Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Dollhouse, Drop Dead Diva.

In dieser Rubrik wird es, ähnlich wie im letzten Jahr, wieder meine Eindrücke zu den Serien geben, die ich in den letzten rund 12-15 Monaten gesehen habe. Meine Einschätzungen sind subjektiv, aber unumstößlich und können sich auch durchaus mal auf Serienstaffeln beziehen, die schon etwas älter sind. In alphabetischer Reihenfolge wird es hier nach und nach kurze Kommentare zu jeder dieser Serien geben.

Bisher besprochen:

Die „Misfits“
Being Erica
Better Off Ted
The Big Bang Theory
Breaking Bad
Burn Notice
Californication
Chuck
Crusoe

Damages
Dexter

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Dollhouse

Joss Whedon zählt in meiner „Peer Group“ ja schon zu so etwas wie den popkulturellen Göttern – für mich nicht ganz so, dennoch respektiere ich sein Werk und habe Firefly wirklich beeindruckend gefunden, sowie Dr. Horrible geliebt (und ja, Buffy habe ich nie wirklich gesehen).
Mit seinem neuesten Projekt „Dollhouse“ hat er im vergangenen Jahr dann bei FOX wieder eine Serie an den Start gebracht, dass bei vielen Fans vorab für feuchte Höschen gesorgt hat – bei der Ausstrahlung aber doch auch für einige Enttäuschungen. Dass die Geschichte über eine Organisation, die programmierbare Menschen für gefährliche Missionen (oder auch sexuelle Aktivitäten) „verleiht“, zudem quotentechnisch für FOX kein richtig großer Erfolg werden würde, war dabei allerdings keine so richtig große Überraschung.
Für meinen Geschmack ist Dollhouse eine sehr ordentliche Serie gewesen, doch wenngleich sie einige vielversprechende Ansätze zeigte, hatte sie doch eben auch oftmals Leerlauf und war etwas mühselig anzuschauen.

Meine Wertung: 6 von 10 Gabeln [für Season 1]

Drop Dead Diva

Wenn man ein Serienjunkie ist, wie ich es bin, dann kommt es manchmal durchaus vor, dass man auch über Serien stolpert, die einem nicht so hundertprozentig zusagen, aber dennoch hängen bleibt. Entweder aus Gründen des Fantums, oder aus Gründen, weil man bestimmte Darsteller(innen) großartig findet – oder einfach weil grade Sommerpause ist und sowieso nicht viel anderes in dem Bereich gerade läuft. So verhält es sich dann auch in diesem Fall, bei der Serie „Drop Dead Diva“, die auf dem kleinen Frauensender Lifetime während dieses Sommers (und Frühherbstes) ausgestrahlt wurde. Drop Dead Diva startet im Piloten mit dem bloden Model Deb Dobson, die einen schweren Autounfall erleidet und stirbt. Nachdem sie in ihrem Leben eher oberflächlich war und weder gute noch schlechte Taten vollbracht hat, wird sie an der Himmelspforte als „Null“ eingestuft, was ihr nicht so richtig gefällt, so dass sie am Computer des zuständigen Himmelsbeamten auf den „Return“-Knopf drückt – und prompt wieder auf die Erde zurückgeschickt wird. Aber selbstverständlich nicht in ihren eigenen Körper, sondern in den einer übergewichtigen, aber intelligenten Anwältin namens Jane Bingum, die sich gerade kurz zuvor in einen Pistolenschuss geschmissen hatte und tödlich verwunden worden war. So muss sich die oberflächliche Deb nun einerseits gegen die (auch eigenen) Vorurteile gegenüber ihrer Figur zu Wehr setzen und gleichzeitig den ungewohnten Job als Anwältin meistern.
Nicht leichter wird das natürlich dadurch, dass der neue Angestellte der Kanzlei Grayson Kent ausgerechnet Debs Ex-Freund ist, dem sie sich als Jane aber selbstverständlich nicht wirklich nähern kann.
Diese klassische Bodyswitch-Geschichte ist in ihren besten Momenten durchaus gewitzt und manchmal clever inszeniert, aber die Produzenten machen es sich und ihrer Protagonistin doch gerne auch mal sehr einfach und viele Fälle wirken doch etwas an den Haaren herbeigezogen in ihren direkten Verbindungen zum Leben von Jane und/oder Deb. Leichte Kost für zwischendurch halt und in den USA hatte die Serie für den Kanal Lifetime sogar ausserordentlich großen Erfolg, auch dank einiger Gastauftritte bekannterer Stars, wie beispielsweise Paula Abdul.

Meine Wertung: 5 von 10 weiblichen Gabeln [für Season 1]

13 Kommentare

Eingeordnet unter Serientäter

13 Antworten zu “Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Dollhouse, Drop Dead Diva.

  1. Als Whedon-Verehrer muss ich da doch starken Widerspruch einlegen. Mir hat auch „Dollhouse“ exzellent gefallen und ich bin immer noch etwas erschüttert, dass die Serie schon wieder abgesägt wurde.

  2. Nee, da bist Du leider völlig verblendet. Die Serie hat, wie geschrieben, einige wirkliche Highlights – aber eben doch auch äusserst viel Leerlauf und teils komplette Füllerepisoden, die quasi nix zur Geschichte und zur Mythologie beitragen.
    Was ich aber sagen muss: Die zweite Staffel ist bislang merklich stärker.

    Fanboy, Du… =)

  3. Alleine die nachgeschobene Episode „Epitaph One“ war so genial, dass die ganze Serie auf ein neues Level gehoben wurde. Was da an Potential drinsteckt. Unglaublich. Und nun: Wieder nix.

  4. Bezieht sich das „Und nun: Wieder nix.“ auf die bisherige Staffel 2? Das würde ich dann aber so nicht unterschreiben, da sie mir bislang, nicht zuletzt wegen „Vows“ doch recht gut gefällt.

  5. Nein, das bezieht sich allein auf die Absetzung, denn von der zweiten Staffel habe ich noch nichts gesehen. Freue mich aber drauf!

  6. Pingback: Hirngabels kleiner Serienguide zur Season 08/09: Friday Night Lights, Fringe. « Hirngabel

  7. Wenn man ganz ehrlich ist, dann war es ja schon eine ziemliche Überraschung, dass es überhaupt zu einer zweiten Season langte. Mit der Verlängerung hätte ich bei den Quoten nun nicht unbedingt gerechnet.

    Schauen wir mal, was von Whedon als Nächstes kommt. Freue mich jedenfalls zunächst mal schon sehr auf die nächste äh Episode/Staffel/Ausstrahlung/whatever von Dr. Horrible!

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  11. Seltsam, daß hier Dollhouse, obwohl es noch läuft, schon im Plusquamperfekt verhandelt wird. Das scheint sich nämlich jetzt gegen Ende erst zur vollen Pracht zu entfalten.

    Und auch inhaltlich gab’s da mehr als nur Ansätze:

    http://www.classless.org/2010/01/13/madchen-fur-alles/

  12. Hi classless,

    Wie oben geschrieben geht es in der Bewertung in der Tat nur um die erste Staffel, von der ich doch einigermaßen enttäuscht war. Und zum Zeitpunkt, als ich den Text hier geschrieben habe, hatte ich von Staffel 2 nicht wirklich viel gesehen.

    Auf jeden Fall gebe ich Dir recht, dass die Vergangenheitsform nicht ganz angebracht war, denn auch ich bin komplett begeistert von dem, was Whedon in der zweiten Staffel daraus gemacht hat, wie hier zu lesen.
    Aber das konnte man nach der ersten Staffel auch nicht unbedingt erwarten.

  13. raoara

    ich bin gerade über google hier gelandet und muss mich auch als „drop dead diva“ fan outen. bin eben auch durch das alltägliche zappen bei sky hängengeblieben und seh mir die serie seitdem schon mal öfters an.
    ist witzig und frech und das gefällt mir total!
    p.s. schöner und sehr informativer blog!

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