Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Gary Unmarried, Greek.

In dieser Rubrik wird es, ähnlich wie im letzten Jahr, wieder meine Eindrücke zu den Serien geben, die ich in den letzten rund 12-15 Monaten gesehen habe. Meine Einschätzungen sind subjektiv, aber unumstößlich und können sich auch durchaus mal auf Serienstaffeln beziehen, die schon etwas älter sind. In alphabetischer Reihenfolge wird es hier nach und nach kurze Kommentare zu jeder dieser Serien geben.

Bisher besprochen:

Die „Misfits“
Being Erica
Better Off Ted
The Big Bang Theory
Breaking Bad
Burn Notice
Californication
Chuck
Crusoe

Damages
Dexter

Dollhouse
Drop Dead Diva
Friday Night Lights
Fringe

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Gary Unmarried

Der drohende Tod der klassischen Multi-Kamera Sitcoms wurde in den vergangenen Jahren ja gerne immer wieder thematisiert, und einige Beispiele sprachen ja durchaus dafür, dass diese altbackene Variante irgendwann mal aus den Sendeplänen der Networks verschwindet. Vor allem natürlich diejenigen Sitcoms an denen Kelsey Grammer mitwirkte, wie „Back to you“ im letzten oder „Hank“ in diesem Jahr.

Nichtsdestotrotz gab es in den letzten Jahren auch immer wieder positive Beispiele von Sitcoms, die Anklang beim Publikum fanden. Ein Neustart aus dem vergangenen Jahr, dem dies durchaus achtbar gelang, war mit Sicherheit „Gary Unmarried“, eine völlig konventionelle Sitcom über Gary, einen Anstreicher mit zwei pubertierenden Kindern, der sich gerade von seiner Frau Allison geschieden hat. Die Serie thematisiert nun Garys Leben als quasi-alleinerziehender Vater, seiner neugewonnenen Freiheit auf dem „Datingmarkt“ und natürlich dem ewigen Kampf gegen seine Ex-Frau.

Wie soeben erwähnt, ist Gary Unmarried durchweg konventionell, aber dennoch in meinen Augen sehr charmant, was zum Einen mit Sicherheit an Jay Mohr liegt. Sein Gary bringt den Balanceakt zwischen väterlichen Pflichten und den oftmals tapsig wirkenden Versuchen des Hörnerabstoßens überaus sympathisch und glaubhaft rüber, da man Mohr sowohl die Vaterfigur als auch den leichtlebigen „Slacker“ absolut abnimmt. Zudem bietet die Konstellation der Scheidung die Möglichkeit, dass die gegenseitigen, durchaus bissigen Beleidigungen zwischen Gary und Allison authentischer rüberkommen als das normalerweise bei verheirateten Ehepartnern in vielen Sitcoms der Fall ist, die sich die bissigen Kommentare oftmals ebenso an den Kopf werfen – aber eben verheiratet sind, wodurch es manchmal doch etwas übertrieben erscheint.

Machte das jetzt irgendwie Sinn? Naja, jedenfalls mag ich die Serie wirklich gerne und kann sie als kleinen, unterhaltsamen 22 Minuten-Happen wirklich empfehlen. Keine große Kunst, aber das muss man ja auch von Sitcoms nicht unbedingt erwarten. Neben Mohr sind auch die meisten anderen Rollen, gerade auch die beiden Kinder sehr gut besetzt und Erziehungs- wie Beziehungssituationen bieten ausreichend Spannungsfelder für witzige Geschichtchen.

Meine Wertung: 7 von 10 Gabeln [für Season 1]

Greek

Ich muss an dieser Stelle mal ganz ehrlich sein: Es fällt mir sehr schwer, etwas zur zweiten Staffel von Greek zu schreiben, ohne dass ich jetzt allzu sehr in inhaltliche Beschreibungen der Geschichte abdrifte. Schließlich habe ich die wesentlichen Fakten zum Inhalt von Greek, sowie meine gefühlsmäßige, wie sachliche Einschätzung zur Serie (1. und 2. Staffel unterscheiden sich da kaum, gilt also nach wie vor), schon im letzten Jahr ausführlich genug notiert.
Wer sich an diesen Text nicht mehr erinnern kann und die Serie noch nicht kennt, dem sei ein Klick und ein Blick auf jeden Fall nochmal dringendst ans Herz gelegt. Denn so uninspiriert ich beim Verfassen dieses Textes bin, so extrem viel Spaß macht es doch, diese Serie zu gucken.

Es gibt wohl wenig Serien (vielleicht noch HIMYM und CHUCK), die ich so gerne anschaue und so schnell es geht, in den Player schiebe. Ich fühle mich einfach pudelwohl, wenn ich wieder einmal in die Welt der Cyprus-Rhodes University „abtauchen“ kann und mich von den bunten, leichtfüßig inszenierten Geschichten rund um die Studentenverbindungen Kappa Tau, Zeta Beta Zeta und Omega Chi unterhalten lassen kann.

In Season 2 werden selbstverständlich all die Beziehungsgeschichten aus der ersten Staffel weitergeführt, hinzu wird -auf altbekannt unterhaltsame und witzige Weise- dieses Mal ein klassischer Klischee-Geheimverbund a la Skulls & Bones (oder Steinmetze) eingeführt und die ZBZs geraten in ernsthafte politische Schwierigkeiten, nachdem sich ein Teil des Hauses abspaltet und eine neue Sorority gegründet wird.

All das wird Euch vermutlich nichts sagen, da die Serie nach wie vor ein -meiner Meinung nach völlig ungerechtfertigtes- Schattendasein fristet, aber vertraut einfach meinem Wort: Traut Euch mal an die Serie heran, denn sie füllt, zumindest für mich, thematisch wirklich perfekt ein Loch, da das College-Leben in der momentanen US-Serienwelt quasi gar nicht abgedeckt wird. Die Serie ist teilweise ein bisschen soapig, aber die Charakterzeichnung ist wirklich hervorragend und authentisch, die Musikauswahl ist exzellent und die Inszenierung wunderbar locker, ohne aber die gefühlvollen Momente zu vernachlässigen.

Mal schauen, ob es nach Staffel 3 noch weitergehen wird, da die Quoten zuletzt doch etwas eingebrochen sind und es fraglich ist, ob ABC Family die Serie weiterführen will. Dennoch lohnt es sich, da auch so schon über 60 Episoden zusammengekommen sind (sofern nicht überraschenderweise ein vorzeitiger Abbruch der Serie zustande kommt – aber so mies sind die Quoten dann auch wieder nicht).

Meine Wertung: Starke 8 von 10 Gabeln [für Season 2]

3 Kommentare

Eingeordnet unter Serientäter

3 Antworten zu “Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Gary Unmarried, Greek.

  1. Zu den Serien kann ich nun gar nichts sagen. Du aber auch immer mit deinen Exoten…😉

  2. Irgendwie muss man ja schließlich auf 44 Serien kommen… ^^
    😀

    Aber zumindest Greek solltest Du mal im Hinterkopf behalten. So für irgendwann…

  3. Pingback: Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Der ganze Rest. « Hirngabel. Reisen, Leben, Popkultur.

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