Die Spätzlegabel – ST1: Borussia Mönchengladbach.

Was sicherlich nicht jeder Leser dieses Blogs weiß, ist die Tatsache, dass ich meine fußballerischen Sympathien auf den VfB Stuttgart konzentriere. Auf Rückfrage, wieso ich als gebürtiger Rheinländer, der dort auch immer noch wohnt, ausgerechnet Fan des VfBs bin und nicht etwa vom FC oder Leverkusen oder einem der diversen Ruhrpottclubs. Nun, ich behaupte dann gerne, dass es damit zusammenhängt, dass ich im Schwabenland familiäre Wurzeln habe, da dort ein Großteil meiner Verwandtschaft mütterlicherseits lebt – aber ehrlich gesagt, das ist Schwachsinn. Vielmehr lässt es sich relativ simpel erklären: Als Kind habe ich irgendwie immer für die Teams gehalten, die Erfolg hatten, bis ich dann irgendwann keine Lust mehr hatte mit meinen Sympathien dauernd zu wechseln – und das war dann halt rein zufällig die Saison 91/92, die Saison in der der VfB Stuttgart seinen dritten Meistertitel erringen konnten. Tja, und so blieb ich dann halt dabei. So gesehen kann man mich wohl getrost als eine „Erfolgsfan“ bezeichnen – wenngleich dann nur leider in den darauffolgenden gut eineinhalb Jahrzehnten die Erfolge eher rar gesät waren und ich häufiger mit den Schattenseiten des Fan-Daseins konfrontiert war.
Aber gut, ich will mich nicht beschweren – lieber ab und an einen Titel gewinnen und anschließend in der relativen Bedeutungslosigkeit, als ständig nur „am Erfolg schnuppern dürfen, aber dann doch zu versagen“. (An dieser Stelle schöne Grüße an Leverkusen und Schalke!)
Und in mein Fanleben fiel ja immerhin die Phase Mitte der 90er, in der wir ganz Fußballdeutschland mit dem „magischen Dreieck“ begeisterten und dies sogar mit dem dritten Pokalsieg der Vereinsgeschichte krönten. Zudem dann noch die „jungen Wilden“ unter Magath Anfang des neuen Jahrtausend, die zwar keinen Titel aber zumindest Platz 2 und die CL-Teilnahme einbrachten. Und dann natürlich im vergangenen Jahr die Meisterschaft (von hochkompetenten Fans anderer Teams auch gerne als „Zufallsmeisterschaft“ bezeichnet…), die einerseits zu den absoluten Highlights meines Fanlebens gehören – gleichzeitig aber auch zu den schmerzhaftesten. So wurde ich damals am Dienstag vor dem letzten Spiel gegen Cottbus von einem Kumpel angerufen, der noch ein Ticket für diese Partie übrig hatte. Blöderweise stand ich aber genau in jenem Moment gerade am Frankfurter Flughafen, um eine Reisegruppe in die USA zu begleiten. Und so erlebte ich dann den ersten „richtigen“ Meistertitel meines Fanlebens morgens früh auf einer Ranch im Süden Arizonas per SMS-Service durch meinen Vater…

Nun bin ich sicherlich nicht das, was man gemeinhin einen Hardcore-Fan nennen kann. Zwar habe ich diverse Devotionalien wie Schal, Trikots, Wimpel und sogar Bettwäsche (die irgendwo noch in meinem Schrank rumliegt), aber mein letzter Stadionbesuch liegt schon Jahre zurück. Hier kann ich aber zumindest zu meiner Verteidigung sagen, dass es in meiner Anwesenheit meistens Niederlagen oder peinliche Unentschieden gegen schwache Teams setzte. Aber zumindest verfolge ich die Geschicke meines Vereins so gut es geht via TV, Radio und Internet und da es derzeit nach meinem Kenntnisstand kein einziges aktives Blog gibt, dass sich mit dem VfB Stuttgart befasst, werde ich nun versuchen diese Lücke zumindest mittels einer Rubrik innerhalb dieses Blogs zu füllen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Herzlich Willkommen in der Spätzlegabel – der hoffentlich regelmäßigen Fußballkolumne mit Schwerpunkt VfB Stuttgart!


Bundesliga, Spieltag 1: Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 1:3 (0:3)

Ich gebe zu, ich war vorab ein wenig skeptisch. Zwar lief die Vorbereitung insgesamt ganz ordentlich mit nur einer relevanten Pleite im UI Cup gegen Ramenskoje und auch die Transfertätigkeiten verliefen recht vielversprechend, aber als Fan kennt man seine Pappenheimer und weiß wie schwer das Team häufig in die Saison startet. Zudem hatten wir mit Mönchengladbach einen Gegner, der immerhin als sehr souveräner Zweitligameister aufgestiegen war.
Glücklicherweise war diese Skepsis allerdings nun wahrlich nicht angebracht.

Veh hat sich in diesem Jahr in Sachen Mannschaftsaufstellung erstmal dem Rotationsprinzip verschrieben. Nicht nur aufgrund von Verletzungen (z.B. Cacau, Boulahrouz) und verspätetem Trainingsbeginn vieler Nationalspieler hat er schon in der Vorbereitung, sowie in UI-Cup, UEFA-Cup-Quali und Pokal immer wieder mit anderem Startpersonal spielen lassen. Sondern auch, weil es der Kader an sich erfreulicherweise hergibt. Im Sturm hat man dank der augenscheinlichen Leistungssteigerung von Marica nun drei Kandidaten für zwei Plätze, in der Abwehr hat man durch die Verpflichtung von Boulahrouz den Verlust Meiras sicherlich adäquat aufgefangen und im Mittelfeld hat man durch Simak und Lanig zwei weitere Optionen hinzugewonnen, so dass Veh hier sicherlich die Qual der Wahl hat.
So trat man dann dieses Mal vorne mit Gomez und Marica (Cacau ist leider noch verletzt) an, die im Mittelfeld durch Hitzlsperger, Hilbert und Simak offensiv unterstützt wurden, auf der 6er-Position riegelte wie üblich Pardo ab. Hinten stellten sich die meisten Positionen durch die Verletzung von Boulahrouz eher logisch auf (Osorio, Tasci, Delpierre), während auf links Boka statt Magnin spielte, nachdem der Ivorer einen sehr starken Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen hatte.

Bei beiden Mannschaften merkte man zu Beginn dann auch erstmal, dass auf beiden Seiten noch die Sicherheit und die letzte Ordnung fehlte, so dass sich einige durchaus gute Chancen hüben wie drüben ergaben. Die wohl spielentscheidenden Minuten fanden dann wohl schon recht früh statt: Erst verletzt Pardo mit dem Ellenbogen Rösler, der draussen behandelt werden muss, und in dieser Überzahlsituation haut dann Hitzlsperger den Ball aus 25 Metern auf den Kasten und Heimeroth patzt beim Versuch diesen abzuwehren.
Auch das zweite Tor entstand dann rund 10 Minuten später unter gütiger Mithilfe der Gladbacher, als sich Neuzugang Jaures an der eigenen Torauslinie ziemlich einfach den Ball von Simak abluchsen lässt, der dann den ziemlich allein gelassenen Marica im Strafraum bedient und das Ding ziemlich cool reinmacht – etwas was letzte Saison bei ihm wohl keine Selbstverständlichkeit gewesen wäre. Und als dann auch noch Gomez einen toll gefahrenen Konter über Marica und Simak in altbekannter Vor-EM-Manier abgeschlossen hat, war das Spiel dann erfreulich früh entschieden.

Auch in der zweiten Halbzeit ergaben sich dann nochmal zahlreiche wirklich gute Gelegenheiten für Stuttgart (z.B. durch Hilbert, Gomez und Hitzlsperger) – die aber teilweise ziemlich fies vergeben worden sind. Etwas, was mir leichte Sorgenfalten auf die Stirn treibt, da sich die mangelnde Chancenverwertung auch schon durch viele der letzten Partien vor der Saison (u.a. gegen Györ) gezogen hatte. Ich hoffe, dies wird in Zukunft besser, denn zum einen werden die Gegner nicht immer so naiv in der Abwehr agieren und zum anderen wird man hinten auch nicht immer so viel Glück haben. Alleine Rob Friend hätte nämlich im Alleingang mit diversen Hochkarätern den Ausgleich schaffen können, nein eigentlich müssen.
Zum Glück haben wir aber Jens Lehmann verpflichtet und der hat heute wirklich eine großartige Leistung abgeliefert und die Schwächen in der Defensive mehrfach ausgebügelt. Klar, Gladbach hat offensiv wirklich einiges auf dem Kasten und über Friend, Marin und Matmour einige Male sehr toll agiert. Wenn sie in der Defensive die vielen Fehler abstellen können, dann könnte das was werden mit dem Klassenerhalt.

Nichtsdestotrotz darf man bei aller Wertschätzung für die tolle Offensive der Gladbacher aus Stuttgarter Sicht eigentlich nicht so viele große Chancen gegen einen Aufsteiger zulassen. Hier muss man sich dringend verbessern, wenn man in den nächsten Wochen etwas erreichen will – denn da stehen u.a. mit Leverkusen und Hoffenheim zwei sehr spielstarke Gegner auf dem Programm, die unserer Abwehr einige Sorgen bereiten können.
Neben Lehmann hat mir auf jeden Fall unser neuer Kapitän Hitzlsperger sehr gut gefallen. Alle anderen müssen sich noch eine ganze Kante steigern, um höheren Ansprüchen gerecht zu werden.

Sollte aber Boulahrouz das halten was er verspricht und dadurch etwas mehr Sicherheit und Struktur in die Defensive bringen, Simak noch etwas an Fitness hinzugewinnen und unsere Stürmer die Chancen konsequenter nutzen, dann sollten wir um Platz 4 und 5 auf jeden Fall mitspielen können. Für höhere Ziele müsste schon wirklich alles passen.
Für heute bleibt ein kleines Geschmäckle was die Entstehung des ersten Tors angeht, bei dem wir sicherlich insgesamt einiges an Glück hatten, aber insgesamt überwiegt natürlich die Freude über einen gelungenen Saisonstart, wie wir ihn lange nicht mehr hatten!

 

Querpässe

Frankfurt – Hertha 0:2
Insgesamt ein ordentliches Spiel zwischen zwei Teams, die sicherlich auch in dieser Saison keine allzu große Rolle spielen dürften. Die Hertha mag ich ohnehin ungefähr so gerne wie ich die Stadt mag, in der sie ihre Heimspiele austrägt (und das ist KEIN Kompliment) und wird sicherlich auch diese Saison wieder weit hinter ihren eigenen Ansprüchen hinterherhinken. Frankfurt hat eigentlich genügend Potential, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, aber für mehr reicht es dann sicherlich auch nicht.
Top: Raffael & Cicero, recht gute Ansätze in der Frankfurter Offensive

Cottbus – Hoffenheim 3:0
Beeindruckendes Debüt des spielerisch äußerst starken Aufsteigers aus der Provinz. Allerdings wird man erst in den nächsten Wochen sehen müssen, wie sie sich gegen „richtige“ Gegner schlagen werden – und davon kommen an den kommenden Spieltagen genügend. Cottbus seinerseits wird seine Einstellung komplett ändern müssen, wenn man auch dieses Jahr wieder eine positive Überraschung sein will. Das war nix.
Top: Edeljoker Ibisevic mit 3 Scorerpunkten und die Spielstärke der Hoffenheimer insgesamt.

Karlsruhe – Bochum 1:0
Eigentlich nichts weltbewegendes, wenn nicht die Karlsruher bei vielen Experten der Top-Abstiegsfavorit neben Bielefelder wären und wenn nicht die Bochumer vor der Saison ziemlich groß getönt hätten (zumindest für ihre Verhältnisse). Allerdings haben sich die Bochumer schon in der Vorbereitung äußerst bescheiden geschlagen und knüpften daran denn auch ziemlich nahtlos an. Die Bochumer müssen jedenfalls gewaltig aufpassen, dass diese Saison nicht ähnlich wie die der Nürnberger letztes Jahr verlaufen wird. Aber noch ist ja ausreichend Zeit. =) Karlsruhe seinerseits wird es nicht immer so leicht haben und wird mit Sicherheit ganzjährig um den Klassenerhalt kämpfen müssen.
Top: Joshua Kennedy mit einer Szene, die auch ohne Torerfolg eigentlich zum „Tor(schuss) des Monats“ gekürt werden müsste.

Wolfsburg – Köln 2:1
Ein ziemlich mäßiger Kick, in dem Wolfsburg trotz Angsthasen-Taktik in HZ 1, einen verdienten Sieg gegen überforderte Kölner holen konnte. Der Effzeh wird sich auch trotz der namhaften Neuzugänge gewaltig steigern müssen, wenn sie in Liga eins was holen wollen. Aber zumindest Womé darf sich sicherlich demnächst noch mal in einer zwei-dreiwöchigen Spielpause zusätzliche Kondition aneignen.
Top: Novakovic trifft auch in Liga 1, Schnäppchen Mahir Saglik

Leverkusen – Dortmund 2:3
Sicherlich eines der besten Spiele dieses Spieltags – dank zweier ziemlich offensiv ausgerichteter Mannschaften, die beide Schwächen in der Defensive haben. Gewinner des Jung-Trainer-Duells ist zwar sicherlich Klopp (auch weil er Valdez zum Toreschiessen gebracht hat), aber auch Leverkusen wird unter Labbadia sicherlich eine gute Rolle in der Liga spielen können, wenn man hinten die Abstimmung verbessert und vorne mehr Effektivität reinbringen kann. Sicherlich zwei Teams, die diese Saison für einige Begeisterung sogen können. Böse natürlich für den BVB der Kreuzbandriss von Dede.
Top: Ex-Chancentod Valdez & Ersatz-Ziegler, das potentielle Traum-Duo Helmes & Kießling

Bielefeld – Bremen 2:2
Man könnte es sich einfach machen und sagen: Bremen macht da weiter, wo sie vor der Sommerpause aufgehört haben. Offensiv stark, defensiv schwach. Und ja, so ist es im Grunde auch – nur macht man eigentlich zumeist vorne ein Tor mehr als man hinten zulässt gegen schwächere Gegner. Von daher ist für Schaaf sicherlich noch einiges an Arbeit zu verrichten. Bielefeld hingegen war wirklich beeindruckend, sind sie doch vor der Saison als wahrscheinlichster Abstiegskandidat von fast jedem Fan prognostiziert worden. Man wird allerdings sehen müssen, ob sie diese Effektivität vorne werden beibehalten können – und ob das Wohl und Wehe die ganze Saison nur an Wichniarek hängen wird.
Und Clemens Fritz muss ich wohl wieder aus meiner kicker Managermannschaft verkaufen…
Top: Die Doppeltorschützen Rosenberg und Wichniarek

Schalke – Hannover 3:0
Eine durch und durch furchtbare Leistung der vorher durchaus hoch gehandelten Hannoveraner hat kräftig dabei mitgeholfen, dass Schalke mit einem Top-Ergebnis in die neue Saison startete. Einziger Wermutstropfen ist für die Schalker sicherlich die schwere Verletzung von Jones, der nach brutalem Foul erstmal für ein paar Wochen fehlen wird – und sich damit in gute Gesellschaft zu diversen anderen Kollegen begibt. Was man vielleicht noch zu beobachten hat, ist die relative Ungefährlichkeit aus dem Spiel heraus, nachdem alle Tore durch Standards erzielt wurden. Hannover scheint auch diese Saison wieder den eigenen Ansprüchen hinterher zu hecheln. Das war jedenfalls ein ziemlicher Offenbarungseid, der wenig Hoffnung macht – vor allem wie jämmerlich man bei den Schalker Standards verteidigt hat.
Top: Natürlich die Stärke der Schalker Standards und -so schwer es mir fällt- Kevin Kuranyi

Bayern – Hamburg 2:2
Ähnlich wie schon bei LEV-DOR kann man auch hier sagen: Tolles Spiel dank guter Offensiven und schwacher Defensiven. Der Unterschied allerdings ist, dass es sich in Leverkusen mit zunehmender Spieldauer immer mehr zuspitzte und beide Teams wirklich etwas erreichen wollten. Beim Auftaktspiel am Freitag hingegen war es wie ein Reifen mit Loch – irgendwann war die Luft raus. Beide Teams zeigten in den ersten 60-65 Minuten immerhin sehr ansehnlichen Offensivfußball – aber eben auch teils eklatante Abwehrschwächen die umgehend abgestellt werden müssen, wenn man die eigenen Ziele (auch international) erfüllen will. Was für beide Teams gilt.
Ein zentrales Thema waren sicherlich die Elfmeterentscheidungen von Kinhöfer: Ich schließe mich der Mehrheit an und drücke auch meine Hoffnung aus, dass sich diese Auslegung im Verlaufe der Saison wieder etwas relativiert.
Top: Die Offensivabteilung von Hamburg ohne vdV, Lahm

 

Seitenblick – Dritte Liga: VfB Stuttgart II – Wuppertaler SV 2:0 (0:0)

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum zweiten Teams des VfB, die erfreulicherweise in der vergangenen Saison den Sprung unter die Mannschaften schaffte, die für die neue dritte Liga qualifiziert waren. Leider verlief der Start in ebendiese für die Nachwuchstruppe nicht sonderlich erfreulich. Am ersten Spieltag kam man immerhin noch zu Hause zu einem unter dem Strich etwas glücklichen 1:1 gegen Absteiger Offenbach, doch eine Woche drauf gab es dann bei Union Berlin eine deutliche 1:3-Klatsche, wo man nur in einer ca. 15-20 minütigen Phase in Halbzeit 2 wirklich überzeugen konnte.
Gestern gab es dann endlich den ersten Saisonsieg gegen Wuppertal – verdient, wenn auch am Ende etwas glücklich, da Hofmann den ersten Treffer erst in der 84. Minute erzielte. Jener Sebastian Hofmann erzielte damit übrigens schon seinen dritten Treffer im dritten Spiel – zählt allerdings mit 24 Jahren auch nicht mehr zu den ganz Jungen, von daher ist abzuwarten, ob er demnächst auch mal ein paar Erfahrungen bei den Profis sammeln darf.
Nach dem dritten Spieltag steht man 4 Punkten und 4:4 jetzt jedenfalls auf einem soliden 11. Platz. Die Zielvorgabe dürfte indes eventuell noch etwas höher liegen, würde ich vermuten. Wichtig ist aber auf jeden Fall, die Klasse erst einmal zu halten, um den jungen Spielern möglichst professionelle Spielmöglichkeiten zu geben.

6 Kommentare

Eingeordnet unter Ballgefühl

6 Antworten zu “Die Spätzlegabel – ST1: Borussia Mönchengladbach.

  1. Für mich als Gladbach-Fan absolut unverständlich, weshalb Luhukay so aufgestellt hat. Scheinbar hat die halbe Mannschaft seine Tochter gehänselt oder keine Ahnung, aber mit der Aufstellung von Jaures, der in der gesamten (!) Vorbereitung nicht von Anfang an zum Einsatz kam, hat Luhukay die Niederlage quasi im Alleingang verschuldet.

  2. Oha, Du bist also Gladbach-Fan – öfter mal was Neues. =)

    Ja, Jaures war mit Sicherheit ein Fehlgriff (für diesen Spieltag), wenn man das Spiel im Nachhinein betrachtet, einfach zu… unsicher und unerfahren. Aber soweit ich das richtig sehe, hat Jaures zumindest im Pokal auch in der Startelf gestanden.

    Das „Problem“ liegt aber insgesamt sicherlich im taktischen Bereich. Wenn man eine derart offensive Strategie fährt, dann muss man einfach eine sichere und verlässliche Abwehr haben – oder aber einen Sturm, der in der Chancenverwertung wesentlich effektiver ist.
    Insgesamt hat mich Gladbach gestern doch sehr an „Bremen light“ erinnert. Das war für den Zuschauer (sofern nicht Gladbach-Fan) wirklich toll anzuschauen, aber eben auch sehr Harakiri.

    Stellt sich halt m.E. die Frage, ob man die generele Ausrichtung ändert, oder eben einfach auf eine Verbesserung der Defensive setzt. Ich hoffe ja, dass Luhukay letzteren Weg gehen wird – so wäre zumindest für ordentlich Spektakel gesorgt. =)

  3. Die Defensive war so ja nicht eingespielt, weswegen es Schwachsinn war, diese Formation aufzubieten. Ndjeng als Rechtsverteidiger, da fass ich mir nur an den Kopf, kein Wunder ist dann ein Spielzug wie zum 3:0 möglich. Mal hoffen dass Luhukay seine Lektion gelernt hat.

  4. Ich denke, Du urteilst da ein wenig zu hart. Ndjeng ist als Rechtsverteidiger sicherlich verschenkt, aber insgesamt überwogen für mich doch die vielversprechenden Ansätze. Ihr seid ja schließlich „nur“ ein Aufsteiger und musstet im ersten Saisonspiel gegen den Ex-Meister spielen. =)
    Von daher würde ich jetzt mal noch nicht den Stock über Mannschaft und Trainer brechen.

  5. Du hast ja auch nicht die Spiele der letzten Saison mitverfolgt. Das ist ja nicht grad ein Problem, dass erst letzten So. auftrat, so haben die zum Teil auch schon gegen die tauglichen Teams (Köln, etc.) aus der zweiten Liga gespielt.

    Und wenn ich mir Spiele wie gegen Ramonskoje (oder wie die hießen) und Györ ansehe, und dagegen Gladbachs fulminante Vorbereitung (Sieg gegen Valencia)…eigentlich hätten wir euch schlagen müssen. Zweitligameister gegen Zufallsmeister😛

  6. Stimmt, Gladbachs Spiele der letzten Saison habe ich nicht sonderlich intensiv verfolgt. Wenn sich das dort schon andeutete, ist dein Ärger sicherlich etwas verständlicher. Aber da hat es ja immerhin zu einem doch recht souveränen ersten Platz gereicht und in der Bundesliga dürfte das Spiel der Borussen doch auch für einige Siege gut sein.

    Klar, das Hinspiel gegen Ramenskoje war sehr schwach – aber das war nun wirklich mitten in der Vorbereitung mit einem Null eingespielten Team. Im Rückspiel war das ja schon deutlich besser über weite Strecken.
    Gegen Gyor muss ich Dir widersprechen, da war Stuttgart absolut überlegen – hat da aber eben nicht die Effizienz von vorgestern an den Tag gelegt sondern reihenweise Großchancen versemmelt. Das wird dann schon werden im Rückspiel, da bin ich sehr optimistisch.

    Ach, weißt Du, lieber Zufallsmeister als Vorbereitungsmeister. =)

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