Nachdem die Bundesregierung ja seit einigen Wochen versucht, Deutschland als hartnäckige Streiknation zu profilieren, kann die führende Nation der Welt, die USA, dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Daher hat das Weiße Haus nun veranlasst, dass ganz Hollywood seit heute mehr oder weniger stillzustehen hat, indem sich die Autoren weigern zu den aktuellen Tarifen weiterzuarbeiten, was eben weitreichende Konsequenzen auf die Arbeitsabläufe hat.  Dadurch sieht das alberne Schell-Mehdorn-Scharmützel natürlich aus wie ein Kindergeburtstag (naja, nicht ganz…), so dass man gespannt sein darf, was sich die Spin-Doktoren um Merkel überlegen, um Bushs taktischen Winkelzug wieder zu übertrumpfen.

Zugegeben, der oben gewählte Ansatz ist unter Umständen nicht ganz korrekt widergegeben. Daher möchte ich Euch heute einige Leseempfehlungen geben, die mir als semi-informiertem Serienfan einen ganz guten Einblick in die Hintergründe und vor allem die möglichen Auswirkungen gegeben haben.

  • Einen Super-Überblick über die Hintergründe des Streiks bietet Sascha im Sablog
  • Aktuelle News bereitet neben dem gerade erwähnten Sablog im Übrigen auch serienjunkies.de in einer eigenen Rubrik zeitnah auf
  • Faszinierenderweise bringt der Streik schon jetzt zu Beginn eine große Solidaritätswelle mit sich, wenn man aktuelle Entwicklungen im Internet betrachtet. So wurde auf whedonesque.com spontan in den Kommentaren zu einer Streik-News um die Autorin Jane Espenson (u.a. Buffy) eine Pizza-Bestellung organisiert.
  • Ohnehin ist durch das Internet relativ transparent wer wo demonstriert, was durchaus zu einigen Fan-Treffen ausarten könnte. Bin gespannt welche Auswirkungen die ganze Streikgeschichte auch vor Ort haben wird.
  • Vor Streikbeginn wurde die Sache ohnehin von den Autoren noch mit einem ordentlichen Schuss Selbstironie betrachtet.

Und ja, auch ich bin eher auf der Seite der Streikenden, auch wenn dieser Streik im schlimmsten Fall der Verzicht auf eine halbe Season oder sogar mehr bedeuten würde. Daher hoffe ich einfach mal, dass die Produzenten möglichst bald einen guten Kompromiss eingehen werden und nicht ganz so verbockt sind, wie die Deutsche Bahn.