In dieser Rubrik gebe ich meine Eindrücke zu den Serien wider, die ich im vergangenen Jahr geschaut habe. Die eine oder andere Serie(nstaffel) kann dabei auch zu früheren TV-Seasons gehören. Man kann aus der Reihenfolge der Auflistung, so man denn möchte, eine aufsteigende Positionierung in meiner Gunst ablesen – allerdings ist diese eher von der Tagesform abhängig und daher habe ich denn auch auf eine konkrete Nummerierung verzichtet.
Bisher besprochene Serien:
Back to you
Welcome to the Captain
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Samantha Who?
Durchaus innovativ kam die zur Midseason gestartete Serie Samantha Who? daher, bei der die von Christina Applegate gespielte Hauptfigur Samantha nach einem Autounfall an einem kompletten Verlust ihres Gedächtnisses leidet und mit den Tücken eines völlig fremden Umfelds und Alltags zu kämpfen hat. Was eigentlich wie die Ausgangssituation für eine Dramaserie klingt, wurde in diesem Fall als lockere Comedy inszeniert. Der Witz der Serie kommt dabei vor allem aus der Tatsache, dass die „neue“ Samantha immer wieder damit konfrontiert wird, dass sie vor dem Unfall ein ziemliches Arschloch gewesen ist und mit ihren Mitmenschen nicht gerade freundlich umgesprungen ist, sondern vor allem auf der Suche nach ihrem Spaß und dem eigenen Vorteil war. Und das ist etwas, was die „neue“ Samantha immer wieder erschreckt, da sie eigentlich lieber ein “guter” Mensch wäre.
Besonders positiv fällt neben der recht erfrischenden Story das tolle Casting auf. Neben Christina Applegate sind das vor allem Melissa McCarthy (Gilmore Girls) und Jennifer Esposito (L.A. Crash, Chaos City), die hier absolut glänzen und diese Serie durchaus sehenswert machen. Dass es dennoch nicht zu einer höheren Einstufung reicht hängt damit zusammen, dass ich dennoch ab und an daran hängen, dass ich die Geschichte manchmal doch lieber in einem etwas dramatischeren Zusammenhang sehen würde, als ausschließlich im Comedy-Bereich. Zumindest mit einem gewissen ernsthafteren Touch.
Dennoch gebe ich hier durchaus eine Sehempfehlung ab! Und in Season 2 geht es dann ja im nächsten Herbst weiter.
Meine Bewertung: 6-7 von 10 Gabeln [für Season 1]
Aliens in America
Die Tolchuks sind eine klassische amerikanische Kleinstadtfamilie. Dads Lieblingsbeschäftigungen sind Football und Gartenarbeit, Mum kümmert sich um den Haushalt, die Tochter ist eine hübsche, coole Cheerleaderin und von den Jungs begehrt – und der Sohn ist ein unbeliebter Nerd. Also alles so, wie wir es aus dem amerikanischen Film und Fernsehen kennen.
Um die Popularität ihres Sohns zu steigern, laden die Eltern Tolchuk dann allerdings einen Austauschschüler ein, bei Ihnen zu leben – mit dem kleinen Haken, dass sich dieser allerdings als pakistanischer Muslim herausstellt, was im provinziellen amerikanischen Hinterland nur bedingt dazu taugt, Popularitäten zu steigern.
Das Aufeinandertreffen von Kulturen ist ein immer wieder beliebtes Motiv im Comedy-Bereich und war schon das Thema zahlreicher TV- und Kinoproduktionen. Dies birgt natürlich die Gefahr, wenn man es mal wieder zum Hauptthema einer Fernsehserie macht, dass diverse Gags schon ein bisserl ausgelutscht sind – hier funktioniert das aber recht gut, durch die Mischung aus Culture Clash und klassischer Teen-/High School-Comedy. Zumal natürlich der politische Hintergrund mit 9/11 und Irak-Krieg dem ganzen eine zusätzliche Würze verleiht. Oder verleihen könnte – denn wenn man der Serie etwas vorwerfen kann, dann dies, dass sie manchmal etwas mehr Biss und Konsequenz hätte vertragen können. So aber bleibt eine nette Comedy-Serie, die durchaus liebenswert ist und vor allem auch wirklich gut besetzt ist (Scott Patterson, Dan Byrd, Adhir Kalyan, Amy Pietz) , aber etwas mehr Konsequenz in ihrem Humor nötig gehabt hätte, um wirklich überdurchschnittlich zu sein.
Dies sah dann wohl auch das amerikanische Publikum so, und bescherte dem ohnehin nicht mit wirklich guten Quoten gesegneten CW, derart maue Quoten, dass man sich dazu entschloss die Serie in der kommenden Season nicht mehr weiterzuführen.
Meine Bewertung: 6-7 von 10 Gabeln [für Season 1]
Demnächst dann: Wissenswertes über Medizin, Kernkraft, Baseball und Dämonenbekämpfung.


21. Juli 2008 at 4:51
Wie was wo, vergibst du keine Gabeln mehr jetzt?
21. Juli 2008 at 7:22
Ich glaub wir hatten ja bei Dir schon mal drüber geschrieben, dass ich eigentlich eher ungern Serien mit einer konkreten Wertung belege.
Aber der Wunsch meiner fünf Leser ist mir natürlich Befehl. =)
21. Juli 2008 at 11:05
Zur Info:
“Samantha Who?” läuft ab 3. September um 22.15h im Doppelpack mit der siebten Staffel von Scrubs auf ProSieben an.
Das nenne ich mal eine recht aggressive und mutige Programmierung, so prominent in der Primetime des starken Serienmittwochs – als Lead-in wird ein Teil der 4. Staffel von Greys Anatomy fungieren, also durchaus ambitioniert das ganze.
Würde mich freuen, wenn das funktionieren täte.
23. Juli 2008 at 11:09
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23. Juli 2008 at 2:59
“Samantha Who?” werde ich mir wahrscheinlich mal im TV antuen. Christina Applegate war ja früher nicht so “mein Typ”, von der “reifen” Applegate war ich in THE ROCKER doch sehr angetan. “Aliens In America” kann man sicher mal irgendwo “dazwischen” einschieben …
23. Juli 2008 at 11:49
“The Rocker” kenn ich gar nicht. Hab grad mal in den Trailer reingeschaut, machte nen ganz guten Eindruck, von Applegate war allerdings nicht wirklich was zu sehen. =)
Wie, war Dumpfbacke etwa nie ein feuchter Traum deiner Prä-Pubertät?? =) Oder standest Du mehr auf Peggy?
24. Juli 2008 at 11:06
Das vergaß ich scheinbar, wollte dich jetzt nicht nötigen, war nur lange kein x von y Gabeln mehr gewöhnt hier und hatte Entzug
25. Juli 2008 at 12:52
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31. Juli 2008 at 10:44
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3. September 2008 at 10:05
[...] mit Samantha Who los. Die Serie habe ich selbst zwar noch nicht gesehen, wenn man aber dem Kollegen hirngabel Glauben schenken kann (bei Serien ist das des Öfteren der Fall), dann lohnt sich diese [...]
17. September 2008 at 12:08
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15. Oktober 2008 at 3:15
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