftgröße bekritzelt und listete mit Sicherheit weder alle Songtexte des Abends (zu wenig Platz) noch alle gespielten Songs (zu wenig Text) auf. Meine Vermutung ist eher, dass es sich dabei um eine Auswahl von ca. 100 (?) Songtiteln  handelt, so mehr oder weniger als Gedankenstütze, schätze ich. Bestätigt wird das zumindest, dass sehr viele Songs an diesem Abend so wirkten, als ob sich Begemann spontan dazu entschied, diesen oder jenen jetzt zu spielen und darüber dann die Band informierte – die an diesem Abend übrigens Keyboarderlos war (was eine prima Rahmenstory für „Unsere Band ist am Ende ergab).
Also, natürlich auch abseits der Songs, die er Zuschauerzuruf spielte, was so ca. 5-6 mal im Laufe des rund dreistündigen Konzerts der Fall war und zu einigen schönen Situationen der Interaktion zwischen Künstler und Publikum führte.

Um es zum Ende hin kurz zu machen: Es war ein wirklich exzellentes Konzert, dass mir extrem großen Spaß bereitet habe und ich kann nur jedem ans Herz legen, der etwas für deutschsprachigen Indie-Pop-Rock und die Hamburger Schule übrig hat, ein Konzert von Bernd Begemann zu besuchen. Es wird unter Garantie ein äußerst vergnüglicher Abend!

Zum Abschluss gibt es daher noch ein Video der aktuellen Singe „Die neuen Mädchen sind da“ versehen mit dem Hinweis, dass ich selbst Begemann aus dem Studio lediglich das Prädikat „gut“ verleihen würde, live aber eben ein „absolut großartig“.

PS: Neben dem ersten Konzertbesuch gab es übrigens noch ein weiteres erstes Mal an diesem Abend. Denn zum ersten Mal habe ich einem professionellen Musiker ins Gesicht gesagt, dass ich seine Musik mal illegal runtergeladen habe. Kann ich ebenfalls nur empfehlen, mal zu machen, gibt lustige Reaktionen (Finger in die Ohren und „lalalala“ rufende Musiker zum Beispiel).

PPS: Bernd Begemann hat übrigens auch einen Podcast, in dem er gemeinsam mit einem Bandkollegen und einem Filmemacher Filme bespricht.

*) Der Vollständigkeit halber sei zumindest noch kurz erwähnt, dass ich Begemann zumindest schon mal live vorher gesehen habe. Denn er hatte vor einigen Jahren mal einen Kurzauftritt im Rahmen der wunderbaren „Sarah Kuttner Show“ zu der Zeit als auf deutschen Musiksendern auch tagsüber noch Musik eine Rolle ausserhalb von Klingeltonreklamen fand und bei dieser Show saß ich im Publikum. Toller Auftritt aber natürlich viel zu kurz, um ihn wirklich beurteilen zu können. Immerhin hat er sich noch ein kurzes Wortgefecht mit Ferris MC geliefert, der sich damals aber auch dermaßen asozial benommen hatte, dass sogar ich ihn im Laufe der Sendung ausbuhen musste (was mich dann zumindest mal für einen kurzen Moment ins Bild brachte, nachdem mich die Kameramänner zuvor konsequent zugunsten der hübschen Mädels in den anderen Sofas und Sesseln ignorierten – ha, ihr seid so berechenbar, ihr Aufmerksamkeitshuren!)

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Hirngabels lyrikähnlicher Adventskalender – 19.12.

Teddy B.

I was a boy of seven years,
I had no sorrows and no fears.
No idea why, there’s night and day,
Cause I had lots of toys to play.
My teddy was my special friend,
Until it came to a sudden end…

Oh no, he killed my teddy bear!
His head was flying through the air.
He treated him so damn unfair.
It was the day he killed my teddy bear.

This tragical Sunday afternoon,
I went upstairs, to clean my room,
But as I looked through the opened door,
I saw my brother kneeling on the floor,
With a lighter in his right hand,
He wanted to seal my teddy’s end.

Oh no, he killed my teddy bear!
His head was flying through the air.
He treated him so damn unfair.
It was the day he killed my teddy bear.

[Rechtehinweis: Text ist Eigentum des Autors dieser Webseite und darf nur unkommerziell, unter Verwendung der Quellenangabe weiterverwendet werden. Für alle weiteren Verwendungszwecke ist Rücksprache mit dem Autor (siehe Impressum) zwingend notwendig.]

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Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Gossip Girl, Grey’s Anatomy, Heroes, House.

In dieser Rubrik wird es, ähnlich wie im letzten Jahr, wieder meine Eindrücke zu den Serien geben, die ich in den letzten rund 12-15 Monaten gesehen habe. Meine Einschätzungen sind subjektiv, aber unumstößlich und können sich auch durchaus mal auf Serienstaffeln beziehen, die schon etwas älter sind. In alphabetischer Reihenfolge wird es hier nach und nach kurze Kommentare zu jeder dieser Serien geben.

Bisher besprochen:

Die „Misfits“
Being Erica
Better Off Ted
The Big Bang Theory
Breaking Bad
Burn Notice
Californication
Chuck
Crusoe

Damages
Dexter

Dollhouse
Drop Dead Diva
Friday Night Lights
Fringe

Gary Unmarried
Greek

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Heute mal noch kürzer gefasst als sonst.

Gossip Girl

Dass Gossip Girl schon in der ersten Staffel mehr oder weniger nur als „Guilty Pleasure“ rangierte, hatte ich ja bei meinem damaligen Eintrag schon klargestellt. Bei der zweiten Season hat leider der Pleasure-Faktor für mich etwas nachgelassen, da es für meinen Geschmack doch etwas zu sehr ins „soapige“ abdriftete und es viel aus Off-and-On-Beziehungsgeschichten (Blair & Chuck, Dan & Serena) bestand, die mich zeitweise etwas anödeten. Vielleicht fiel es mir diesmal auch nur mehr auf, weil der Reiz des Neuen dieses Mal im Gegensatz zur ersten Season natürlich weg war. Mal schauen, wie es mit Staffel 3 ausschaut. Die liegt aber derzeit bei mir noch in der Warteschleife.

Meine Wertung: 6 von 10 Gabeln [für Season 2]

Grey’s Anatomy

Zur vierten Staffel schrieb ich, dass ich mich kaum noch an Details der Season erinnern könnte, sie aber dennoch wieder mal gerne geschaut hätte. Gleiches gilt im Grunde auch für die zurückliegende 5. Staffel, wenngleich diesmal ein paar mehr Erinnerungen hängen geblieben sind. Was unter anderem sicherlich damit zusammenhing, dass mit Owen Hunt (Kevin McKidd) und Arizona Robbins (Jessica Capshaw) zwei Charaktere reingeschrieben wurden, die der Gesamtdynamik der Serie ganz gut getan haben. Lediglich die zunehmenden „Erscheinungen“ von Denny Duquette waren zeitweise doch ein wenig störend. Ansonsten ist aber eigentlich alles wie immer: Interessant zu sehen, gut gemacht und ein sehr anständiger Soundtrack.

Meine Wertung: 7 von 10 Gabeln [für Season 5]

Heroes

Wenn wir (also ich) darüber schreiben, dass Serienstaffeln in der Erinnerung doch schnell verblassen bzw. zu einem nicht mehr großartig zuordenbaren Szenenstrom im Kopf werden, dann kommen wir natürlich nicht umhin, auch Heroes zu erwähnen. Denn ganz ehrlich habe ich irgendwann zwischen all den Zeitreisen, Charakterwechseln und sonstigen Wirrungen mal spontan den Überblick verloren und bin an einen Punkt gelangt, an dem ich mich entschieden habe, mich einfach nur noch durch die Handlung treiben zu lassen – was ganz gut funktioniert. Rein in popcorntechnischer Hinsicht macht die Serie nämlich immer noch ziemlich viel Spaß und lässt sich halt ganz gut weggucken, wenn man nicht mehr zwanghaft versucht jeden einzelnen Handlungsfaden versucht in den Fingern zu behalten. Die Schauwerte sind dabei einfach nach wie vor stark genug.

Meine Wertung: 8 von 10 Gabeln [für Season 3]

House, MD

Nach dem kleinen Reboot der Serie in der sehr gelungenen Staffel 4, die von einem grandiosen Finale gekrönt wurde, bewegte sich die 5. Season insgesamt auf einem etwas niedrigeren, aber dennoch konstant zufriedenstellendem Niveau. Es wird wieder etwas mehr der Schwerpunkt auf die wöchentlichen Fälle gelegt, wobei mit der Krankheit von Thirteen, dem „Verschwinden“ von Wilson und Houses Verhältnis zu Cutty natürlich auch noch nebenbei genügend Spannungsfelder vorhanden sind, um die Serie auch im großen Kontext voranzubringen. Erst kurz vor Ende der Staffel wird mit dem plötzlichen Selbstmord eines Teammitglieds aprupt ein völlig neues Moment in die Serie reingebracht. Unabhängig davon bot allerdings Staffel 5 mit der Folge „Locked in“ mit Mos Def in der Hauptrolle eines der absoluten staffelübergreifenden Highlights, das mich wirklich schwer beeindruckt hat. Und auch insgesamt bin ich sehr beeindruckt, wie konstant hoch die Macher das Niveau der Serie nun schon seit über 5 Staffeln halten, obwohl es eigentlich ein relativ klassisches Procedural ist.

Meine Wertung: knappe 9 von 10 Gabeln [für Season 5]

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