“Der Krieg des Charlie Wilson” behandelt die Geschichte des Kongress-Abgeordneten Charlie Wilson aus Texas, der federführend bei der Unterstützung der Mudschaheddin durch die Amerikaner im Kampf gegen die Sowjets in Erscheinung trat.

Regisseur Mike Nichols (Catch 22, Closer) hat sich gemeinsam mit dem Drehbuchautoren Aaron Sorkin (u.a. das vielfach unterschätzte “Studio 60 on Sunset Boulevard“), sowie Tom Hanks als Produzenten und Hauptdarsteller in Personalunion an die Verfilmung des gleichnamigen Romans von George Criles gewagt und dabei einen Film erstellt, der vorwiegend Wert auf den komödiantischen Aspekt legt, mit ein paar satirisch-bitteren Momenten, die zum Nachdenken anregen können.

Dabei macht es sich das Trio relativ leicht und inszenierte “Den Krieg des Charlie Wilson” als doch recht leicht bekömmliche Satire vor bitterem Hintergrund. Das reicht durchaus für einen unterhaltsamen Film, was sicherlich vor allem an den sehr gut pointiert geschriebenen Dialogen liegt, ist aber letzten Endes auch nicht der ganz große Wurf, der er hätte werden können – speziell wenn man ihn im Vergleich zu grob ähnlich angelegten Filmen wie Wag the dog oder Three Kings betrachtet.

Neben den schon erwähnten gelungenen Dialogen und einigen kritischen Ansätzen, die wunderbar auf die heutige weltpolitische Situation Bezug übertragen werden können, glänzt vor auch wieder mal ein äußerst charismatischer Phillip Seymour Hoffman (Mission Impossible 3, Capote), der viele Szenen beinahe alleine trägt. Zudem geht der Film sogar im fast richtigen Moment zu Ende, denn was hätte er es sich nochmal versauen können, wenn er Hanks am Schluss nochmal zu einer pathetischen Rede zum Thema “Wiederaufbau” hätte ausholen lassen… (Okay, am liebsten wäre mir der Schluss kurz vorher auf dem Balkon nach der Party gewesen)

So komme ich unter dem Strich zu einem wohlwollenden Urteil: 7 von 10 Gabeln