Monatsarchiv: August 2008

Barack to the future.

Ich mag es ja eigentlich nicht, einfach nur einen Link zu posten und sonst nichts, aber da es einfach nur ein exzellentes Video ist, bitte ich Euch das folgende Video unbedingt anzuschauen.

He completes us.

Ohnehin kann ich nur jedem dringend ans Herz legen, regelmäßig auf www.thedailyshow.com zu gehen und sich dort die aktuellen Episoden der Daily Show with Jon Stewart anzuschauen. Gerade, wo es jetzt in die heisse Phase des US-Wahlkampfs geht.

Danke.

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Und wenn Du denkst es geht nicht mehr…

Was passiert da eigentlich gerade auf RTL?? Ist das ein echtes Showkonzept? Oder einfach nur möglichst viel Bloßstellung von unbekannten Gesichtern?

Sorry, aber da ich nicht twittere muss der Blog hier grad mal herhalten…

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Die Spätzlegabel – UEFA-Cup Quali (Rück): Györi ETO FC.

1 gegen Györ

Nach dem Hinspiel gegen Györ, das nach einer mäßigen Leistung und einer mangelhaften Chancenauswertung nur knapp mit 2:1 für Stuttgart endete, fand heute das Rückspiel in Ungarn statt. In Deutschland konnte sich leider kein TV-Sender mit dem ungarischen Club über eine Live-Übertragung einigen (der SWR hatte es probiert) und da auch für vfbtv.de der Aufwand und die Kosten zu hoch waren, gab Live-Bilder von diesem Spiel leider nur im ungarischen Fernsehen zu sehen. Eine Zusammenfassung soll immerhin morgen auf www.vfbtv.de zu sehen sein.

UEFA Cup-Quali Rückspiel: Györi ETO FC – VfB Stuttgart 1:4 (0:2) [Hin: 1:2]

Ein wenig mulmig war mir vorab schon. Bislang hat man sich in den K.O.-Pflichtspielen gegen Ramenskoje, Lüneburg und im Hinspiel gegen Györ zwar letztendlich immer durchsetzen können, aber wirklich überzeugend war das nur in den seltenen Fällen. Hinzu kam dann die erschreckend schwache Begegnung vom Samstag, in der uns die Leverkusener eindrucksvoll unsere Grenzen aufzeigten. So befiel mich also ein Hauch Skepsis vor der Partie gegen den Tabellenneunten der ungarischen Liga, zumal es ja auch ein bisschen Tradition hat, dass sich ein deutscher Verein zu Beginn der Saison auf internationalem Parkett gegen irgendwelche obskuren Teams blamiert, von denen vorher höchstens absolut eingefleischte Fußballexperten mal gehört hatten.

Glücklicherweise kam es dann aber doch so, wie man es vom Papier her hatte erwarten können – und es gab im Nachhinein wenig Grund schwarz zu sehen, ausser bei der Trikotwahl der Stuttgarter.
Der VfB dominierte die Partie vom Startpfiff an, ließ dem Gegner kaum Platz, um das eigene Offensivspiel zu entfalten, während man selbst immer mal wieder gefährlich vors Tor von Györ kam. In der ersten halben Stunde hatte man selbst eine gute Handvoll Chancen, während Lehmann bis dahin kein einziges Mal geprüft wurde. Und so war der Führungstreffer dann auch absolut verdient, der in der 31. Minute von Martin Lanig erzielt wurde, der sich schon jetzt als echte Alternative für die Startelf aufdrängt. Ein Freistoß war dem vorausgegangen, der von Pardo schön von der Seitenauslinie an den Fünfmeterraum geschlagen wurde, wo Lanig dann allerdings auch quasi unbedrängt zum Kopfball kam und den Ball problemlos einnetzte.

Auch nach dem Führungstreffer dann das selbe Bild mit einem konsequent nach vorne spielenden VfB, der durch Gomez wieder eine gute Gelegenheit hatte, bevor er in der 41. Minute den Ball am Strafraum schön auf Hitzlsperger zurücklegte, der dann mit einem seiner klassischen Distanzschüsse trocken unten rechts ins Tor traf und so dem VfB eine sehr beruhigende 2:0-Führung bescherte. Diese Führung war dann auch der Stand beim Halbzeitpfiff, nachdem Tasci kurz vorher den ersten gefährlichen Angriff der Ungarn vereitelt hatte.

Mit dem Hinspielergebnis im Rücken hätte man nun also schon in der zweiten Halbzeit 4 Gegentreffer einfangen müsen, was nach dem bisherigen Verlauf dann doch äusserst unwahrscheinlich erschien. Man konnte also davon ausgehen, dass der VfB sich nun zurücklehnen und wie schon im Hinspiel die Initiative dem Gegner überlassen würde. Doch, auch zu meiner Überraschung, weit gefehlt. Denn der VfB knüpfte nahtlos an die Leistung der ersten Halbzeit an und legte in der 55. Minute durch ein tolles Solo von Gomez nach klasse Pass von Hitzlsperger mit dem 3:0 nach. Und schon 5 Minuten später durfte Gomez dann nochmal jubeln, als er das 4:0 und damit die endgültige Entscheidung herbeiführte. Großes Lob ging bei diesem Treffer allerdings an Marica, der mit einem tollen Lauf über die rechte Seite von der Mittel- bis zur Grundlinie durchzog und dann mit einer klasse Übersicht den am Fünfmeterraum freistehenden Gomez bediente. Der beste Spielzug des ganzen Abends.

Mit diesem Treffer war das Spiel dann tatsächlich durch, der Drops gelutscht und das Gulasch verputzt und der VfB schaltete nun doch ein, zwei Gänge zurück – was mit quasi 6 Toren Vorsprung denn auch durch gerechtfertig war. Highlights gab es dann allerdings noch zwei, beide nicht so ganz zu meinem Wohlgefallen. In der 81. Minute versuchte Lehmann nämlich nach einem eigentlich recht gut zu klärenden Rückpass selbst ein wenig fußballerisch zu glänzend – versagte dabei aber kläglich und legte den Ball passgenau einem Ungarn direkt auf den Fuß, der diesen dann nur noch von der Strafraumecke ins leere Tor schiessen musste, was auch problemlos gelang – 4:1.
Nur wenig später hätte es dann durch Ljuboja noch den fünften Treffer geben müssen/können, doch wurde der Ball von einem ungarischen Abwehrspieler nach Ansicht des Schiedsrichters und seines Assistenten noch gerade so auf der Linie geklärt – dieser Meinung musste man sich nicht unbedingt anschließen, zumindest war es eine Frage von ein paar Papierstärken. Aber keinen Vorwurf, zumal es letzten Endes eh Wurscht war.

Für eine wirkliche Einzelkritik gab das Spiel allerdings insgesamt dann doch zu wenig her. Den Gegner hatte man zu jeder Zeit im Griff, die Abwehr machte einen stabilen Eindruck, selbst als die Offensive nach dem 4:0 mehrere Gänge zurückschaltete und die Ungarn mehrere Angriffe vortragen konnten. Ob das nun auch an Boulahrouz lag, der zur Halbzeit für Boka eingewechselt wurde und ein sauberes Spiel zeigte, ist somit schwierig zu sagen. Er machte wie gesagt einen guten Eindruck, aber Györ war dann doch kein Maßstab.

Wirklich positiv lässt sich so eigentlich nur festhalten, dass der VfB offensiv und dominant aufgetreten ist, so wie man es von einem deutschen Team gegen eine ungarische Mannschaft erwarten sollte, und dass man selbst nach der Vorentscheidung zur Halbzeit diesen Kurs weiter beibehalten hat. Dies gibt Anlass zur Hoffnung und sollte dem weiteren Saisonverlauf auf jeden Fall gut tun.
Wäre das heute nämlich in die Hose gegangen, dann hätte man befürchten müssen, dass dies der Mannschaft nachhaltig einen Knacks gegeben hätte. Aber diese Befürchtungen bleiben glücklicherweise erst einmal in der Konjunktiv-Schublade.

So werden wir also morgen gespannt nach Monaco blicken, wo um 12 Uhr die Auslosung für die erste Runde im UEFA-Cup stattfinden wird und die 40 Paarungen bestimmt werden, die dann am 18. September und 1. Oktober die Teilnehmer an der Gruppenphase ausspielen werden. Gute, mögliche Gegner gibt es zur Genüge, wie z.B. der FC Valencia, AC Mailand oder Benfica Lissabon. Sehe gerade, dass es natürlich doch eine Setzliste geben wird und ein recht komplexes Setzverfahren, bei dem wohl letzten Endes nur aus 5 potentiellen Gegnern ausgelost wird. Schauen wir mal, wen es aus dem Weg zu räumen gilt. Der VfB gehört jedenfalls wie Hamburg, Schalke und Hertha zu den gesetzten Teams. Dortmund und Wolfsburg werden es hingegen mit potentiell schwereren, sprich gesetzten Gegnern zu tun haben.

Spannend wird jedenfalls der Aspekt, dass in diesem Jahr gleich 6 Teams im UEFA-Pokal vertreten sind und dementsprechend dann auch gleich sechs Mannschaften donnerstags spielen müssen. So wird es in dieser Saison sicherlich mehrfach gleich drei Sonntagsspiele geben – das DSF wirds freuen. Premiere wird sich wohl etwas ärgern, denn die exklusiven Freitagsspiele werden so wohl nur selten mit attraktiven Paarungen gefüllt sein.

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Die Spätzlegabel – ST 2: Bayer Leverkusen.

Meine Lust der Bundesligaberichterstattung zu folgen ist irgendwie ein Stück weit immer sehr stimmungsabhängig – wobei die Stimmung im Wesentlichen dadurch geprägt wird, wie der VfB am jeweiligen Spieltag abschneidet. Wenn er gewinnt, dann verfolge ich, so ich die Zeit dazu habe, alles Mögliche – wenn es aber eine Niederlage setzt, dann kostet es immer auch ein wenig Überwindung, die Berichte über die anderen Teams zu gucken.

 

 

Bundesliga, Spieltag 2: VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 0:2 (0:1)

Dies war dann leider auch an diesem Spieltag der Fall, denn es setzte eine Niederlage gegen Leverkusen. Nein, nicht nur eine Niederlage, das war schon eine halbe Demontage am Samstag. Denn den agilen und offensivstarken Leverkusener hatte der VfB so gut wie gar nichts entgegen zu setzen und so wurde schon der zweite Spieltag zu einem wahren Offenbarungseid der ganzen Mannschaft. Nicht, dass es sich nicht schon im Spiel gegen Mönchengladbach angedeutet hätte, dass Stuttgart hinten extrem anfällig ist, aber die vorgestrige Begegnung war schon äusserst ernüchternd.

Die Abwehrkette, bestehend aus Osorio, Tasci, Delpierre und Boka, war mit den schnellen Angriffen der Leverkusenern einfach heillos überfordert. Gegen die Borussia war das ja noch gut gegangen, da man aus den ersten drei Chancen schon zwei Tore erzielen konnte, aber dieses Mal kam man insgesamt auf jämmerliche drei echte Torchancen und so kann man gegen eine Top-Mannschaft wie Leverkusen, von der ich schon vor der Saison (gerade ohne internationale Zusatzbelastung) viel erwartet habe, einfach nicht bestehen.

Die Hoffnung bleibt natürlich, dass man mit Boulahrouz dort zusätzliche Stabilität reinbekommt, denn so wie es scheint kann ein Delpierre, so sehr ich ihn sonst schätze, nicht die Führung einer Abwehrreihe leiste. Hinzu kam, dass mit Boka ein technisch prinzipiell guter Fußballer auf links steht, der aber einfach zu häufig Bälle verliert und dem es zusätzlich an Übersicht mangelt. Hier würde ich wesentlich lieber den Schweizer Magnin sehen, der in den vergangenen zwei Jahren seine gute Qualität mehrfach unter Beweis stellen konnte und mit seiner Erfahrung sicherlich ein wenig mehr Sicherheit hinten reinbringen könnte. Er scheint aber noch nicht die völlige Fitness aufzuweisen nach der Sommerpause. Gemeinsam mit Tasci (oder auch Osorio) auf rechts könnte man so eine sicherlich solidere Abwehrreihe auf den Platz bringen, die vielleicht nicht ganz so überfordert mit offensivstarken Teams ist. Die Schwierigkeit dabei ist allerdings, dass dies vermutlich noch einige Zeit benötigt, bis man eingespielt ist und bis zudem alle wieder topfit sind.

Die Abwehr war nur leider nicht das einzige Problem an diesem Samstag. Denn wie schon so oft in den letzten Jahren (auch in der Meistersaison, aber da seltener), war es wieder mal ein Komplettausfall, der das ganze Team zu lähmen schien. Auch das eigentlich qualitativ gute Mittelfeld hat, bis auf eine kleine Phase zu Beginn der zweiten Hälfte, zu keiner Zeit auch nur annähernd Normalform erreicht, sondern fügte sich willen- und hilflos in ihr Schicksal. Dass die Stürmer dabei in der Luft hingen und dadurch kaum Chancen hatten zu glänzen, ist dabei dann nur logisch. Vielleicht fehlt es dem Team derzeit einfach an Leadern, Typen, die den Rest des Teams mitreissen und wachrütteln können. Hitzlsperger scheint dies wohl (noch?) nicht ausfüllen zu können, so dass auch hier die Hoffnung auf Boulahrouz im Zusammenwirken mit Lehmann bleibt.
Lehmann alleine scheint zumindest auch (noch?) nicht so viel Einfluss auf das Team und vor allem die Abwehrreihe nehmen zu können, wie man es sicherlich von ihm erhofft hatte. Schließlich war es ein Ziel seiner Verpflichtung, dass so die löchrige Defensive des Vorjahrs mehr Sicherheit gewinnt – dies kann man bisher leider noch als nicht vollständig geglückt bezeichnen. Allerdings ist es hierfür sicherlich auch noch zu früh in der Saison, denn die Qualität von Lehmann steht (trotz des unglücklichen ersten Gegentreffers) sicherlich weiterhin ausser Frage, hat er doch auch dieses Mal einige Torchancen der Leverkusener verhindern können.

Immerhin: Am kommenden Wochenende geht es gegen derzeit noch viel verunsichertere Hannoveraner und hier muss bei der derzeitigen Verfassung der Niedersachsen ein Sieg eigentlich Pflicht sein. Erreicht man dies, dann ist der VfB zumindest wieder auf Kurs. Und wenn dann vorher noch ein Erfolgerlebnis in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen ETO Györ am Donnerstand hinzukommt, kann man den Saisonstart sicherlich immer noch insgesamt als gelungen betrachten. Das Problem sind die vielen Konjunktive in den vorangegangenen zwei Sätzen…

Ein Wort zum Abschluss noch zu Bayer Leverkusen: Wie oben schon angedeutet, hatte ich an Bayer hohe Erwartungen, die sie bisher in beiden Spielen erfüllen konnten. Gerade ohne Zusatzbelastungen auf internationaler Ebene dürfte das junge Team in diesem Jahr ohne einen größeren Zusammenbruch durchkommen und wenn man nicht zu oft auf Gegner trifft, die es verstehen dem Offensivwirbel etwas entgegenzusetzen, dann sollte eine erneute Platzierung im oberen Tabellendrittel kein Problem für die Werkself darstellen. An Leverkusen werden wir diese Saison sicherlich einige Freude haben, gerade dank einer exzellenten Offensive, die wirklich klasse aufgestellt ist und von Bruno Labbadia in ihrem Vorwärtsdrang gefördert zu werden scheint.

Querpässe

Ansonsten passierte nicht wirklich viel in der Liga. Sechs der restlichen Partien endeten Remis, die meisten davon höchst unspektakulär. Erwähnenswert ist dabei sicherlich der bislang eher als schwach wahrgenommene Saisonstart der Bayern, die zudem wieder einmal ihren Neu-Kapitän van Bommel aufgrund von Undiszipliniertheiten verloren. Zugegeben, seit dem versuchten Brutal-Ellenbogencheck gegen Pardo in der vorletzten Saison, für den der Holländer unverständlicherweise nicht zur Rechenschaft gezogen wurde, bin ich etwas befangen. Aber auch hier lässt sich eigentlich nicht großartig diskutieren – wer innerhalb von drei Minuten zwei Aktionen macht, bei der beide für sich genommen von strengen Schiedsrichter schon rotwürdig waren, der hat es nicht anders verdient. Aber schön, dass mein Unverständnis darüber, van Bommel zum Kapitän zu machen, so schnell mit Anschauungsbeispielen unterfüttert wird. Maik Franz arbeitet seinerseits mit zwei gelben Karten aus zwei Spielen ebenfalls ja schon daran, das Kapitänsamt ad absurdum zu führen.
Enttäuschend war wieder einmal der Effzeh, der das Spiel gegen Frankfurt eigentlich voll im Griff hatte, aber dann unfassbarerweise nicht in der Lage zu sein schien, dem Gegner in der zweiten Hälfte den entscheidenden Punch zu versetzen. Die Quittung kam dann kurz vor Schluss und trug den Namen Fenin, der endlich mal wieder ein Tor erzielen konnte. Vielleicht trifft er ja diese Saison etwas regelmäßiger – wenngleich ich Frankfurt derzeit insgesamt eher gegen den Abstieg spielen sehe, als um den vorher avisierten sicheren Mittelfeldplatz.
Garantiert nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird sicherlich die TSG Hoffenheim. Auch gegen Mönchengladbach überzeugte man wieder mit ansehnlichem Offensivspiel, dem die Borussen nicht sonderlich viel entgegenzusetzen hatten. Wenn es den Hoffenheimer noch gelingt, die Konsequenz in der Chancenauswertung zu steigern, wobei sicherlich Rückkehrer Obasi bald helfen wird, dann wird Hoffenheim in dieser Saison mindestens auf Platz 9 landen. Ob es zu mehr reicht, wird sich in der kommenden Woche dann gegen Leverkusen zeigen, die sicherlich den ersten „richtigen“ Prüfstein darstellen.

Seitenblick – Dritte Liga: Dynamo Dresden – VfB Stuttgart II  1:0 (0:0)

Interessanterweise verzichtete Trainer Rainer Adrion im vierten Saisonspiel auf Sebastian Hofman, der bislang schon drei Treffer erzielen konnte. Leider sprang aber keiner seiner Teamkollegen in die Bresche und so blieb man gegen insgesamt überlegene Dresdner nicht tor- sondern sogar punktelos nach dem Treffer von Gerrit Müller, der in der 58. Minute den verdienten Siegtreffer nach einem Patzer von Keeper Ulreich erzielte.
Nach den letzten Jahren, wo man in der Regionalliga Süd meist um die vorderen Plätze mitspielte, scheint es für die Nachwuchsmannschaft des VfB in der neugegründeten dritten Liga wohl in diesem Jahr eher um den Abstieg zu gehen, wenn man den Eindrücken der ersten 4 Partien trauen darf. In der nächsten Woche geht es dann zuhause gegen Tabellennachbar Braunschweig, die bisher den eigenen Ansprüchen hinterherhinken. Mit einem Sieg könnte man sich zumindest wieder etwas nach oben orientieren.

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Das Ohrgäbelchen #03: Amy MacDonald.

Heute mal zur Abwechslung ein bisschen Mainstream – aber die Gute hat sich halt in meinen Gehörgängen eingenistet.

Titel: This is the life
Künstler: Amy MacDonald
Album: This is the life
Highlights: Mr. Rock and Roll, Run, This is the life, Wish for Something More
Referenzen: Travis, KT Tunstall, Dire Straits, The Cranberries
Hörproben: http://www.myspace.com/amymacdonald
Notizen: Mit ihrer Debütsingle „Mr. Rock and Roll“ hat die schottische Singer-Songwriterin (die am Montag zarte 21 Jahre alt wird) einen durchaus veritablen Chart- und Radioerfolg landen können, der hierzulande dann von der oben präsentierten, zweiten Sinleauskopplung sogar noch getoppt wurde mit Platz 5. Das Album ist eine angenehm ruhige Singer-Songwriter-Platte mit zahlreichen musikalischen Referenzen an bekannte Künstler geworden ist, die aber nicht zuletzt dank der prägnanten Stimme der jungen Sängerin einen sehr eigenen Charakter hat. „This is life“ dürfte auch noch wunderbar durch den Herbst tragen, da viele Stücke perfekt in diese Jahreszeit hineinpassen.

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Die Spätzlegabel – ST1: Borussia Mönchengladbach.

Was sicherlich nicht jeder Leser dieses Blogs weiß, ist die Tatsache, dass ich meine fußballerischen Sympathien auf den VfB Stuttgart konzentriere. Auf Rückfrage, wieso ich als gebürtiger Rheinländer, der dort auch immer noch wohnt, ausgerechnet Fan des VfBs bin und nicht etwa vom FC oder Leverkusen oder einem der diversen Ruhrpottclubs. Nun, ich behaupte dann gerne, dass es damit zusammenhängt, dass ich im Schwabenland familiäre Wurzeln habe, da dort ein Großteil meiner Verwandtschaft mütterlicherseits lebt – aber ehrlich gesagt, das ist Schwachsinn. Vielmehr lässt es sich relativ simpel erklären: Als Kind habe ich irgendwie immer für die Teams gehalten, die Erfolg hatten, bis ich dann irgendwann keine Lust mehr hatte mit meinen Sympathien dauernd zu wechseln – und das war dann halt rein zufällig die Saison 91/92, die Saison in der der VfB Stuttgart seinen dritten Meistertitel erringen konnten. Tja, und so blieb ich dann halt dabei. So gesehen kann man mich wohl getrost als eine „Erfolgsfan“ bezeichnen – wenngleich dann nur leider in den darauffolgenden gut eineinhalb Jahrzehnten die Erfolge eher rar gesät waren und ich häufiger mit den Schattenseiten des Fan-Daseins konfrontiert war.
Aber gut, ich will mich nicht beschweren – lieber ab und an einen Titel gewinnen und anschließend in der relativen Bedeutungslosigkeit, als ständig nur „am Erfolg schnuppern dürfen, aber dann doch zu versagen“. (An dieser Stelle schöne Grüße an Leverkusen und Schalke!)
Und in mein Fanleben fiel ja immerhin die Phase Mitte der 90er, in der wir ganz Fußballdeutschland mit dem „magischen Dreieck“ begeisterten und dies sogar mit dem dritten Pokalsieg der Vereinsgeschichte krönten. Zudem dann noch die „jungen Wilden“ unter Magath Anfang des neuen Jahrtausend, die zwar keinen Titel aber zumindest Platz 2 und die CL-Teilnahme einbrachten. Und dann natürlich im vergangenen Jahr die Meisterschaft (von hochkompetenten Fans anderer Teams auch gerne als „Zufallsmeisterschaft“ bezeichnet…), die einerseits zu den absoluten Highlights meines Fanlebens gehören – gleichzeitig aber auch zu den schmerzhaftesten. So wurde ich damals am Dienstag vor dem letzten Spiel gegen Cottbus von einem Kumpel angerufen, der noch ein Ticket für diese Partie übrig hatte. Blöderweise stand ich aber genau in jenem Moment gerade am Frankfurter Flughafen, um eine Reisegruppe in die USA zu begleiten. Und so erlebte ich dann den ersten „richtigen“ Meistertitel meines Fanlebens morgens früh auf einer Ranch im Süden Arizonas per SMS-Service durch meinen Vater…

Nun bin ich sicherlich nicht das, was man gemeinhin einen Hardcore-Fan nennen kann. Zwar habe ich diverse Devotionalien wie Schal, Trikots, Wimpel und sogar Bettwäsche (die irgendwo noch in meinem Schrank rumliegt), aber mein letzter Stadionbesuch liegt schon Jahre zurück. Hier kann ich aber zumindest zu meiner Verteidigung sagen, dass es in meiner Anwesenheit meistens Niederlagen oder peinliche Unentschieden gegen schwache Teams setzte. Aber zumindest verfolge ich die Geschicke meines Vereins so gut es geht via TV, Radio und Internet und da es derzeit nach meinem Kenntnisstand kein einziges aktives Blog gibt, dass sich mit dem VfB Stuttgart befasst, werde ich nun versuchen diese Lücke zumindest mittels einer Rubrik innerhalb dieses Blogs zu füllen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Herzlich Willkommen in der Spätzlegabel – der hoffentlich regelmäßigen Fußballkolumne mit Schwerpunkt VfB Stuttgart!


Bundesliga, Spieltag 1: Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 1:3 (0:3)

Ich gebe zu, ich war vorab ein wenig skeptisch. Zwar lief die Vorbereitung insgesamt ganz ordentlich mit nur einer relevanten Pleite im UI Cup gegen Ramenskoje und auch die Transfertätigkeiten verliefen recht vielversprechend, aber als Fan kennt man seine Pappenheimer und weiß wie schwer das Team häufig in die Saison startet. Zudem hatten wir mit Mönchengladbach einen Gegner, der immerhin als sehr souveräner Zweitligameister aufgestiegen war.
Glücklicherweise war diese Skepsis allerdings nun wahrlich nicht angebracht.

Veh hat sich in diesem Jahr in Sachen Mannschaftsaufstellung erstmal dem Rotationsprinzip verschrieben. Nicht nur aufgrund von Verletzungen (z.B. Cacau, Boulahrouz) und verspätetem Trainingsbeginn vieler Nationalspieler hat er schon in der Vorbereitung, sowie in UI-Cup, UEFA-Cup-Quali und Pokal immer wieder mit anderem Startpersonal spielen lassen. Sondern auch, weil es der Kader an sich erfreulicherweise hergibt. Im Sturm hat man dank der augenscheinlichen Leistungssteigerung von Marica nun drei Kandidaten für zwei Plätze, in der Abwehr hat man durch die Verpflichtung von Boulahrouz den Verlust Meiras sicherlich adäquat aufgefangen und im Mittelfeld hat man durch Simak und Lanig zwei weitere Optionen hinzugewonnen, so dass Veh hier sicherlich die Qual der Wahl hat.
So trat man dann dieses Mal vorne mit Gomez und Marica (Cacau ist leider noch verletzt) an, die im Mittelfeld durch Hitzlsperger, Hilbert und Simak offensiv unterstützt wurden, auf der 6er-Position riegelte wie üblich Pardo ab. Hinten stellten sich die meisten Positionen durch die Verletzung von Boulahrouz eher logisch auf (Osorio, Tasci, Delpierre), während auf links Boka statt Magnin spielte, nachdem der Ivorer einen sehr starken Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen hatte.

Bei beiden Mannschaften merkte man zu Beginn dann auch erstmal, dass auf beiden Seiten noch die Sicherheit und die letzte Ordnung fehlte, so dass sich einige durchaus gute Chancen hüben wie drüben ergaben. Die wohl spielentscheidenden Minuten fanden dann wohl schon recht früh statt: Erst verletzt Pardo mit dem Ellenbogen Rösler, der draussen behandelt werden muss, und in dieser Überzahlsituation haut dann Hitzlsperger den Ball aus 25 Metern auf den Kasten und Heimeroth patzt beim Versuch diesen abzuwehren.
Auch das zweite Tor entstand dann rund 10 Minuten später unter gütiger Mithilfe der Gladbacher, als sich Neuzugang Jaures an der eigenen Torauslinie ziemlich einfach den Ball von Simak abluchsen lässt, der dann den ziemlich allein gelassenen Marica im Strafraum bedient und das Ding ziemlich cool reinmacht – etwas was letzte Saison bei ihm wohl keine Selbstverständlichkeit gewesen wäre. Und als dann auch noch Gomez einen toll gefahrenen Konter über Marica und Simak in altbekannter Vor-EM-Manier abgeschlossen hat, war das Spiel dann erfreulich früh entschieden.

Auch in der zweiten Halbzeit ergaben sich dann nochmal zahlreiche wirklich gute Gelegenheiten für Stuttgart (z.B. durch Hilbert, Gomez und Hitzlsperger) – die aber teilweise ziemlich fies vergeben worden sind. Etwas, was mir leichte Sorgenfalten auf die Stirn treibt, da sich die mangelnde Chancenverwertung auch schon durch viele der letzten Partien vor der Saison (u.a. gegen Györ) gezogen hatte. Ich hoffe, dies wird in Zukunft besser, denn zum einen werden die Gegner nicht immer so naiv in der Abwehr agieren und zum anderen wird man hinten auch nicht immer so viel Glück haben. Alleine Rob Friend hätte nämlich im Alleingang mit diversen Hochkarätern den Ausgleich schaffen können, nein eigentlich müssen.
Zum Glück haben wir aber Jens Lehmann verpflichtet und der hat heute wirklich eine großartige Leistung abgeliefert und die Schwächen in der Defensive mehrfach ausgebügelt. Klar, Gladbach hat offensiv wirklich einiges auf dem Kasten und über Friend, Marin und Matmour einige Male sehr toll agiert. Wenn sie in der Defensive die vielen Fehler abstellen können, dann könnte das was werden mit dem Klassenerhalt.

Nichtsdestotrotz darf man bei aller Wertschätzung für die tolle Offensive der Gladbacher aus Stuttgarter Sicht eigentlich nicht so viele große Chancen gegen einen Aufsteiger zulassen. Hier muss man sich dringend verbessern, wenn man in den nächsten Wochen etwas erreichen will – denn da stehen u.a. mit Leverkusen und Hoffenheim zwei sehr spielstarke Gegner auf dem Programm, die unserer Abwehr einige Sorgen bereiten können.
Neben Lehmann hat mir auf jeden Fall unser neuer Kapitän Hitzlsperger sehr gut gefallen. Alle anderen müssen sich noch eine ganze Kante steigern, um höheren Ansprüchen gerecht zu werden.

Sollte aber Boulahrouz das halten was er verspricht und dadurch etwas mehr Sicherheit und Struktur in die Defensive bringen, Simak noch etwas an Fitness hinzugewinnen und unsere Stürmer die Chancen konsequenter nutzen, dann sollten wir um Platz 4 und 5 auf jeden Fall mitspielen können. Für höhere Ziele müsste schon wirklich alles passen.
Für heute bleibt ein kleines Geschmäckle was die Entstehung des ersten Tors angeht, bei dem wir sicherlich insgesamt einiges an Glück hatten, aber insgesamt überwiegt natürlich die Freude über einen gelungenen Saisonstart, wie wir ihn lange nicht mehr hatten!

 

Querpässe

Frankfurt – Hertha 0:2
Insgesamt ein ordentliches Spiel zwischen zwei Teams, die sicherlich auch in dieser Saison keine allzu große Rolle spielen dürften. Die Hertha mag ich ohnehin ungefähr so gerne wie ich die Stadt mag, in der sie ihre Heimspiele austrägt (und das ist KEIN Kompliment) und wird sicherlich auch diese Saison wieder weit hinter ihren eigenen Ansprüchen hinterherhinken. Frankfurt hat eigentlich genügend Potential, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, aber für mehr reicht es dann sicherlich auch nicht.
Top: Raffael & Cicero, recht gute Ansätze in der Frankfurter Offensive

Cottbus – Hoffenheim 3:0
Beeindruckendes Debüt des spielerisch äußerst starken Aufsteigers aus der Provinz. Allerdings wird man erst in den nächsten Wochen sehen müssen, wie sie sich gegen „richtige“ Gegner schlagen werden – und davon kommen an den kommenden Spieltagen genügend. Cottbus seinerseits wird seine Einstellung komplett ändern müssen, wenn man auch dieses Jahr wieder eine positive Überraschung sein will. Das war nix.
Top: Edeljoker Ibisevic mit 3 Scorerpunkten und die Spielstärke der Hoffenheimer insgesamt.

Karlsruhe – Bochum 1:0
Eigentlich nichts weltbewegendes, wenn nicht die Karlsruher bei vielen Experten der Top-Abstiegsfavorit neben Bielefelder wären und wenn nicht die Bochumer vor der Saison ziemlich groß getönt hätten (zumindest für ihre Verhältnisse). Allerdings haben sich die Bochumer schon in der Vorbereitung äußerst bescheiden geschlagen und knüpften daran denn auch ziemlich nahtlos an. Die Bochumer müssen jedenfalls gewaltig aufpassen, dass diese Saison nicht ähnlich wie die der Nürnberger letztes Jahr verlaufen wird. Aber noch ist ja ausreichend Zeit. =) Karlsruhe seinerseits wird es nicht immer so leicht haben und wird mit Sicherheit ganzjährig um den Klassenerhalt kämpfen müssen.
Top: Joshua Kennedy mit einer Szene, die auch ohne Torerfolg eigentlich zum „Tor(schuss) des Monats“ gekürt werden müsste.

Wolfsburg – Köln 2:1
Ein ziemlich mäßiger Kick, in dem Wolfsburg trotz Angsthasen-Taktik in HZ 1, einen verdienten Sieg gegen überforderte Kölner holen konnte. Der Effzeh wird sich auch trotz der namhaften Neuzugänge gewaltig steigern müssen, wenn sie in Liga eins was holen wollen. Aber zumindest Womé darf sich sicherlich demnächst noch mal in einer zwei-dreiwöchigen Spielpause zusätzliche Kondition aneignen.
Top: Novakovic trifft auch in Liga 1, Schnäppchen Mahir Saglik

Leverkusen – Dortmund 2:3
Sicherlich eines der besten Spiele dieses Spieltags – dank zweier ziemlich offensiv ausgerichteter Mannschaften, die beide Schwächen in der Defensive haben. Gewinner des Jung-Trainer-Duells ist zwar sicherlich Klopp (auch weil er Valdez zum Toreschiessen gebracht hat), aber auch Leverkusen wird unter Labbadia sicherlich eine gute Rolle in der Liga spielen können, wenn man hinten die Abstimmung verbessert und vorne mehr Effektivität reinbringen kann. Sicherlich zwei Teams, die diese Saison für einige Begeisterung sogen können. Böse natürlich für den BVB der Kreuzbandriss von Dede.
Top: Ex-Chancentod Valdez & Ersatz-Ziegler, das potentielle Traum-Duo Helmes & Kießling

Bielefeld – Bremen 2:2
Man könnte es sich einfach machen und sagen: Bremen macht da weiter, wo sie vor der Sommerpause aufgehört haben. Offensiv stark, defensiv schwach. Und ja, so ist es im Grunde auch – nur macht man eigentlich zumeist vorne ein Tor mehr als man hinten zulässt gegen schwächere Gegner. Von daher ist für Schaaf sicherlich noch einiges an Arbeit zu verrichten. Bielefeld hingegen war wirklich beeindruckend, sind sie doch vor der Saison als wahrscheinlichster Abstiegskandidat von fast jedem Fan prognostiziert worden. Man wird allerdings sehen müssen, ob sie diese Effektivität vorne werden beibehalten können – und ob das Wohl und Wehe die ganze Saison nur an Wichniarek hängen wird.
Und Clemens Fritz muss ich wohl wieder aus meiner kicker Managermannschaft verkaufen…
Top: Die Doppeltorschützen Rosenberg und Wichniarek

Schalke – Hannover 3:0
Eine durch und durch furchtbare Leistung der vorher durchaus hoch gehandelten Hannoveraner hat kräftig dabei mitgeholfen, dass Schalke mit einem Top-Ergebnis in die neue Saison startete. Einziger Wermutstropfen ist für die Schalker sicherlich die schwere Verletzung von Jones, der nach brutalem Foul erstmal für ein paar Wochen fehlen wird – und sich damit in gute Gesellschaft zu diversen anderen Kollegen begibt. Was man vielleicht noch zu beobachten hat, ist die relative Ungefährlichkeit aus dem Spiel heraus, nachdem alle Tore durch Standards erzielt wurden. Hannover scheint auch diese Saison wieder den eigenen Ansprüchen hinterher zu hecheln. Das war jedenfalls ein ziemlicher Offenbarungseid, der wenig Hoffnung macht – vor allem wie jämmerlich man bei den Schalker Standards verteidigt hat.
Top: Natürlich die Stärke der Schalker Standards und -so schwer es mir fällt- Kevin Kuranyi

Bayern – Hamburg 2:2
Ähnlich wie schon bei LEV-DOR kann man auch hier sagen: Tolles Spiel dank guter Offensiven und schwacher Defensiven. Der Unterschied allerdings ist, dass es sich in Leverkusen mit zunehmender Spieldauer immer mehr zuspitzte und beide Teams wirklich etwas erreichen wollten. Beim Auftaktspiel am Freitag hingegen war es wie ein Reifen mit Loch – irgendwann war die Luft raus. Beide Teams zeigten in den ersten 60-65 Minuten immerhin sehr ansehnlichen Offensivfußball – aber eben auch teils eklatante Abwehrschwächen die umgehend abgestellt werden müssen, wenn man die eigenen Ziele (auch international) erfüllen will. Was für beide Teams gilt.
Ein zentrales Thema waren sicherlich die Elfmeterentscheidungen von Kinhöfer: Ich schließe mich der Mehrheit an und drücke auch meine Hoffnung aus, dass sich diese Auslegung im Verlaufe der Saison wieder etwas relativiert.
Top: Die Offensivabteilung von Hamburg ohne vdV, Lahm

 

Seitenblick – Dritte Liga: VfB Stuttgart II – Wuppertaler SV 2:0 (0:0)

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum zweiten Teams des VfB, die erfreulicherweise in der vergangenen Saison den Sprung unter die Mannschaften schaffte, die für die neue dritte Liga qualifiziert waren. Leider verlief der Start in ebendiese für die Nachwuchstruppe nicht sonderlich erfreulich. Am ersten Spieltag kam man immerhin noch zu Hause zu einem unter dem Strich etwas glücklichen 1:1 gegen Absteiger Offenbach, doch eine Woche drauf gab es dann bei Union Berlin eine deutliche 1:3-Klatsche, wo man nur in einer ca. 15-20 minütigen Phase in Halbzeit 2 wirklich überzeugen konnte.
Gestern gab es dann endlich den ersten Saisonsieg gegen Wuppertal – verdient, wenn auch am Ende etwas glücklich, da Hofmann den ersten Treffer erst in der 84. Minute erzielte. Jener Sebastian Hofmann erzielte damit übrigens schon seinen dritten Treffer im dritten Spiel – zählt allerdings mit 24 Jahren auch nicht mehr zu den ganz Jungen, von daher ist abzuwarten, ob er demnächst auch mal ein paar Erfahrungen bei den Profis sammeln darf.
Nach dem dritten Spieltag steht man 4 Punkten und 4:4 jetzt jedenfalls auf einem soliden 11. Platz. Die Zielvorgabe dürfte indes eventuell noch etwas höher liegen, würde ich vermuten. Wichtig ist aber auf jeden Fall, die Klasse erst einmal zu halten, um den jungen Spielern möglichst professionelle Spielmöglichkeiten zu geben.

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Hirngabels ultimater Serienguide zur Season 07/08 – Comedy: 30 Rock / How I Met Your Mother.

In dieser Rubrik gebe ich meine Eindrücke zu den Serien wider, die ich im vergangenen Jahr geschaut habe. Die eine oder andere Serie(nstaffel) kann dabei auch zu früheren TV-Seasons gehören. Man kann aus der Reihenfolge der Auflistung, so man denn möchte, eine aufsteigende Positionierung in meiner Gunst ablesen – allerdings ist diese eher von der Tagesform abhängig und daher habe ich denn auch auf eine konkrete Nummerierung verzichtet.

Bisher besprochene Serien:

Back to you
Welcome to the Captain

Samantha Who?
Aliens in America

The Simpsons
Scrubs

My Boys
Reaper

The Big Bang Theory
IT Crowd

My Name Is Earl
Californication

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30 Rock



 

Eine der großen Überraschungen der Season 06/07 war sicherlich die NBC-Comedy 30 Rock, die vor allem, aber nicht nur, von Kritikern kräftigst abgefeiert wurde – und das durchaus zu Recht. So gab man, trotz „nur“ ordentlicher Quoten, denn auch recht frühzeitig bekannt, dass die Serie auf jeden Fall in eine zweite Season gehen sollte.

 

Die Serie 30 Rock -Kurzform der Adresse des NBC-Gebäudes (30 Rockefeller Square)- handelt von Liz Lemon, die als Haupt-Autorin der Sketch-Show „The Girlie Show“ tätig ist, wo sie mit einem äußerst anstrengenden Chef (fantastisch: Alec Baldwin), einem sehr verschrobenen Mitarbeiter-Team und ihren eigenen Neurosen zu kämpfen hat.

 

Man kann bei 30 Rock wohl von einer Art „Meta-Serie“ sprechen. Denn Tina Fey spielt nicht nur die Autorin der fiktiven Show, sondern schreibt auch noch das Skript von 30 Rock – und verarbeitet dabei augenscheinlich ihre eigenen Erfahrungen, die sie als Autorin und Schauspielerin der bekannten Sketch-Show „Saturday Night Live“ war, die mehr als eindeutig Vorbild der „Girlie Show“ ist. Und als wäre das nicht schon „Meta“ genug, werden in 30 Rock zudem auch noch jede Menge bekannter Schauspieler und anderer Showbusiness-Persönlichkeiten durchgeschleust – manche spielen sich dabei selbst (Jerry Seinfeld, Conan O’Brien, Al Gore), manche aber auch nur eine Rolle.

Nur bei einem kann man sich in diesem Zusammenhang garantiert sein: Die Celebrities benötigen eine gehörige Portion Selbstironie, denn in der Regel werden ihre Auftritte dort zumeist auf ihre in der Öffentlichkeit eher negativ wahrgenommenen Eigenschaften/Ticks konzentriert.

 

Und in dieser „Metahaftigkeit“ der Serie (es lebe der Neologismus…) liegt denn auch ihre größte Stärke, da sich alleine schon durch die Platzierung der Serie bei NBC schon jede Menge sehr schöner Show-Biz und Politanspielungen ermöglicht werden. Und dies wird erfreulicherweise denn meist auch mit voller Konsequenz ausgereizt.

Dies wird durch die Karikaturenartige Anlage der Serie unterstützt, denn hier ist beinahe alles gnadenlos überzeichnet, die Figuren, die Storylines und meistens auch die Art der Inszenierung. Dies mag nicht jedem gefallen, ich aber finde es großartig, da es genau meinen Nerv trifft. Wunderbar auf die Spitze getrieben wird dies beispielsweise in den wirklich exzellenten Episoden „Greenzo“, „M.I.L.F. Island“ oder „Succession“ – wobei auch die restlichen Folgen nur selten wirklich abfallen. Alleine schon durch diese Panoptikum an skurrilen Figuren, denen Fey immer wieder wunderbare Subplots zugesteht, die ein ums andere Mal begeistern können (wie z.B. die Koffeinsucht von Kenneth oder „The World’s Greatest Porn Video Game“).

 

Meine Wertung: Starke 9 von 10 Gabeln [für Season 2]

 

Sidekick: The Middleman

 

Wo wir gerade bei stark überzeichneten Serien sind, muss ich mal kurz noch auf die ebenfalls ganz wunderbare Serie The Middleman hinweisen. Zwar fällt diese Show nicht in den Zeitbereich, den ich mir für diesen Guide gestellt habe, aber dennoch möchte ich kurz eine Sehempfehlung abgeben, bevor diese Serie womöglich bald abgesetzt wurde. Zumindest wurde die Staffelorder für Season 1 von ABC Family um eine Episode gekürzt. Kein wirkliches Wunder, denn The Middleman ist nicht unbedingt Konsensfernsehen, sondern ein ziemlich überdrehtes Comic-Spektakel über zwei Special Agents, die die Welt vor Aliens, Zombies und klassischen Cartoon-Bösewichten beschützen. Und dabei ist das ganze auch noch ziemlich camp angelegt, eine Art Mischung aus Men In Black, Scrubs, Austin Powers, sowie Mit Schirm, Charme und Melone. Letztere Referenz ist dabei gar nicht so ungewöhnlich, denn für das Remake dieser Klassiker-Serie (das zugegeben nicht wirklich gut ankam) zeichnete sich auch schon Lost-Autor Javier Grillo-Marxuach verantwortlich, der hier nicht nur die der Serie zugrunde liegenden Graphic Novels erfunden hat, sondern auch die Serie selbst schreibt.

Nicht nur denjenigen, denen es einfach nach frischem Serienmaterial dürstet, kann ich diese Serie nur wärmstens ans Herz legen. Ein knallbuntes Zitate-Feuerwerk!

 

How I Met Your Mother

 

 

 

Dem durchschnittlichen Leser dieses Blogs muss ich wohl nicht mehr viel über How I Met Your Mother erzählen. Schließlich habe ich schon mehrfach hier in diesem Blog über HIMYM geschrieben und auch schon häufiger an anderen Stellen meine Meinung zu dieser CBS-Serie kundgetan. Und wer das nicht gelesen haben sollte, der wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Serie kennen – und da würde ich dann wohl Gläubigen predigen. Aber gut, ich habe den Weg dieses Serienguides beschritten, also muss ich es auch durchziehen.

 

Daher erst einmal ein kurzer Disclaimer: Ich liebe diese Serie!

 

Mir geht das Herz schon auf, wenn ich die ersten Akkorde des Titelsongs höre, ein Lächeln kommt automatisch auf die Lippen, wenn die Glocken dazu einsetzen und wenn dann das „Ba BaBababaaa“ erklingt, dann fühl ich mich direkt heimisch.

Die erste Staffel habe ich in den vergangenen Jahren schon ca. 4 oder 5 Mal komplett gesehen und auch die zweite Staffel dürfte ich mittlerweile mehrfach durchgeschaut haben – inklusive aller Extras und Audiokommentare. Grob geschätzt dürften wohl zudem ca. 15-20 Leute direkt oder indirekt von meiner Begeisterung angesteckt und in die Abhängigkeit getrieben worden sein. Von daher würde ich der Serie wohl so ziemlich alles verzeihen, denn How I Met Your Mother ist einfach eine ganz vorzügliche, wunderbare, großartig gemachte Serie, die man einfach lieb haben MUSS!

 

Aber geben wir noch mal eine Kurzzusammenfassung, was für eine Serie How I Met Your Mother eigentlich ist: Nun, der Titel sagt eigentlich alles, denn es geht darum, dass Ted Mosby seinen Kindern davon erzählt, wie er deren Mutter kennengelernt hat. Abseits dieses Aufhängers, geht es aber vor allem um das Leben von ihm und seinen vier besten Freunden im New York des frühen 21. Jahrhunderts (sprich: heute).

 

Das Ganze ist also im Grunde eine klassische Sitcom, die ein mehr als deutliches Vorbild hat: Friends. Und wie auch schon der berühmte Klassiker unter den Sitcoms, so ist auch die Stärke von HIMYM eindeutig die liebevolle Figurenzeichnung gepaart mit einem exzellenten Casting. In erster Linie ist da sicherlich Josh Radnor, der genau den richtigen Sympathiegrad für die Hauptfigur besitzt und seine Rolle mit einwandfreiem Timing und einem angenehmen Schuss Verpeiltheit ausfüllt. Dazu hat er eine perfekte Harmonie mit Colbie Smoulders, die die Quasi-Co-Hauptrolle Robin Scherbatski natürlich auch sehr bezaubernd spielt.

Die wahren Stars der Serie sind aber natürlich die „Neben“figuren!

Zum einen hätten wir da das Pärchen Marshal und Lilly, bei denen man nie so wirklich weiß, wer die Hosen anhat… Jedenfalls harmonieren diese beiden, gespielt von Alyson Hannigan (bekannt aus Buffy und American Pie) und Jason Segel (aus dem unbedingt mal gesehen haben müssenden Freaks & Geeks, Nie wieder Sex mit der Ex), derart glänzend, dass man hier wirklich meinen könnte, sie gehörten zusammen. Beide sind einfach mit einem hervorragenden komödiantischen Talent gesegnet.

 

Aber bevor ich zum Schluß komme, sollte ich natürlich auch mal kurz auf die dritte Staffel eingehen. Kurz gefasst: Hervorragend wie immer.
Ein wenig viel Stuntcasting mit Gastauftritten von Enrique Iglesias und Britney Spears – aber okay, die Auftritte haben nicht wirklich gestört. Dafür gab es wieder mal jede Menge guter, witziger Einfälle, wie die „Hot-Crazy-Scale“, der „Bro-Code“, „Revertigo“ und das „Sandcastles in the sand“-Video, die gesamte „The Bracket“-Episode, Slapsgiving und alles was dazu gehörte, die „Platinum Rule“, das „Yips“ und und und… Und zu allem Überfluss noch ein paar fiese Wendungen am Ende der Staffel – die aber wiederum Carter Bays und Craig Thomas gute Gelegenheiten geben dürften, die Geschichte noch um ein paar weitere Ecken zu führen. Denn natürlich ist es ein Stück weit ein Problem, dass man bei einem so konkreten Titel das eigentliche Ziel der Serie (die Mutter treffen) ja irgendwann mal erreichen muss (und eine frühzeitige Absetzung wäre in diesem Falle das absolut furchtbarste!).

Für mich aber ist, um mal eine Plattitüde zu vermeiden, der Weg das Ziel – und von mir aus könnte es lange so weitergehen.

 

Losgehen (hach, schöner Delling…) tut es für HIMYM auf jeden Fall endlich auch in Deutschland, und zwar am 13. September um 14.10 Uhr. Wie man an der Uhrzeit schon erahnen kann (sofern einem der Kalender nicht ohnehin geläufig ist), handelt es sich um einen Samstagnachmittag – was meiner Meinung nach die perfekte Programmierung ist. Gut, eine Platzierung in der Primetime wäre natürlich auch irgendwie cool gewesen, aber das Umfeld am Comedy-Samstag sollte perfekt passend sein – ausserdem wissen wir ja wie solche Versuche bei uns oft enden. Zudem dürften die Quotenansprüche auf diesem Sendeplatz nicht so hoch sein, als dass sich die Serie schnell verabschieden wird. Bleibt halt nur die Frage, was die deutsche Synchro aus dem brillanten Wortwitz machen wird, der die Serie so sehr auszeichnet…

 

Achja, Neil Patrick Harris kicks natürlich ass – und zwar Bro’-Style! Aber das brauch ich wohl nicht zu erwähnen, oder?

 

Meine Bewertung: 9-10 von 10 Gabeln [für Season 3]

 

Coming up: Das Leben vor dem Tod im Lala-Land.

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