Den Anschluss verloren…

Nein, nein, das hier soll kein weiterer Kommentar über den Kevin aus Schalke, der sich am Samstag abend so mir nichts, dir nichts aus dem Staub machte, weil er für sich keine Perspektiven mehr in der Nationalelf sah und deshalb lieber mitten im Spiel nach Hause fuhr. Aber das Thema ist ja nun auch eigentlich schon wieder durch und das Thema Kuranyi wird sich für die Nationalmannschaftsebene erledigt haben – bis er drei Jahre hintereinander Torschützenkönig der Bundesliga geworden ist, Bierhoff sich einen Job im aufstrebenden Investment-Banken-Sektor genommen hat und Jogi Löw mit England Europameister 2012 geworden ist.

Nein, heute muss ich mich mal kurz ein wenig selbst therapieren. Denn wir haben bei uns im Büro doch tatsächlich seit zwei Tagen keinen Internetzugang. Scheinbar war unser Router im Laufe des Wochenendes abgeraucht, so dass wir gestern morgen den Support unseres Anbieters Netcologne rufen mussten, der einen Techniker zu uns schickte, um jenen Router zu ersetzen. Dieser kam dann auch – um 18.15h, schließlich hatten wir ja angegeben, dass wir von 10-18h im Büro seien…
Der Router wurde ausgetauscht, ein funktionierendes Signal wurde von der Zentrale bestätigt und der Techniker verließ das Büro mit der Aussage, dass wir nur noch den Server neustarten müssten und sollte es wieder funktionieren.
Tat es aber nicht.

Heute morgen bekamen wir dann um kurz nach 9 Uhr einen Anruf von Netcologne, dass sie festgestellt hätten, dass der Router gestern abend tastächlich funktionierte – und zwar von 18.41h bis 18.44h; es danach aber irgendein undefinierbares Problem gab, nach dem die ganze Chose wieder nicht mehr funktionierte, so dass sie heute nochmal einen Techniker vorbeischicken müssten. Die Frage, wann denn jemand im Büro wäre, wurde wieder wahrheitsgemäß mit „bis 18 Uhr“ beantwortet.

Um 18.10h rief ich dann bei Netcologne an, um mich freundlich danach zu erkundigen, wo denn unser Techniker bliebe – der dann für ca. eine Stunde späte angekündigt wurde. Diesmal kam dieser dann sogar überpünktlich um kurz nach 19Uhr. Helfen konnte er uns dann allerdings herzlich wenig.
Laut seiner Aussage würde der Router irgendwie nicht mit dem Rest des Systems harmonieren, was sehr ungewöhnlich wäre, irgendwie „kurios“, so dass er es sich auch nicht so recht erklären konnte. So dampfte er dann nach einer guten halben Stunde wieder ab, um von ihrer Zentrale aus noch ein paar Sachen am Port (oder so) rumzuprobieren. Andernfalls würden wir morgen halt einen neuen, anderen Router bekommen.

Im schlimmsten Falle hätten wir dann also morgen den dritten Tag in Folge keinen Internetzugang im Büro – was eine nicht wirklich prickelnde Angelegenheit ist, denn über das Internet passiert bei uns ein Großteil des Tagesablaufs. Das fängt natürlich zuvorderst an bei den Emails. Gerade dadurch, dass wir vorrangig mit Kunden aus einer anderen Zeitzone zu tun haben, wo sich die Geschäftszeiten im Wesentlichen nur um ein bis zwei Stunden überschneiden, läuft der Großteil der Kommunikation meist via Email.
Dazu kommt dann aber natürlich, dass in vielen Teilbereichen das Internet zu Recherchezwecken genutzt wird. Ob das jetzt aktuelle Wirtschaftsdaten für Marktanalysen sind, Antwortensuche für komplizierte Anfragen von Reisenden oder, so wie es derzeit bei mir der Fall ist, Informationen sammeln für eine deutschsprachige Broschüre über ein kleines 200.000 Seelen-Nest in New Mexico namens Las Cruces.

Dementsprechend lästig ist es dann natürlich, wenn man längere Zeit mal ohne Internet ist, denn dann merkt man doch, wie extrem abhängig man in seinen Abläufen mittlerweile von diesem Medium geworden ist. Ich habe mich in den gut viereinhalb Jahren, die ich dort insgesamt schon tätig bin, häufiger mal gefragt, wie man die Tätigkeit früher ohne Internet sinnvoll und effizient bewältigen konnte – nun, wo ich es tatsächlich mal erleben muss, ist mir eine Antwort darauf schwieriger zu finden als je zuvor. Ohne Internetzugang geht einfach zu viel an Effizienz verloren – von der Konkurrenzfähigkeit mal ganz zu schweigen.

Für eine kurze Zeit ist es hingegen gar nicht mal so schlecht, mal nicht den Zwang zu haben, jede Email direkt beantworten zu müssen. Schließlich kann man sich so der bürointernen Kommunikation mal etwas intensiver widmen. Und vor allem: So gut aufgeräumt, wie derzeit, war unser Büro seltenst – wenngleich wir das Fassungsvermögen aller vier Papiermülltonnen um ein vielfaches überschritten haben…

Zu guter Letzt sollst Du, mein lieber Leser, der Du tatsächlich bis hierhin den Text durchgelesen hast, noch mit einer kleinen Leseempfehlung belohnt werden.
Ein Teil unserer Arbeit ist ja die, gerade unter Bloggern sehr verrufene, Pressearbeit. Dabei werden Journalisten organisatorisch dabei unterstützt, in eine Destination zu reisen, um dann anschließend einen Artikel darüber zu schreiben. Dass sowas immer auch ein gewisses Geschmäckle hat (schließlich will der Journalist ja auch die Hand, die ihn „füttert“ nicht beissen), liegt dabei in der Natur der Sache. Es stellt sich halt immer die Frage, wie gut das umgesetzt wird.
Bei folgendem Artikel ist dies meiner Meinung nach äusserst gut gelungen. Ich fand ihn jedenfalls großartig zu lesen und möchte diesen Bericht über eine Motorradreise durch Colorado daher an Euch weiterempfehlen:

5 Kommentare

Eingeordnet unter Muss man wohl dabei gewesen sein...

5 Antworten zu “Den Anschluss verloren…

  1. Oh ja, Internetausfall geht gar nicht. War bei uns glücklicherweise erst einmal der Fall, was unsere komplette Firma nahezu zum erliegen gebracht hat. Glücklicherweise hat der Ausfall nur einen halben Tag gedauert – drücke dir die Daumen, dass es wieder läuft!

  2. Läuft nicht wirklich. Geht heute in den dritten Tag ohne Internet.

    Bin daher darauf umgesprungen, die Emails von zu Hause aus zu checken. Auch eher suboptimal… Furchtbar das alles.

  3. Während ich heute morgen also die Emails von zu Hause checkte, nahm meine Kollegin mal wieder Kontakt mit Netcologne auf, wo man sich nun dazu entschieden hatte, dass man uns nicht mehr helfen könnte und das Problem bei uns läge. Sprich unser Netzwerk würde nicht mit dem Router harmonieren, deswegen sollten wir an unserem Netzwerk Änderungen vornehmen…

    Dementsprechend riefen wir dann unseren „Technik-Mann“ an, der denn auch am Nachmittag vorbeischaute, sich die ganze Geschichte anschaute, ein paar Fragen stellte – und dann extrem sauer auf Netcologne wurde.

    Denn letzten Endes war es so, dass der Router, der uns am Montagabend gebracht und installiert wurde, einfach nicht entsprechend der Vorgaben für unser System konfiguriert worden war. Für unser Netzwerk muss dem Router nämlich eine spezielle IP-Adresse zugewiesen werden, damit die anderen Rechner und Drucker (die jeweils ihre eigene IP-Adresse) das Internet ansteuern können. [Das war jetzt vermutlich total falsch, aber ungefähr so habe ich es verstanden]

    Jedenfalls fehlte die Zuweisung dieser IP-Adresse im Router, was laut der Aussage unseres Experten, jedem Techniker bei der Einrichtung, spätestens dann aber beim zweiten Besuch auffallen und von ihm dann geändert werden sollte.
    Stattdessen hatten wir eben noch einen nahezu kompletten dritten Tag ohne Internetzugang, so dass unser Experte am heutigen Nachmittag dann wieder mal bei Netcologne anrief, um ihnen zu erklären, was sie zu tun hätten.
    Der erste Versuch (nach gut 15 Minuten in der Warteschleife) endete übrigens mit einer Weiterleitung an einen Techniker, der dann direkt auflegte ohne richtig ranzugehen.
    Der zweite Versuch (nach erneut über 15 Minuten in der Warteschleife) traf dann auf fruchtbareren Boden (sprich einen Hotline-Mitarbeiter, der mehr von der Sache verstand), so dass uns zugesagt wurde, sie würden sich das nochmal anschauen und sich dann zurückmelden.

    Eine Rückmeldung gab es bislang keine – aber unglaublicherweise hatten wir dann am Mittwoch um 17.04h endlich wieder Internetzugang! Nahezu zwei Tage später als es hätte sein müssen, wenn man nicht geschlampt hätte und einen Tag später, wenn wenigstens der Techniker mehr Ahnung von seinem Job hätte, als nur, wie man einen Router aufstellt und anschließt.

    Morgen gibt es jedenfalls einen freundlichen Anruf bei unserem Kundenberater…

  4. :mrgreen:

    Bei uns ist letztens auch ein großer Switch (Internetverteiler) durchgeraucht, was aber nach 3 Stunden wieder behoben war. Wir haben aber auch Vor-Ort-Service, was bei der Größe der Geschäftsstelle und der Wichtigkeit der Arbeit fast unerlässlich ist. Übrigens: IP-Adressen-Probleme sind lustig (grrr)!

  5. Bei uns ist ja der Vorteil, dass in der Regel keine entscheidenden Geschäftsvorgänge übers Internet passieren, sondern wir ja Budgetfinanziert sind durch Verträge mit den Staaten bzw. Regionen. Von daher ist so ein Internetausfall primär nur extrem lästig und verursacht indirekte Kosten, aber eben zumindest keinen konkreten Verdienstausfall.

    Von daher braucht eine Firma wie ihr natürlich einen Vor-Ort-Service, ganz klar. Bei uns, mit unseren 5 Leutchen ist das dann doch noch was anderes.

    Wenn ich über diese IP-Geschichte nachdenke, könnte ich schon wieder sauer werden – das ist einfach scheissschludrige Arbeit von Netcologne gewesen. Die Leute sollten doch eigentlich in der Lage sein, mal ein bisserl mitzudenken… Hmpf.

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