Nach all dem unwichtigen BlaBla über Fußball, TV-Serien und ähnlich unwichtiges Zeug, ist es mal wieder an der Zeit, dieses Blog mit hartem, faktenbasierten Content zu füttern.
Und da das Thema USA-Einreise nicht nur eines der meistbegehrtesten auf diesem Blog ist, sondern es zudem neue Entwicklungen gibt, die definitiv einer Erläuterung bedürfen, gibt es heute mal einen kleinen Exkurs über “ESTA” (Electronic System for Travel Authorization).
Sollten Sie, lieber Leser, über eine Google-Anfrage hier gelandet sein, um etwas über die Abläufe und die Sicherheitskontrollen bei der Einreise in die USA zu erfahren, dann werfen Sie bitte auch einen Blick in dieses Posting, wo das generelle Prozedere erläutert wird.
Hier nun aber geht es um das Thema “ESTA”, das in den vergangenen Wochen nach der Bekanntgabe schon einige Wellen in der deutschen Presse geschlagen hat. Denn hinter ESTA verbirgt sich die neue Bestimmung, dass USA-Reisende aus Ländern, die zum sogenannten “Visa Waiver Program” gehören (und eines dieser Länder ist Deutschland), sich ab kommendem Jahr vorab online registrieren müssen.
Selbstverständlich sorgte dies natürlich für einen Aufschrei in diversen deutschen Medien - schließlich bedeutet dies ja sozusagen eine “Vorabanmeldung” und man befürchtet eine Art “Visum durch die Hintertür”. Und außerdem ist das Thema “Datenschutz”, speziell hier in Deutschland natürlich auch kein einfaches, schließlich werden hier so einige Daten aufgenommen, von denen man nun nicht wirklich einschätzen kann, wie sie verwendet werden.
Betrachtet man die ganze Geschichte allerdings etwas nüchterner (ein Adjektiv, welches dem deutschen Journalismus aber leider per se schon mal eher fremd ist), dann wird man ganz schnell sehen, dass die Daten, die bei dieser Registrierung aufgenommen werden, ohnehin schon seit Jahren von jedem Reisenden verlangt werden – bislang allerdings in Form des kleinen grünen I-94W-Formulars, welches man bei der Anreise im Flugzeug ausfüllen muss und dann an der Immigration Booth abgibt.
Die einzige Ausnahme wird unter Umständen sein, dass zu den üblichen Angaben wie Name, Adresse, Passnummer, sowie (ggfls.) erste Übernachtungsadresse und einigen eher überflüssigen Fragen, auch noch die Angabe einer Emailadresse hinzu kommt – dies ist aber noch nicht wirklich geklärt und ich halte es derzeit auch für etwas illusorisch, dass dies tatsächlich eine verpflichtende Angabe wird.
Wie aber wird der Ablauf sein?
Die ESTA-Webseite wird ab August 2008 freigeschaltet werden. Bis Ende des Jahres KANN sich jeder USA-Reisende dort eintragen und anmelden – muss er aber nicht. Verpflichtend wird dies dann ab dem 12. Januar für alle deutschen USA-Besucher.
Ab dann muss sich jeder Tourist vor Reiseantritt auf der Webseite mit den oben erwähnten Angaben eingetragen haben – als Frist ist von “bis spätestens 72h vor Abreise” die Rede. Interessanterweise ist das ganze auf dem offiziellen ESTA-Handout folgendermaßen ausgedrückt:
“DHS [Department of Homeland Security; Anm. d. Autors] empfiehlt, dass dies spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt erfolgt.“
Interessant ist das natürlich deshalb, da sich an der 72h-Frist die meiste Aufregung entzündet hat. Hier muss man, der Formulierung nach zu urteilen, also nochmal abwarten, wie strikt dies dann tatsächlich gehandhabt wird. Zumal im nächsten Satz auf dem Formular auch davon die Rede ist, dass es ein “Eil-Verfahren für Notfälle” geben wird. Hier bleibt dann natürlich auch wiederum die Frage offen, wie eng die Definition für “Notfälle” gefasst wird.
Grundsätzlich gehe ich aber mal davon aus, dass es also auf jeden Fall auch weiterhin möglich sein wird, kurzfristig in die USA zu reisen – für die kleine Gruppe an Personen, für die dies tatsächlich relevant ist.
Wenn man es nämlich mal realistisch betrachtet, dürften 95% der Personen, die auch mal sehr kurzfristig in die USA reisen müssen, ohnehin häufiger in die USA reisen. Und da kommen wir dann zu dem großen Vorteil dieser neuen Online-Registrierung: Die Gültigkeit der Anmeldung für insgesamt 2 Jahre
Dies bedeutet nämlich, dass man, wenn man sich einmal dort registriert hat, für die danach folgenden 48 Monate “einreiseberechtigt” ist und nicht jedes Mal wieder die gleichen Formulare bei der Einreise ausfüllen muss. Ein erheblicher Pluspunkt für all diejenigen, die häufiger in die USA reisen – also Leute wie mich.
Zusätzlicher Pluspunkt ist, dass man keine konkreten Reisepläne haben muss, um sich dort einzutragen – was zum Einen bedeutet, dass die Angabe der Adresse der ersten Übernachtung schon mal nicht verpflichtend sein kann und zum Anderen, dass diejenigen, die häufig spontan in die USA reisen müssen, sich problemlos “pro forma” eintragen können und dadurch 2 Jahre lang auch kurzfristig einreisen können, obwohl sie zum Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht wissen wann oder ob sie überhaupt demnächst in die USA reisen werden.
Wichtig zu wissen ist auf jeden Fall auch noch, dass man das Formular auch für Angehörige ausfüllen kann und dass zudem auch (gerade wichtig für Leute ohne Internetanschluss) Reisebüromitarbeiter das Formular für ihre Kunden ausfüllen dürfen werden.
Das schon erwähnte grüne Formular (I-94W) wird zwar aller Voraussicht in den ersten Monaten noch bleiben, aber mittelfristig wird es sicherlich für Touristen, die nicht über den Landweg (also z.B. mit dem Mietwagen aus Kanada) in die USA einreisen, wegfallen und damit wird der ganze Einreiseprozess schon mal ein ganze Stück weit entbürokratisiert und vereinfacht. Zumindest hoffe ich, dass ich mit diesem Posting die Mär von “drastisch verschäften Einreisebedingungen”, wie sie zum Beispiel das führende deutsche Nachrichtenportal “Spiegel Online” in die Welt setzt, etwas entkräften konnte.
Zum Schluss sei hier noch mal der Link erwähnt, unter dem das ESTA-Formular ab Anfang August zugänglich sein wird: https://esta.cbp.dhs.gov/
Derzeit ist dort nur ein Link zu einer Infoseite über ESTA zu finden, aber ab August wird man sich dort dann registrieren können. Ab Oktober soll es dann zudem die Seite auch in deutscher Sprache (und natürlich auch in mehreren anderen) geben – die Antworten werden allerdings grundsätzlich in Englisch gegeben werden müssen (wobei dafür eigentlich keine wirklichen Sprachkenntnisse notwendig sind).
Ich werde auf jeden Fall an dieser Stelle noch mal ein paar Worte verlieren, wenn ich mich im August dann zum ersten Mal selbst registriert habe.
Auch weise ich nochmal gerne auf meinen Eintrag “Einreise & Sicherheitskontrollen“, wo ich vieles rund um Umsteigedauer auf USA-Flughäfen, erlaubte Dinge im Handgepäck und Abläufe an Immigration Booth und Zoll schon mal erläutert habe.
Und natürlich auch gerne ein Auge auf meine übrigen Einträge in der Kategorie “Work & Travel” werfen. Da gibt es u.a. ein paar Eindrücke aus dem wunderschönen Bundesstaat Colorado zu finden.
Sollten noch irgendwelche Fragen offen geblieben sein, dann beantworte ich diese natürlich sehr gerne in den Kommentaren! Keine Scheu! =)
-EDIT, 3. August 2008-
So wie es ausschaut, ist die ESTA-Seite im Grunde seit dem Beginn des Monats so gut wie die ganze Zeit down. (Zumindest bei allen Versuchen, die ich bisher gestartet habe) Schaut mir fast so aus, als sei man da nicht so wirklich auf einen weltweiten Ansturm vorbereitet gewesen, was die Serverkapazitäten angeht.
Werde das natürlich im Auge behalten, und meine Meinung hier kund tun, sobald es möglich ist.
Allerdings gibt es schon seit geraumer Zeit eine Preview des Fragebogens, die man sich anschauen kann. Hier kann man die Präsentation runterladen: esta_webtool_preview
Sieht vom ersten Eindruck sehr gut aus, leicht und schnell zu bedienen und auch ziemlich verständlich und übersichtlich. In Sachen benötigter Angaben sieht es demnach auch tatsächlich so aus, als ob wirklich keine zusätzlichen Fragen hinzu gekommen sind, was definitiv als sehr positiv zu bewerten ist.
-EDIT, 4. August 2008-
Wie ich gerade festgestellt habe, hat man den Link zum Formular an einer kleinen, aber entscheidenden Stelle geändert im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen. Daher hat der Link, der von hier direkt kam, auch nicht funktionieren können. Somit gab es wohl auch kein Problem mit dem Server, wie zuerst von mir vermutet. Nun ja, Link ist korrigiert und ich werde dann heute mal einen Test-Ballon starten.
Falls jemand schon Erfahrungen gemacht hat, ist er herzlich dazu eingeladen, sich hier in den Kommentaren dazu zu äußern!
10. Juli 2008 at 11:28
[...] Thema Online-Registrierung vor Abreise habe ich einen eigenen Eintrag geschrieben, der hier zu lesen ist. Bitte unbedingt durchlesen, da sich durch diese neue Regelung ab kommendem Jahr [...]
11. Juli 2008 at 6:25
Dieses Mal komme ich ja noch ohne Voranmeldung in die USA. Ich habe von dem neuen System auch schon gehört, es ist aber ein super Service von dir solche Dinge noch einmal in aller Ausführlichkeit zu bloggen.
11. Juli 2008 at 9:28
Man sollte sich ja beim Bloggen meistens auf das beschränken, wovon man zumindest rudimentär Ahnung hat – und das ist halt hier der Fall. =)
Außerdem merke ich ja in meinem beruflichen Alltag immer wieder, dass gerade die Einreise in die USA für sehr viel Diskussionsstoff sorgt, da viel auf Hörensagen basiert und natürlich vor allem die Negativbeispiele immer mehr herausstechen.
In Fällen wie diesen kommt dann noch hinzu, dass die Medien gerade hierzulande (erst wieder beim Thema “Neue US-Botschaft in Berlin”) sehr gerne auf alles draufhauen, was in irgendeiner Weise mit US-Politik zu tun hat ohne aber mal wirklich zu recherchieren.
Wie oben schon angemerkt sind gerade die ersten Berichte zu ESTA extrem hysterisch gewesen und teilweise einfach unwahr, wenn man von “drastisch verschärften Einreisebestimmungen” schreibt. Aber so kennen wir unsere Medien ja…
Du wirst Dich dann natürlich noch mit dem grünen I-94W-Formular anmelden dürfen – dürfte ja bald soweit sein, wenn ich mich recht entsinne!?
12. Juli 2008 at 4:56
Jetzt schreibt er auch noch interessante Artikel, die man für Leben brauchen kann … Am Ende liest das Blog noch jemand!
13. Juli 2008 at 11:26
Manchmal überkommt es mich halt. =)
Aber keine Sorge, das Blog bleibt weiterhin eine sehr exklusive Geschichte nur für uns. Zumindest war das die schwächste Woche seit Monaten, so rein statistisch gesehen.
4. August 2008 at 12:35
Registrierung am 03.08.2008 ausprobiert und erfolgreich abgeschlossen !!! Allerdings gibt es ein Problem mit unserem alten Reisepass zb. ausgestellt 1999 !!! da dieser eine 10 stellige Nummer hat !!! Habs den Amis mal gemeldet !! Schaumermal ob’s beheben !!!
4. August 2008 at 9:26
Hallo Hans!
Danke für Dein Feedback, das ist schon mal sehr interessant zu wissen, dass es mit alten Pässen, die 10stellige Nummern haben, Probleme gibt.
Werde mich vermutlich heute abend mal an einen Selbstversuch wagen und dann natürlich berichten.
4. August 2008 at 10:28
[...] Nochmal zur Erinnerung: Ab dem kommenden Jahr muss jeder, der in die USA, einreisen möchte, bis spätestens 72h vor Abreise eine Art “Online-Registrierung” vornehmen, bei der er einige Daten angeben muss und darüber hinaus einige Fragen zu beantworten hat. Mittelfristig soll diese Online-Registrierung, das “grüne Blatt” ersetzen, das man bislang bei jeder Einreise ausfüllen muss. Der große Vorteil dabei: Ist man einmal online registriert, ist dies dann direkt für 2 Jahre gültig (oder bis zum Ablauf des aktuellen Reisepasses) – so dass man als regelmäßiger USA-Besucher nicht jedesmal den gleichen Kram ausfüllen muss. Eine detailliertere Auseinandersetzung mit der ganzen Thematik findet sich hier. [...]
8. Januar 2009 at 1:21
Habe gerade versucht die Form auszufuellen und bekomme staendig die Meldung, dass die Passnummer und der Sicherheitscode am unteren Ende der Seite nicht stimmen. Habe es immer und immer wieder versucht und es geht nicht durch. Habe sowohl mit Firefox als auch mit Internet Explorer eingegeben. Weiss jemand, was da schief laeuft? Habe mich auch an den Support gewandt.
Danke
8. Januar 2009 at 2:48
Servus Hans!
Sorry, da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Wenn sich hier nicht rein zufällig jemand hin verirrt, der da zufällig Bescheid weiss, würde ich Dir eher empfehlen auf das Feedback des Supports zu warten.
Vielleicht ist es ja auch “nur” ein temporäres, technisches Problem. Serverüberlastung oder irgendso ein Kram.
Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass es bald klappt!
LG hirngabel
9. Januar 2009 at 10:38
Ich möchte hirngabel für die nüchternen Ausführungen danken, da diese dazu beitragen, die seitens der Presse oft geschürten Bedenken die Einreise in die USA betreffend zu relativieren.
Noch eine Frage: die Authorization ist 2 Jahre lang gültig, ist es dennoch unbedenklich, innerhalb der Ablauffrist einen erneuten Antrag mit den gleichen Daten zu stellen? Ich frage deshalb, da es möglich ist, dass in meinem Antrag ein Tippfehler passiert ist und die eingegebenen Daten – zumindest meinem Informationsstand nach – nach bereits erfolgter Beantragung nicht mehr sichtbar gemacht werden können und somit eine Kontrollmöglichkeit fehlt.
Danke!
LG Dieter
9. Januar 2009 at 12:09
Hallo Dieter,
vielen Dank für das Kompliment. Das war mir genau wichtig, der teilweise “hysterischen” Berichterstattung in den klassischen Medien eine etwas sachlichere Analyse entgegenzustellen. Freut mich, dass es scheinbar gelungen ist. =)
Zu Deiner Frage: Es gibt auf jeden Fall eine Möglichkeit, einen Teil der Daten des Antrags nachträglich zu ändern. Wenn Du auf der Startseite bist, dann kannst Du in der rechten, grünen Spalte mit der Eingabe von Application Number, Geburtsdatum und Reisepassnummer nochmal nachträglich in Deinen Antrag rein. Allerdings habe ich gerade meine App-Nr. nicht vorliegen, so dass ich es leider nicht checken kann, welche Informationen man dort genau einsehen und welche man ändern kann.
Wo ist Dir denn der Tippfehler vermutlich passiert?
Der andere Teil der Frage, den ich leider auch -noch- nicht genau beantworten kann, ist, wie genau man den Antrag verlängert.
Ich nehme jetzt einfach mal an, dass es kein Problem sein sollte, wenn man vor Ende der Gültigkeitsphase einen zweiten Antrag stellt. Und eigentlich kann der Rechtschreibfehler da auch nicht groß was bewirken.
Aber das sind erstmal nur Vermutungen meinerseits. Das ist sicherlich ein Thema, mit dem ich mich im Laufe der nächsten Monate selbst mal genauer befassen werde und auch muss, da meine Authorization ja auch irgendwann abläuft.
LG hirngabel
10. Januar 2009 at 4:28
Hallo hirngabel,
danke für die rasche Antwort!
Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass ich aus beruflichen wie privaten Gründen mittlerweile mehr als 20 Mal in die USA eingereist bin und eine Vereinfachung der Einreiseformalitäten begrüße.
Betreffend ESTA: Man kann einige Daten nachträglich modifizieren, dies ist jedoch nicht möglich zB betreffend das Ausstellungsdatum des Reisepasses (und hier ist mir vielleicht ein Fehler passiert, bin mir aber eben nicht sicher, in diese Daten kann meines Wissens nachträglich nicht mehr Einsicht genommen werden). Ich würde daher gerne nochmals eine Application abschicken mit den richtigen Informationen, dann aber gibt es vermutlich zwei Authorizations mit ein und den selben Daten (gehe aber davon aus, dass dies kein Problem darstellt, aber vielleicht weißt du mehr darüber…).
Im Übrigen Gratulation zu dieser Website!
LG Dieter
11. Januar 2009 at 4:29
Na, dann bist Du ja schon einen ganzen Schlag häufiger in die USA gereist als ich. =)
Was den Wunsch nach Vereinfachung angeht, kann ich Dir auf jeden Fall nur beipflichten. Und ich denke, wenn alles so funktioniert, wie gedacht, dann ist diese “Online-Registrierung” auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin gespannt. Werde das im Mai dann wohl zum ersten Mal austesten können.
Ja, stimmt, das Ausstellungsdatum des Reisepasses kann wohl tatsächlich nicht mehr verändert werden.
Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, ob es ein Problem gibt, wenn man zwei quasi identische Authorisationen hat. Persönlich würde ich aber eher dazu tendieren, es beim ursprünglichen Eintrag zu belassen, wenn der ohnehin genehmigt worden ist. Einen Vertipper kann man ja letztlich immer noch recht leicht erklären, sollte es tatsächlich Rückfragen geben.
Aber das ist, wie gesagt, nur meine ganz persönliche, unverbindliche Einschätzung.
13. Januar 2009 at 1:00
Hallo ihr Lieben!
Ich hab da mal eine Frage. Ich hab vor etwa 5 Jahren ein Studentvisum für die Staaten beantragt, der allerdings abgelehnt wurde. Auf dem dem Antag wird eine Frage aufgelistet die da lautet: “Wurde Ihnen jemals ein Visum für die Vereinigten Staaten oder die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert oder Ihr Visum für die Vereinigten Staaten nachträglich für ungültig erklärt?” Jetzt meine Frage, muss ich da JA oder NEIN ankreuzen? Denn ansich benötige ich für die Einreise kein Visum.
Ich versuch schon die ganze Zeit jemanden bei der Botschaft zu erreichen, aber da geht keiner ran.
Ich wär für jede Antwort dankbar!
13. Januar 2009 at 10:50
Hallihallo!
Rein vom Bauchgefühl her würde ich schon vermuten, dass Du hier ja ankreuzen solltest. Schließlich wird ja genau danach gefragt, ob Du mal ein Visum beantragt hast, das abgelehnt wurde.
Das ist aber pure Vermutung (bzw. Logik) meinerseits und ich würde es auf jeden Fall nochmal versuchen, bei der Botschaft jemanden zu erreichen.
Es ist leider in der Tat nicht einfach dort mal jemanden ans Telefon zu bekommen. Aber um sicherzugehen, würde ich das dennoch weiter probieren.
Aber vielleicht kommt hier ja noch jemand vorbei, der etwas Genaueres dazu sagen kann.
13. Januar 2009 at 11:02
Das Ding ist ja, ich war nachdem schonmal dort. Ich kann mich aber nich mehr dran erinnern, ob danach gefragt wurde oder nicht!
Die Botschaft ist aus so ein Ding…da fällt ab dem Freizeichen 2,79€/min und es geht niemand ran (egal wie oft ich es probiert hab) und irgendwann wird man aus der Leitung geschmissen.
Aber danke dir für die schnelle Antwort!
14. Januar 2009 at 12:35
Also, wenn Du vor 5 Jahren das Visum beantragt hast, dann wurde bei Deiner Einreise danach auf jeden Fall auch diese Frage gestellt. Denn diese Frage ist seit einigen Jahren schon Bestandteil des grünen Formulars, das man immer auf der Einreise im Flugzeug ausfüllen musste (und dem ja auch das Online-Formular nachempfunden ist).
Dementsprechend stellt sich dann die Frage, was Du damals angekreuzt hast. =)
Mal *ganz unverbindlich* dahingeplappert:
Wenn Du auf die nicht gerade kundenfreundliche Botschaftshotline keinen Bock mehr hast (was ich durchaus verstehen könnte), dann musst Du es halt einfach “drauf ankommen lassen”.
Es kann halt passieren, dass es Rückfragen gibt, wenn Du der Logik entsprechend “Ja” ankreuzt. Es kann auch passieren, dass es Rückfragen gibt, wenn Du “Nein” ankreuzt und es letztlich doch mit irgendwelchen Dateien abgeglichen wird.
Oder es wird gar nix passieren – was ich auch nicht für wirklich unwahrscheinlich halten würde…
Aber wie gesagt: Hier kann ich Dir leider keinen Königsweg empfehlen.
14. Januar 2009 at 12:59
Danke für die zutreffenden Ausführungen und den Tipp, hirngabel! Wünsche dir im Mai einen schönen Aufenthalt in den USA!
LG Dieter
14. Januar 2009 at 1:25
Danke sehr, werd ich sicherlich haben – auch wenns Arbeit ist. =)
Dir ebenfalls viel Spaß in diesem beeindruckenden Land!
14. Januar 2009 at 5:19
Ich werd morgen nochmal mein Glück bei der Botschaft probieren…ansonsten werd ich, denk ich, aus dem Bauch ankreuzen
Ich lass mich dann einfach am LAX Airport überraschen!
Nochmals Danke!!!
14. Januar 2009 at 12:06
Na, dann viel Glück dabei! =)
Und auch so oder so viel Glück bei der Einreise und dem Versuch “durch zu kommen”, sowie viel Spaß in den USA!
7. Februar 2009 at 2:08
Ich habe auch soeben das Formular ausgefüllt und auch meine Genehmigung sofort bekommen. Aber ich kann mich zur Statusabfrage nicht einloggen, es kommt immer die Meldung “ungültige Antragsnummer”…??!
Ich habe keinerlei Ausdrucke von der Genehmigung gemacht und weiß nun nicht mal ob meine Antragsnummer richtig ist. Das stimmt mich jetzt gerade nicht positiv.
Braucht man denn gar nichts vorlegen wenn man einreist in die USA? Was bekomme ich dann anstatt dem grünen Formular, dass ja immer im Reisepass mitgeführt werden musste während des Aufenthalts in der USA.
9. Februar 2009 at 1:43
Hallo Sascha!
Das ist natürlich seltsam, dass Du Deinen Antrag nicht mehr einsehen kannst. Ich würde tendentiell vermuten, dass Du vielleicht eher einen Zahlendreher in der Application Number drin hast.
Ob man bei der Einreise nun irgendwas als Ersatz für den grünen Abschnitt im Reisepass bekommt, kann ich Dir ehrlich gesagt nicht sagen. Ich vermute aber eher, dass man nichts bekommt. Wenn man ehrlich ist, dann wurde das mit dem grünen Abschnitt ohnehin nie so ganz konsequent durchgeführt – zumindest wurde er bei mir mehrfach bei der Ausreise gar nicht abgemacht.
Laut offizieller Sprachregelung brauchst Du ohnehin auch keinen Ausdruck o.ä. mitbringen bei der Einreise. Zumal, wenn Du Dir sicher bist, dass Du eine Bestätigung bekommen hast, dann würde ich mir keinen großen Kopf drüber machen. Solltest Du bis Mai reisen, dann ist es eh halbwegs Wurscht, da bis mindestens dann sowieso das grüne Formular parallel auszufüllen ist – quasi als Übergangsphase.
Möchtest Du aber wirklich sichergehen, und was in der Hand haben wollen, dann gehe folgendermaßen vor:
Fülle einfach zehn Tage nachdem Du zum ersten Mal das Formular ausgefüllt hast, nochmal einen neuen Antrag aus. Wenn der genehmigt wurde (wovon ja auszugehen ist), dann druckst Du dir alles aus und nimmst dann diesen Ausdruck vom neuen Antrag bei der Einreise mit.
Mir wurde von einem verantwortlichen Mitarbeiter der US-Botschaft in Wien bestätigt, dass es eine zehntägige Sperrfrist auf alle Anträge gibt – aber danach kann man mit denselben Daten einen zweiten Antrag ausfüllen.
LG hirngabel
9. Februar 2009 at 5:38
Ich habe noch am selben Tag nochmals eine Anmeldung ausgefüllt. Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen.
Es hat alles geklappt, auch das zweite Mal. Diesmal habe ich mir natürlich alles ausgedruckt. Auch die Antragsnummer stimmt jetzt und ich kann mich für evtl. Änderung einloggen. Ich hatte wohl beim ersten Mal irgend einen dummen Zahlendreher drin…
Danke für deine ausführliche Antwort.
Dann freue ich mich also weiterhin auf das tolle grüne Formular im Flugzeug, das ich ausfüllen darf
Aber das weiße Zollformular bleibt ja weiterhin erhalten, so wie ich das mitbekommen habe!
9. Februar 2009 at 5:53
Jup, das weiße Zollformular muss ja logischerweise weiter bleiben. Hat ja mit dem Visa-Programm nichts zu tun.
Und ja, Du darfst Dich weiter auf das grüne Formular freuen. =) Bin auch echt froh, wenn sich das mit diesem Wisch endlich erledigt hat und tippe mal, dass das frühestens im Spätsommer der Fall sein wird.
Und zum dritten Mal Ja: Auch ich würde vermuten, dass Du bestimmt bei der Eingabe Deiner Passnummer einen Zahlendreher drin hattest. Das würde es zumindest erklären, warum Du am selben Tag nochmal einen zweiten Antrag ausfüllen konntest. Wie gesagt, eigentlich gibt es da nämlich eine 10-Tage-Sperre – womit ja auch schon Kommentatoren im Blog zu tun hatten, als sie versuchten einen zweiten Antrag einzureichen.
Bei Dir sollte das auf jeden Fall jetzt passen. Daher viel Spaß bei Deinem Trip in die USA!
16. Mai 2009 at 1:44
kaum traue ich mich diese Frage zu stellen…so blöd ist sie…
Ich habe alle Fragen in der Applicationform in der ESTA beantwortet und wollte den nächsten Schrit tun “Submit your application”….nur wie komme ich weiter…Am Ende der “Complete Your Application” stehen die drei “Kästchen” CANCEL RESET NEXT. habe NEXT gedrueckt habe vorher die Angaben ausgedruckt und danach war alles weg, vermutlich eine weitere Applicationform kam als nächstes…wo soll ich anklicken, dass ich “submit your application” machen kann und wie komme ich zur Antragsnummer ?
19. Mai 2009 at 5:39
Hi Tarja,
Sorry, aber da kann ich Dir gerade auch nicht weiterhelfen. War schon zu lange nicht mehr in der ESTA-Registrierung drin und kann mich an diese Details auch nicht mehr erinnern.
Hoffe aber, Du hast es mittlerweile rausgefunden.
Schöne Grüße aus dem stark verregneten Miami!