Work hard, play hard.

Honey, I’m home! 

Wie der eine oder andere sicherlich schon gemerkt hat, gab es jetzt eine Woche lang nichts mehr von mir hier zu lesen. Und wie ich ja schon in den Kommentaren meines letzten Eintrags geschrieben hatte, hing dies mit beruflichen Gründen zusammen.

Glücklicherweise darf ich meine Brötchen nämlich im Tourismus verdienen. Einerseits ist es natürlich eine Scheiss-Branche. Du hast oftmals blöde Arbeitszeiten, die Bezahlung oft eher unterdurchschnittlich und phasenweise ist es wirklich großer Stress. Aber andererseits ist es eben auch eine tolle Branche, da man die Möglichkeit hat viele tolle Orte zu sehen (wovon ich Euch sicherlich das eine oder andere Mal versuchen werde Eindrücke zu vermitteln), auch wenn dies meist mit Arbeit verbunden ist. Was die Branche vor allem aber so toll macht ist es das man doch viele liebe Menschen kennen lernt und die Stimmung untereinander einfach klasse ist.

Natürlich ist da auch einiges an Oberflächlichkeit dabei, aber mir ist oberflächliche Freundlichkeit stets lieber als zur Schau getragene Unfreundlichkeit oder das was gerne als „höfliche Reserviertheit“ bezeichnet wird. Deswegen habe ich zum Beispiel auch kein Problem mit dem, was den Amerikanern gerne mal vorgeworfen wird. Denn da sagen Deutsche ja auch oft, dass die Floskel „Hi, how are you?“, die meist mit einem Lächeln verbunden ist, doch eh nicht ernst gemeint sei und dass das doch sowieso toootal oberflächlich ist. Aber was soll daran so verkehrt sein, dass Menschen um einen herum freundlich agieren? Muss ja nicht immer alles so verbiestert sein, wie häufig hier in Deutschland. Aber ich schweife ab…

Nun war ich auf jeden Fall eine Woche lang mit einem Reiseveranstalter und knapp 20 weiteren Partnern aus der Touristik unterwegs, um den neuen Katalog dieses Veranstalters zu promoten. Dies geschah in Form einer sogenannten „Roadshow“, wo jeden Tag eine andere Stadt besucht wird und jeweils mehrere Dutzend Reisebüromitarbeiter bespaßt aber vor allem natürlich informiert werden. Informiert in Form von mehreren Workshops, wo die von mir und den anderen Partnern vertretenen Destinationen und Dienstleistungen (Airlines, Mietwagen, u.ä.) auf meist spielerische Art präsentiert werden.

Für mich war es die erste Roadshow dieser Art und so war es doch schon eine kleine Herausforderung vor insgesamt knapp 400 Leuten im Laufe der Woche immer wieder die von uns vertretene Destination zu präsentieren. Insgesamt 24 Mal innerhalb von 5 Tagen in 5 verschiedenen Städten – glaubt mir, ich konnte mich irgendwann selbst nicht mehr reden hören… =)

Aber glücklicherweise durfte ich im Laufe dieser Woche feststellen, dass es dennoch auch einfach einen Riesenspaß macht, zu versuchen Menschen von einer Destination zu begeistern. Und wenn man dann noch merkt, dass die Leute einem an den Lippen hängen und unbewusst nicken, wenn man von irgendwelchen tollen Regionen vorschwärmt, dann ist das einfach großartig – selbst wenn nicht jeder Witz den man macht ein Lachen zur Folge hat… ;o)

Und wenn man dann noch Lob von „alten Hasen“ (das ist jetzt nur liebevoll gemeint…) bekommt, dann macht das schon ein wenig stolz und man bekommt doch das Gefühl, dass man trotz der eingangs erwähnten Nachteile die richtigen beruflichen Entscheidungen gefällt hat und in der *richtigen* Branche gelandet ist. Und das ist schon ein echt tolles Gefühl.

Hinzu kommt natürlich, dass auch das Rahmenprogramm einfach Spaß macht. Denn dadurch, dass ein so herzliches, beinahe familiäres Verhältnis unter den meisten Leuten -zumindest denen an der Front- herrscht, machen auch die „After Work Aktivitäten“ wirklich viel Spaß. Denn wenn man schon mit so einer großen Gruppe eine Woche lang quasi nur aufeinanderhängt, dann ist es schon echt angenehm, wenn man die Zeit abends, an der Theke oder so (natürlich mit einem Glas Saft…), mit freundlichen und interessanten Leuten verbringen kann. Und interessant sind sie alle, denn ein Vorteil bei Leuten aus der Reisebranche ist sicherlich, dass viele Menschen eben auch oft viel gesehen haben und dementsprechend oft auch viel zu erzählen haben. Und da kann der Abend an der Theke dann durchaus auch schon mal länger werden, auch wenn der nächste Tag wieder früh beginnt… Aber den Titel dieses Postings habe ich nicht umsonst so gewählt – denn das ist so ungefähr der Nenner auf den man wohl die Einstellung vieler in dieser Branche zusammenfassen kann. Und das ist wirklich das Schöne daran und macht mich wirklich ein Stück weit glücklich, dass ich hier arbeiten darf.

Demnächst sicherlich in diesem kleinen Blog noch etwas mehr zu meinem Berufsleben und sicherlich auch noch die eine oder andere Impression von meinen Reisen.

 Stay tuned.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Menace to Reality, Work & Travel

4 Antworten zu “Work hard, play hard.

  1. mediensucht

    Du Ärmster, hast Arbeit ;o)

    … und Konkurrenz!^^ Du siehst, ich mache jeden Trend mit! Grüße von

    Thoro ;o)

  2. Ähm, jetzt ist meine letzte Antwort gar nicht verlinkt! Damit das Ganze Sinn macht, look at:

    mediensucht.wordpress.com

  3. hirngabel

    Ich beschwer mich ja gar nicht. =) Oder kam das etwa so rüber? Im Gegenteil habe ich eben durch diese Woche gemerkt, wie gut ich es habe -trotz Stress- und, dass ich genau den richtigen Beruf in der richtigen Branche in der richtigen Firma ergriffen habe. Und das hat mich schon sehr glücklich gemacht.

    Jetzt muss ich nur noch mein Heroinproblem in den Griff bekommen…

  4. Nein, das war mehr auf mich bezogen. Wurde auch schon im Text klar, Du Glücklicher!

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