Die Spätzlegabel – Bundesliga, ST18: Borussia Mönchengladbach.

spatzlegabel2-0Nachdem ich am vergangenen Dienstag den Katastrophenfilm „FC Bayern oder Wie ich lernte die Winterpause zu hassen“ miterleben musste, war mein verhaltener Optimismus, den ich mir im Laufe der letzten zwei Monate aufgebaut hatte, schnell wieder verflogen. Dementsprechend ängstlich wartete ich nun also auf den Rückrundenauftakt.

Bundesliga, Spieltag 18: VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 2:0 ( o : o )

Und die Skepsis war auch durchaus berechtigt, denn nach dem Pokal-Debakel war die Verunsicherung des Teams doch allgegenwärtig. Dementsprechend war der Auftritt gegen ein Team, das vor allem zur Destruktion aufgestellt worden war, auch ein sehr langes Gewürge. Das war schon häufiger gegen die Teams aus der unteren Hälfte so und es beruhigt mich letztlich doch, dass wir gegen Ende doch zumeist den Weg zum Tor finden.

Zumindest muss man den Borussen zu gute halten, dass sie immerhin ab und an den Weg nach vorne suchten (und vereinzelt sogar fanden), so dass man trotz einer Aufstellung mit Libero (!), die mich fast zur Verballhornung „Borussia Mönchengriechbach“ verleitet hätte, nicht davon sprechen kann, dass sie sich nur eingeigelt hätten. Denn sie verstanden es durchaus die durch unsouverän und weitestgehend kopflos agierende Stuttgarter entstehenden Räume zu nutzen.

Insgesamt war es nämlich einfach ernüchternd, wie schwer sich Stuttgart über die meiste Zeit wieder tat. Natürlich war es ein Fortschritt im Gegensatz zum Dienstag (alles andere wäre aber auch schon nahe in den Bereich des Kündigungsgrundes gerückt), aber unter dem Strich doch auch ein Rückfall in die Phase der Saison als Veh noch am Ruder war. Und das ist etwas, was mir gerade überhaupt nicht schmeckt.
Aus diesem Grunde habe ich momentan nämlich auch so gut wie keinerlei Hoffnung, was das nächste Spiel gegen Leverkusen angeht. Alles andere als eine klare Niederlage gegen die agilen, gut kombinierenden Pillendreher wäre meines Erachtens schon eine ziemliche Überraschung.

Und das ist eigentlich sehr ärgerlich, schließlich hat sich die Tabelle an diesem Wochenende absolut zum positiven für Stuttgart gewandelt. Die unmittelbaren Tabellennachbarn haben ALLESAMT Punkte gelassen, während wir drei Zähler verbuchen konnten. Wenn nun also noch ein Sieg gegen Leverkusen folgen würde, dann würde Stuttgart plötzlich wieder in absolute Schlagdistanz zu den UEFA-Cup-Plätzen gelangen – zumal die Dortmunder gegen Bayern ran müssen und sich mit Schalke und Bremen direkt zwei kriselnde Konkurrenten direkt duellieren.

Wie ihr schon merkt bin ich derzeit insgesamt ein wenig lustlos. Diese beiden Spiele haben mir irgendwie sehr die Laune abgetötet und obwohls eigentlich noch alles halbwegs positiv ausschaut, bin ich derzeit nicht so recht positiv gestimmt.

Also, VfB: Bringt mir die gute Laune wieder, indem ihr nächste Woche endlich einmal Anlass zur Hoffnung gebt und die Leverkusener putzt!!

Das einzige was ich vielleicht noch loswerden möchte an Markus Babbel: Bitte weiterhin auf Martin Lanig setzen!

Nationalstürmer-Effektivitäts-Watch

Viel ist in der ersten Fußball-Woche 2009 im NEW-Ranking eigentlich nicht passiert, da die überwiegende Mehrheit trefferlos geblieben ist und sich dadurch kaum Änderungen ergaben. Das einzig bemerkenswerte war sicherlich, dass zum einen Patrick Helmes durch zwei weitere Pflichtspieltore seine Führung in dieser Rangliste noch ausbauen konnte und zudem Gomez durch ebenfalls zwei Treffer nun zu Miroslav lose aufschließen konnte, für den diese Woche eher mau lief. Gomez jedenfalls knüpft nahtlos an seine überragende Trefferquote aus 2008 auch im neuen Jahr an.

1. Patrick Helmes – 23 Spiele / 15 Tore / 4 Torvorlagen => NEW-Faktor 2,13
2. Miroslav Klose – 30 / 16 / 9 => 1,90
Mario Gomez – 31 / 18 / 5 => 1,90
4. Stefan Kiessling* – 21 / 9 / 6 => 1,57
5. Jan Schlaudraff* – 15 / 6 / 1 => 1,27
[ Kevin „Kneifer“ Kuranyi – 28 / 9 / 5 => 1,14]
6. Lukas Podolski – 20 / 7 / 1 => 1,10
7. Sebastian Freis* – 20 / 6 / 0 => 0,90
8. Mike Hanke* – 17 / 3 / 1 => 0,59
9. Aaron Hunt* – 19 / 2 / 3 => 0,47
10. Gerald Asamoah* – 20 / 3 / 0 => 0,45

7 Kommentare

Eingeordnet unter Ballgefühl

7 Antworten zu “Die Spätzlegabel – Bundesliga, ST18: Borussia Mönchengladbach.

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  3. “FC Bayern oder Wie ich lernte die Winterpause zu hassen” – sehr schön (formuliert, meine ich).

    oh, sehe gerade, dass bei Dir auch was von „Schlagdistanz“ steht.. hab ich nicht abgekupfert, ehrlich😉

  4. Danke fürs Kompliment. Das ist dann aber auch der einzige stilistische Geistesblitz in diesem Eintrag. Der Rest des Posts ist irgendwie sehr zerfahren – hab mich da wohl dem Niveau des Spiels angepasst…

    Keine Sorge, „Schlagdistanz“ ist ja nun auch wirklich eine absolute Standardfloskel des Sportjournalismus. =)

  5. Ute

    Na toll, wäre kicker deiner Bewertung gefolgt, hätte meine Mannschaft mehr als lumpige 7 Punkte,😦

  6. Im kicker-Managerspiel? Oder welche Mannschaft meinst Du?

  7. Ute

    Ja, weißt du, da gibts so Mannschaften, die sich anlegen lassen.😉
    Ich kriege es selten hin am Freitag zu schauen, wer überhaupt spielen kann. Noch viel weniger lese ich so insgesamt oder verfolge genauer was so passiert, deshalb hält sich meine Trefferquote bei der Wahl meiner Jungs in Grenzen.
    Aber dieses Mal hatte ich geschaut, ich hatte an den Transfer gedacht, alle konnten spielen und dann 7 Punkte ist nicht nett.😦

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