Monatsarchiv: Dezember 2007

Zwotausendundsieben.

Noch etwa 6 Stunden, dann war es das mit dem Jahr 2007. Und weil es so Standard ist, muss ich hier jetzt eigentlich auch in meinem Blog einen kleinen Rückblick, ein Resümé bzw. ein Fazit des abgelaufenen Kalenderjahres geben.

Allerdings befürchte ich, dass es doch ein wenig langweilig wird, denn 2007 war für mich vor allem ein Jahr der „Konsolidierung“ (und auf privater Ebene leider auch ein Jahr der „Rationalisierung“ aber das ist nun wiederum nichts, was ich hier jetzt breit treten müsste). Schließlich gab es nach einem Vierteljahrhundert, in dem es quasi immer voranging, im Jahr 2007 keine entscheidende Veränderung, die mein Leben vorangetrieben hätte. Stattdessen war 2007 das erste Kalenderjahr, das ich komplett in einem Arbeitsverhältnis verbracht habe, wo alles seinen mehr oder weniger geordneten Weg gegangen ist. Das ist beileibe nichts schlechtes oder gar schlimmes und ich will auch nicht jammern, denn ich mag meine Arbeit sehr, und was das Arbeitsumfeld angeht (sprich die Kollegen), so könnte ich mir für meine erste richtige Arbeitsstelle eigentlich kaum etwas besseres vorstellen.

Allerdings ist es nach den vergangenen Jahren, in denen es eigentlich immer zumindest gefühlt vorwärtsging (und sei es nur durch die Versetzung in die nächste Klasse) und vor allem nach dem wirklich genialen Jahr 2006 schon eine kleine Umstellung, dass nun alles eher „nur so läuft“. Weil, 2006 war schon das verdammt beste Jahr meines Lebens. =) Da gabs schließlich erst die bestandene Diplomarbeit, dann die Festanstellung im Wunschjob mit Umzug in die erste richtige eigene Wohnung (Studentenwohnheimbude u.ä.  mal ausgenommen) und zu allem Überfluss auch noch auf privater Ebene eine Freundin gefunden. Und als wär das nicht schon genug gabs 2006 zudem noch die WM in Deutschland, was einfach eine sehr coole Zeit war.

Das beinahe vergangene Jahr hingegen war halt einfach irgendwie… hmm… unspektakulär… Nicht viel aufregendes passiert, bis auf ein paar interessante berufliche Auslandsaufenthalte und -hey!- immerhin den ersten richtigen Urlaub seit 2006. Achja, und dieser Blog wurde natürlich ins Leben gerufen. Mit diesem bin ich auf jeden Fall ziemlich zufrieden. Seit Ende September gab es immerhin schon gut 5.000 Besucher auf dieser Seite, was schon mal nicht so übel ist. Gut, es könnten ruhig noch ein paar mehr Leute sein, die nicht nur über irgendwelche Suchbegriffe hier landen, sondern, die diesen Blog bewusst ansteuern. Aber mal schauen, wie das im kommenden Jahr läuft. Es wird 2008 jedenfalls hoffentlich wieder mehr Filmkritiken geben, denn 2007 war leider in Sachen Kino ein absolutes Mangeljahr. Im Vergleich zum Beginn des Jahrtausends, wo ich teilweise noch jede Woche mindestens 1-2 Mal im Kino, war ich 2007 froh, wenn es noch für einen Kinobesuch im Monat gereicht hat… Mit dem neuen TV-Gerät, das es mir nun ermöglicht wieder externe Abspielgeräte anschließen zu können, stehen die Chancen zumindest sehr gut, dass demnächst mal wieder mehr DVDs geschaut werden und daraufhin mal wieder ein paar Filmkritiken mehr von mir geschrieben werden.

Ansonsten habe ich keine großartigen Erwartungen für das kommende Jahr. Beruflich läuft hoffentlich alles so optimal weiter, wie es bisher verlief und wenn dann im privaten Bereich noch der Löffel zur Hirngabel 2008 dazu kommen würde, dann würde ich nächstes Jahr an dieser Stelle schon ein ziemlich zufriedenstellendes Fazit ziehen können.

Weil: Europameister werden wir nächstes Jahr ja ohnehin. Hoffe ich. 😉

In diesem Sinne: Guten Rutsch, sowie viel Erfolg und Glückseligkeit und vor allem eines im neuen Jahr – ordentlich viel Spaß, damit man immer ein Lächeln auf den Lippen hat!

Und wenn ihr irgendwo keinen Bock drauf habt, dann brecht einfach aus!

Das ist übrigens die beste Band, von der ich dieses Jahr ein Album gekauft habe:
Get Cape. Wear Cape. Fly
Er war Vorband auf dem wundervollen Kate Nash-Konzert und macht einfach richtig feine Musik. Mehr von ihm gibts hier und hier und hier (natürlich in besserer Tonqualität – aber ich mag das Video halt).

Aber jetzt wird erstmal ordentlich gefeiert.

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Eingeordnet unter Menace to Reality, Muss man wohl dabei gewesen sein...

Honigtöpfe.

Bee Movie

Animation, USA 2007
Laufzeit: 91 Min.
Regie: Steve Hickner, Simon J. Smith
Synchronsprecher: Jerry Seinfeld (Bastian Pastewka), Renee Zellweger (Miriam Weichselbraun)

Aufgrund des Feiertagsstresses (den es zwar gar nicht gibt, aber es ist einfach ZU anstregend mit vollgefressenem Bauch lange Texte zu tippen), gibt es heute mal nur eine kurze Filmbesprechung. Aber da der Chronistenpflicht selbstverständlich Rechnung getragen werden muss, will ich Euch natürlich meine Eindrücke zum letzten Kinobesuch nicht vorenthalten. Denn am Vorabend von Heiligabend gab es zur Abwechslung mal wieder Kino und zwar Bee Movie.

Grundsätzlich schaue ich sehr gerne Animationsfilme, so ist beispielsweise Shrek der Film, den ich bisher am häufigsten in meinem Leben gesehen habe. Wichtig ist für mich nur immer, dass sie etwas aus den technischen Möglichkeiten machen und Geschichten aus Umgebungen erzählen, die man mit einem Realfilm nicht oder nur sehr begrenzt darstellen könnte. So wurden zuletzt mal Ratten, mal Autos oder eben Märchenfiguren zu Hauptdarstellern, um die herum dann in der Regel ziemlich menschliche Geschichten erzählt worden sind.

Bei „Bee Movie“ stehen nun -wie der des Englischen mächtige Leser schon längst erkannt hat- selbstverständlich Bienen im Mittelpunkt der Geschichte. Genauer gesagt eine adoleszente Biene namens Barry Bee Benson, die gerade auf dem Sprung von der Schule ins Berufsleben steht, was sie in eine mittelschwere Identitätskrise stürzt. Auf der Suche nach einem Sinn ergreift Barry die naheliegendste Möglichkeit: die Flucht aus dem Bienenstock, um etwas von der Welt zu sehen und den Horizont zu erweitern.

Auf seinem Ausflug kommt er aber nicht nur in Kontakt mit Menschen und vor allem einer bestimmten Frau -und bricht dabei die honiggoldene Bienenregel, nie mit Menschen zu sprechen-, sondern entdeckt auch, dass diese Menschen seit Jahren fieserweise das Erzeugnis der Bienenarbeit (für die weniger intelligenten: Honig) einfach so kommerziell für sich nutzen. Logische Konsequenz: Die Biene verklagt die Menschheit.

Und da sind wir dann auch schon bei der Crux des Films: seine Aussage im letzten Drittel des Films.
Natürlich ist Bee Movie, wie die meisten Animationsfilme an erster Stelle mal ein Unterhaltungsfilm, was er auch über weite Strecken mehr als passabel leistet, mit einigen guten Gags und einigen netten Anspielungen auf Popkultur und Politik – ohne sich dabei aber zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Auch die optische Komponente ist recht passabel gelöst. Die Darstellung des Bienenstocks ist dabei sehr comicartig bunt angelegt, was recht nett aussieht, Highlight allerdings waren, wie ich fand, die Flugsequenzen außerhalb des Bienenstocks, die sehr gelungen waren. Die restlichen Animationen, gerade auch der Menschen, waren relativ durchschnittlich und erinnerten sehr an die Animation vom wunderbaren „Die Unglaublichen“. Wenn man bedenkt, dass dieser Film drei Jahre alt ist, und die Animationstechnik sich weiterentwickelt hat, ist dieser Kommentar nicht so richtig als Kompliment zu werten…

Allerdings störte mich vor allem eines an Bee Movie: Die Aussage. Barry begibt sich also, wie gesagt, auf die Sinnsuche, weil er nicht auf ewig in die Mühlen des Bienenstocksystems eingespannt werden möchte, sondern sein Leben selbst bestimmen möchte. Mit der Zeit erkennt er nun erst wie wertvoll, dass Produkt der Arbeit seines Volks ist, und kämpft dafür, dass den Arbeitern dieses Produkt gehört.
Und dann erkennt er zudem auch noch, dass die Tätigkeit der Arbeiter nicht nur einen Wert hat – sondern vielmehr noch entscheidend für den Fortbestand der Welt ist, und eigentlich nicht die individuelle Biene wichtig ist, sondern vor allem das Kollektiv insgesamt stark ist.

Und da musste ich dann irgendwann sagen, dass mir diese kommunistischen Aussagen irgendwann einfach zu viel wurden. Es ist ja okay, wenn Barry erkennt, dass auch er seinen Teil für die Gesellschaft leisten muss, aber dies in der Form darzustellen, hat für mich den Filmgenuss doch etwas getrübt.

Daher kann ich am Ende nur zu folgendem Urteil kommen:  6 von 1o Gabeln

PS: Yeah, kein einziges Mal Jerry Seinfeld im Review erwähnt… =)
PPS: Warum der Film auf jeden Fall einen Stein bei mir im Brett hat, ist der Winnie Pooh-Gag! Der war großartig und fast schon Shrekesk im besten Sinne…

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Eingeordnet unter Cinema Paradiso

Weihnachten.

Die Hirngabel hofft, dass ihr schöne habt und Euch reich beschenken lasst – sowohl materiell als auch mit einer angenehmen Zeit! Ich hoffe Ihr bekommt, dass Ihr Euch erhofft habt – oder zumindest, dass was ihr verdient.

 Und auch wenn es in Deutschland noch nicht wirklich als Tradition etabliert ist, wisst Ihr sicherlich, was zu tun ist, wenn Ihr unter einem Mistelzweig steht!
(Bitte mit Ton anschauen)

In diesem Sinne: Ein frohes Fest Euch allen da draussen!

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Eingeordnet unter Menace to Reality

Wordpress-Experte gesucht.

Heute brauch ich mal kurz Eure Hilfe, da jüngst bei mir eine Frage auftauchte, zum Thema „Statistiken bei wordpress“.

Und zwar haben sich im Laufe des Wochenendes rund 150 Besucher zum Thema „Der goldene Kompass“ auf diesen Blog hier verirrt, natürlich in den unterschiedlichsten Schreibvarianten – zumindest sagt dies die Suchstatistik von WordPress aus.
Nun dachte ich immer, dass diese Statistik die Zugriffe zählt die von Besuchern kommen, die einen Begriff bei Google eingegeben haben und in deren Ergebnisliste dann auf einen Eintrag klicken, der zu meinem Blog führt.
Wie gesagt: Das dachte ich. Nachdem nun aber diese, für meinen kleinen Nobody-Blog ziemlich hohen Zugriffszahlen zustande kamen, hat’s mich natürlich interessiert, an welcher Stelle ich denn bei Google überhaupt für „Der goldene Kompass“ gelistet bin. Und prompt kam auch die Überraschung – gar nicht! Zumindest kann ich sämtliche 76 Seiten ohne und alle 100 Seiten mit ausgeblendeten Suchergebnissen durchklicken -was kein Vergnügen bereitet!- ohne auch nur einen Hinweis auf mich zu finden.

Ergo drängt sich nun förmlich die Frage auf: Was sagt diese Suchbegriffsstatistik bei wordpress hier überhaupt aus???

Für Aufklärung wäre ich sehr dankbar!

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Eingeordnet unter Digi-Tales. Stories from the Blog.

Voll verplant.

Die Thematik des Urheberrechts ist neben der Datenschutzproblematik im Internet wohl an den meisten Stellen Thema Nummer 1, wenn es um grundsätzliche Sachen und Rechtsfragen im World Wide Web geht. Das Eisen „Datenschutz/-handel“ ist ja derzeit wieder mehr als heiß, einerseits in Bezug auf das unsägliche „Datenvorratsspeicherungsgesetz“ und andererseits im Zusammenhang mit den neuen AGBs im StudiVZ, wo ich ja schon vor kurzem hier im Blog drauf hingewiesen habe.

Ein mindestens so großer Dauerbrenner ist aber natürlich das Thema Urheberrecht. Hier ist es vor allem der Bereich Musik, der lange Zeit an vorderster Front des Themas stand, und dann mit zunehmender technischer Entwicklung auch immer mehr die unrechtmäßige Verbreitung von Filmen, egal ob Kurzclip, Kinofilm oder TV-Show.
Dass diese Produkte allesamt zumindest eine gewisse kreative Leistung voraussetzen, die auch honoriert werden sollten – darüber muss man eigentlich nicht diskutieren. Wie hoch und in welcher Form, darüber ließe sich sicherlich streiten. Aber es sind nun mal Künstler, Regisseure, Autoren, Musiker, Schauspieler, etc. an diesen Werken beteiligt, die hierfür auch belohnt werden müssen.

Um die Einhaltung der Rechteabgaben zu gewährleisten, haben die einzelnen „Kunstbereiche“ (bzw. Branchen) jeweils ihre eigenen Interessenvertretungen, die sich darum kümmern, dass möglichst niemand, die Urheberrechte verletzt. Am bekanntesten ist hier sicherlich die GEMA, die das Geld für Künstler aus dem Musikbusiness eintreibt.

Ein bisher weitestgehend unbekannter Verein (außer in der Hotelbranche, wenn man sich mal die Gerichtsurteile auf der Website anschaut) ist die vg.media, die laut Selbstauskunft auf besagter Website „…Rechte und Ansprüche, die sich aus dem Urheberrecht für Medienunternehmen ergeben…“ als Verwertungsgesellschaft wahrnimmt.

Nun gibt es im Netz eine kleine private Internetseite, die eine Software entwickelt hat, die die Programme einer Vielzahl der deutschen TV-Sender zusammenfasst und dadurch eine Art digitale Fernsehzeitschrift bieten. Diese Seite nennt sich www.tvbrowser.org und ist wie gesagt ein vollkommen privates Projekt, das mit einem Open Source-Ansatz arbeitet und völlig ohne Werbung auskommt, und auch darüber hinaus absolut kostenfrei ist.
Ein wirklich guter Service, der bei momentan ca. 170 gelisteten Sendern selbstverständlich alle TV-Zeitschriften in den Schatten stellen dürfte, daher dem Fernsehzuschauer eine perfekte Orientierungsmöglichkeit bietet und daher indirekt den TV-Sendern indirekt als kostenlose Werbemöglichkeit zugute kommt – sollte man zumindest meinen!

Doch die schon erwähnte vg.media hat sich nun in der vergangenen Woche an die Jungs (und evtl. Mädels) von tvbrowser.org gewandt, mit der Mitteilung, dass sie ab dem 1. Januar 2008 eine Art „Schutzgebühr“ auf die genutzten Programmankündigungen zu leisten hätten.
Da diese Schutzgebühr aber keine Pauschale ist, sondern nach Seitenaufrufen abgerechnet wird und tvbrowser.org zu den bekannteren Seiten im Netz gehört, würde dies bei den derzeitigen Nutzerzahlen Kosten von ca. 14.000€ im Jahr bedeuten – für ein Freizeitprojekt ohne kommerziellen Anspruch natürlich ein Ding der absoluten Unmöglichkeit!

Für die Macher von tvbrowser.org gibt es daher erstmal nur eine Konsequenz:
Alle Sender, die durch die vg.media vertreten werden, aus ihrem Service rauszustreichen.
Hierzu zählen sowohl die ProSiebenSat1-Gruppe mit all ihren angeschlossenen Sendern, wie auch die gesamte RTL-Senderfamilie und noch zahlreiche weitere TV-Ausgeburtenstalten, wie z.B. 9Live. Damit fällt also ein nicht unerheblicher Inhaltsinput, der für diesen Service natürlich essentiell ist, einfach so weg – und das alles mit der Begründung, dass hier Urheberrecht geschützt/honoriert werden muss.
Für mich ein absoluter Witz. Und zwar ein ganz schlechter.

Keine Diskussion, eine TV-Sendung, mag sie noch so schlecht sein, wie Big Brother & Co., hat immer eine gewisse „Schöpfungshöhe“ (dies ist zumindest juristisch relevant, wenn es darum geht, ob etwas unter das Urheberrecht fällt), dass aber ein bloßer PROGRAMMABLAUF eine kreative Leistung erfordert, die urheberrechtlich geschützt werden müsste, halte ich für einen vollkommen absurden Ansatz, der derart hirnrissig und kursichtig gedacht erscheint, dass ich am liebsten eine Viertelstunde lang versuchen würde, die Mona Lisa mit dem Kopf in meinen Couchtisch einzuhämmern… Erst recht wenn man bedenkt, dass die Macher von tvbrowser.org ja ihr Projekt nicht „illegal“ durchgeführt haben, sondern dies jahrelang mit schriftlicher Genehmigung der Sender!
Einfach nur vollkommen absurd, diese Geschichte!

Ich kann es mir logisch nur auf zwei Arten erklären, wie sich die Fernsehsender eine derartige Gratiswerbung entgehen lassen wollen:
1) Sie sind einfach komplett kurzsichtig und denken tatsächlich, sie könnten auf diese Art noch ein wenig Zusatzeinkommen generieren, was bei dem privaten Hintergrund dieses Freizeitprojekts für jeden offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt sein kann. Dies würde zwar zu der arroganten Selbstübereinschätzung der Macher des „führenden Mediums“ Fernsehen passen, aber da ich ja eigentlich immer an den gesunden Menschenverstand glauben möchte, erscheint mir das irgendwie nicht ganz nachvollziehbar.
Eher schon Punkt
2) Die vg.media hat Druck von Printmedien, sprich Verläge mit TV-Zeitschriften, bekommen, die ihrerseits die Gratiskonkurrenz aus dem Internet fürchten (zurecht), da immer weniger Menschen (vermutet) TV-Zeitschriften kaufen wollen und sich die Informationen lieber gratis aus dem Internet holen. Und diese Konkurrenz einzudämmen würde natürlich über den Weg hoher Schutzgebühren ziemlich gut funktionieren. Eine schlüssigere Erklärung fällt mir auf Anhieb nicht wirklich ein.

Die Meldung zu dieser Geschichte findet Ihr hier auf der Seite von tvbrowser.org, die hier auch noch mal einen zusätzlichen Forenbereich zu diesem Thema eingerichtet haben.
Trotz der Ankündigung, die angesprochenen Sender erstmal aus ihrem Angebot zu nehmen, versuchen die Macher natürlich auf mehreren Ebenen ihren unkommerziellen Service weiterhin in Gänze aufrechtzuerhalten und dies auf zwei Wegen.
Einerseits haben Sie eine Petition gestartet, bei der sich mittlerweile schon über 6000 Menschen eingetragen haben (Stand: 18.12., 0 Uhr) und auch wenn ich die Erfolgschancen von Petitionen generell als nicht allzu groß einschätze, so denke ich doch, dass dies zumindest ein positives Zeichen sein sollte und hoffe, dass ein paar der wenigen Leser hier, sich auch dazu entscheiden, sich dort einzutragen.
Die zweite Ebene halte ich da schon für erfolgversprechender und zwar die Gründung eines Vereins, die das fehlende kommerzielle Ziel des Projekts unterstreicht und so evtl. eine kostenlose Nutzung der Programminformationen ermöglicht.

Ich wünsche den Machern von tvbrowser.org jedenfalls viel Erfolg dabei, damit sie ein Zeichen setzen können. Kein Zeichen gegen das Urheberrecht, sondern ein Zeichen für die sinnvolle Anwendung dieses Schutzes kreativer Arbeit und ein Zeichen gegen die sinnfreie und kurzsichtige Kommerzialisierung solcher kleinster Teilleistungen!

Bitte nehmt an der Petition teil.

[Aufgegabelt bei: allesaussersport.de]
PS: Gerade bei AAS in den Kommentaren zudem noch eine weitere „Verschwörungstheorie“ gesehen, die einen möglichen Erklärungsansatz bieten könnte. Und zwar eine Steigerung der Nutzungszahlen auf den Sender-eigenen Websites, die dann natürlich irgendwann erste Anlaufstelle bei der Programmsuche im Internet wären – wenn diese „Ausblutungs- und Abschreckungspolitik“ konsequent durchgezogen würde…

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Eingeordnet unter Digi-Tales. Stories from the Blog., Television Madness

Hoch auf dem gelben Wahnsinn.

„Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde… mach nochmal…
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab… hmmhmm… mach nochmal,
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, hab da unt… hmmm,
Lass uns Volkslieder singen…. ram, tam, tam, tam,
200 Jahre sind spurlos an mir vorüber gegangen.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab..äh..ne nochmal.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab da unten dab dabda…
Denn so jung kommen wir heute nicht mehr zusammen und das Lagerfeuer brennt,
wir packen unsere Klampfe aus und singen Lieder die keiner kennt.
Lass uns Volkslieder singen, ram tam tam tam….
200 Jahre sind spurlos an mir vorübergegangen.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich steh dahinter…hmta… ne nohmal,
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab dahinter..hmta..
Denn von Köln bis nach Berlin brauch ich 30 Tage,
schön, dass ich soviele Lieder bei mir habe,
lass uns Volkslieder singen, ram, tam, tam, tam.
3-200 Jahre sind spurlos an mir vorübergegangen.
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich steh dahinter und ich hab..mhhhääh…
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, ich hab da auch mal hmtata,
und die Hunde machen WUFF,
und die Kühe machen MUUH,
und die Pferde machen BÄÄH,
und die Esel machen IAAH,
und die Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motor..
und die Vögel, tirili, sind auch alle da –
lass uns Volkslieder singen, ram, tam, tam, tam.
300 Jahre sind spurlos an mir vorübergegangen, ram, tam.
Jetzt pass auf!
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde….
WIDDEWDDEWID BUM BUM, eine Linde.
Ein Mann, der sich Kolumbus nannte, widdewiddewid Bum Bum,
eine Linde!
Ich bin der lachende Vagabund, HOHOHO, eine Linde, da steht, da steht doch… falari falara falahopsasa!
Jetzt hab ichs! Pass auf:
Und wenn das Wasser Saale Sambuca wär,
Streichholz rein,
Kaffeebohne rein,
und ich trinke die Saale,
und ich trinke die Saale,
und ich trinke die Saale leer!
Ich will Flüsse loben, ram, tam, tam, tam,
und ich lobe die Mosel,
ich lobe die Spree,
und ich lobe die Panke,
nur den Rhein, NEIN, NEIN, den lob ich heute nicht,
denn der Rhein hat schon soviel Lob abbekommen, heute nicht!
Ich will Flüsse loben, ram ,tam, tam, tam,
5000 Jahre sind spurlos an mir vorrübergangen,
Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil, ich bin.. *hust*,
hinter einer Lokusmauer saß der Doktor Adenauer,
hatte kein Papier,
raus mit dir!
Ich will Volkslieder singen,
denn dieser Weg wird kein leichter sein,
dieser Weg wird steinig und schwer,
44, 34, 90, 2 8 tausende 6, werden wir Welt… FINALE, OOH, FINAL…
Eine Apfelsine pro Jahr und ein Kilo Bananen:
das war die DDR,
die gibt es jetzt nicht mehr, SCHALALALA!
Lass uns Volkslieder singen, lalala,
humba humba humba humba tätära, humba humba tätra…

Und jetzt anderer Rythmus:

Ich bin der Ausweg aus der Spassgesellschaft,
wir sind Massenkompatibel,
oh *hüstel*,
wir müssen Zeit schinden, Zeit schinden,
wir haben kein Material
und was ich hier singe ist ja eh egal.
Lass uns Volkslieder singen…
AUS!“

Song: Volkslieder singen
Artist: Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöhnung
Album: Volksmusik
Category: Wunderbarer Schwachsinn!
In mühevoller Kleinarbeit abgetippt by:
unionjackstar

Video:

Und weiter geht die Show hier.

PS: Nein, einen Sinn hat dieser Blogeintrag nicht. Aber ich kann ja nicht immer nur qualitativ hochwertige Beiträge liefern. Außerdem freu ich mich schon sehr auf das Konzert im Februar im Pantheon in Bonn und überhaupt muss man einfach mehr Werbung für Rainald Grebe machen, weil das einfach großartig ist, was er drauf hat – auch wenn’s erstmal nur als purer Schwachsinn erscheint. Wenn man aber Songs wie „Familie Gold“ oder vor allem „30 jährige Pärchen“ (siehe auch die oben verlinkte Myspace-Seite von Grebe) hört, dann zeigt sich sehr deutlich seine präzise Beobachtungsgabe. Genug Werbung für jetzt.

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Eingeordnet unter Lachsäcke

Harn und Drang.

8 Tage nach der Einladung bei meiner Käthe, wurde ich am vergangenen Freitag wieder zu einer Frau nach Hause eingeladen. Bei dieser Dame mit dem Namen Bette Frost war es dann allerdings weit weniger kuschelig, und zudem stellte sich heraus, das diese Dame eigentlich gar keine Dame ist, sondern drei Männer namens Fettes Brot!

Okay, okay, heute lass ich das mal mit den Metaphern. Dazu sind die Kopfschmerzen von der gestrigen Zechtour (zum ersten Mal seit nem dreiviertel Jahr wieder privat -und nicht geschäftlich- Alkohol in größeren Mengen konsumiert… ich werde alt…) noch zu präsent.

Nun ja, wie dem auch sei. Freitag abend sah ich nun also zum zweiten Mal die Band Fettes Brot beim Abschlusskonzert ihrer kleinen „Quasigeheimen Clubtour“ unter dem anagrammatischen Decknamen „Bette Frost“. Zum zweiten Mal, da ich sie schon einmal als großartige Vorband eines Konzerts der noch großartigeren Ärzte in Oberhausen erleben durfte. Damals gab es nur eine knapp 45minütige Kostprobe ihres Könnens, bei dem sie einige ihrer größten Hits in ziemlich angerockter Version spielten.

Dieses Mal aber waren sie nun der Headliner und zudem stand diesmal die Präsentation ihres neuen Albums „Strom und Drang“ im Vordergrund. Und dementsprechend wurden denn auch die ersten ca. 40 Minuten direkt mit den 11 Songs ihres neuen Werks gefüllt, das im Frühjahr ’08 erscheinen wird.
Die neuen Songs sind dabei weitestgehend dem bekannten Stil treu geblieben (HipHop mit Einflüssen aus Rock, Reggae & Co.), allerdings diesmal, passend zum Albumtitel, noch mit wesentlich mehr elektronischen Einflüssen in einigen Songs. Ganz deutlich wird dies in der ersten Single, die aus „Strom und Drang“ ausgekoppelt werden wird: „Bettina, pack Deine Brüste ein!“. Eine Art Mischung aus „Schwule Mädchen“ und „Emanuela“ mit einem gehörigen Schuß Elektronik. An diesem Song wird im Frühsommer 2008 sicherlich kaum ein Weg vorbeiführen, denn das Ding ist extrem eingängig, hat einen perfekten Gröhlslogan und ist zudem noch sehr tanzbar.
Sehr schön waren auch die 3 „Solo-Songs“, die die Jungs jeweils gesungen haben, wobei mir der Track von Doktor Renz (mit „dem Liebe“ von ihm angekündigt) richtig, richtig gut gefallen hat, da er die elektrische Komponente zugunsten von Ska(?)-Einflüssen vernachlässigt hat, was mir als altem Rocker natürlich sehr zugesagt hat. Auch schön war der eher balladeske Song „Ich lass dich nicht los“ von Björn Beton, der das Thema „Liebe in Zeiten des Internets“ behandelt. Aber auch einige weitere Songs waren wirklich klasse und sicherlich in etwa auf dem Niveau des Vorgängers „Am Wasser gebaut“. Für ein abschließendes Urteil wird es allerdings eines wirklichen Hörens des Albums bedürfen, um auch die Texte wirklich zu verstehen.

Denn leider hatte der Auftritt der Brote im Kölner Gloria, so schön die Location an sich auch war, einen ganz eklatanten Nachteil: Der Sound war leider alles andere als gut. Vielleicht standen wir auch einfach nur schlecht, aber meiner Meinung nach wurde hier beim Soundcheck ziemlich gepfuscht, denn die Musik der 8-köpfigen Band (3 Bläser, Gitarre, Bass, Drums und DJ plus Pascal Finkenauer) übertönte fast durchgängig die Stimmen der drei Jungs, was eben im ersten Teil sehr verhängnisvoll war – kannte doch noch niemand die Texte des neuen Albums. Wäre hier professioneller gearbeitet worden, hätte es wirklich ein perfektes Konzert sein können – selbst für mich als Nicht-HipHopper…

Denn zu was die Jungs imstande waren, sah man dann in der zweiten Hälfte des Konzerts, in denen Sie dann für etwa eine dreiviertel Stunde nochmal rauskamen und den Club mit ihren Klassikern so richtig rocken konnte. Hier war das Verständnis der Texte schließlich vollkommen egal – kennt man doch Songs wie Jein, Schwule Mädchen, Falsche Entscheidung, An Tagen wie diesen, Emanuela, etc., ohnehin mehr oder weniger auswendig (oder zumindest die Refrains). Hier konnte man wirklich richtig gut abfeiern, was ich auch sehr gerne getan hätte, wenn ich nicht mit dem Handicap eines verstauchten Knöchels angetreten wäre… So musste halt heftiges Mitwippen reichen…

Musikalisch sind Jungs jedenfalls auf einem sehr hohen Niveau, was sicherlich der schon erwähnten großen Band zu verdanken ist, die aus den Brote-Konzerten ein echtes Live-Erlebnis machen und sich so erfreulich von (meinem Klischeebild von) anderen Acts aus diesem Genre abheben, die ihre Instrumentals vom DJ einspielen lassen und etwas darüber sprechsingen. Zudem haben Sie nach etwa eineinhalb Jahrzehnten Bandgeschichte die Routine, um auf der Bühne eine wirkliche Show abzuliefern und gerade auch zwischen den Songs das Publikum zu bespaßen, ohne dabei allzu routiniert zu wirken.

Alleine aus diesen Gründen kann man ein Konzert von Fettes Brot daher bedenkenlos empfehlen, auch für diejenigen die nichts mit HipHop am Hut haben (die klassische Bewegung „Hand in die Luft und lässig leicht drückend runter und rauf bewegen“ lernt man sehr schnell…). Und der Sound wird hoffentlich sicherlich auch meistens nicht so suboptimal sein!

Ein Dank zu guter Letzt natürlich noch an meine beiden sympathischen Begleiter, von denen vor allem ein freundlicher Geburtstagsgruß an Karim geht. Alles Gute, Alter! 😉

Fettes Brot
„Bette Frost – Strom und Drang“
14.12.2007
Gloria Theater, Köln
Vorband: -leider keine-

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Eingeordnet unter Hast du Töne!?