Es gibt mal wieder eine halbe Handvoll Neuigkeiten mittleren Grades zum Thema „Einreise in die USA„, bzw. zum Online-Registrierungsformular ESTA im Speziellen.

Vor kurzem wurden nämlich die ersten statistischen Daten zum Formular bekannt gegeben. So liegt nämlich die Approval-Rate (also die Quote aller direkt genehmigter Anträge) seit Live-Stellung des Formulars vor knapp 3 Monaten bei 99,6% – von 1000 Anträgen mussten also jeweils 4 den Weg über US-Botschaft bzw. Konsulat gehen. Damit liegt man laut offizieller Stellungnahme deutscher Verantwortlicher aus der Reiseindustrie bislang über den Erwartungen.
Ob sich diese Daten nur auf Anträge aus Deutschland beziehen oder auf Anträge aus sämtlichen 27 Ländern, die am Visa Waiver Program partizipieren, besagt meine Quelle allerdings leider nicht. So oder so ist es aber, denke ich, ein guter Wert, der für die Komplikationsfreiheit dieses Verfahrens spricht.

Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung des gesamten Prozederes ist auch die Einführung der Fremdsprachenversionen, die wohl irgendwann in den letzten zwei, drei Wochen stattgefunden hat. So ist das Formular nun neben der englischen Sprachversion auch in 15 weiteren Sprachen wie Spanisch, Holländisch, Isländisch (whatever…) und natürlich auch Deutsch verfügbar.

Ebenfalls äußerst vereinfachend wird sich ein weiterer Entschluss auswirken. Denn man hat sich dazu entschieden, die Angabe der Adresse des ersten Aufenthaltsortes in den USA zukünftig nicht mehr als verpflichtenden Bestandteil des Formulars zu lassen. Daher kann man sich nun also wirklich problemlos frühzeitig einfach so registrieren, wenn man weiß, dass man in die USA reisen, aber noch nicht wann bzw. wohin genau man reist. Das halte ich für eine sehr kluge Entscheidung und wird den Prozess definitiv einfacher und kundenfreundlicher gestalten.

WARNUNG

Apropro Kundenfreundlichkeit: Wo es etwas Neues gibt, versuchen natürlich auch immer Leute, die sich für clever halten, Profit aus der Unwissenheit der Leute zu schlagen. Gibt man nämlich den Begriff „ESTA“ bei google ein, dann erscheint bei den Anzeigen ganz oben direkt ein Eintrag der Seite www.esta.us, die nicht nur eine offiziell erscheinende URL sondern auch ein sehr offiziell erscheinendes Design besitzt.
Auf dieser Seite gibt es dann eine ganze Reihe von Informationen rund um das ESTA-Formular, die allerdings allesamt eher allgemeiner Natur sind.
In der Navigationsleiste gibt es dann einen Menüpunkt „Submit ESTA Application“, der allerdings nicht -wie man vielleicht erwarten sollte- zum KOSTENLOSEN Online-Formular auf https://esta.cbp.dhs.gov/ führt, sondern zu einem Formular, welches den Eindruck erweckt man hätte im Grunde nur zwei Möglichkeiten.
a) Man bestellt sich einen „ESTA Application Guide“ für $49,90, der einem erklärt wie man das Formular ausfüllt und was man zu beachten hat
b) Man bestellt den „Premium Processing Submission Service“ für schlanke $249,90, wodurch man dann einen „Travel Professional“ damit beauftragt, das ESTA-Formular für einen auszufüllen – wohlgemerkt diese 250 Dollar gelten pro Person!

Wirklich ein purer Napp, der hier betrieben wird, um die Unsicherheit der Leute auszunutzen. Denn auf der ganzen Seite findet sich kein einziger Hinweis darauf, wo man den Registrerungsprozess denn durchführen kann – alleine das spricht schon eine deutliche Sprache, wo hier der Zweck der Seite liegt.

Also Finger weg von www.esta.us!