Monatsarchiv: November 2007

Kleiner TV-Tipp zur Woche.

Ich schaue gerne Casting-Shows.

Und ich bin mir auch durchaus bewusst, dass man mit dieser Aussage meist etwas belächelt wird. Aber da ich selbst gerne (und recht passabel, wenn mir soviel Unbescheidenheit zugestattet ist) singe – egal, wo ich bin, schaue ich mir derartige Sängerwettstreite natürlich immer wieder recht gern an.

Die Endprodukte sind zwar meist überhaupt nicht mein Ding (Alexander Klaws, Overground/Preluders), aber wie so oft im Leben ist ja bekanntermaßen der Weg das Ziel. Und wenn man über die schmalzige Inszenierung diverser Sozialdramen im Leben einzelner Kandidaten hinwegsieht, dann machen die Shows an sich auch relativ viel Spaß, weil meist ziemlich talentierte Menschen dort auftreten. Und das ist einfach schön, diesen Talenten zuzuhören – bevor sie dann in die popkulturelle Gleichmachmaschine reingedreht werden und am Ende ein klassisches 08/15-Produkt rauskommt mit dem man dann i.d.R. ein bis zwei akzeptable Chartplatzierungen feiern kann und Füllmaterial für die nächsten Abendshows in der Sendergruppe hat.

Im Rahmen der vergangenen DSDS-Staffel, aus der der überdurchschnittlich erfolgreiche Bohlen-Favorit Mark Medlock bekanntermaßen als Sieger hervorgegangen ist, ereignete sich ein Vorfall, der relativ viele Wellen im Medienbereich schlug: Der Ausstieg eines Kandidaten, der sich angeblich gegen die künstlerischen Fesseln, die ihm auferlegt wurden, wehren wollte und das nicht weiter mit sich machen lassen wollte. Von RTL-Seite wurde das ganze natürlich etwas anders dargestellt und die genauen Umstände werden wohl auch nie wirklich geklärt werden, aber das tut auch eigentlich nichts zur Sache.

Denn als Konsequenz aus den Vorfällen rund um den Ausstieg -der Sänger durfte laut Vertrag dann nicht im Anschluss bei TV Total auftreten-, rief Moderator Stefan Raab dann dazu auf, sich bei ihm für eine „ehrliche“ Castingshow zu melden.

Und diese läuft nun seit einigen Wochen donnerstags um ca. 22.15h.

Somit wären wir dann auch bei meinem TV-Tipp, denn diese Show möchte ich Euch durchaus ans Herz legen, da sie mir wirklich sehr gefällt. Denn einerseits versucht Raab es dort nicht übertrieben menscheln zu lassen und zum anderen steht die Musik in angenehm unprätentiösem Rahmen im Vordergrund dieser Show. Und diese Musik ist wirklich von großer Qualität, da hier wirklich eine ganze Menge großartig talentierter Leute auf der Bühne stehen und teilweise Eigenkompositionen vorführen.

Einer meiner Favoriten (Marcel aus Düsseldorf) ist zwar in der vergangenen Woche ausgeschieden, aber wenn man ehrlich ist, sind die verbliebenen 6 Sänger alle derart hochklassig, dass jeder, der auf der Strecke bleibt, einen „Verlust“ darstellt.

Selbst Mario, den ich in der vorletzten Show noch eher verzichtbar fand, hat sich mit seiner Rückkehr zum Country-Genre einen großen Gefallen getan und richtig stark aufgetrumpft.

Die zwei Besten sind aber sicherlich einmal Steffi aus der Schweiz, die Raab als „erfrischend untussig“ bezeichnete (was ich bestätigen kann) und eine Wahnsinnsstimme hat. Und zum anderen, der schon etwas ältere Gregor, der eigene, deutschsprachige Song präsentiert, die ein wenig an Laith Al Deen erinnern. Großes Kino, da man die Songs so von der Stelle weg produzieren und verkaufen könnte.

Hinzu kommen dann noch zahlreiche weitere Talente, wie z.B. Sandhy, der ebenfalls eine Mörder-Stimme hat, die leider in den letzten beiden Shows aber nicht ganz so überragend aufgenommen worden ist.

Warum ich nun diesen TV-Tipp schon am Sonntag gebe? Das hat zwei Gründe.
1) Raab lässt die Kandidaten immer schon über die ersten drei TV Total-Sendungen (Mo,Di,Mi) verteilt auftreten und sie dürfen dort ihre Songs vom folgenden Donnerstag in einer Art „reduzierten Unplugged-Version“ präsentieren, was alleine schon meist große Klasse hat.
2) Dies wird bis zum kommenden Wochenende mein letzter Blogeintrag sein, da ich mich morgen auf Geschäftsreise nach Österreich, wo ich an mehreren Veranstaltungen in Velden, Graz, Wien und Linz teilnehmen werde – und dementsprechend wohl keine Zeit fürs Bloggen haben werde. Von daher wünsche ich Euch eine schöne Woche und gebe Euch direkt noch mal einen weiteren TV-Tipp mit, der gerade beim Schreiben im WDR angekündigt wurde:

Topkapi

Ein Klassiker des Rififi-Genres (grob: Ocean’s Eleven) mit Maximilian Schell und Peter Ustinov. Sehr amüsant und sehr klasse inszeniert.
Läuft am Dienstag um 22.10 Uhr im WDR

SSDSDSSWEMUGABRTLAD
Pro Sieben
Donnerstags, ca. 22.15 Uhr

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Auslosung der Qualifikation zur WM 2010.

Quasi als Vorgeplänkel für die wirklich hochspannende Auslosung der EM-Gruppen am kommenden Wochenende gab es heute die eher zähe, weil lange Auslosung (fast) aller Qualifikationsgruppen für die WM 2010 in Durban. Und da jeder Kontinentalverband sein eigenes Prozedere machen darf, war die ganze Geschichte doch relativ komplex – gerade im Vergleich zum eher einfachen Modus in Europa. Bei uns gibt es 9 Gruppen von denen sich die jeweiligen Erstplatzierten direkt qualifizieren. 

Hinzu kommen die 8 besten Zweitplatzierten, die in 4 Relegationsduellen noch einmal 4 weitere Teams ausspielen – macht dann summasummarum 13 europäische Teams, die sich mit 19 weiteren Mannschaften aus den anderen Kontinenten in Südafrika um den Titel balgen dürfen.

Kommen wir aber nun direkt zur deutschen Gruppe:

Gruppe 4

 Deutschland
 Russland
 Finnland
 Wales 
 
Aserbaidschan
 Liechtenstein

Eigentlich wäre alles andere als eine direkte Qualifikation definitiv eine Enttäuschung, wenngleich natürlich Russland kein einfacher Gegner ist und auch Finnland und Wales (wie zuletzt gesehen…) erstmal geknackt werden müssen.
Die Russen mit Guus Hiddink als Trainer werden selbstverständlich Kontrahent Nummer 1 sein, auch wenn sie letztlich schon dank der schwächelnden Engländer ein wenig glücklich zur EM durchgerutscht sind. Vielleicht sehen wir sie ja sogar schon bei der EM in einer Gruppe wieder…
Die Finnen sollte man sicherlich nicht komplett unterschätzen, da sie sich in ihrer EM-Gruppe mit Polen, Portugal und Serbien mehr als achtbar geschlagen haben und letzten Endes nur 3 Zähler Rückstand auf die Portugiesen hatten. Dennoch sollten hier eigentlich 6 Punkte fällig sein.
Wales haben wir ja zuletzt schon gut kennengelernt, aber man sollte das Remis nicht zu hoch hängen, angesichts dessen dass wir schon qualifiziert waren.
Bei Aserbaidschan und Liechtenstein wird am Ende wohl nur die Frage sein, wie hoch wir gewinnen, wobei AZE immerhin dahingehend interessant ist, dass wir noch nie gegen sie gespielt haben. Und sie haben in der EM-Quali -in einer Gruppe mit Finnland übrigens- immerhin 5 Zähler gesammelt.
26 Punkte plus X sollten unter dem Strich aus den 10 Partien eigentlich rauskommen und damit auch die direkte Qualifikation als Gruppenerster. Einen Gang durch die Play-Offs würde ich mir doch ganz gerne ersparen…

Nun zu den anderen europäischen Gruppen, wo sich einige spannende Angelegenheiten verbergen:

Gruppe 1
Portugal
Schweden
Dänemark
Ungarn
Albanien
Malta

Vielleicht keine hochkarätige Gruppe, aber doch eine, die durch ihre Ausgeglichenheit Spannung bieten dürfte. Portugal und Schweden müssten sich eigentlich um den ersten Rang streiten – aber Dänemark kan da sicherlich das Zünglein an der Waage spielen, zumal man sich mit den Schweden schon einige Duelle in der vergangenen EM-Quali geliefert haben (mit dem Spielabbruch als Höhepunkt). Schwierig einzuschätzen, wer sich hier am Ende durchsetzen wird.

Gruppe 2
Griechenland
Israel
Schweiz
Moldawien
Lettland
Luxembourg

Für viele eine lächerlich leichte Gruppe. Aber ich schätze gerade die Israelis hier als sehr harten Konkurrenten für die Griechen ein, da sie eine enorme Heimstärke in den vergangenen Jahren an den Tag gelegt haben und bei den letzten Qualifikationsturnieren vor allem das Pech hatten extrem starke Gegner zu bekommen. Ich glaube das wird ein ganz heisses Duell zwischen Israel und Griechenlad mit der kleinen Unbekannten „Schweiz“ und Lettland als unangenehmer Aufgabe für zwischendurch.

Gruppe 3
Tschechien
Polen
Nordirland
Slowakei
Slowenien
San Marino

Auch hier scheint es auf ein Duell hinauszulaufen mit den beiden starken Teams aus Tschechien und Polen, die unter normalen Umständen hier die beiden ersten Ränge unter sich ausmachen dürften. Allerdings gibt es mit Nordirland und der Slowakei zwei mehr als lästige Gegner, die vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgen könnten. Slowenien wird wohl nicht viel anderes erreichen können als den 5. Rang in dieser Gruppe. San Marino wird wohl versuchen die Tordifferenz dieses Mal unter -50 zu halten – was schwer genug werden wird…

Gruppe 5
Spanien
Türkei
Belgien
Bosnien-Herzegowina
Armenien
Estland

Alles andere als ein Durchmarsch der Spanier wäre schon eine ziemliche Überraschung. Die Türken sind ähnlich sicherer Zweiter. Hier gehts wohl nur um die Frage, wer Dritter (Belgien vs. Bosnien) und wer Fünfter wird (Armenien vs. Estland). Da Spanien bei Weltmeisterschaften aber ohnehin keine Rolle spielt, kann man diese Gruppe aber im Grunde auch völlig vernachlässigen…

Gruppe 6
Kroatien
England
Ukraine
Weißrussland
Kasachstan
Andorra

Ob man hier von Todesgruppe sprechen kann? Ich denke eher nicht, da die Ukraine in dieser EM-Quali insgesamt zu schwach aufgetreten ist, um England und Kroatien ernsthaft gefährden zu können. Daher wird sich alles auf das, nach den Ereignissen des letzten Wochenendes, besonders brisante Duell zwischen Kroaten und Engländern konzentrieren können. Der Rest wird sich genauso fügen, wie er nach Setzliste schon da steht.
Außer natürlich, die Ukraine kann wieder die Qualitäten an den Tag legen, die sie noch zur letzten WM-Quali gezeigt haben. Dann ist die Gruppe ein echtes Monster und könnte u.U. schon dazu führen, dass der Gruppenzweite nicht einmal in die Relegation kommt…

Gruppe 7
Frankreich
Rumänien
Serbien
Litauen
Österreich
Faröer Inseln

Schon wieder müssen die Franzosen eine richtig schwere Qualifikationsgruppe hinter sich bringen, nach den Duellen mit Italien und Schottland in der EM-Quali. Die äußerst souveränen Rumänen sind zwar sicher erster Gegner, aber auch die Serben haben in den letzten Jahren häufig starke Leistungen gezeigt und sind daher absolut nicht zu verachten. Für die Österreicher sicherlich eine Horrorgruppe, da sie froh sein dürfen, wenn sie es schaffen Litauen hinter sich zu lassen.

Gruppe 8
Italien
Bulgarien
Irland
Zypern
Georgien
Montenegro

Ähnlich wie Spanien hat auch Italien eine sehr leichte Gruppe erwischt, die eine direkte Qualifikation als Tabellenerster zum Muss macht, auch wenn sich Bulgarien mit nur einer Niederlage in einer Gruppe mit Rumänien und den Niederlanden zuletzt durchaus achtbar geschlagen hat. Auch Irland schlug sich als Dritter hinter uns und den Tschechen zwar sehr ordentlich, aber dürfte ebenso wenig eine Konkurrenz wie die Georgier sein, die sich schon zweimal in den letzten 2 Jahren von den Italiern haben schlagen lassen. Das interessanteste an der Gruppe ist aber wohl, wie Montenegro sich bei seinem ersten Auftritt auf internationaler Pflichtspielbühne schlagen wird.

Gruppe 9
Niederlande
Schottland
Norwegen
Mazedonien
Island

Die letzte Gruppe ist formal natürlich eine besondere Gruppe, da hier nur 5 Teams drin stecken. Aber die haben es meiner Meinung nach sehr in sich! Die Holländer sind natürlich schon Favorit, aber nach den starken Auftritten der Schotten in der EM-Quali muss man sie eindeutig auf der Rechnung haben. Genauso wie auch die Norweger, die gegen Griechen und Türken erst kurz vor Schluss gescheitert sind und die beiden anderen Teams sehr ärgern dürfte. Hinzu kommt noch die unangenehme Auswärtsaufgabe in Island, wo man durchaus mal einen Punkt liegen lassen kann, sowie die schwer einschätzbaren Mazedonier, die für ihre Verhältnisse im Schatten von Kroatien, Russland, England und Israel eine überragende Qualifikation gespielt haben. Mit einem Heimsieg (unter widrigen Bedingungen) gegen Kroatien und vor allem einem Remis in England und zahlreichen knappen Niederlagen gegen die schon erwähnten vier Teams – was am Ende sogar zu einem ausgeglichenen Torverhältnis führte.
Hier könnten durchaus einige Überraschungen vorkommen, da die Niederländer zuletzt auch nicht mehr die Souveränität und Spielstärke vergangener Jahre an den Tag gelegt haben.

Bei den Auslosungsergebnissen für die anderen Kontinentalverbände kann man noch nicht allzu viel sagen, da bis auf die Südamerikaqualifikation, die zudem schon läuft, wie auch in Ozeanien, die Modi überall mehrstufig sind und man überall natürlich noch in der Vorselektionsphase steckt.
Lediglich aus der Asienquali sind zwei Auslosungsergebnisse sicherlich erwähnenswert. Zum einen aus politischer Hinsicht, da in Gruppe 3 Nordkorea und Südkorea aufeinander treffen. Zum anderen aus sportlicher Hinsicht die Gruppe 1. Denn nachdem sich Australien dazu entschieden hat die WM-Qualifkation ab kommendem Jahr im Asienverband zu spielen, um stärkere Gegner zu haben, bekommt man dies in der Vorrunde der WM-Quali direkt knüppeldick, da man sich neben dem Kanonenfutter Katar mit China und vor allem dem Asienmeister Irak messen muss. In Anbetracht dessen, dass nur 2 Teams pro Gruppe in die nächste Runde weiterkommen (wo dann nochmal aus 4 Mannschaften aus 10 gemacht werden), bleibt wohl hier schon ein „Mitfavorit“ auf der Strecke.

In Ozeanien geht es dank der Abwesenheit Australiens ohnehin nur für Neuseeland darum sich warm zu spielen für das Duell mit der 5.stärksten Asienmannschaft um einen WM-Startplatz.

In Nord-/Mittelamerika gibt es erst einmal nur Vorgeplänkel mit 2 K.O. Runden, so dass ich hier vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmal darauf eingehen werde, wenn es nicht nur um Duelle von irgendwelchen karibischen Inselstaaten geht.

Und auch in Afrika gibt es in Bezug auf die WM noch nicht so viel Spannung, da in 12 Vierergruppen die 20 Kandidaten für die 2. Quali-Runde ausgespielt werden. Zudem geht es in dieser auch noch um die Qualifikation für die übernächste Afrikameisterschaft, was dazu führt, dass in dieser ersten Runde auch Südafrika noch mitmischen darf – was dann auch gleich zur einzigen sportlich brisanten Gruppe geführt hat, da man sich mit der Vogts-Truppe Nigeria duellieren darf. Aber ansonsten beginnt auch hier die wirkliche Spannung erst mit Runde 2.

Und wahrscheinlich läuft am Ende dann doch wieder vieles anders als vermutet und prognostiziert. Was ja auch das schöne am Fußball ist.

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Heimatpoesie. Live.

Der folgende Eintrag ist vorwiegend an meine Freunde aus dem „Real Life“ gerichtet (das ist das, wo man die Menschen auch berühren kann/könnte, mit denen man sich austauscht), aber wer interessiert ist, kann sich uns natürlich auch gerne anschließen. Einfach hier unten melden.

In den vergangenen Wochen habe ich mich vorwiegend über youtube relativ viel mit Kabarett und Comedy auseinandergesetzt und versucht, den einen oder anderen mit meiner Begeisterung für einige Künstler anzustecken. Da aber Medien immer nur ein Teil des Könnens widergeben können, möchte ich mir in den kommenden Monaten einige dieser Künstler live anschauen.
Wer also mitkommen möchte, der meldet sich bitte hier oder über die bekannten Wege (ICQ, Telefon, Mail). Ich möchte die Karten gerne übernächste Woche besorgen, da ich kommende Woche unterwegs sein werde. Also bitte auch die anderen fragen und mir Bescheid geben, da ich erst in drei Wochen wieder in der bergischen Heimat sein werde.

Im Detail handelt es sich um die folgenden Künstler und Auftritt:

Rainald Grebe

 

„Das Robinson-Crusoe-Konzert“ 

Termin: Dienstag, 19.02.2008
Ort: Pantheon, Bonn
Preis: 16,- € zzgl. VVK (Ermäßigt: 12,-€)

www.rainaldgrebe.de

„Der Abend könnte auch heißen: Das Soloprogramm.
Denn Robinson Crusoe ist solo. Und das ist sein Programm.

Rainald Grebe ist in einen alten Stoff gefallen und kriegt ihn nicht mehr aus seinem Kopf. Robinson Crusoe hat vor 300 Jahren Schiffbruch erlitten und lebte 28 Jahre auf einer unbewohnten Insel in der Karibik. Er war ein properer Selbstversorger, der Brot buk, Ziegenkäse machte und Möbel schnitzte. Eine tapfere Ich-AG. Ein Edeltourist in seinem eigenen Club.
Man muß nicht Schiffbruch erleiden, um zu stranden. Jeder lebt auf seiner Insel. Manche merken es nicht. Manche wollen weg, können aber nicht. Manche sind dauernd weg und nehmen ihre Insel immer mit. http://www.insel.de. Eine schöne domain.
Gut, dass der alte Ozeanpianist Grebe ein Klavier auf sein Eiland gerettet hat, da macht er sich einen wüsten Abend mit Papageien, Piraten und Palmen als virtuellem Inventar und Freitag als Bezugsperson.
[Text von www.pantheon.de]

Hier noch zwei Videos zur Erinnerung bzw. zur Einordnung was uns ungefähr erwartet:

Erstmal natürlich der Klassiker: Brandenburg

Und dann noch ein Song, der das musikalische, das komödiantische, aber auch das dramatisch-sozialkritische Können von Grebe auf den Punkt bringt: Bengt bangt

Und wer sehen möchte, wie so ein komplettes Konzert von ihm aussieht, der findet hier den ersten Teil seines Programms „Volksmusik“ zusammen mit der Kapelle der Versöhnung.

Volker Pispers

 

„Bis Neulich“

Termin: Donnerstag, 7.02.2008
Ort: Pantheon, Bonn
Preis: 17,-€ zzgl. VVK (Ermäßigt: 13,-€)

www.volkerpispers.de

Im November 1982 stand er zum ersten Mal mit eigenen Texten als Kabarettist auf einer Bühne. Seitdem sind 7 Soloprogramme entstanden und mittlerweile gehört Volker Pispers zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kabarettisten des Landes.
Unter dem Titel: “…BIS NEULICH“ unternimmt der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises einen sehr subjektiven Streifzug durch seine 20 Jahre Kabarett und bringt die Texte noch einmal auf die Bühne, die er selber gerne mal hören möchte.
Aber Pispers wäre nicht Pispers, wenn er die teilweise erschreckende Aktualität seiner “alten Schätzchen“ nicht durch das Einflechten tagesaktueller Bezüge unterstreichen würde. Seinen grundlegenden Stil hat er über die Jahre nicht verändert. Pispers ist der freundliche und scheinbar harmlos daherredende Conferencier geblieben, der – eben noch lächelnd – plötzlich hundsgemein werden kann.
Respekt sucht man in Pispers` Programmen vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig, wenn er die Absurditäten der Welt zu Ende denkt. Seine Verarbeitungen von Zitaten, seine gewagten Rechenoperationen und seine Zukunftsszenarien versöhnen das Publikum durch ein befreiendes Lachen mit seiner eigenen gefühlten Wirklichkeit.

Auch hier gibt es noch mal ein Video, um sich eine ungefähre Vorstellung von diesem wirklich bitterbösen aber immer verdammt treffsicheren Kabarettisten zu machen.
Und zwar einen Ausschnitt aus seinem „aktuellen“ Programm, das eigentlich eine Art „Best of“ mit Einsprengseln aus dem aktuellen Zeitgeschehen ist, aber in dem so viele alte Nummern immer noch erschreckend aktuell sind.

Wer weiterschauen möchte, dem sei dieser Link ans Herz gelegt.

Es wäre wirklich wichtig, wenn Ihr Euch bis Anfang Dezember bei mir meldet, da der Vorverkauf am 3.12. losgeht und ich davon ausgehe, dass die Tickets bei beiden Künstlern recht schnell weg sind.

Da aller guten Dinge drei sind, sei noch auf folgenden Künstler hingewiesen, für den ich allerdings nicht die Karten besorge, sondern der DooM. Also bitte bei möglichst bald bei ihm melden.

  

Bodo Wartke

 

„Achillesverse“

Termin: 16. / 17.01.2008
Ort: Comedia, Köln
Preis: 16,-€ zzgl. VVK (Ermäßigt: 12,50€)

www.bodowartke.de

Bodo Wartke ist denjenigen von uns bekannt, die sehr gerne die Wise Guys hören. Denn die haben seinen Song „Monica“ auf ihrem vorletzten Album gecovert und als Bonustrack genutzt. Aber Wartke glänzt eben auch ohne deren Verstärkung, da er zum einen musikalisch ziemlich viel auf dem Kasten hat, er zum anderen aber vor allem ein ganz, ganz vorzüglicher und fantastischer Texter ist, der Lyrik zum Niederknien verfasst. Und da Bilder immer mehr als tausend Worte sagen, möchte ich auch zu Bodo Wartke noch ein paar Videos hier einstellen. Es lohnt sich wirklich absolut, sich kurz die Zeit zu nehmen!

An erster Stelle das schon angesprochene Monica.

Was man definitiv kennen muss, ist Ja, Schatz – denn Wartkes Metier sind einfach die (abseitigen) Liebeslieder.

Dann kann ich noch den „Reim“-Song Da muss er durch empfehlen. 

Und zu guter Letzt das, was man wohl als „Opus Magnum“ bezeichnen kann. Das wunderbare, traumhafte und einfach nur großartige Liebeslied.

Viele weitere tolle Songs und Auftritte von ihm gibt es selbstverfreilich hier zu sehen.

Wem diese Videoeindrücke gefallen haben, der sollte sich bitte möglichst bald bei DooM melden, da die Zeit bis Januar kurz ist…

PS: BITTE AUCH MELDEN, WENN IHR NICHT KÖNNT! Dann weiß ich wenigstens, dass ihr die Aktion mitbekommen habt. Gracias!

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Beyond Schnaps, Kindergarten and Bratwurst.

Deutsche Sprache ist für Amerikaner immer wieder ein Faszinosum, und gerade wenn man viele US-Serien im Original schaut, ist man überrascht wie viele ursprünglich deutsche Worte (siehe Titel, aber auch Worte wie Kitsch oder sogar kaputt) tatsächlich Eingang in den amerikanischen Sprachgebrauch gefunden hat.

Gerade nun bin ich bei Mitch auf einen schon etwas älteren Eintrag gestoßen, der seinerseits auf einen wunderbaren Artikel beim German Language Service verweist. Dort wird nämlich aus Sicht eines Amerikaners erklärt, was einzelne Begriffe von „na“ über „Es zieht“ bis hin zu „Kreislaufstörung“ (irgendwie sehr erhellend…) bedeuten – womit er dann auch gleichzeitig eine wunderbare Analyse deutscher Befindlichkeiten gibt.

Das ganze ist natürlich in englischer Sprache, aber es lohnt sich wirklich absolut, sich die Zeit zu nehmen, da man doch einige Selbstverständlichkeiten, die man selbst auch so gebraucht, irgendwie anders betrachtet.

Bitte hier entlang.

Zur Einstimmung gibts noch diese kleine, wunderbare Geschichte, die das Verhältnis vom Amerikanern zur deutschen Sprache irgendwie auch auf den Punkt bringt. Musste zumindest sehr lachen, als ich dies von einem unserer US-Partner im Posteingang gesehen habe.

The European Commission has just announced an agreement whereby English will be the official language of the European Union rather than German, which was the other possibility.

As part of the negotiations, the British Government conceded that English spelling had some room for improvement and has accepted a 5- year phase-in plan that would become known as „Euro-English“.
In the first year, „s“ will replace the soft „c“. Sertainly, this will make the sivil servants jump with joy. The hard „c“ will be dropped in favour of „k“. This should klear up konfusion, and keyboards kan have one less letter.
There will be growing publik enthusiasm in the sekond year when the troublesome „ph“ will be replaced with „f“. This will make words like fotograf 20% shorter.
In the 3rd year, publik akseptanse of the new spelling be expekted to reach the stage where more komplikated changes are possible.
Governments will enkourage the removal of double letters which have always ben a deterent to akurate speling.

Also, al wil agre that the horibl mes of the silent „e“ in the languag is disgrasful and it should go away.
By the 4th yer people wil be reseptiv to steps such as replasing „th“ with „z“ and „w“ with „v“.

During ze fifz yer, ze unesesary „o“ kan be dropd from vords kontaining „ou“ and after ziz fifz yer , ve vil hav a reil sensi bl riten styl.

Zer vil be no mor trubl or difikultis and evrivun vil find it ezi tu u nderstand ech oza. Ze drem of a united urop vil finali kum tru.

Und efter ze fifz yer, ve vil al be speking German like zey vunted in ze forst plas.

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Unlucky Strike.

Eigentlich hatte ich ja vor heute einen entspannten Bericht über meine „Bahnstreik“-Erfahrungen abzugeben, und zu schreiben, wie wunderbar das doch eigentlich funktioniert, wenn man sich vorher nur ein wenig vorbereitet. Und dass es während eines Streiks eigentlich viel geschickter ist, wenn man Bahn fährt, als sich wie die Hunderttausend anderen Lemminge in die Staus auf den Straßen zu stürzen.

Aber Pustekuchen.
Seit Donnerstag abend hatte ich mich auf die Heimfahrt von Köln ins Bergische Land vorbereitet und habe Radioberichte sowie die aktuellen Notfallpläne auf www.bahn.de/ris beobachtet und daraus erkennen können, wie wohl die Abläufe waren und feststellen dürfen, dass einer von den drei Zügen, die in meine Richtung fahren immer ausfällt, einer immer verspätet kommt (der, den ich normalerweise nehmen müsste) und einer immer grob pünktlich ist. Letzterer war also mein Kandidat, da ich somit noch ausreichend Puffer hatte, um den anschließenden Bus zu nehmen.

Also verließ ich am Freitag abend, ca. 30 Minuten früher als sonst, um 17.30h das Büro um die S11 in Köln-Deutz um 17.50h zu bekommen. Alles klappte soweit ganz gut, und ich war nach Beschaffung des entsprechenden 4er-Tickets um 17.43h an meinem Gleis, das -wie erwartet- erfreulich leer war. Noch schnell in der gelben Quadratbox eine Zigarette geraucht und dann war auch schon 17.50h und die Bahn kam – natürlich nicht. Also hingesetzt, Laptop aufgeklappt, die jüngste Folge „Pushing Daisies“ (tolltolltoll!) angeschmissen und gewartet…

Tja, und wie das so ist, wenn man sich mal auf die Bahnnotfallpläne verlassen möchte, kam die Bahn nicht. Auch nicht die um 18.10h, die gereicht hätte um meinen Bus um 18.33h zu bekommen. Und natürlich erst recht nicht die um 18.30h, die zumindest noch gereicht hätte um den Alternativ-Bus zu nehmen, der mich zwar nicht nach Hause, aber in die Stadt gebracht hätte, in der ich später verabredet war.

Stattdessen kam dann um 18.48h endlich eine S11, nachdem ich also schon eine Stunde in der Kälte des zugigen Bahngleis rumgehockt hatte. Die PD-Folge war mittlerweile auch zu Ende und ich ging dann über zur letzten Reaper-Episode (wirdauchimmerbesser!), als dann kurz nach Einstieg in die Bahn der Akku des Laptops leerging. Da ich es aber hasse ohne irgendwelche Ablenkung Bahn/Bus zu fahren, stöpselte ich die Kopfhörer direkt vom Laptop wieder zum MP3-Player um – dessen Batterien selbstverständlich leer waren. Ersatz hatte ich selbstverständlich keine… Naja, Murphy’s Gesetz halt…
Und wenn dem natürlich nicht schon genug gewesen wäre, passierte dann natürlich wieder das, was immer passiert, wenn sich eine S11 deutlich verspätet – man wird 2 Haltestellen vor Ende rausgeschmissen!

Das letzte Teilstück ist nämlich eingleisig und wenn dann eine Bahn so sehr verspätet ist, dass direkt dahinter die nächste, pünktliche Bahn kommt, darf man an der vorvorletzten Haltestelle umsteigen und auf den nachfolgenden Zug warten. Also raus aus dem Zug, runter in die Katakomben, wieder hoch, ans andere Gleis und rein in den nächsten Zug.

Als ich dann um 19.14h an der Endhaltestelle in Schäbbisch Gläbbisch ankam, waren natürlich alle sinnvoll verfügbaren Busse schon weg. Der nächste Bus, der in mein Heimatdorf fuhr, würde erst in einer Stunde um 20.17h fahren, während alle anderen Busse der Linien 426 und 427, die zwischendurch abfuhren leider nur knapp 2/3 der eigentlichen Strecke fahren – ein Erfindung wohl wirklich grausamer Fahrplaner der WupperSieg.

Glücklicherweise fand sich dann noch ein netter Kumpel, der sich freundlicherweise erbarmte und mich dann an besagter Haltestelle nach 2/3 der normalen Strecke abholte – natürlich knapp 10 Minuten verspätet, da der Busfahrer mit eben jener Verspätung in Gladbach erst losfuhr…

Nun ja, wie gut, dass sich die beiden Verhandlungspartner Bahn und GDL am Sonntag wieder treffen.
Nein, leider nicht am Verhandlungstisch sondern bei Anne Will in der ARD. Herzlichen Glückwunsch!

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Die Akte Jerusalem

Wenn man sich einige Zeit in der hiesigen Blogosphäre rumtreibt, stolpert man unweigerlich irgendwann über den ominösen PI-Blog, in dem mehr oder weniger unverhohlen gegen den Islam gepöbelt wird und dabei oftmals Fakten verdreht werden. Nun kann man dagegen natürlich, wie in vielen anderen Blogs sehr gut gezeigt, wunderbar argumentativ vorgehen. Nur leider fehlt es mir dazu an Eloquenz und dem entsprechenden, detaillierten Hintergundwissen.

Das einzige was ich dem entgegensetzen kann, sind meine eigenen Eindrücke und Erfahrungen, die ich im Laufe eines Praktikums in Jerusalem im Jahr 2005 sammeln durfte. Während dieser Zeit habe ich eine Art lockeres Tagebuch auf kino.de geführt, in dem ich -ganz subjektiv- meine Gedanken versucht habe zu sammeln. Dieses Tagebuch habe ich nun hier auf meinen Blog gepackt und ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere -der es von kino.de noch nicht kennt- sich vielleicht die Zeit nimmt und mal ein wenig reinschaut.

Auch ich habe sicherlich nicht die Weisheit mit Schaufelradbaggern gefressen und die Sicht auf die ultimativen Wahrheiten gepachtet – aber im Gegensatz zu manch anderem bin ich mir, so denke ich, dessen bewusst. Deswegen soll mein Tagebuch nur als Anreiz dafür dienen sich mit dieser hochkomplexen Thematik, die sich auf so vieles in der Welt auswirkt, mal etwas ausführlicher auseinanderzusetzen. Schaden kann es definitiv nicht…

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Sport-Schau.

Nein, ich möchte heute nichts über den wankenden Dinosaurier deutscher Fernsehsportshows schreiben. Denn daraus würde vermutlich ohnehin nur ein Abgesang werden in einer der voraussichtlich letzten Saisons, in denen es die klassische Sportschau um 18(.30) Uhr noch gibt. Über kurz oder lang wird sich Fußball weiter in den Pay-TV-Bereich verabschieden und daran wird auch die derzeit stattfindende (und durchaus gelungene) Imagekampagne nicht viel dran ändern können.

Nein, heute möchte ich ein wenig Werbung für eine kleine, aber sehr, sehr feine Show machen, die eine Art „Abfallprodukt“ der Öffentlich Rechtlichen Bundesligasendungen darstellt und Sonntags abends (0.15 Uhr) auf dem WDR ausgestrahlt wird:

Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs


—Alleine dieser wunderbare Vorspann spricht schon Bände—

Einigen dürfte diese Sendung bislang vor allem aus dem Radio bekannt sein, wo der Bremer Stadionsprecher Arnd Zeigler seit einigen Jahren regelmäßig auf diversen ARD-Rundfunkstationen immer eine humoristische Vorschau auf den aktuellen Bundesligaspieltag gibt.
Seit Beginn dieser Saison hat Zeigler nun auch ein eigenes TV-Format auf dem WDR bekommen und dies zählt für mich trotz nur 30minütiger Laufzeit zu den besten Fußballsendungen, die es derzeit im TV gibt.

ZWWDF ist im Grunde eine Mischung aus kompakter Spieltagsnachbetrachtung, interaktiver Call-In-Show und Kuriositätenkabinett. Grob wird die Sendung nämlich immer unter ein Motto gestellt, dasss einen mehr oder weniger aktuellen Bezug zum Spieltagsgeschehen hat und wozu sich einzelne Zuschauer per Anruf äussern können. Garniert wird das ganze dann mit neuen eigenen Einspielern und vor allem skurrilen und unterhaltsamen Clips aus dem schier unendlichen Sportschau-Archiv. Dies wird von dem schon erwähnten Arnd Zeigler, der auch schon als Autor in Erscheinung getreten ist, herrlich unaufgeregt mit einer lässig-süffisanten Note präsentiert, die sich erfrischend abhebt von der sonstigen Aufgeblasenheit, die sonst hierzulande gerne im Sportjournalismus an den Tag gelegt wird.

Und wenn man dann alleine die bisherige Gästeliste sieht, auf der bislang Namen wie Kultkicker Ansgar Brinkmann, Reporterlegende Günter Koch und the one and only Hans Meyer (wenn auch nur telefonisch), dann sollte das schon genügen um die Herzen eines Fußballfans schneller schlagen zu lassen…

Zu guter Letzt möchte ich dann noch das tolle Design des Studios erwähnen, das natürlich im Grunde nichts anderes ist als eine sehr vollgestellte Kammer in Arnd Zeiglers eigener Wohnung in Bremen, von wo die Sendung immer live gesendet wird. =) Und alleine das verpasst der Sendung schon einen wunderbar ungekünstelten Charakter, der dem ganzen sehr zugute kommt. Zumal das Zimme einfach nur vollgestellt mit allen möglichen kleinen Souvenirs und kleineren Fetischen aus dem Bereich Fußball, die einen immer wieder etwas nettes entdecken lassen. Ganz groß dabei natürlich die Beleuchtung in Form von Flutlichtern.

Und dabei möchte ich es dann auch belassen und euch nur noch ein paar kleine Trailer ans Herz legen, die schon viel über die Art dieser einfachen aber sehr erfreulichen Sendung aussagen.

Und hier noch ein interessantes Interview mit Arnd Zeigler zum Start seiner Sendung, wo Zeigler nochmal etwas besser darstellt, was die Sendung ausmacht und mit welcher Einstellung er an seine Leidenschaft „Fußball“ rangeht.

Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs

An jedem Bundesligasonntag um 0.15 Uhr auf WDR (und bei Bremen 4 zeitgleich im Radio)

Meine dringende Empfehlung an alle Fußballfans, auch wenn’s zu ner unglücklichen Zeit läuft!

PS: Auch unbedint mal ein bisschen auf der Internetseite der Sendung rumwühlen. Da sind einige tolle Schätzchen versteckt, wie diese nette Bildergalerie!

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Königsmarathon – Vol. 2

Nachdem wir uns vor gut 2 Monaten schon einmal mit mehren Leuten aus dem Dunstkreis der kino.de-Community in Köln zu einem kleinen Kino-Marathon getroffen haben, wurde dies aufgrund der positiven Erlebnisse gestern wiederholt.Zwar trafen wir uns -wohl u.a. aufgrund der Wetterverhältnisse- dieses mal nur zu sechst am Rex in Köln, aber dennoch hatten wir auch dieses Mal wieder viel Spaß und eine ansehnliche Filmausbeute. Dieses Kino hat nämlich gleich zwei Vorteile. Zum einen laufen dort i.d.R. Filme, die in den regulären Kinos schon nicht mehr laufen, aber noch nicht auf DVD erschienen sind, was eine sehr positive Auswirkung auf die Eintrittspreise hat (2,99€ pro Film!). Zum anderen läuft dort jeder Film pro Tag nur einmal, was dazu führt, dass in den sechs Sälen an einem Samstag ca. 35 verschiedene Filme laufen, so dass man eine wirklich breite Auswahl hat. [Unter der Woche sind es im Übrigen knapp 30 Filme, Sonntags gut 40]

Nur kurz der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass ich beim ersten Mal fünf Filme geschaut habe: Der tolle „Kill Bill Vol. 2“, der ziemlich verunglückte Film „Der große Ausverkauf“, der überraschend großartige „Shoppen“, der nicht weniger fantastische „Full Metal Village“ und der für mich gar nicht funktionierende „Frank Miller’s 300“. Etwas ausführlichere Ansichten dazu gab es Anfang September hier von mir zu lesen. (Der 13. Kommentar auf der Seite)

Nun aber zum gestrigen Filmprogramm, dass mir dieses Mal folgende 4 Filme bescherte:

Projekt Gold

Ich muss zugeben, dass ich ein großer Fan von sportlichen Großveranstaltungen bin, wie ich mir auch ohnehin sehr gerne viel Sport im TV anschaue. (Ein Psychologe würde mir hierzu vermutlich eine Kompensation eigener Faulheit attestieren – wie gut dass ich ihn schon lange nicht mehr aufsuche…) Und auch die Handball-WM 2007 habe ich dementsprechend verfolgt, so weit es zeitlich möglich war und mich dementsprechend  auch sehr über das tolle Abschneiden des deutschen Teams gefreut. Nun kam also in diesem Sommer, ähnlich wie nach der Fußball-WM, ein Dokumentarfilm über den Weg der deutschen Mannschaft in die Kinos. (Und das soll es dann auch an Vergleichen zum Sommermärchen gewesen sein.)

Der Film war ursprünglich ein Traum von Produzent Frank Stephan Limbach, der dann letztlich von Regisseur Winfried Oelsner (Tsunami) umgesetzt worden ist, und das absolut gelungen. Man erhält wirklich tolle Einblicke in die Mechanismen, denen eine Mannschaft im Verlaufe eines solch intensiven Turniers unterliegt. Die Kamera ist ständig dabei, ohne dass es aber zu einem puren „Draufhalten“ verkommt, was ich sehr angenehm fand. Auch der Soundtrack ist erfreulich unaufdringlich und schafft es die Stimmungen zu verstärken, ohne sie zu inszenieren.

Wovon der Film aber wirklich zehrt, sind die Charaktere der deutschen Handballnationalmannschaft, die hier im Mittelpunkt stehen. Leute wie Pascal Hens, Christian Schwarzer, Michael Kraus, Oliver Roggisch oder Henning Fritz zeigen hier angenehm, dass man als Profisportler durchaus was in der Birne haben kann und legen teilweise sehr feinen Humor an den Tag. Von filmischer Seite fand ich es bei den Spielern auch sehr interessant zu sehen, dass man mehrmals gezeigt hat, wie die Spieler auf die -teilweise unsachliche- Berichterstattung über sie selbst reagiert haben. Das war erfreulich ungekünstelt und ehrlich, und etwas was man sonst eben selten mitbekommt.

Weitere Protagonisten war natürlich das Betreuer-Team der Mannschaft, wo ich besonders den „Hexer“ Andreas Thiel erwähnen möchte und natürlich last but not least der bewundernswerte Bundestrainer Heiner Brand. Schon alleine optisch ist er natürlich eine absolute Type, aber wenn man ihn dann im Film bei seinem Wirken sieht, dann muss man ihm einfach Respekt zollen. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie er die Gratwanderung zwischen netter Vaterfigur und absoluter Autoritätsperson hinbekommt und auch in den Halbzeitpausen nie die Ruhe verliert, sondern es glänzend versteht, die richtigen Worte in der Ansprache zu wählen. Ich bin mir sicher, dass er so noch über mehrere Jahre erfolgreich arbeiten kann und nicht wie ein Klinsmann (okay, doch noch ein Vergleich, aber ein sportlicher) nach zwei Jahren verbrannt ist, der mehr über die pure Emotion und Motivation gekommen ist. Etwas was sich sehr schnell totlaufen kann(schöne Grüße an Thomas Doll von dieser Stelle).

Der beeindruckendste Auftritt von Brand war aber mit Sicherheit der völlig unaufgeregte, aber nicht minder bedrohliche Umgang mit dem „Pizza-Zwischenfall“, als einige Spieler sich am Vorabend eines wichtigen Spiels noch spät Pizza aufs Zimmer bestellt hatten. Das war ganz großes Pädagogik-Kino und man erkannte, wie sehr Heiner Brand es neben der offensichtlichen sportlichen Kompentenz auch in Sachen Menschenführung wirklich drauf hat. Ich kann nur hoffen, dass er noch einige Jahre lang die deutschen Nationalmannschaft betreuen wird.

In filmischer Hinsicht sei noch eine Sache erwähnt, die ich für einen sehr gelungenen Kniff hielt. Und zwar war dies die Tatsache, dass man während der Spiele immer mal wieder in die Kommentatorenkabine zu Delling dem wunderbar emotionalen Stefan Kretzschmar geschaltet hat. Sehr schade, dass das in der zweiten Hälfte nur noch selten aufgegriffen worden ist, da dies doch sehr unterhaltsam war, wie Kretsche da abging (und auch mal den Spielkommentator zurechtwies…).

Ansonsten lässt sich eigentlich nur noch ein Wort zu dem Film und vor allem zum letzten Drittel des Films sagen: GÄNSEHAUT!

8 von 10 Gabeln

  

  

Shrek der Dritte

Zugegeben, irgendwie habe ich nicht das Bedürfnis zu diesem Film viel zu schreiben zu müssen. Den ersten Teil liebe ich und ich habe ihn mittlerweile bestimmt etwa 10 Mal gesehen – und ich bin jemand, der sich sehr selten Filme häufiger anschaut. Den zweiten Teil fand ich streckenweise auch sehr gut, aber mittlerweile habe ich doch das Gefühl, dass sich die Franchise totgelaufen hat und die Geschichte auserzählt ist. Wenn den Machern für Teil 4 nicht noch ein paar richtig, richtig gute Sachen einfallen, dann dürfte sich das allmählich wirklich erledigt haben. Denn Teil 3 besteht leider in der Mehrheit mittlerweile aus den üblichen Elementen, die der erste Film noch so vorzüglich aufs Korn genommen hat und das ist einfach sehr sehr schade.

Natürlich gibt es immer noch ein paar wunderbare Einfälle, wie den Überfall der Märchenschurken auf die Stadt und die kurze Sequenz in der das Leben des Lebkuchenmännchens an seinen Augen vorbeizieht – aber gerade hinten raus driftet Shrek der Dritte leider zusehends in die seichte familiengerechte Richtung ab und schrammt teilweise ganz haarscharf an einer Moralpredigt vorbei.

Daher hoffe ich wirklich, dass die Shrek-Serie möglichst bald abgeschlossen wird und man sich bei Dreamworks lieber wieder auf neue, frischere Stoffe konzentriert, als nochmal zu versuchen ein paar mehr Euro aus dieser Franchise rauszuquetschen. Denn das hätte der Oger eigentlich nicht verdient, zu einer puren Familienunterhaltung zu verkommen.

 4 von 10 Gabeln

Hallam Foe – This is my story

Mit sehr gemischten Gefühlen hat mich der dritte Film des Tages hinterlassen, die Verfilmung des schottischen Buchs „Hallam Foe“, in dem der 17jährige Titelheld versucht mit dem Tod seiner Mutter umzugehen, indem er sich möglichst komplett von seiner Umwelt abschottet, diese nur noch durch sein Fernglas beobachtet – und sich dabei in Verschwörungstheorien rund um den Tod seiner Mutter versteigt. Die Hauptrolle in dieser Theorie spielt seine neue Schwiegermutter Verity (Claire Forlani), die, als ehemalige Sekretärin seines Vaters, für den Tod von Hallams Mutter verantwortlich gewesen sein soll, um an Papas Kohle ranzukommen. Als diese Dauerkonfrontation irgendwann zu Eklat führt, flüchtet Hallam aus der heimischen Landidylle in die Anonymität der Stadt, wo er bei einer seiner Beobachtungstouren von den Dächern Edingburghs aus eine Frau entdeckt, die auf frappierende Weise seiner verstorbenen Mutter ähnelt. Hallam gelingt es denn auch mit dieser Frau in Kontakt zu kommen, und sogar dank ihr einen Job im selben Hotel zu bekommen. So mutiert Hallam dann zunehmend zum Stalker, was natürlich auf Dauer nicht gutgehen kann…

Man merkt schon bei dieser -zugegeben etwas holprigen- Beschreibung, dass dieser Film keine wirklich straighte Unterhaltung ist. Alleine die ödipal getriebene Stalker-Geschichte ist, auch auf die Art, wie sie inszeniert ist, ziemlich schwere Kost. Es fiel mir schon schwer, die Motivation einiger Handlungen Hallams wirklich nachzuvollziehen, da sie oft nur schwer mit dem eigenen Menschenverstand und der eigenen Logik vereinbar waren. Hinzu kamen dann noch einzelne Sequenzen, die nüchtern betrachtet einfach schlecht und schwer erklärbar waren, wie beispielsweise die Schlüsselkonfrontation von Hallam und Verity, die völlig unschlüssig endete und ins Absurde abdriftete – wobei absurd hier negativ gemeint ist.

Nun hatte ich aber eingangs schon erwähnt, dass ich den Film sehr zwiespältig aufgenommen habe, und dies liegt daran, dass es zwischen den schwer verständlichen und schlechten Szenen, teilweise ganz wunderbare Sequenzen gibt, die glänzend inszeniert sind, die vor Geist und Witz so sprühen, und beinahe aus einem anderen Film zu stammen scheinen. Vor allem, dann wenn der Film nach Edinburgh wechselt ist er bis auf ganz wenige Sequenzen wirklich toll anzusehen. Und selbst in den eher schwierig zu verarbeitenden Stalker-Szenen schafft es der Film in seinem Edinburgh-Teil immer wieder die Kurve zu kriegen, wie beispielsweise in der Sexszene von Alisdair und Kate und natürlich das ganz wunderbare „Date“ von Hallam und Kate in der Wohnung. Beides Sequenzen, die ganz heisse Anwärter für die Top 10 in der Kategorie „Beste Szene 2007“ sind.

Hinzu kommt dann noch dass die drei Hauptdarsteller den Film über weite Strecken auf beeindruckende Weise tragen. In erster Linie ist dies natürlich der junge Jamie Bell, der schon vor einigen Jahren in „Billy Elliot“ sein Talent unter Beweis gestellt hat, einen Film mit seiner Präsenz tragen zu können, und das hier als kauzig-verschrobener Voyeur mit Mutterkomplex eindrucksvoll bestätigt. Bell ist definitiv eines der Top-Talente in Europas Filmwelt. Es ist wohl kein gewagter Tipp, dass wir von ihm noch sehr viel sehen werden in den kommenden Jahren.

Zudem harmoniert Bell sehr toll mit der wunderbaren Sophia Myles (vielleicht bekannt aus „Underworld“ oder aus der gerade angelaufenen Serie „Moonlight“), die das Mutter-Double Kate spielt und ihrer ebenfalls etwas gebrochenen Figur die nötige Authentizität verleiht. Und zudem auch ganz lecker aussieht…

Toll sieht auch die dritte Hauptdarstellerin aus. Und das ist die Stadt Edinburgh, die hier wunderbar von Regisseur Mackenzie in Szene gesetzt wird und oft mehr als nur eine Kulisse ist, wenn der jugendliche Spanner heimlich über die Dächer der schottischen Stadt turnt. In Kombination mit dem vorzüglichen, u.a. auch auf der Berlinale prämierten, Soundtrack, der ausschließlich aus Songs vom britischen Indie-Label Domino Records besteht, kommen so wirklich stimmungsvolle Impressionen zustande.

Doch all diese positiven Elemente werden eben leider durch die oben angesprochenen grenzwertigen Szenen nach unten gezogen, so dass ich am Ende mehr als unschlüssig aus dem Kino rauskam. Ich überlege mir immer noch ob Hallam Foe ein guter Film, mit ein paar Ausfällen ist, oder ob es ein schlechter Film mit einigen Highlights ist. Schade ist es auf jeden Fall. Mal schauen, was demnächst von Regisseur David Mackenzie noch so kommt.

? von 10 Gabeln 

Schwarze Schafe

Auch der letzte Film des gestrigen Tages hat mich sehr zwiespältig hinterlassen, wenngleich auch aus anderen Gründen.

Dieser deutsche Episodenfilm erzählt die Geschichten mehrerer Menschen in Berlin. Einen wirklichen roten Faden gibt es dabei nicht, außer dass alle Protagonisten auf die eine oder andere Weise scheitern. Ex-Handmodell Boris tritt als Schein-Adliger auf, um hübsche (und reiche) Frauen um den Finger zu wickeln, bevor er auf Nadja trifft. Charlotte versucht finanziell über die Runden zu bekommen, aber wird immer von ihrem Alkoholiker-Freund „zurückgeworfen“. Fred und Arnold versuchen ein satanistisches Ritual durchzuführen. Breslin und Julian versuchen sich Gratisleistungen zu erschleichen und werden dabei selbst ausgenutzt. Und drei halbstarke Jugendliche um Ali (Eralp Uzun aus „Alle lieben Jimmy“) versuchen Frauen zum Flachlegen zu finden.

Diese 5 unterschiedlichen Storys werden hier von Regisseur Oliver Rihs optisch sehr ansprechend in Szene gesetzt -nämlich in Schwarz-Weiss mit gelegentlichen und durchaus passend eingesetzten Farbspielereien (toll z.B. der Wellensittich), wobei sie nicht nacheinander sondern quasi parallel zueinander erzählt werden.

Die 5 verschiedenen Episoden sind dabei mehr als skurril und zeichnen sich -zu Beginn- durch einen hohen Unterhaltungsfaktor aus. Schon die erste Szene ist wohl die beste im gesamten Film, wenn Boris und Nadja ein Date in einem exklusiven Hotelrestaurant haben. Großartig gespielt, toll inszeniert und mit hohem Tempo von Anfang bis Ende durchgezogen. Und auf ähnlich hohem Niveau steigen dann auch alle weiteren Episoden ein und sind dabei äußerst unterhaltsam, wenn beispielsweise der Satanist Arnold erst eine Gruppe christlicher Straßenmusiker verkloppt und anschließend nach Hause kommt, wo er zusammen mit seinen Eltern lebt, und er dort dann erstmal sein T-Shirt umdreht, wo dann ein Kelly Family-Schriftzug erscheint. Dies sind dann die wirklich starken Momente des Films, wo Attitüden ad absurdum geführt werden.

Wie das aber manchmal so ist, wenn sich jemand an der eigenen Qualität berauscht, dann neigt man schon mal dazu, dass man übertreibt – und genau dies tritt bei „Schwarze Schafe“ ein. Denn je weiter der Film voranschreitet, umso weiter driftet der Humor ins Feld der Geschmacklosigkeit ab. Der negative Höhepunkt ist dann eindeutig beim Satanisten-Ritual erreicht, wo auch ich nur noch vor Unverständnis den Kopf schütteln konnte. Tabus sind halt nicht nur da, um gebrochen zu werden – vor allem wenn das auch für die Geschichte einfach unnötig ist. Kurz vorher hat Rihs z.B. noch wunderbar charmant die Kurve bekommen als er seine beiden Satanisten auf den Kinderspielplatz schickte, um ein Opfer für ihr Ritual zu finden.

Hier wurde dann kurz vor Schluss nochmal viel Porzellan zerschlagen, dass auch die qualitativ meist versöhnlichen Schlusssequenzen nicht mehr rausholen konnten.

Aber auch ohne dieses Abdriften ins Geschmacklose hätte es für „Schwarze Schafe“ wohl nicht zu einer richtig hohen Wertung gereicht. Denn bei aller Unterhaltsamkeit, die der Film über weite Strecken an den Tag legt, fehlte mir doch eine übergreifende Klammer, die die 5 Einzelepisoden irgendwie mehr miteinander verbindet, als nur durch die farbliche Inszenierung. Der gemeinsame Handlungsort Berlin trägt da nicht wirklich zu bei, da er im Groben und Ganzen herzlich egal ist, außer vielleicht in der Episode von Charlotte.

Dennoch sicherlich trotz der Ausfälle definitiv einen Blick wert.

6 von 10 Gabeln

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Spielplatz.

Heute war ich endlich mal wieder im Kino. Naja, okay, eigentlich war es ein Globetrotter-Geschäft, hier in Köln. Aber immerhin war es endlich mal wieder ein Film in Kinolänge, den ich auf einer großen Leinwand zu sehen bekam:
Und zwar Warren Miller’s Playground.

Zugegeben, dieser Filmtitel wird nun den meisten von Euch nicht wirklich etwas sagen, da er auch nie regulär in den deutschen Kinos gezeigt werden wird. Vielleicht wird es aber den einen oder anderen geben, dem zumindest der Name „Warren Miller“ etwas sagt. Denn Warren Miller bringt seit knapp sechs Jahrzehnten so ziemlich jedes Jahr einen Skifilm raus, der die Faszination des Wintersports in all seinen Facetten zeigt.

Gut, mittlerweile stellt der gute alte Mann nur noch seinen Namen zur Verfügung und greift nicht mehr wirklich aktiv in den Produktionsprozess mit ein. Stattdessen entstehen die Filme mittlerweile mehr dadurch, dass der in Boulder, Colorado, ansässigen Produktionsfirma (verbandelt mit Time Warner) Filmmaterial aus aller Welt zugesendet wird, woraus dann am Ende ein Film „zusammengebastelt“ wird. Okay, das klingt jetzt negativer, als es dem Endergebnis gerecht werden würde, denn zumindest gewisse Videosequenzen und Ideen werden nur als Anregung genommen und dann mit professioneller Technik und Inszenierung für die Filme aufgenommen.
Dementsprechend erzählen die Filme dann auch keine durchgängige Geschichte, sondern bestehen, wie hier im Fall von Playground aus etwa einem Dutzend kleiner Episoden, die mehr oder weniger lose aneinandergereiht werden und so mehr einer Kurzfilmsammlung ähneln als einem Spiel- oder Dokufilm. Für mich als Nicht-Skifahrer war dies durchaus in Ordnung, da man so viele unterschiedliche Eindrücke bekam und sich nicht an einem Aspekt „überfressen“ konnte.

Wie kam es nun, dass ich mir als Nicht-Skifahrer einen solchen Film, der eindeutig auf Ski-Freaks ausgerichtet ist, angeschaut habe? Nun, das hatte in erster Linie berufliche Gründe. Denn einer unserer Kunden, Colorado (bzw. das Colorado Ski Country) tritt bei der diesjährigen Warren Miller Filmtour als Hauptsponsor (neben dem Reiseveranstalter DERTOUR) auf. Aus diesem Anlass begleitete eine Delegation von Repräsentaten diverser Skiresorts in Colorado (u.a. die bekannten Aspen und Vail, aber auch die Insider-Tipps wie Telluride und Copper Mountain) die erste Woche dieser Tour, die am vergangenen Abend eben in Köln Station machte.

Was gibt es nun aber zum Film selbst zu sagen? Ich muss sagen (und das nicht nur aus beruflichen Gründen ;-)), dass ich durchaus angetan war von dem knapp zweistündigen Werk, dass hier gezeigt wurde. Denn ich bin zwar kein Ski-Fahrer aber doch ein absoluter Landschaftsfreak. (Was meine Ex-Freundin vor einiger Zeit mit dem Kommentar „kritisierte“, dass auf meinen Fotos nie Menschen zu sehen wären…)
Und traumhafte Landschaftsaufnahmen gibt es in Playground en masse!

Aspen Mountain

Sei es eben die faszinierenden Landschaften von Colorado, die auf unterschiedlichste Art beeindruckenden Regionen Utahs, die unberührten Weiten Alaskas oder die Schönheit Kanadas, die hier alle Kulisse für atemberaubende Wintersportaufnahmen verschiedenster Couleur sein dürfen. Aber auch Gebiete außerhalb Nordamerikas, wie der Berg Jungfrau in den Schweizer Alpen (hier gab es wohl die spektakulärsten Bilder, die ein Speedrider-Duo zeigen – Paragliding mit Skiern an den Füßen – AWESOME!), Skigebiete auf der japanischen Halbinsel Hokkaido und sogar Dubai sind Drehorte einzelner Episoden dieses Warren Miller Films, so dass man hier sehr unterschiedliche Geschichten präsentiert bekommt. Viele der Segmente drehen sich hier natürlich um junge Menschen, die ihren Alltag damit verbringen, ihren Traum von unberührter Natur, wildem Sport und endloser Weite auf ganz verschiedene Weise zu leben. Aber auch Profisportler, wie Bode Miller, Gretchen Bleiler und Jon Olsson, oder helfende Personen am Rande des Skizirkus‘ sind hier Hauptdarsteller einzelner Episoden, so dass man neben all den tollen Bildern, auch einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Facetten dieser Sportart(en) bekommen, die oft mehr einer Lebenseinstellung gleicht. Eine der sympathischsten Episoden, war aber sicherlich das Segment, in dem es um eine Gruppe von Kindern (ca. 7-14 Jahre alt) ging, die mit purer Freude das Spiel im Schnee genießen und dabei schon die ganzen Manierismen ihrer älteren Vorbilder adaptieren – was gerade bei einem 14jährigen schon etwas putzig wirkt, wenn er nach einem Heli-Skiing-Trip sagt, dass er gerade gemerkt hat, dass er „all die Jahre“ wirklich etwas verpasst hätte. Dies wird dann auch dementsprechend süffisant vom Off-Sprecher kommentiert.

Und ohnehin ist es der Off-Kommentator, der bei diesem Episodenfilm so etwas wie der rote Faden ist, da er durch alle Episoden hindurch, das Gezeigte auf angenehm selbstironische und emotionale Art mit seinen Sprüchen begleitet.

Spricht dieser aber nicht, und das ist ist dann auch die meiste Zeit nicht der Fall, dann kommt die, neben den atemberaubenden Bildern, zweite Stärke von Playground zum Tragen: Der Soundtrack. Und hier ist natürlich alles vertreten, was Rang und Namen in der einschlägigen Musikszene hat. Angefangen bei Linkin Park und The Kooks, über Regina Spektor und Daft Punk, bis hin zu Mando Diao, 30 Seconds to Mars und Muse (sowie noch vielen anderen tollen Bands, die ich mir nicht merken konnte) wird hier der perfekte Score zu den rasanten Sportaufnahmen aufgefahren. Für mich als Freund der gitarrenlastigen Musik natürlich ein Ohrenschmaus, der die ganzen Eyecandys auf der Leinwand wunderbar untermalt hat.

Alles in allem also ein kurzweiliges Spektakel mit fantastischen Bildern, einem tollen Soundtrack und einigen amüsanten Momenten, das gerade für Anhänger des Wintersports ein Must See sein dürfte. (Ausser man kennt schon die meisten anderen Warren Miller-Filme, da sich wohl einiges hier auch wiederholt)

Und wer jetzt Lust bekommen hat, sich diesen Sportdokufilm anzuschauen, der hat durchaus noch einige Gelegenheiten in den kommenden Monaten, da die Tour noch durch zahlreiche weitere Städte in Deutschland, Schweiz und Österreich tingeln wird.

Diese Termine kann man auf der offiziellen Homepage einsehen und umfassen u.a. noch Hamburg, Bremen, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf und viele weitere Städte. Der Eintrittspreis beträgt 12 € im Vorverkauf (AK: 14€), und man sollte definitiv auch vorreservieren, da die Veranstaltungen bisher immer sehr, sehr gut besucht waren. Als kleines Goodie gibt’s auch einige Sachpreise wie Klamotten, DVDs, Taschen und Kalender zu gewinnen, sowie am Ende der Veranstaltungsserie (Teilnahme hierfür auch im Internet möglich) wird unter allen Besuchern auch noch eine Reise in eines der Top-Resorts von Colorado, nach Vail, verlost.

Aber jetzt reichts auch mit der Werbung, sonst wird mir hier noch verstecktes Marketing vorgeworfen…

Bin aber nun mal leider sehr überzeugt, von den Regionen die wir vertreten… =)

Daher hier zu guter Letzt noch der offizielle Trailer zum Film.

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Anleitung zur Herstellung einer Bombe.

Eine kugelförmige Glasschüssel mit Klarsichtfolie auslegen und im Gefrierfach gut vorkühlen. Nun die Bombenform mit dem weichen Vanilleeis gleichmäßig dick ausstreichen und für mindestens eine Stunde ins Gefrierfach stellen. Währenddessen die Erdbeeren säubern. 300 g Erdbeeren pürieren, den Rest in Stücke schneiden und mit dem Maraschino marinieren. Das Eiweiß steif schlagen und nach und nach den Puderzucker unterrühren.

Das Erdbeermark mit den Erdbeerstücken, dem Zitronensaft und der geschlagenen Sahne unter den Eischnee heben. Die Bombenform mit der Masse füllen und glatt streichen. Die Eisbombe mit Klarsichtfolie bedecken und über Nacht im Gefrierfach durchfrieren lassen. Vor dem Servieren die Schüssel bis zum Rand in heißes Wasser tauchen und auf eine Platte stürzen. Nach Belieben mit Erdbeeren ausdekorieren

(EUn Rezept von ard.de)

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Worauf ich aber eigentlich hinweisen möchte ist dieser Artikel auf Spiegel Online, der eine Replik auf dieses Statement des Herausgebers der FAZ ist, das bei der Süddeutschen erschienen ist. Zwei sehr interessante Texte, die sich mit Internet und dessen Auswirkungen auf Journalismus und Gesellschaft befassen.

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