A.E.I.O.U.

Nach einer Woche ohne Internet und dementsprechend ohne frische Blog-Einträge bin ich nun gestern abend wieder in die Heimat nach Köln zurückgekehrt. Es war wieder einmal eine geschäftliche Reise, die mich dieses Mal in unser Nachbarland Österreich geführt hat. Bislang war ich ca. zwei, drei Mal bei den Berdörflern im Urlaub mit meinen Eltern – was allerdings schon einige Jährchen her ist, und die Erinnerungen daran dementsprechend verblasst sind.

Doch während es damals irgendwo in die Alpenpampa ging, waren dieses Mal urbane Metropolen das Ziel meiner Reise (naja, oder so ähnlich):
Es ging nach Velden/Wörthersee, Graz, Wien und Linz.

Velden ist ein ziemlich beliebtes Ziel für die Upper Class, direkt am schönen Wörthersee gelegen, mit zahlreichen feineren Restaurants, Hotels und einem recht eleganten Casino – allerdings interessant ist das ganze wohl nur im Sommer. Denn im Winter ist das alles ein ziemliches Nest mit vor allem geschlossenen Lokalitäten…

Von Graz habe ich leider nicht allzu viel gesehen, da wir aufgrund mehrerer Stopps, u.a. zum Shoppen* erst recht spät dort ankamen und unser Hotel etwas ausserhalb lag. Zwar kamen wir aus dem Süden und mussten in den Norden der Stadt – allerdings ist Graz einmal komplett untertunnelt, so dass man zwar quer „durch“ die Stadt fährt, aber eben quer unten durch und dadurch gar nix von ihr sieht. Verkehrspolitisch absolut nachvollziehbar – aber leider etwas unpraktisch für meine Neugier…

Am Mittwoch gab es dann in Wien erstmals richtiges Sightseeing in Form eines kleinen Spaziergangs -bei knackigen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt, aber sonnigem Wetter- vorbei an den wichtigsten Punkten: Stadtpark mit Kurpavilion, Kärntnergasse, Albertina-Platz, Hofburg mit Park, Kohlmarkt, Stephansdom, Mozarthaus, etc.
Ich muss zugeben, dass ich kein großer Stadt-Liebhaber bin, sondern eher ein Landschaftsfreak, aber Wien ist schon ganz hübsch anzusehen. Selbst im Winter.
Viele hübsche, alte Wohn- und Geschäftshäuser, zahlreiche Prunkbauten aus den Zeiten der K+K-Monarchie und einige schöne Plätze und Grünflächen. Da spaziert man dann schon ganz gerne 2 Stündchen durch. Dann reicht es für meinen Geschmack aber auch.

Weiteres Sightseeing gab es dann am gestrigen Tag in Linz, als wir (Ich und Cheffe) einige Stunden totzuschlagen hatten, die zwischen Check Out im Hotel und Rückflug lagen. Leider war das Wetter wesentlich mieser als zwei Tage zuvor in Wien und vor allem durch sehr tiefhängende Wolken und leichten Niederschlag geprägt (hinzu kam ein „leichter“ Kater von der Abschlussveranstaltung…), so dass die Wanderung durch die ebenfalls recht schöne Innenstadt an der Donau nicht sooo viel Spaß machte. Bei schönerem Wetter sicherlich auch ein nettes Ziel für einen kurzen Städtetrip. Die Flüge ab/bis Köln sind zumindest ausgesprochen günstig, zumal die Auslastung dieser eher mäßig ist, wodurch die Chancen auf Billigpreise ziemlich gut stehen.

Von den Eindrücken aus den Städten und auch von den Autofahrten zwischendurch, lohnt sich Österreich sicherlich für einen erneuten und dann längeren Aufenthalt, auch bzw. gerade im Sommer (für mich als Nicht-Skifahrer).

Nun war ich aber natürlich nicht nur auf Sightseeing-Tour bei den „Öschis“, sondern hab durchaus auch ein wenig arbeiten müssen. Da aber im Gegensatz zu meiner letzten Tour vor einem Monat keine Tagesveranstaltungen auf dem Programm standen, blieb dieses Mal immerhin tagsüber etwas Zeit für andere Dinge. Diese Roadshow mit dem österreichischen Ableger eines deutschen Reiseveranstalter bestand nämlich aus Abendveranstaltungen für Reisebüromitarbeiter (mal knapp 100, mal fast 300), die dann eine Mischung aus Informationsbörse und Dinnershow darstellten.
Zu Beginn der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer an mehreren Ständen über die Produkte/Dienstleistungen/Destinationen informieren, die wir als Partner dort vorstellen konnten. Im Anschluss daran gab es dann jeweils ein (meistens) sehr leckeres Buffet mit anschließender Videopräsentation [die an manchen Stellen ein klitzekleines bisschen unfreiwillig komisch wirkte…] bevor es dann ein ca. 1stündiges Konzert der „blech-bixn-bänd“ gab. Diese kleine 5köpfige Kombo machte übrigens eine sehr coole Show auf ihren selbstgebastelten Instrumenten, die vorwiegend aus Restmüll bestehen. Informationen über ihre sehr gelungene Mischung aus Covermusik & Comedy findet ihr übrigens hier.
Zum Schluss gab es dann immer noch ein Gewinnspiel, wo wir Partner ein paar nette Preise (von T-Shirts bis hin zu Flügen) unter das Reisebüro-Volk bringen konnten.

Ich bin grundsätzlich eher ein Anhänger von Tagesveranstaltungen, die, auch wenn sie wesentlich anstrengender sind, mehr Chancen bieten, den Teilnehmern Wissen zu vermitteln. Aber auch solche Veranstaltungen, bei denen Entertainment und ein bisschen „Pampern“ im Vordergrund stehen, haben sicherlich ihre Berechtigung. Einerseits kann sich der organisierende Veranstalter so ein recht positiv besetztes Image bei den teilnehmenden Reisebüromitarbeitern schaffen (was ja nie verkehrt ist), und andererseits haben wir als Partner aus der Reiseindustrie natürlich auch die Möglichkeit, mit recht vielen Expedienten ins Gespräch zu kommen. Zwar gibt es natürlich auch einige Leute, bei denen man merkt, dass sie nur schnell den Stempel bekommen wollten -diese gabs an jedem Tisch um am finalen Gewinnspiel teilnehmen zu können- und an unseren präsentierten Leistungen nicht wirklich interessiert waren. Aber die interessierten Leute waren dann doch in der Überzahl, so dass sich der Aufwand, an einer solchen Roadshow teilzunehmen, sicherlich lohnt. Auch wenn Erfolg bei solchen Aktionen nur schwer messbar ist.

Morgen geht es dann schon wieder weiter, wenngleich immerhin ohne großen Reiseaufwand. Denn derzeit findet der Reisemarkt hier in Köln statt, an dem wir, wie jedes Jahr wieder teilnehmen, und wo ich am 1. Advent Standdienst für einige unserer Kunden leisten werde. Ist zwar nicht immer völliger Spaß, da immer auch ein paar Menschen mit eher seltsamen Vor- und Einstellungen an den Ständen vorbeikommen (gerade wir als US-Destination werden leider immer wieder ungefragt mit Einschätzungen der politischen Lage konfrontiert…), aber wenn interessierte Leute vorbeikommen, ist es immer wieder großartig, wenn man diesen ein bisschen von der Faszination unserer Staaten vermitteln kann. Und außerdem trifft man auf den Messen natürlich immer auch die Vertreter anderer Regionen und touristischer Dienstleister wieder, was natürlich auch immer sehr spaßig ist, in unserer familiären Branche.

*Auch dieses Mal hat die Sucht wieder zugeschlagen. Eigentlich sollte es nur den tollen, österreichischen Film „Poppitz“ geben (meine Kritik hier), aber dann gab es leider auch noch ein paar weitere günstige Angebote, die dann dazu führten, dass auch noch Staffel 4 der „Gilmore Girls“, sowie aus beruflichen Weiterbildungsgründen der Klassiker „Easy Rider“ in meinem Einkaufskorb gelandet sind.
** Die Erklärung zur Überschrift ist übrigens hier zu finden. Wobei meine Lieblingsinterpretation die folgende ist: „Alles Erdreich Ist Oesterreich Untertan.“
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